Escape Plan

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Filmdaten
Deutscher Titel Escape Plan
Originaltitel Escape Plan
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2013
Länge 115 Minuten
Altersfreigabe FSK 16[1]
Stab
Regie Mikael Håfström
Drehbuch Miles Chapman
Produktion Robbie Brenner,
Mark Canton,
Randall Emmett,
George Furla,
Kevin King Templeton
Musik Alex Heffes
Kamera Brendan Galvin
Schnitt Elliot Greenberg
Besetzung
Synchronisation

Escape Plan (deutsch Fluchtplan), alternativer deutscher Titel: Escape Plan - Flieh oder stirb!,[2] ist ein US-amerikanischer Gefängnisfilm des Regisseurs Mikael Håfström aus dem Jahr 2013 mit Sylvester Stallone, Arnold Schwarzenegger und James Caviezel in den Hauptrollen.

Handlung[Bearbeiten]

Der ehemalige Staatsanwalt Ray Breslin ist inzwischen ein gefragter Sicherheitsexperte mit einer eigenen Firma, die sich auf das Erkennen von Sicherheitslücken in Gefängnissen spezialisiert hat und darauf, wie man Ausbrüche verhindert. Seine Motivation hierzu ist ein Straftäter, den er als Staatsanwalt zur Strecke brachte und der nach seinem Ausbruch Breslins Familie ermordete. Als verdeckter Experte lässt Breslin sich nun in Hochsicherheitsgefängnisse inhaftieren und studiert dann von innen das Gebäude, die Routineabläufe des Personals und die Möglichkeiten, Hilfe von innen oder außen zu erhalten. Über seine Erfahrungen hat er ein Buch geschrieben, das in der Branche als Referenzwerk gilt.

Von der CIA-Agentin Jessica Mayer erhält seine Firma den millionenschweren Auftrag, eine als ausbruchssicher geltende Prototyp-Einrichtung zu testen. Allerdings ist der Standort der Einrichtung geheim, um Hilfe von außen zu erschweren. Trotz der bekannten Risiken plädiert sein Geschäftspartner Lester Clark für den lukrativen Auftrag. Breslin lässt sich daraufhin „entführen“ und betäuben. Als auf dem Transport ein Mitgefangener getötet wird, die Aufnahme im Gefängnis Das Grab nicht wie erwartet erfolgt sowie das Notfall-Codewort nicht funktioniert, wittert Breslin eine Falle. Es stellt sich heraus, dass Willard Hobbs, der Direktor der neuen Einrichtung, mit Clark gemeinsame Sache macht, der seinen Partner loswerden möchte.

Breslin wird als Gefangener im Grab inhaftiert. Dort freundet er sich mit einem Mitgefangenen namens Emil Rottmayer an. Der Gefängnisdirektor möchte an Informationen über einen Verbrecher namens Mannheim kommen, von dem er glaubt, dass Rottmayer für ihn gearbeitet hat, und foltert daher Rottmayer immer wieder. Breslin entdeckt, dass man über einen Schacht bei den Isolationszellen eventuell nach draußen gelangen könnte. Als Rottmayer ein Ablenkungsmanöver startet, gelangt Breslin auf das Dach des Gefängnisses und entdeckt, dass sie sich auf einem riesigen Frachtschiff mitten auf dem Meer befinden. Er versucht, einen Fluchtplan zu entwickeln, aber da sich die Abläufe des Personals ständig verändern, scheinen die Ausbruchschancen gering zu sein. Er findet heraus, dass das Gefängnis nach den Vorschlägen aus seinem Buch konzipiert wurde. Hobbs offenbart ihm, dass er seine Identität kenne und ihn bis zum Rest seines Lebens hier behalten werde. Breslin bietet daraufhin Hobbs zum Schein an, Rottmayer nach Informationen über Mannheim auszufragen.

Mittlerweile werden Breslins Kollegen Ross und Hush misstrauisch, als der Scheck für den Auftrag eingefroren wird. Sie finden heraus, dass Das Grab keine staatliche Einrichtung ist, sondern von einer privaten Profit-Organisation finanziert wird.

