Fachhochschule Wiener Neustadt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von FH Wiener Neustadt)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Fachhochschule Wiener Neustadt für Wirtschaft und Technik GmbH
Logo
Motto Perspektiven durch Praxis
Gründung 1994
Ort Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln, Rudolfinerhaus Wien (Kooperation), Studienzentrum Wien
Land Österreich
Leitung Geschäftsführer
Studenten ca. 3.500[1]
Mitarbeiter ca. 1300
Website www.fhwn.ac.at

Die Fachhochschule Wiener Neustadt (kurz FHWN) ist eine Hochschule für die Studienrichtungen Technik, Wirtschaft, Gesundheit, Sport und Sicherheit. Die internationale Bezeichnung lautet University of Applied Sciences Wiener Neustadt. Es werden 33 Studiengänge (15 Bachelor, 18 Master) angeboten.

Studienprogramm[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1994 bis 2004 wurden ausschließlich Diplomstudien (Mag. (FH), Dipl. Ing. (FH)) angeboten. 2004 wurde das Studienprogramm am Standort Wiener Neustadt gemäß Bologna-Prozess auf das neue System von Bachelor- und Masterstudien umgestellt. Ein Bachelorstudium dauert 6 Semester und das Masterstudium 4 Semester. Studiengänge an der FH Wiener Neustadt werden in Tagesform und berufsbegleitend angeboten. Im Herbst 2006 wurden die Bachelorstudiengänge um den Bereich Gesundheitswissenschaften und Sicherheit erweitert. Im Herbst 2008 wurde auch das Bachelorstudium Training und Sport aufgenommen. Die Abschlüsse sind für Wirtschaft B.A. bzw. M.A. (Bachelor/Master of Arts in Business) für Technik B.Sc. bzw. M.Sc. (Bachelor/Master of Science in Engineering), für Gesundheit B.Sc. (Bachelor of Science in Health Studies), für den Studiengang Polizeiliche Führung B.A. (Bachelor of Arts in Police Leadership) und für Sport B.Sc. (Bachelor of Science in Natural Sciences).

Die FH Wiener Neustadt war die erste Fachhochschule Österreichs. Gegenwärtig (2016) offeriert sie rund 3.500 Studienplätze an den Standorten Wiener Neustadt, Wieselburg, Tulln und dem Rudolfinerhaus Wien (Kooperation). Ca. 10.000[2] Studierende haben ein Studium an der FH Wiener Neustadt absolviert.

Die Studenten müssen während des Studiums ein mehrmonatiges (mindestens 3 Monate) Berufspraktikum absolvieren. Zur Internationalisierung der Ausbildung gibt es Studentenaustauschprogramme mit rund 85 Partnerhochschulen weltweit sowie das Angebot, Berufspraktika im Ausland zu absolvieren.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dieser Artikel oder Abschnitt bedarf einer Überarbeitung. Näheres ist auf der werblich angegeben. Hilf mit, ihn zu verbessern, und entferne anschließend diese Markierung.

Der 3. Oktober 1994 markierte die Geburtsstunde der österreichischen Fachhochschulen. Die FH Wiener Neustadt startete mit je einem wirtschaftlichen und einem technischen Studiengang sowie insgesamt 169 Studierenden. 1996 hatte sich die Zahl der Studierenden an der FH Wiener Neustadt mehr als verdoppelt. Das ursprüngliche Gebäude (5.000 m²) wurde auf 8.700 m² erweitert. 1997 begannen berufsbegleitende Abendstudiengänge für Wirtschaftsberatende Berufe und Wirtschaftsingenieurwesen. Im Januar 1998 erhielt die Trägergesellschaft der FH Wiener Neustadt eine neue Eigentümerstruktur, welche wie folgt lautete: 70 % Stadt Wiener Neustadt, 26 % Land NÖ, 1 % FH-Förderverein, 2 % Stadt Wieselburg, 1 % FH-Verein Wieselburg.

