Erzbistum Adelaide

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Erzbistum Adelaide
Basisdaten
Staat Australien
Diözesanbischof Sedisvakanz
Apostolischer Administrator Gregory O’Kelly SJ
Emeritierter Diözesanbischof Philip Wilson
Fläche 105.000 km²
Dekanate 8 (7.12.2008)
Pfarreien 58 (2015 / AP 2016)
Einwohner 1.480.000 (2015 / AP 2016)
Katholiken 299.000 (2015 / AP 2016)
Anteil 20,2 %
Diözesanpriester 73 (2015 / AP 2016)
Ordenspriester 59 (2015 / AP 2016)
Katholiken je Priester 2.265
Ständige Diakone 12 (2015 / AP 2016)
Ordensbrüder 102 (2015 / AP 2016)
Ordensschwestern 246 (2015 / AP 2016)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Englisch
Kathedrale St. Francis Xavier’s Cathedral
Website adelaide.catholic.org.au
Suffraganbistümer Bistum Darwin
Bistum Port Pirie
St. Francis Xavier’s Cathedral in Adelaide

Das Erzbistum Adelaide (lateinisch Archidioecesis Adelaidensis, englisch Archdiocese of Adelaide) ist ein römisch-katholisches Erzbistum mit Sitz in Adelaide, Australien.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 5. April 1842 wurde von Papst Gregor XVI. das Apostolische Vikariat Adelaide („Adelaidensis“) aus dem 1834 gegründeten Vikariat „Neuholland und van Diemens Land“ heraus gegründet. Am 22. April 1842 erfolgte die Erhebung zum Bistum Adelaide. 1845 erfolgte die Ausgründung des Apostolisches Vikariats King George Sounde - The Sound, zwei Jahre später wieder die Eingliederung in das Bistum Adelaide und Bistum Perth. Am 10. Mai 1887 erfolgte durch Leo XIII. die Ernennung zum Erzbistum, zeitgleich die Ausgliederung des Bistums Porta Augusta, seit 1951 Bistum Port Pirie.

Die ersten katholischen Kirchen wurde 1845 in Adelaide und 1846 in Morphett Vale errichtet. Der erste Teil der „St. Francis Xavier’s Cathedral“ in Adelaide wurde 1858 eröffnet. Das Erzbistum Adelaide und das Bistum Port Pirie unterhalten unter anderem 104 katholische Schulen mit circa 46.000 Schülern (Stand 2006).

Das Bistum wurde in den Jahren 2010 bis 2012 von der Veröffentlichung einer Reihe von Kindesmissbrauchsfällen durch katholische Kleriker erschüttert.[1] Am 3. Juni 2018 ernannte Papst Franziskus mit Gregory O’Kelly einen Apostolischen Administrator sede plena, womit die Amtsausübung des Diözesanbischofs Philip Wilson ruht.[2] Zuvor war Wilson am 22. Mai 2018 von einem Gericht in Newcastle für schuldig befunden worden, das zu der Überzeugung gekommen war, dass Wilson in den 1970er Jahren verhinderte, dass ein pädophiler Priester zur Rechenschaft gezogen wurde, der sich an mindestens vier Jungen vergangen haben soll.[3][4] Am 3. Juli 2018 wurde Wilson zu einer einjährigen Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt.[5] Wilson legte Berufung gegen seine Verurteilung ein und lehnte einen Rücktritt zunächst weiter ab.[6] Am 30. Juli 2018 nahm Papst Franziskus Wilsons Amtsverzicht an.[7] Am 6. Dezember 2018 wurde Wilson in 2. Instanz freigesprochen.[8]

Bischöfe, ab 1887 Erzbischöfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Telegraph:Child abuse scandals faced by Roman Catholic Church
  2. Nomina dell’Amministratore Apostolico “Sede Plena” di Adelaide (Australia). In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 3. Juni 2018, abgerufen am 3. Juni 2018 (italienisch).
  3. Australischer Erzbischof schuldig gesprochen
  4. theaustralian.com.au: Archbishop Philip Wilson found guilty of concealing child sex abuse
  5. Zwölf Monate Haft für Erzbischof Wilson. tagesschau vom 3. Juli 2018
  6. Erzbischof geht nach Missbrauchsurteil in Berufung. katholisch.de vom 4. Juli 2018
  7. Papst entlässt in Missbrauch verwickelten Erzbischof von Adelaide. Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 30. Juli 2018
  8. Berufungsgericht spricht Ex-Erzbischof frei. Der Spiegel vom 6. Dezember 2018