Fallout 76

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Fallout 76 ist ein Online-Rollenspiel des US-amerikanischen Entwicklers Bethesda Game Studios und ein Ableger der postapokalyptischen Fallout-Computerspielreihe. Es erschien im November 2018 für Microsoft Windows, PlayStation 4 und Xbox One.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fallout 76 ist keine direkte Fortsetzung der Reihe und verzichtet größtenteils auf eine Handlung. Es spielt in West Virginia, wo die Bewohner des Atombunkers Vault 76 im Jahr 2102, 25 Jahre nach dem verheerenden Atomkrieg, am sogenannten Reclamation Day den Bunker öffnen und das umliegende Ödland wieder besiedeln. Vault 76 wurde bereits in Fallout 3 und 4 als einer der Kontrollbunker genannt, der dazu vorgesehen war, frühzeitig zu öffnen und die Lage auf der Oberfläche einzuschätzen. Die Zivilisation im Ödland ist auf einem deutlich rudimentäreren Stand als in der zeitlich später angesiedelten Hauptreihe. Das Spiel ist geprägt von der Suche nach überlebensnotwendigen Dingen wie Nahrung und nützlichen Dingen für die Erstellung von Ausrüstungs- und Nutzgegenständen.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bethesda kündigte das Spiel im Mai 2018 als kooperatives Projekt zwischen dem Hauptstudio in Rockville und dem Zweigstudio in Austin an. Es sollte die Basenbau-Funktion von Fallout 4 mit weiteren Mehrspieler-Funktionen kombinieren. Vergleiche sahen Parallelen zu Online-Survival-Spielen wie Rust und DayZ.[1] Die Idee zu Fallout 76 begann mit ersten Überlegungen über das grundlegende Aussehen eines Mehrspieler-Modus zu Fallout 4, die schließlich 2015 in einem eigenständigen Projekt mündeten. Es handelte sich um das erste Online-Mehrspieler-Spiel, das innerhalb der Bethesda Game Studios entwickelt wurde.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Spiel wurde von der Fachpresse überwiegend eher negativ bewertet. Vor allem fielen zum Release viele Bugs im Gameplay auf und auch regelmäßige Serverprobleme bei den Onlinefunktionen sollen in der Releaseversion aufgetreten sein. Auch soll die Technik des Spiels nicht auf einem zeitgemäßen Stand gewesen sein und Aspekte wie das Survival-Gameplay wirkten unausgereift. Positiv wurde die große Spielwelt und einige interessante Questhandlungen bewertet.[3][4]

„Das Experiment „Online-Fallout“ ist gescheitert. Zumindest im gegenwärtigen Zustand ist Fallout 76 nicht mehr als ein unfertiges Action-Spiel mit drögem Rollenspielunterbau sowie aufgezwungener Mehrspieler-Anbindung, das vergeblich versucht, die Essenz der postapokalyptischen Rollenspiel-Abenteuer in ein neues Gewand zu stecken.“

Mathias Oertel: 4Players[3]

„Das Leben als Spaziergänger und Schrottsammler hat uns in diesem halbfertigen Spiel durchaus Spaß gemacht. Aber die Enttäuschung eines halbgaren Fallouts ohne NPCs und ohne die starken, verzweigten Geschichten der bisherigen Spiele hat für uns überwogen. Vielleicht wird Fallout 76 noch ein gutes Spiel. Aber kurz nach dem Start ist es das nicht.“

Jan Bojaryn: Golem.de[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Fallout 76 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bethesda announces Fallout 76. In: Eurogamer.net. (eurogamer.net [abgerufen am 25. November 2018]).
  2. Keza MacDonald: Fallout 76: what you need to know about one of the biggest games of the year. 17. Juli 2018, abgerufen am 25. November 2018 (englisch).
  3. a b Mathias Oertel: Test: Fallout 76. In: 4Players. 16. November 2018, abgerufen am 28. Februar 2019.
  4. Dimitry Halley: Fallout 76 im Test - Warum Bethesdas mutiges Wagnis nicht aufgeht. In: Gamestar. 29. November 2018, abgerufen am 28. Februar 2019.
  5. Jan Bojaryn: Die große postnukleare Leere. In: Golem.de. 20. November 2018, abgerufen am 20. November 2018.