Fauna Timors

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Die Insel Timor

Die Insel Timor gehört zum Gebiet von Wallacea. Somit ist die Fauna Timors Teil der biogeographischen Übergangszone zwischen der asiatischen und der australischen Flora und Fauna, weshalb sich die Fauna der Insel sowohl aus Arten der Asiatischen Region, als auch aus Arten der Australischen Region zusammensetzt. Die meisten Landtiere rekrutieren sich jedoch aus asiatischen Tiergruppen, während aus Australien nur relativ wenige stammen. Mehrere Tierarten, vor allem verschiedene Vögel, sind nur auf Timor, seinen vorgelagerten Inseln und dem benachbarten Wetar zu finden und damit hier endemisch. Deswegen wurde die Region zum Timor and Wetar Endemic Bird Area erklärt.

Da die Informationsquellen nicht immer eine klare Trennung der Regionen machen, wird hier neben der Tierwelt der Insel Timor auch die Fauna der zum Staat Osttimor gehörenden Inseln Atauro und Jaco mit einbezogen.

Ausgestorbene Arten aus der Vorzeit[Bearbeiten]

Fossile Muschel aus Baucau

Im Pliozän lebten große Echsen, ähnlich dem heutigen Komodowaran auf Timor. Außerdem entwickelte sich hier, wie auf Java, Sulawesi und Flores, eine Zwergform des Stegodon mit nur 1,2 Metern Schulterhöhe und Riesenratten, wie Coryphomys buehleri,[1] deren Überreste man in einer Kalksteinhöhlen im indonesischen Westtimor fand. 2010 entdeckte man in Osttimor die Überreste der Riesenratte Coryphomys musseri, die mit 6 kg wohl die größte Spezies dieser Gattung repräsentieren dürfte. Sie ist vermutlich vor 1000 bis 2000 Jahren ausgestorben.[2]

Säugetiere[Bearbeiten]

Flughunde auf dem Markt in Suai

Die Zahl der Säugetiere aus der asiatischen Region ist etwas größer, insgesamt aber auch eher gering, da die Insel durch tiefe Wassergräben vom Festland getrennt ist. Vielfältig sind die Fledermausarten. Es gibt mehr als 30 verschiedene Arten, zum Beispiel Nyctophilus timoriensis, Sumba-Blattnasenfledermaus (Hipposideros sumbae),[3] Sulawesi-Hufeisennase (Rhinolophus celebensis)[3] und die timoresische Unterart der Canuts Hufeisennase[3] (Rhinolophus canuti timoriensis). Etwa zehn verschiedene Flughunde (Fruit bats) spielen eine wichtige Rolle bei der Verteilung von Baumsamen. Dazu gehören Geoffroys Flughund (Rousettus amplexicaudatus),[3] Höhlen-Langzungen-Flughund (Eonycteris spelaea),[3] Sunda-Flughund (Acerodon mackloti), Westlicher Nacktwangen-Flughund (Dobsonia peronii), Timor-Blattnasenfledermaus (Hipposideros crumeniferus), Diadem-Rundblattnase (Hipposideros diadema),[3] Hipposideros bicolor[3] und Indonesischer Kurznasen-Flughund (Cynopterus titthaecheilus).

