Elisabeth Winkelmeier-Becker

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Elisabeth Winkelmeier-Becker (2013)

Elisabeth Winkelmeier-Becker, geb. Winkelmeier (* 15. September 1962 in Troisdorf), ist eine deutsche Politikerin (CDU) und Richterin. Sie ist seit 2005 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit dem 29. November 2019 Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie im Kabinett Merkel IV.[1]

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft, Ausbildung und berufliche Tätigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur 1981 am Gymnasium Alleestraße in Siegburg absolvierte Elisabeth Winkelmeier-Becker ein Studium der Rechtswissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, das sie 1986 mit dem ersten juristischen Staatsexamen abschloss. Nach Erziehungsurlaub und Referendariat legte sie 1992 das zweite Staatsexamen ab.

Danach war sie als Richterin zunächst am Landgericht Bonn und ab 1997 am Amtsgericht Siegburg tätig.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelmeier-Becker ist seit 1984 mit dem früheren Staatssekretär Jürgen Becker verheiratet und hat drei Kinder. Sie ist katholisch.[2]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelmeier-Becker war von 2013 bis 2019 Sprecherin der Arbeitsgruppe Recht und Verbraucherschutz der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und gehört dem Fraktionsvorstand an.[3][4]

Als Parlamentarische Staatssekretärin ist sie zuständig für die Bereiche Wirtschaftspolitik, Industriepolitik sowie Digital- und Innovationspolitik.[5] Darüber hinaus ist sie Sonderbeauftragte der Bundesregierung für die Umsetzung der internationalen Initiative für mehr Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor (Extractive Industries Transparency Initiative – EITI) in Deutschland (D-EITI).[6] Außerdem vertritt sie das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG[7][8] sowie im Aufsichtsrat der Deutschen Investitions- und Entwicklungsgesellschaft.[9]

Partei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelmeier-Becker trat 1978 in die Junge Union (JU) und 1980 auch in die CDU ein. Sie gehörte von 1986 bis 1992 dem JU-Landesvorstand in Nordrhein-Westfalen an und ist seit 2002 Mitglied im Vorstand des CDU-Kreisverbands Rhein-Sieg; 2004 wurde sie zur stellvertretenden Kreisvorsitzenden gewählt. Seit dem Jahr 2010 ist sie Kreisvorsitzende. Winkelmeier-Becker ist seit 2012 stellvertretende Vorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen[10] und seit 2013 stellvertretende Vorsitzende der Christlich-Demokratischen-Arbeitnehmerschaft NRW (CDA-NRW).[11]

Abgeordnete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Bundestagswahl 2005 erhielt Winkelmeier-Becker 45,5 % der Erststimmen im Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I und zog damit als direkt gewählte Abgeordnete in den Deutschen Bundestag ein. Bei der Bundestagswahl 2009 wurde sie mit 44,9 % wiedergewählt. In dieser Legislaturperiode war sie ordentliches Mitglied im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihre dritte Wiederwahl gelang Winkelmeier-Becker 2013 mit knapp 50 % der Erststimmen.[12] Bei der Bundestagswahl 2017 gewann sie erneut ihren Wahlkreis mit 44 %.[13] Sie ist ordentliches Mitglied im Wahlausschuss.[14]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In ihrer Zeit als Familienpolitikerin setzte sich Winkelmeier-Becker für das Elterngeld ein.[15]

Im Herbst 2012 setzte sich Winkelmeier-Becker zusammen mit zwölf weiteren Unions-Bundestagsabgeordneten öffentlich für die Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe beim Ehegattensplitting ein.[16] Bei der Abstimmung über die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare 2017 enthielt sie sich der Stimme.[17] Winkelmeier-Becker spricht sich gegen die Abschaffung des § 219a Strafgesetzbuch (Werbung für den Abbruch der Schwangerschaft) aus.[18]

