Erich Syri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Erich Syri (* 8. Dezember 1937 in Weißenthurm) ist ein deutscher Opernsänger (Bass).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einem ersten Gesangsunterricht bei Elly Lauer in Neuwied studierte er bei Professor Clemens Glettenberg an der Staatlichen Hochschule für Musik in Köln Gesang. Sein Debüt als Sarastro in Mozarts Zauberflöte war 1962 in Passau am Südostbayerischen Städtebundtheater. Sein erstes Engagement als „seriöser Bass“ (Fachbezeichnung) hatte er am Landestheater Linz, von 1963 bis 1966. Von 1966 bis 1968 war er am Landestheater Saarbrücken beim Intendanten Hermann Wedekind und GMD Siegfried Köhler, in gleicher Position engagiert. Es folgte eine Spielzeit am Stadttheater Freiburg im Breisgau bei Hans Reinhard Müller und Generalmusikdirektor Leopold Hager.

1969 wurde er von Generalmusikdirektor Horst Stein an das Nationaltheater Mannheim verpflichtet, wo er bis 1999 wirkte.

In seinem Bühnenrepertoire finden sich sowohl ernste als auch komische Rollen, so z. B. der Pimpinone in der gleichnamigen Oper von Telemann, der Baculus im Wildschütz von Albert Lortzing, der Pogner in den Meistersingern, der Hagen in der Götterdämmerung, Fasolt und Fafner aus dem Rheingold, den Daland aus dem Fliegenden Holländer von Richard Wagner, Graf Waldner in Arabella von Richard Strauss, die Titelrolle in Viva la Mamma von Donizetti, König Philipp in Verdis Don Carlos, den Mephisto aus Margarethe von Gounod, den Lothario aus Mignon von Ambroise Thomas, den Heiratsvermittler Kezal aus Smetanas Die verkaufte Braut, den Kontschak in Fürst Igor von Borodin, und den Kardinal in Die Jungfrau von Orleans von Tschaikowski sowie den Athleten in Lulu von Alban Berg.

Er war an Uraufführungen beteiligt bei Helmut Eders Der Kardinal in der Titelrolle, bei Giselher Klebes Der jüngste Tag als Wirt oder bei A. Kovacs Medea als Orest, und als Mitautor und Darsteller des Josef Bieder in dem Einpersonenstück Die Sternstunde des Josef Bieder von Eberhard Streul. Gleichzeitig trat er als Konzert- und Oratoriensänger auf.[1]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1989 Ernennung zum Baden Württembergischen Kammersänger durch Ministerpräsident Lothar Späth.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pressemitteilung des Baden Württembergischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst Nr. 133/1989 vom 24. Oktober 1989