Zu den 24 flugunfähigen Arten zählen Mähnenhirsche (Cervus timorensis), Javaneraffen (Macaca fascicularis), Fleckenmusang (Paradoxurus hermaphroditus), Spitzmäuse (zum Beispiel Crocidura maxi und Moschusspitzmaus) und einige Nagetiere, wie Pazifische Ratte (Rattus exulans) und Asiatische Hausratte (Rattus tanezumi). Der Graue Kuskus (Phalanger orientalis) ist ein Beuteltier und stellt einen typischen Vertreter der australischen Tierwelt dar. Verwandte Arten findet man auch in Australien. Kuskuse sind für Timoresen eine beliebte Jagdbeute für den Kochtopf. Von der Timorratte (Rattus timorensis) kennt man bisher nur ein Exemplar, das 1990 gefangen wurde. Bis auf die beiden einzigen endemischen Säugetierarten Timorspitzmaus (Crocidura tenuis) und Timorratte gelten alle anderen Arten als eingeführt oder eingewandert.[4] So wurde der Graue Kuskus vor 9000 Jahren von Menschen aus Neuguinea nach Timor eingeführt. Er ist heute eine der Hauptjagdbeuten der einheimischen Bevölkerung. Die ältesten Spuren, die man von ihm an der Ostspitze Timors fand, werden auf das frühe Holozän datiert. Überreste von Hunden und Schweinen an derselben Fundstelle weisen darauf hin, dass sie erst zur Zeit der Einführung der Töpferei auf Timor vor 3500 Jahren auf der Insel erschienen.[5]

An den Küsten der Region findet sich der Dugong, der zu den Seekühen gehört. An der Nordküste finden sich verschiedene Delphine, Buckelwale und Kurzflossen-Grindwale.[6][7]

Als Haustiere wurden Schweine (auch das Sulawesi-Pustelschwein), Wasserbüffel, Balirinder (domestizierte Bantengs), Hühner, Ziegen, das Timor-Pony und Hunde eingeführt.

Endemische oder fast endemische Säugetierarten der Region Timor und Wetar[8]
Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Information
Timorspitzmaus Crocidura tenuis
Molukken-Flugfuchs Pteropus chrysoproctus
Canuts Hufeisennase Rhinolophus canuti eigene Unterart auf Timor, R. c. timoriensis[9]
Flores-Riesenratte Papagomys armandvillei Widersprüchliche Angaben, ob die Ratte auch in der Region oder nur auf Flores vorkommt.[10]
Timorratte Rattus timorensis

Vögel[Bearbeiten]

Es gibt mehr als 20 Vogelarten, die nur im Timor and Wetar Endemic Bird Area (TWEBA) vorkommen, zu der auch die Inseln Atauro, Jaco, Semau, Roti und Sawu gehören. 17 davon leben auf beiden Hauptinseln, die anderen Arten kommen nur auf Timor und teilweise seinen vorgelagerten Inseln vor, was Timor gerade für Ornithologen interessant macht.[11] Zu den etwa 260 Vogelarten[12] gehören zahlreiche Papageien, zum Beispiel der Timor-Gelbwangenkakadu (Cacatua sulphurea parvula), außerdem unter anderem Muskatamadine, Schwarzgesicht-Schwalbenstar (Artamus cinereus), Sumbawadrossel (Zoothera dohertyi), Timor-Zebrafink (Taeniopygia guttata guttata), Tigerfink, Timortäubchen (Geopelia maugei), Grüne Timortaube (Treron psittacea), Schwarzmilan (Milvus migrans affinis) und Zwergwachtel.

Eine große Überraschung war 2009 die Entdeckung einer Population von Goldhähnchen-Blauschnäppern (Muscicapella hodgsoni) am Monte Mundo Perdido, die man bisher nur von Sumatra und Kalimantan her kannte. Der taxonomische Status dieser Gruppe wird noch weiter untersucht.[13]

Der Mayrbuschsänger (Bradypterus timorensis) konnte seit dem Auffinden zweier Exemplare am Mount Mutis in Westtimor 1932 nicht mehr nachgewiesen werden, doch 2009 gelang zuerst die Entdeckung der Art in Osttimor, dann auch auf der indonesischen Insel Alor. Dabei geht man davon aus, dass es sich um zwei getrennte Populationen handelt. Der Mayrbuschsänger gilt als bedroht.[14]

Auf der zu Osttimor gehörenden, nördlich gelegenen Insel Atauro wurden 2004 und 2007 insgesamt 97 Vogelarten erfasst, die fast alle auch auf Timor vorkommen.[11][15] Nur wenige stammen von der Nachbarinsel Wetar.[11]

