Schmitten GR

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GR ist das Kürzel für den Kanton Graubünden in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Schmittenf zu vermeiden.
Schmitten
Wappen von Schmitten
Staat: Schweiz
Kanton: Graubünden (GR)
Region: Albula
BFS-Nr.: 3514i1f3f4
Postleitzahl: 7493
Koordinaten: 770829 / 173096Koordinaten: 46° 41′ 14″ N, 9° 40′ 19″ O; CH1903: 770829 / 173096
Höhe: 1301 m ü. M.
Fläche: 11.35 km²
Einwohner: 234 (31. Dezember 2018)[1]
Einwohnerdichte: 21 Einw. pro km²
Website: www.schmitten-gr.ch
Schmitten

Schmitten

Karte
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Schmitten (rätoromanisch Ferrera) ist eine politische Gemeinde in der Region Albula, im Schweizer Kanton Graubünden. Die Gemeinde Schmitten ist traditionell deutschsprachig.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Blau goldenes Zepter, gekreuzt mit goldenem Bischofsstab.

Attribute des heiligen Luzius in den Farben des Zehngerichtenbundes als Hinweis auf die alte Luziuskirche.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Historisches Luftbild von Werner Friedli von 1954

Schmitten ist ein Strassendorf auf an der rechten Seite des Albulatals an der Kantonsstrasse zwischen Lenzerheide und Davos.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1623 1850 1900 1950 1980 1990 2000 2005 2010 2012 2014 2016
Einwohner 170 205 249 329 208 252 243 266 256 249 253 245

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 14. und 15. Jahrhundert wurde der Ort durch Walser aus Davos besiedelt. Trotz der rätoromanischen Nachbargemeinden lag der Anteil der Rätoromanen immer klar unter 10 %. Die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten zeigt untenstehende Tabelle:

Sprachen in Schmitten
Sprachen Volkszählung 1980 Volkszählung 1990 Volkszählung 2000
Anzahl Anteil Anzahl Anteil Anzahl Anteil
Deutsch 195 93,75 % 243 96,43 % 229 94,24 %
Rätoromanisch 11 5,29 % 3 1,19 % 3 1,23 %
Italienisch 2 0,96 % 0 0,00 % 2 0,82 %
Einwohner 208 100 % 252 100 % 243 100 %

Herkunft und Nationalität[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von den Ende 2005 266 Bewohnern waren 247 (= 92,86 %) Schweizer Staatsangehörige.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1870–1873 wurde die Landwasserstrasse entlang dem Fluss Landwasser gebaut. Die Strasse führt von Brienz über Alvaneu und Schmitten, entlang an Steilhängen und durch Lärchenwälder, die mit tief eingeschnittenen Tälern (hier Tobel genannt) abwechseln, nach Wiesen und endet in Davos.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirche von Schmitten

Über dem Ort thronen malerisch die Barockkirche Allerheiligen[2] mit einer prachtvollen Ausstattung und die romanische Kapelle St.Luzius mit spätgotischen Fresken.[3]

Von diesem Kirchenhügel[4] hat man einen einprägsamen Ausblick über das Albulatal. Von dem 1707 erbauten Pfarrhaus folgt man dem Kreuzweg von 1761, dessen Passionsbilder seit 1985 wieder vollständig renoviert sind, hinauf zum Friedhof, der die Pfarrkirche Allerheiligen und die Kapelle St. Luzius umschliesst.

Bei Schmitten befinden sich alte Erzgruben.

Fusion der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Rahmen der Gemeindefusionen in Graubünden gab es Bestrebungen, alle Gemeinden im Albulatal zu einer einzigen Gemeinde Albula zu fusionieren. Am 23. März 2013 lehnte jedoch eine Mehrheit der Bevölkerung von Schmitten dies in einem Grundsatzentscheid ab. Es wird nun diskutiert, ob Schmitten mit der Gemeinde Davos fusionieren und dort die siebte Fraktionsgemeinde bilden soll. Diesen Weg hatte 2009 die östlich von Schmitten gelegene damalige Gemeinde Wiesen beschritten.

Vereinigung Freunde von Schmitten (VFvS)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1966 veröffentlicht die Vereinigung Freunde von Schmitten jedes Jahr eine aufwändige Dorfchronik. Neben den jährlichen Berichten der Gemeinde und der Dorfvereine befasst sich die Chronik auch mit Themen, welche für ein kleines Alpendorf von Bedeutung sind. Herausgeber und Redaktion sind die Mitglieder des Vereinsvorstands.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Schmitten – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ständige und nichtständige Wohnbevölkerung nach Jahr, Kanton, Bezirk, Gemeinde, Bevölkerungstyp und Geschlecht (Ständige Wohnbevölkerung). In: bfs.admin.ch. Bundesamt für Statistik (BFS), 31. August 2019, abgerufen am 22. Dezember 2019.
  2. Barockkirche Allerheiligen.
  3. Kapelle St. Luzius
  4. Kirchenhügel