Der arabische Mithäftling Javed lässt sich zum Schein von Hobbs als Spitzel einspannen und darf als Belohnung abends an Deck beten. Hierbei kann er mit einem selbst gebastelten Sextanten Messungen durchführen, die den aktuellen Standort des Frachtschiffs vor Marokkos Küste vermuten lassen. Breslin erinnert den Gefängnisarzt Dr. Kyrie an seinen hippokratischen Eid, Menschen zu helfen, und kann ihn zur Mithilfe überreden. Als Ablenkung wird in einem anderen Zellenblock ein Aufstand inszeniert, zu dem Hobbs fast alle Wachen abziehen lässt. Dadurch wird der Weg im Hauptraum frei und Breslin, Rottmayer und Javed können die verbliebenen Wachen überwältigen und in den Maschinenraum entkommen. Zwischenzeitlich hat Dr. Kyrie einen Hilferuf an Rottmayers Freunde in Casablanca verschickt, die nun mit einem Helikopter angeflogen kommen. Javed wird vom Oberaufseher Drake erschossen, während Rottmayer das Deck erreicht, nachdem Breslin die Stromzufuhr und damit die Verriegelungen an den Schleusen abschalten konnte. Breslins Zugang zum Deck wird abgeschnitten, doch durch einen Abfluss, der beim Wiedereinsetzen der Stromzufuhr durchgespült wird, gelangt er ins offene Meer und wird von Rottmayers Helikopter aufgenommen. Hobbs schießt auf den Helikopter, doch als Breslin Fässer an Deck in die Luft jagt, kommt der Direktor in der Explosion um.

An Marokkos Küste gelandet, stellt sich heraus, dass Rottmayer selbst Mannheim und die CIA-Agentin Jessica Mayer seine Tochter ist. Diese hatte Breslins Einschleusung inszeniert, um ihren Vater zu finden und zu befreien. Breslins Kollegin Ross hat inzwischen dafür gesorgt, dass der Verräter Clark entführt und selbst auf einem Frachtschiff eingesperrt wird.

Kritiken[Bearbeiten]

„Das erste große Aufeinandertreffen der Action-Heroen Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger ist ganz wie einst das erste große Aufeinandertreffen von Robert De Niro und Al Pacino (die in Heat ja nur eine kurze gemeinsame Szene hatten): enttäuschend!“

Filmstarts.de[3]

„Wenig durchdachter Actionthriller, der in erster Linie als Starvehikel für seine beiden Genre-Ikonen fungiert und bemüht ist, diese – ihr Alter negierend – möglichst cool in Szene zu setzen.“

Lexikon des Internationalen Films

„Cleverer Actionthriller mit zwei alten Haudegen, die selbstironisch mit den Muskeln zucken.“

Kulturspiegel[4]

Synchronisation[Bearbeiten]

Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone werden in Deutschland seit vielen Jahren von Thomas Danneberg synchronisiert. Für Escape Plan wurde Schwarzenegger jedoch von Ralph Schicha gesprochen.[5] In The Expendables, The Expendables 2 und The Expendables 3, wo beide gemeinsame Auftritte hatten, wurden sie noch von Danneberg gesprochen. In einem Radio-Interview drückte Danneberg seinen Unmut darüber aus, dass er bei Escape Plan nicht ebenfalls beide Synchronrollen sprechen durfte, zumal dies seiner Aussage nach ausdrücklich von Schwarzenegger und Stallone so gewünscht war.[6] Im deutschen Kino-Trailer wurde Schwarzenegger noch von Danneberg gesprochen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Escape Plan. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, Oktober 2013 (PDF).
  2. Escape Plan – Flieh oder stirb! auf dvdcheck.de
  3. Björn Becher: Escape Plan. Filmstarts.de, 7. November 2013, abgerufen am 7. November 2013.
  4. Neue Filme im November – Escape Plan. In: KulturSpiegel. November 2013, abgerufen am 22. Januar 2014.
  5. Escape Plan. In: Synchronkartei. Abgerufen am 12. November 2013.
  6. Hakan Turan (Interview mit Thomas Danneberg): Synchronsprecher: Ärger um Arnold Schwarzenegger und Sylvester Stallone Ärger um Synchronstimme von Schwarzenegger und Stallone. In: Antenne Niedersachsen. 14. November 2013, archiviert vom Original am 3. Dezember 2013, abgerufen am 22. Januar 2014.