Inklusive Atauros sind in Osttimor derzeit 17 Regionen als Important Bird Area klassifiziert.[13]

IBA-„Trigger“ Vogelarten auf Timor
Vogelart[16] Status Weitere Informationen
Große Kuckuckstaube (Macropygia magna) nicht gefährdet Auch auf Inseln nördlich und nordöstlich von Timor zu finden.
Timortaube (Schwarze Timortaube, Turacoena modesta) gering gefährdet Nur auf Timor und Wetar.
Wetar-Taube (Gallicolumba hoedtii) stark gefährdet Vorkommen auf Wetar, Liran und Timor. 2005 erstmals in Osttimor fotografiert
Grüne Timortaube (Timorgrüntaube) (Treron psittaceus) stark gefährdet Vorkommen nur auf Timor und Semau.
Rosakopf-Fruchttaube (Ducula rosacea) gering gefährdet Vorkommen nicht auf Roti und Sawu, dafür auf zahlreichen anderen kleinen Inseln des Malaiischen Archipels.
Schieferrücken-Fruchttaube (Ducula cineracea) stark gefährdet Vorkommen nur auf Timor und Wetar. engl.: Timor Imperial-pigeon
Gelbwangenkakadu (Cacatua sulphurea) vom Aussterben bedroht Nationalvogel von Osttimor
Gelbkopflori (Trichoglossus euteles) nicht gefährdet Vorkommen in Osttimor, vielen Inseln Ost-Nusa Tenggaras und der Südlichen Molukken. Nicht auf Sawu, Roti und Liran
Irislori (Psitteuteles iris) gering gefährdet Vorkommen nur auf Timor und Wetar.
Timorsittich (Aprosmictus jonquillaceus) gering gefährdet Lebt auf Timor, Semau, Roti (A. j. jonquillaceus) und Wetar (A. j. wetterensis)[17] Fehlt auf Atauro und Sawu.[11]
Timorliest (Todiramphus australasia) gering gefährdet Zwischen West-Nusa Tenggara und Südliche Molukken verbreitet.
Temminckhonigfresser (Meliphaga reticulata) nicht gefährdet Vorkommen nur auf Timor, Semau und Jaco.
Timorlederkopf (Philemon inornatus) nicht gefährdet Vorkommen nur auf Timor und Semau.
Timorhonigfresser (Lichmera flavicans) nicht gefährdet Endemisch auf Timor.
Dreifarben-Honigfresser (Myzomela vulnerata) nicht gefährdet Endemisch auf Timor und Jaco.
Timor-Gerygone (Gerygone inornata) nicht gefährdet Außer auf Jaco auf allen Inseln des TWEBA.
Orpheusdickkopf (Pachycephala orpheus) nicht gefährdet Vorkommen auf Timor, Jaco, Atauro, Liran und Wetar.
Feigenpirol (Sphecotheres viridis) nicht gefährdet Vorkommen auf Timor, Semau und Roti.
Sundapirol (Oriolus melanotis) nicht gefährdet Auf allen Inseln der TWEBA außer Liran und Sawu.
Timorbuschsänger (Buettikoferella bivittata) nicht gefährdet Vorkommen auf Timor und Semau.
Timorstutzschwanz (Urosphena subulata) nicht gefährdet Genaue Verbreitung nicht bekannt, aber verbreitet auf Wetar und Timor.
Timorlaubsänger (Phylloscopus presbytes) nicht gefährdet Vorkommen auf Timor, Atauro, Roti und Flores.
Fleckenbrust-Brillenvogel (Heleia muelleri) gering gefährdet Vorkommen auf Timor, Jaco und Semau
Sumbawadrossel (Zoothera dohertyi) gering gefährdet Vorkommen auf Timor und einigen westlich gelagerten Inseln bis Lombok.
Timordrossel (Zoothera peronii) gering gefährdet Vorkommen auf allen Inseln der TWEBA außer Sawu, außerdem auf einigen Inseln der Südlichen Molukken.
Timorschmätzer (Saxicola gutturalis) gering gefährdet Vorkommen auf Timor, Jaco, Semau und Roti.
Brustband-Grundschnäpper (Ficedula timorensis) gering gefährdet Endemisch auf Timor und Jaco.
Hyazinthenblauschnäpper (Cyornis hyacinthinus) nicht gefährdet Vorkommen auf allen Inseln der TWEBA außer Atauro und Liran.
Macklot-Mistelfresser (Dicaeum maugei) nicht gefährdet Nicht auf Wetar und Liran, dafür aber auf zahlreichen anderen Inseln der Kleinen Sundainseln.
Sonnennektarvogel (Cinnyris solaris) nicht gefährdet Nicht auf Sawu, aber auch auf vielen Inseln, westlich von Timor bis Sumbawa.
Blaugrüne Papageiamadine (Erythrura tricolor) nicht gefährdet Nicht auf Roti und Sawu, aber auch auf Inseln der Südlichen Molukken.
Timor-Reisfink (Padda fuscata) gering gefährdet Vorkommen auf Timor, Roti und Semau.

