Essigsäure-n-propylester

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Strukturformel
Struktur von Essigsäure-n-propylester
Allgemeines
Name Essigsäure-n-propylester
Andere Namen
  • n-Propylacetat
  • n-Propylethanoat
  • Propylacetat (mehrdeutig)
  • Essigsaures Propyl (mehrdeutig)
Summenformel C5H10O2
CAS-Nummer 109-60-4
PubChem 7997
Kurzbeschreibung

flüchtige, farblose Flüssigkeit mit fruchtigem Geruch[1]

Eigenschaften
Molare Masse 102,13 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig

Dichte

0,89 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

−95 °C[1]

Siedepunkt

102 °C[1]

Dampfdruck

33 hPa (20 °C)[1]

Löslichkeit
  • schlecht in Wasser (18,9 g·l−1 bei 20 °C)[1]
  • mischbar mit vielen gebräuchlichen Lösemitteln wie Alkoholen, Ketonen, Aldehyden, Ethern, Glycolen und Glycolethern[2]
Brechungsindex

1,384[2]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung

Gefahr

H- und P-Sätze H: 225​‐​319​‐​336
EUH: 066
P: 210​‐​243​‐​305+351+338​‐​403+235 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [5]
Leichtentzündlich Reizend
Leicht-
entzündlich
Reizend
(F) (Xi)
R- und S-Sätze R: 11​‐​36​‐​66​‐​67
S: (2)​‐​16​‐​26​‐​29​‐​33
MAK

DFG/Schweiz: 100 ml·m−3 bzw. 420 mg·m−3[1][6]

Toxikologische Daten

9370 mg·kg−1 (LD50Ratteoral)[1]

Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen. Brechungsindex: Na-D-Linie, 20 °C
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Essigsäure-n-propylester ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Carbonsäureester. Sie liegt in Form einer leichtentzündlichen Flüssigkeit vor.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäure-n-propylester kann durch Veresterung von Essigsäure und 1-Propanol mit Schwefelsäure als Katalysator gewonnen werden.[7]

Herstellung von Essigsäure-n-propylester aus Essigsäure und 1-Propanol

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäure-n-propylester besitzt eine spezifische Wärmekapazität von 1,96 kJ/(kg·K), eine Oberflächenspannung von 24,28 mN/m, eine Verdampfungswärme von 39,86 kJ/mol, eine Dielektrizitätszahl von 6,002 und eine Viskosität von 0,58 mPa·s (jeweils bei 20 °C).[2]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Essigsäure-n-propylester wird als Lösungsmittel in der Lack-, Druckfarben- und chemisch-technischen Industrie (z. B. für Kosmetikartikel und Klebstoffe) eingesetzt. Es besitzt ein gutes Lösevermögen für zahlreiche natürliche und synthetische Harze (z. B. Cellulosenitrat) und ist leicht biologisch abbaubar.[8]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Dämpfe von Essigsäure-n-propylester bilden mit Luft ein explosionsfähiges Gemisch (Flammpunkt 10 °C, Zündtemperatur 450 °C). Sie wirken auf Menschen narkotisierend. Die Auswirkungen von Essigsäure-n-propylester auf menschliche Gesundheit und Umwelt werden unter REACH im Jahr 2017 im Rahmen der Stoffbewertung von Irland geprüft.[9]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu Essigsäure-n-propylester in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 7. Juni 2008 (JavaScript erforderlich).
  2. a b c Technisches Merkblatt der BASF.
  3. Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 109-60-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. Für Stoffe ist seit dem 1. Dezember 2012, für Gemische seit dem 1. Juni 2015 nur noch die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung gültig. Die EU-Gefahrstoffkennzeichnung ist daher nur noch auf Gebinden zulässig, welche vor diesen Daten in Verkehr gebracht wurden.
  5. Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 109-60-4 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  6. SUVA: Grenzwerte am Arbeitsplatz 2015 – MAK-Werte, BAT-Werte, Grenzwerte für physikalische Einwirkungen, abgerufen am 2. November 2015.
  7. Darstellung von n-Propylacetat (PDF-Datei; 21 kB).
  8. Datenblatt bei BASF.
  9. Europäische Chemikalienagentur (ECHA): Community rolling action plan (CoRAP) Substance evaluation Table, abgerufen am 20. Oktober 2015.Vorlage:CoRAP-Liste/2017

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]