Eglin Air Force Base

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eglin Air Force Base
Luftaufnahme der Eglin Air Force Base
Kenndaten
ICAO-Code KVPS
IATA-Code VPS
Koordinaten
Verkehrsanbindung
Straße I-10/US 98
Basisdaten
Fläche 187.600 ha
Start- und Landebahnen
01/19 3052 m × 91 m Asphalt
12/30 3659 m × 91 m Asphalt

i1 i3 i5

i7 i10 i12

i14

Die Eglin Air Force Base ist mit rund 1.876 km² der flächenmäßig größte Stützpunkt der United States Air Force (USAF). Gleichzeitig ist sie ein census-designated place (CDP) mit 2.274 Einwohnern (Stand: 2010). Der CDP grenzt im Osten an die Stadt Valparaiso und im Süden an die Choctawhatchee Bay. Er liegt rund 30 km südlich von Crestview sowie etwa 70 km östlich von Pensacola im US-Bundesstaat Florida.

Die Air Force Base[Bearbeiten]

Die Eglin AFB ist dem Air Force Materiel Command zugeordnet, dessen Air Armament Center dort luftgestützte Waffen entwickelt und testet. Zur Basis gehören zwei Start- und Landebahnen mit 3.050 m und 3.660 m Länge. Der größte Teil der Fläche – einschließlich 30 km Küstenlinie und Teilen des Golf von Mexiko – dient als Waffentestgelände, im östlichen Bereich befindet sich eine Radar-Station zur Weltraumüberwachung.

Die Anlage besitzt zwei Start- und Landebahnen, die sich die Base mit dem zivil genutzten Destin–Fort Walton Beach Airport teilt.

Geschichte[Bearbeiten]

1931 begann das Army Air Corps sich für die unbewohnte, sumpfige Fläche rund um Valparaiso zu interessieren, um sie als Schießbahn und Bombenabwurfplatz zu nutzen. Ein erstes Flugfeld wurde 1933 errichtet und am 14. Juni 1935 als Valparaiso Bombing and Gunnery Base eröffnet. Am 4. August 1937 wurde es umbenannt in Eglin Field, zu Ehren Lieutenant Colonel Frederick I. Eglin, einem Piloten des Ersten Weltkriegs, der am 1. Januar desselben Jahres bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam. Bis 1941 hatte sich der Stützpunkt schon auf 1554 km² ausgedehnt und war nun ein wichtiges Testzentrum für Flugzeuge, Waffen und Ausrüstung der Luftwaffe sowie für das Training von Luftkampftaktik. Auch die ersten militärischen Raketen wurden ab 1946 hier entwickelt. Nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich der Name der Basis ins heutige Eglin Air Force Base. In der Folgezeit testete die USAF hier zahlreiche Flugzeuge (unter anderem F-100 bis F-106 und die B-52), Drohnen und Raketen. Heutzutage liegt der Schwerpunkt bei der Entwicklung und dem Testen von luftgestützten Waffen für die Air Force.

Das heute eigenständige Hurlburt Field gehörte seit Anfang der 1940er als Field No. 9 zur Eglin AFB.

Auf der Eglin AFB werden neben militärischen Raketen auch zivile Höhenforschungsraketen der NASA gestartet, wofür drei Abschussrampen (eine bei 29.6700 nördliche Breite und 85.3700 westliche Länge auf Cape San Blas, zwei auf Santa Rosa Island bei 30.3800 nördlicher Breite und 86.7400 westlicher Länge und bei 30.3800 nördlicher Breite und 86.8170 westlicher Länge) zur Verfügung stehen. Airbus testete hier in einem speziellen Hangar die A350 bei Hitze und Kälte, ebenso Bombardier die CSeries.

Demographische Daten[Bearbeiten]

Gemäß der Volkszählung 2010 verteilten sich die damaligen 2.274 Einwohner auf 1.336 Haushalte. 77,2 % der Bevölkerung bezeichneten sich als Weiße, 8,9 % als Afroamerikaner, 0,5 % als Indianer und 2,2 % als Asian Americans. 3,5 % gaben die Angehörigkeit zu einer anderen Ethnie und 7,7 % zu mehreren Ethnien an. 13,7 % der Bevölkerung bestand aus Hispanics oder Latinos.

Im Jahr 2010 lebten in 51,8 % aller Haushalte Kinder unter 18 Jahren sowie 31,2 % aller Haushalte Personen mit mindestens 65 Jahren. 67,7 % der Haushalte waren Familienhaushalte (bestehend aus verheirateten Paaren mit oder ohne Nachkommen bzw. einem Elternteil mit Nachkomme). Die durchschnittliche Größe eines Haushalts lag bei 2,62 Personen und die durchschnittliche Familiengröße bei 3,37 Personen.

39,2 % der Bevölkerung waren jünger als 20 Jahre, 41,0 % waren 20 bis 39 Jahre alt, 6,5 % waren 40 bis 59 Jahre alt und 13,3 % waren mindestens 60 Jahre alt. Das mittlere Alter betrug 25 Jahre. 43,5 % der Bevölkerung waren männlich und 56,5 % weiblich.

Das durchschnittliche Jahreseinkommen lag bei 30.845 $, dabei lebten 6,8 % der Bevölkerung unter der Armutsgrenze.[1]

Im Jahr 2000 war englisch die Muttersprache von 91,22 % der Bevölkerung, spanisch sprachen 6,13 % und 2,65 % hatten eine andere Muttersprache.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Profile of General Population and Housing Characteristics: 2010. United States Census Bureau. Abgerufen am 9. April 2015.
  2. Sprachverteilung 2000. Modern Language Association. Abgerufen am 9. April 2015.