Reptilien[Bearbeiten]

Echsen[Bearbeiten]

Seit einigen Jahren wird die Artenvielfalt der Reptilien Osttimors gründlicher untersucht, während zuvor Forschungen auf das indonesische Westtimor beschränkt blieben. Zutage kommt gerade bei Echsen eine Vielfalt, die möglicherweise auch neue, bisher unbekannte Arten beinhaltet.

Nach der Insel ist der Timor-Waran (Varanus timorensis) benannt, den man in Küstennähe nahe Palmen und anderen Bäumen findet, die er als Zuflucht nutzt. Hier jagt er kleinere Eidechsen und wirbellose Tiere.[18] Der Timor-Flugdrachen ist eine Flugechse, die 30 bis 50 Meter weit durch die Luft segeln kann. Wie auch andernorts in Südostasien lebt auf Timor der Tokeh, mit 35 cm einer der größten Geckos. Endemisch ist auf der Insel unter anderem der Eremiascincus timorensis, eine Glattechsenart.

Echsen auf Timor
Agamen (Agamidae)
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Timor-Flugdrache im Distrikt Viqueque Timor-Flugdrache[21][22] Draco timoriensis Teki liras (Geflügelter Gecko) Fehlt in Ainaro, Aileu, Bobonaro und auf Atauro. Auf Meereshöhe regelmäßig zu finden, aber auch bis 1200 m Höhe anzutreffen.[20]
Geckos (Gekkonidae)
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Bogenfinger-Gecko , Same, Manufahi Bogenfinger-Gecko[20] Cyrtodactylus sp.[21] Teki ain-fuan kleuk (Kleiner Gecko mit gestreiften Zehen) Erstmals 2009 beschrieben, aus der Familie der Gekkonidae, selten.[21] Zwei Exemplare wurden 2009 am Trilolo gefunden, vier Kilometer nördlich von Same. 2010 fand man ein Exemplar am Nordwesthang des Mano Côcos auf Atauro und zehn am Fluss Abanat in Oecusse. 2011 kamen weitere Exemplare von Atauro auf Meereshöhe und aus dem Distrikt Lautém von Com, Raça und nahe dem Mainina-Loch. Dazu kamen 2012 Populationen aus dem Küstenwald von Nancuro, in Venilale, nahe dem Dorf Maganutu (auf 1036 m Höhe) und im Dorf Fiuren. 2013 wurde eine zweite Population in Com gefunden, die vom Körperbau her größer war, als die in Com zuerst entdeckte. Die Art scheint sehr anpassungsfähig zu sein, was die Besiedlung neuer Lebensräume betrifft. Wahrscheinlich handelt es sich um mindestens sieben verschiedene Arten von Cyrtodactylus. Vier weitere der entdeckten Populationen sind noch nicht spezifiziert.[20]
 ? Cyrtodactylus celatus [20]  ? Vorkommen im indonesischen Westtimor.[20]
Vierklauen-Gecko in Lore Vierklauen-Gecko[20] (Gewöhnlicher Vierkrallengecko) Gehyra mutilata Teki kulit kanek (Kleiner Gecko mit verletzter Haut) Bisher fand man Exemplare auf Timor in den Distrikten Baucau, Bobonaro, Lautém, Liquiça und Manatuto und auf der zu Dili gehörenden Insel Atauro. Auf Atauro wurden Vierklauen-Gecko von Meereshöhe bis auf 572 m Höhe dokumentiert. In Lautém fanden sie sich von Com an der Nordküste bis Raça, knapp unter einer Meereshöhe von 400 m. Dazu kommen Funde im Distrikt Liquiça nahe dem Zusammenfluss der Flüsse Comoro und Bemos, in Nancuro, in den Ruinen der Escola do Reino de Haudere (Baguia) und in Fiuren. Vierklauen-Geckos leben in trockenen Wäldern, finden sich aber auch in Hütten und Häusern.[20]