In ihrem Wahlkreis engagiert sich die Politikerin für die Reduzierung des nächtlichen Fluglärms am Flughafen Köln/Bonn und ist Mitinitiatorin des „Gesprächskreis Fluglärm der CDU/CSU-Bundestagsfraktion“.[19]

Weitere Mitgliedschaften und Engagements[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Winkelmeier-Becker ist Mitglied der überparteilichen Europa-Union Deutschland, die sich für ein föderales Europa und für den europäischen Einigungsprozess einsetzt.[20]

Darüber hinaus ist sie in folgenden Funktionen aktiv (Auswahl):

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Elisabeth Winkelmeier-Becker – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker wird neue Parlamentarische Staatssekretärin im Bundeswirtschaftsministerium. 29. November 2019, abgerufen am 1. Dezember 2019.
  2. Archivlink (Memento vom 7. April 2008 im Internet Archive)
  3. CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag: Wahl der Arbeitsgruppenvorsitzenden. 13. Januar 2014, abgerufen am 12. Dezember 2020.
  4. Bundesregierung: Neue Staatssekretäre für Altmaier und Klöckner. In: Spiegel Online. 27. November 2019 (spiegel.de [abgerufen am 28. November 2019]).
  5. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker. Abgerufen am 11. Dezember 2020.
  6. Bundesministerium für Wirtschaft und Energie: Elisabeth Winkelmeier-Becker. Abgerufen am 11. Dezember 2020.
  7. Aufsichtsrat der DB AG | Deutsche Bahn AG. Abgerufen am 11. Dezember 2020 (deutsch).
  8. Michael Odenwald bis zum Jahr 2025 als Vorsitzender des Aufsichtsrates bestätigt • DB-Kontrollgremium wird weiblicher. Deutsche Bahn, 25. März 2020, abgerufen am 26. März 2020.
  9. Unser Aufsichtsrat. Abgerufen am 11. Dezember 2020.
  10. Elisabeth Winkelmeier-Becker: Lebenslauf. Abgerufen am 24. September 2017.
  11. Landesvorstand. Abgerufen am 4. Januar 2021.
  12. Endergebnis der Bundestagswahl im Wahlkreis Rhein-Sieg-Kreis I (Memento vom 9. Mai 2015 im Internet Archive), bundeswahlleiter.de
  13. Bundestagswahl 2017 - So hat der Rhein-Sieg-Kreis gewählt. In: General-Anzeiger Bonn. Bonner Zeitungsdruckerei und Verlagsanstalt H. Neusser GmbH, Bonn 25. September 2017 (general-anzeiger-bonn.de [abgerufen am 25. September 2017]).
  14. Deutscher Bundestag - Abgeordnete. Abgerufen am 16. Februar 2021.
  15. Elisabeth Winkelmeier-Becker zur Diskussion um das Elterngeld. 9. Juli 2012, abgerufen am 4. Januar 2021.
  16. MdB Jens Spahn fordert mehr Rechte für Homosexuelle - Vorstoß zur Homo-Ehe stößt auf Skepsis, Westfälische Nachrichten vom 9. August 2012.
  17. DerWesten - derwesten.de: So haben die Abgeordneten zur „Ehe für alle“ abgestimmt. (derwesten.de [abgerufen am 8. April 2018]).
  18. Kein Kompromiss bei §219a in Sicht. In: tagesschau.de. 29. August 2018, abgerufen am 24. Oktober 2018.
  19. Fluglärm. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  20. Elisabeth Winkelmeier-Becker Website der Europa-Union Deutschland. Abgerufen am 12. Januar 2018
  21. Amare | Junggesellenverein und Männerreih Rosenhügel - Siegburg Wolsdorf. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  22. Förderverein | Arbeitskreis der NS-Gedenkstätten in NRW e.V. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  23. Vorstand. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  24. Kuratorium. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  25. Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus. Abgerufen am 14. Januar 2021.
  26. Deutsche Bischofskonferenz: Kommission für Ehe und Familie. Abgerufen am 14. Januar 2021.