Elijah Cummings

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Elijah Cummings Unterschrift

Elijah Eugene Cummings (* 18. Januar 1951 in Baltimore, Maryland) ist ein US-amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Seit 1996 vertritt er den 7. Kongresswahlbezirk des Bundesstaats Maryland im US-Repräsentantenhaus.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Elijah Cummings stammt aus einer Arbeiterfamilie. Seine Eltern zogen von einer Farm in South Carolina nach Maryland in ein Mietshaus und sparten, bis sie 1963 ein Haus in einem desegregierten Stadtviertel beziehen konnten.

Bis 1969 besuchte Cummings die Highschool Baltimore City College und studierte danach an der Howard University in Washington, die er 1973 mit dem Bachelorgrad in Politikwissenschaft abschloss. Nach einem anschließenden Jurastudium an der University of Maryland in Baltimore (Juris Doctor 1976) begann er nach seiner Zulassung 1976 als Rechtsanwalt zu arbeiten.[1] Zwischenzeitlich war er Vorsitzender Richter am Maryland Moot Court Board.

Er ist mit Maya Rockeymoore Cummings verheiratet, die eine Politikberatungsfirma in Washington betreibt und sich 2018 um die Nominierung der Demokraten für das Gouverneursamt in Maryland bewarb.[2] Sie haben drei Kinder und wohnen in Baltimore. Cummings ist Baptist.[3]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwischen 1983 und 1996 saß Cummings im Abgeordnetenhaus von Maryland, dessen Präsident er ab 1995 war – das bis dahin höchste Amt, das ein Afroamerikaner in Maryland innehatte. Ab 1984 war er dort zudem Vorsitzender des Maryland Legislative Black Caucus.

Nach dem Rücktritt des Abgeordneten Kweisi Mfume wurde Cummings bei der fälligen Nachwahl am 16. April 1996 für den siebten Kongresswahlbezirk Marylands als dessen Nachfolger in das US-Repräsentantenhaus in Washington gewählt, wo er am 26. April 1996 seine Arbeit aufnahm.[4] In der Vorwahl der Demokraten hatte er 26 Mitbewerber geschlagen und in der Hauptwahl den Republikaner Kenneth Konder mit über 80 Prozent der Stimmen.[5] Nach zehn Wiederwahlen mit stets deutlich mehr als 70 Prozent der Stimmen, zuletzt 2016, läuft sein aktuelles Mandat im 115. Kongress der Vereinigten Staaten bis zum 3. Januar 2019.[6]

Cummings ist bzw. war Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Infrastruktur, im Ausschuss zur Regierungsreform und im House Select Committee on Benghazi sowie in vier Unterausschüssen. Vormals gehörte er auch dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss an. Er gehört dem Congressional Progressive Caucus an und war zeitweise Vorsitzender des Congressional Black Caucus, des Zusammenschlusses der afroamerikanischen Kongressmitglieder.

Vor der Präsidentschaftswahl 2008 gründete Cummings 2007 die Maryland Grass Roots Campaign, eine Graswurzelinitiative, die sich für die Wahl Barack Obamas einsetzte.[7] Cummings, der den Boy Scouts of America und verschiedenen gesellschaftlichen Initiativen angehört und, gehört seit 2004 dem Democratic National Committee an, der Organisation der Bundespartei.[8]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Abgeordnetenhaus von Maryland galt Cummings als ausgesprochener Linksliberaler (amerikanisch „liberal“) und zugleich als geschickter Konsenshersteller. Für seinen Bezirk im westlichen Baltimore, der hauptsächlich von Afroamerikanern bewohnt war, setzte er sich unter anderem für bessere Gesundheitsversorgung, Netzausbau, Waffenkontrolle und Arbeitsplätze durch Partnerschaft mit Unternehmen ein.

Auch im Kongress gehört Cummings zum linken Flügel seiner Partei. Er stimmte dort unter anderem 1996 gegen die von Präsident Bill Clinton und den Republikanern ausgehandelte Sozialversicherungsreform, die Leistungen stark einschränkte und gegen das Verbot öffentlicher Ausbildung für illegal Eingewanderte und gegen Amtszeitbegrenzungen.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Elijah Cummings – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Elijah Cummings – Quellen und Volltexte (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Alton Hornsby, Angela Hornsby-Gutting: Cummings, Elijah E. (1951- ). In: Black Past.
  2. Brian Witte: Maya Cummings withdraws from Maryland governor’s race. In: Seattle Times, 5. Januar 2018.
  3. Elijah Cummings’ Biography. In: Vote Smart; Elijah E. Cummings. In: Congressional Directory, Washington, D. C. 2014, S. 124 (PDF).
  4. Elijah Cummings Package. In: C-Span, 26. April 1996.
  5. Alton Hornsby, Angela Hornsby-Gutting: Cummings, Elijah E. (1951- ). In: Black Past.
  6. Cummings, Elijah E. In: Our Campaigns.
  7. Elijah Cummings’ Biography. In: Vote Smart.
  8. Elijah Cummings in der Notable Names Database (englisch); Alton Hornsby, Angela Hornsby-Gutting: Cummings, Elijah E. (1951- ). In: Black Past.
  9. Alton Hornsby, Angela Hornsby-Gutting: Cummings, Elijah E. (1951- ). In: Black Past.