Tokeh in Dare Tokeh[21] Gekko gecko Toke Der größte der Geckos auf den Kleinen Sundainseln gilt auf Timor als eingeführte Art. Er ist alltäglich anzutreffen und seine typischen „toh-kai“-Rufe sind Tag und Nacht zu hören. In Aileu, Ainaro, Cova Lima und Ermera wurde der Tokeh noch nicht nachgewiesen, kommt aber wahrscheinlich auf der ganzen Insel vor. Auch auf Atauro ist er anzutreffen.[20]
Varianten des Asiatischen Hausgecko Asiatischer Hausgecko[21] Hemidactylus frenatus Teki uma baibain frenatus (Kleiner gewöhnlicher Hausgecko) Der Hausgecko ist der am häufigsten auf Timor anzutreffende Gecko. Schnell besetzen sie neue Gebäude und sind so genauso in sauberen Hotelzimmern, wie in der Wildnis oder sogar auf Müllhaufen zu finden. Bisher wurde er nicht in Aileu, Ainaro, Bobonaro, Ermera und Lautém nachgewiesen, kommt aber wahrscheinlich in ganz Timor vor; Zumindest bis auf Höhen bis 600 m. Auch auf Atauro zu finden. Möglicherweise kam der Hausgecko bereits mit Händlern in früheren Jahrhunderten nach Timor.[20]
Bild aus Hongkong Indopazifischer Gecko (Jungfern-Halbfinger-Gecko)[20] Hemidactylus cf. garnotii Teki uma baibain garnotii (Gewöhnlicher kleiner Hausgecko) Der Indopazifische Gecko ist leicht mit den häufiger vorkommenden H. frenatus oder H. tenkatei zu verwechseln. 2012 wurden erstmals in Osttimor sieben Exemplare in einem Bambuswald bei Maganutu (auf 1041 m bis 1063 m Höhe, an den Hängen des Leolaco) und eines in einem teils gerodeten Wald bei Fiuren (463 m Höhe) gefangen und dokumentiert. Der Indopazifische Gecko ist eine parthenogene Spezies, das heißt Weibchen können unbefruchtet Eier legen, aus denen dann Junge schlüpfen. Obwohl so ein einzelnes Weibchen eine komplet neue Population gründen kann, verwundert es, dass man diese Art nicht öfter auf Timor antrifft. Man vermutet, dass die fehlende genetisch Vielfalt ein Wettbewerbsnachteil gegenüber seinen bisexuellen Verwandten darstellt. Möglicherweise erklärt dies sein Vorkommen am Leolaco, in Höhen wo bisher auf Timor keine anderen Geckoarten angetroffen wurden. Allerdings kennt man den Indopazifischen Gecko als kolonisierende Art, die in Küstennähe oder in Gebieten, mit viel menschlichen Transportbetrieb zu finden ist. Letzteres trifft auf Fiuren zu, nicht aber auf das Bergland am Leolaco. Daher könnte es sich bei der Hauptpopulation auch um eine neue Art handeln, die dem Indopazifischen Gecko ähnelt. Morphologische Unterschiede konnten aber bisher nicht festgestellt werden, auch weil bisher keine männlichen Geckos gefangen werden konnten.[20]