Im Juli 1998 verließen die ersten FH-Absolventen die FH, im selben Jahr erfolgte die Grundsteinlegung für das Studentenwohnheim nahe der FH, wo ein Jahr später die ersten 90 Studierenden einzogen. Am 31. August 1999 wurde die FH Wiener Neustadt zur 1. FH Österreichs durch das Bundesministerium für Wissenschaft und Bildung ernannt. Im September 1999 nahmen die ersten Studenten des dislozierten FH-Studiengangs am Standort Wieselburg ihren Studienbetrieb sowie die Beschäftigten ihren Forschungs- und Lehrbetrieb auf. Weiters nahm die FH-Forschungstochter FOTEC ihre Geschäftstätigkeit auf.

Im September 2001 kam der Start für das Technik-Studium Logistik sowie Produktions- und Prozessdesign. Im November 2001, beenden die ersten FH-Abend-Studenten ihr Studium. Im September 2002 startet der Studiengang Biotechnische Verfahren in Tulln, in Wiener Neustadt kommt der Studiengang Geoinformationstechnologie hinzu. 2003 zählte man den 1.000. Absolvent. Im September 2003 erfolgte die Eröffnung des englischsprachigen Wirtschaftsstudiums Business Consultancy International mit Studenten aus 10 verschiedenen Nationen. 2004 feierte die FH Wiener Neustadt ihr zehntes Jubiläum mit der Umstellung des Studienangebots auf die neuen Bachelor- und Masterstudien nach Vorgaben des Bologna-Prozesses sowie der Eröffnung des neuen Campus Wiener Neustadt.

2005 übersiedelte die Akademie für Gesundheitsberufe in den Campus Wiener Neustadt und wurde im Jahr darauf in Form von vier Bachelorstudiengängen (Biomedizinische Analytik, Ergotherapie, Radiologietechnologie und Logopädie) zugelassen. Neu startete auch der Studiengang Polizeiliche Führung in Kooperation mit der Sicherheitsakademie des Bundesministeriums für Inneres in erster Linie für Leitende Beamte des Wachkörpers Bundespolizei.

Im Herbst 2008 wurde der FH-Vollzeitstudiengang "Training und Sport" aufgenommen, der Trainer mit Sportmanagementkompetenzen für den Leistungssport ausbildet. Nach dem Bachelorstudium kann ein weiterführendes Masterstudium absolviert werden.

Im Herbst 2014 wurde das Studienangebot um 3 neue Studiengänge (Allgemeine Gesundheits- und Krankenpflege (Bachelor), Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen (Master) und Consumer Affairs (Master)) erweitert.

Im Frühjahr 2015 übernahm die FH Wiener Neustadt 100 % der Ferdinand Porsche Fern-FH[3].

Im Herbst 2015 begann der Master-Studiengang Eco Design in Wieselburg, im Herbst 2016 der Master Entrepreneurship & Applied Management.

Standorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standort Civitas Nova[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Standort Wiener Neustadt wurde im Jahr 1994 eröffnet und 1996 zum ersten Mal vergrößert. Mit dem im November 2004 eröffneten Neubau wurde die FH Wiener Neustadt zu einer der modernsten Hochschulen Österreichs. Geplant und realisiert wurde der neue Campus Wiener Neustadt vom Architekturbüro Anton Presoly. Dies geschah in einer Bauzeit von etwas über einem Jahr. Insgesamt wurden 14,6 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Die gesamte Nutzfläche beträgt nun knapp 20.000 Quadratmeter - 9.000 Quadratmeter vor dem Umbau, 10.600 Quadratmeter kamen an Neubau dazu. Zur Verfügung stehen aktuell 8 Hörsäle, 34 Seminarräume, 9 EDV-Säle, ein Multimedia-Labor, ein CAX-Labor, Funktionsräume für Radiologietechnologie, Ergotherapie und Logopädie und 4 Labors der Biomedizinischen Analytik sowie Labors für die Technischen Studiengänge. Weiters steht den Studierenden eine Mensa sowie ein Shop zur Verfügung. Die Studierenden können eine Reihe an freiwilligen Lehrveranstaltungen, Gastvorträgen, die neue Bibliothek, welche sich über zwei Etagen erstreckt sowie 500 Parkplätze nutzen.

