Dagmar

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Dieser Artikel behandelt den Vornamen Dagmar. Weitere Bedeutungen des Namens siehe Dagmar (Begriffsklärung).

Dagmar ist ein weiblicher Vorname, der besonders in Dänemark starke Verbreitung gefunden hat und gemeinhin als „typisch dänischer“ Frauenname gilt. Die heute praktisch ausgestorbene männliche Form des Namens lautete Dagomar.

Herkunft und Bedeutung[Bearbeiten]

Dagmar ist wahrscheinlich eine weibliche Namensform von Dagomar. Dieser leitet sich ab von dag-, Bedeutung unklar, vielleicht von keltisch dago schön, gut und mers, mari, germanisch für berühmt. Möglich ist auch eine Herleitung von Thankmar. Ähnliche Namensbildungen sind Waldemar, Ingmar, u.a. Auch Dagobert/Taginbert (mit der weiblichen Variante Dagoberta) bzw. einer der davon abgeleiteten Kurzformen (wie Dago) sind verwandte Namensformen.

Im Dänischen wird dem Namen volksetymologisch oft die Bedeutung „berühmter Tag“ (von dag für Tag und meri für berühmt) beigelegt. Hierfür werden mitunter auch angebliche Belege aus dem Althochdeutschen (tag mâri für „der helle Tag“) angeführt. Der Königin Dagmar von Böhmen wurde auch die Bedeutung Tagesjungfrau, Morgenröte zugeschrieben.

Dagmar hat sprachlich keine Beziehung zum slawischen Namen Dragomira, eine direkte Ableitung ist unwahrscheinlich.

Wirklich populär wurde der Name im 19. Jh. aufgrund der Dagmar in dem historischen Roman "Valdemar Sejr" von Bernhard Ingemann (1826).[1]

Bekannte Namensträgerinnen[Bearbeiten]

Familienname[Bearbeiten]

Wissenswertes[Bearbeiten]

Äußerst selten kommt der Name Dagmar auch bei Männern vor. Ein Beispiel ist der Fußballspieler Dagmar Drewes, der in der ersten Saison der Fußball-Bundesliga für Preußen Münster spielte.

Namenstag[Bearbeiten]

28. September / 24. Mai

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Duden, Lexikon der Vornamen, Dudenverlag, Mannheim - Zürich, 2013, S. 100