Saumschwanz-Hausgecko in Lore Saumschwanz-Hausgecko[21] Hemidactylus platyurus Teki ikun belar (Kleiner Gecko mit flachem Schwanz) Nicht so häufig, wie andere Halbfinger-Geckos. Gefunden in Cova Lima, Dili, Lautém, Liquiça, Manatuto, Oecusse und Viqueque.[20]
Roti-Hausgecko[20] Hemidactylus tenkatei Teki uma baibain Roti (Kleiner gewöhnlicher Hausgecko) Bekannt aus Dili, Lautém, Liquiça und Oecusse. Da er bisher nur direkt an der Nordküste unterhalb von 25 m Meereshöhe gefunden wurde, vermutet man, dass der Roti-Hausgecko erst vor kurzem nach Timor eingeschleppt wurde. In Dili hat die Population im Vergleich zu H. frenatus in den letzten fünf Jahren deutlich zugenommen.[20]
Bild eines Exemplars von Réunion Zigeunergecko (Gewöhnlicher Halbblattfinger-Gecko)[20] Hemiphyllodactylus cf. typus Teki ai isin lotuk (Baumgecko mit sehr kleinem Körper) Erst 2013 entdeckten Wissenschaftler erstmals auf Timor den kleinsten Gecko der Region in Osso Huna. Der Zigunergecko ist weit verbreitet und pflanzt sich parthenogen fort. Als kolonisierende Art findet man ihn oft in Strandnähe. Osso Huna liegt zwar in Luftlinie nur 22 km von der Nordküste und 10 km von der Südküste entfernt, befindet sich aber bereits auf 938 m Höhe und der Weg dahin beschwerlich. Es ist unklar, ob es sich um die parthenogene oder eine bisher unbeschriebene, sich sexuell fortpflanzende Art handelt. Die gefangenen Exemplare sind ein jugendliches und ein erwachsenes, weibliches Tier. Molekulare Analysen sind geplant.[20]
 ? Goniodactylus timorensis[21] Zuordnung noch nicht gesichert, aus der Familie der Gekkonidae, selten
Timor-Gecko[23] Cnemaspis timoriensis
 ? Gekko vittatus[24] engl. Name: Lined Gecko
Skinke (Scincidae)
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
A: C. sp. ‘Maubisse’; B: C. sp. ‘South Coast’ aus Loré; C: C. sp. ‘Meleotegi River’; D: C. sp. ‘Baucau’ Regenbogen-Skinke Carlia Mamór liman-fuan haat (Vier-Finger-Skink) Regenbogen-Skinke unterscheiden sich durch ihre vierzehigen Vorderfüße von allen anderen Echsenarten Timors. Die einzelnen Arten sind nur schwer voneinander zu unterscheiden.[21] Regenbogen-Skinke finden sich sowohl in trockenen als auch in feuchten Habitaten. Sofern das Nahrungsangebot nicht beschränkt ist, ist die Populationsdichte hoch. Spezialisierungen der einzelnen Taxa auf Timor konnte man bisher nicht beobachten. Bei Männchen der Bergform konnte man einen auffälligen Farbwechsel zur Paarungszeit beobachten. C. peronii und C. spinauris aus Westtimor galten bis 2009 als die einzigen Regenbogen-Skinke auf Timor. In Osttimor fand man die beiden Arten bisher nicht, dafür aber Vertreter, die sich nach molekularanalytischer Untersuchung als vier bis fünf neue Arten herausstellen könnten.[20]
Carlia sp. ‘Maubisse’[20] Bergform aus Maubisse (siehe Bild: A).[20]