Standort Karmeliterkirche[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jänner 2016 wurde bekannt, dass neben der Wiener Neustädter Karmeliterkirche zusätzlich zum bisherigen Standort in der Civitas Nova ein weiterer FH-Campus mit einer Gesamtfläche von 10.000 Quadratmetern errichtet werden soll. Mit dem Bau soll 2017 begonnen werden, ab 2019 soll der Studienbetrieb am neuen Standort starten. Teile des bisherigen Standortes sollen an den neuen Standort übersiedeln, der alte Standort in der Civitas Nova soll aber bestehen bleiben. Je sechs Millionen Euro tragen das Land Niederösterreich und die Stadt Wiener Neustadt zum Bau bei, zehn Millionen Euro sollen von der FH selbst aufgebracht werden. Den Auftrag für die Planung erhielt die ARGE Scheibenreif-Strixner.[4]

Marketing-Campus Wieselburg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der im September 1999 gegründete Marketing-Campus in Wieselburg versteht sich als Think-Box für Marketing, Innovatin, Consumer Science und Nachhaltigkeit. Beschäftigt sind hier rund 50 Mitarbeiter und rund 100 externe Lehrende, die 600 Studierende betreuen. Der Marketing-Campus gestaltet Lernräume, eröffnet Denklandschaften.

Biotech-Campus Tulln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einem der vier niederösterreichischen Technopole gelegen ist der Biotech-Campus Tulln. Hier arbeiten, forschen und lehren 750 Menschen. Der Standot zählt zu den bedeutendsten Biotech-Standorten in Österreich. [5] Seit 2002 kann man hier Biotechnische Verfahren studieren.

Angebotene Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bachelorstudien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft
  • Business Consultancy International
  • Produktmarketing und Projektmanagement (in Wieselburg)
  • Wirtschaftsberatung
Technik
  • Wirtschaftsingenieur
  • Informatik
  • Mechatronik / Mikrosystemtechnik
  • Biotechnische Verfahren (in Tulln)
Gesundheit
  • Biomedizinische Analytik
  • Ergotherapie
  • Logopädie
  • Radiologietechnologie
  • Gesundheits- und Krankenpflege
  • Allgemeine Gesundheits- & Krankenpflege
Sicherheit
  • Polizeiliche Führung
Sport
  • Training und Sport

Masterstudien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft
  • Wirtschaftsberatung & Unternehmensführung
  • Business Consultancy International
  • Sales Management für technische Produkte und Dienstleistungen
  • Produktmarketing und Innovationsmanagement (in Wieselburg)
  • Green Marketing (Wieselburg)
  • Consumer Affairs (Wieselburg)
  • Lebensmittel-Produktentwicklung (Wieselburg)
  • Eco Design (Wieselburg)
  • Entrepreneurship & Applied Management
Technik
  • Informatik
  • MedTech - Functional Imaging, Conventional and Ion Radiotherapy
  • Mechatronik
  • Aerospace Engineering
  • Wirtschaftsingenieur
  • Regenerative Energie-Systeme & technisches Energie-Management (Wieselburg)
  • Biotechnische Verfahren (in Tulln)
Sicherheit
  • Strategisches Sicherheitsmanagement
Sport
  • Training & Sport

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fachhochschule Wiener Neustadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Studieren in Niederösterreich. Der Hochschulatlas NÖ 2016 erschienen im Frühjahr 2016
  2. FH Wiener Neustadt: Fast Forward 2014/15. In: Wissensbilanz & Jahresbericht. FH Wiener Neustadt, 2014/15, abgerufen am 19. Mai 2015.
  3. Fern-Fachhochschule für Wiener Neustadt - noe.ORF.at. In: noe.orf.at. Abgerufen am 19. Mai 2016.
  4. orf.at - FH Wr. Neustadt bekommt Standort in der City. Artikel vom 18. Jänner 2016, abgerufen am 18. Jänner 2016.
  5. meinbezirk.at - Biotech in Tulln am Vormarsch. Artikel vom 20. Mai 2015, abgerufen am 19. Mai 2016

Koordinaten: 47° 50′ 17,3″ N, 16° 14′ 53,5″ O