Carlia sp. ‘South Coast’[20] Flachlandform aus den Dörfern Loré, Beaco, Nancuro und vom Südufer des Lagoa Wetanas. Spätere Funde gab es auch an der Nordküste in Com. Ein weiteres gefundenes Exemplar aus Betano wird vorerst als Carlia incertae sedis. Carlia sp. ‘South Coast’ dokumentiert (siehe Bild: B).[20]
Carlia sp. ‘Meleotegi River’[20] Bergform vom Fluss Meleotegi, Eraulo (siehe Bild: C).[20]
Carlia sp. ‘Baucau’[20] Flachlandform aus Afacaimau und Venilale (Distrikt Baucau) (siehe Bild: D).[20]
Carlia sp. ‘Abanat River’[25] Flachlandform vom Fluss Abanat in Oecusse.[20]
 ? Carlia peronii (Heteropus peronii)[21] Alltäglicher Flachlandbewohner. Bekannt vom westtimoresischen Kupang und östlich benachbarten Orten.[20]
 ? Carlia spinauris (Lygosoma (Leiolopisma) spinauris)[21] Berglandbewohner. Bekannt aus den westtimoresischen Orten Lelogama und Soe.[20]
 ? Carlia leucotaenia (Heteropus leucotaenia)[26]
Cryptoblepharus leschenault in Lore Leschault-Schlangenaugenskink[20] Cryptoblepharus leschenault[21] Mamór matan samea leschenault (Leschault-Schlangenaugenskink) Ein nicht häufiger Vertreter der Gattung der Inselskinke. Bekannt aus dem Flachland Baucaus und Lautéms, dem Küstenwald von Manatutos Nancuro und der Küste Atauros. Der Skink ist schwer zu fangen. Bei Bedrohung klettern sie schnell den Stamm von großen Hartholzbäumen rauf.[20]
Bakhita-Schlangenaugenskink[20] Cryptoblepharus sp. ‘Bakhita’[20] Mamór matan samea bakhita (Bakhita-Schlangenaugenskink) Der Name „Bakhita“ stammt von der Sta. Bakhita Mission am Fluss Meleotegi (nahe Eraulo, Distrikt Ermera), wo der Skink von Wissenschaftlern 2010 erstmals dokumentiert wurde. Er ähnelt dem Leschault-Schlangenaugenskink, jedoch teilt sich beim Bakhita-Schlangenaugenskink der helle Rückenstreifen am Nacken nicht in zwei Streifen auf. Letzte Gewissheit, dass es sich wirklich um eine neue Spezies handelt, fehlen noch.[20]
Schlegel-Schlangenaugenskink[20] Cryptoblepharus cf. schlegelianus[27] Mamór matan samea tasi ibun utara (Nordküsten-Schlangenaugenskink) Exemplare der Art wurden in Com (Lautém), Tasitolu und Cristo Rei (Dili) gefunden. Frühere Berichte, die Art käme auch in Westtimor vor, sind in Frage zu stellen. Möglicherweise wurden Exemplare, die auf der benachbarten Insel Semau im 19. Jahrhundert gefangen wurden über den westtimoresischen Hafen Kupang nach Europa gebracht und daher die Herkunft falsch registriert. Dem Schlegel-Schlangenaugenskink fehlt der helle Rückenstreifen der beiden anderen von Timor bekannten Schlangenaugenskinke. Zudem fanden sie sich in dicht besiedelten Kolonien in felsigem Gelände oder an Werftmauern direkt am Meer, wo Wellen an das Land schlagen, während die anderen beiden Arten Einzelgänger zu sein scheinen, die auf hohen Bäumen leben. Die Schlegel-Schlangenaugenskinks Osttimors sind dunkler als die bekannten Artvertreter von Semau, weswegen die Zuordnung zu C. schlegelianus nicht ganz gesichert ist. Sogar ein melanistisches Exemplar wurde in Osttimor gefunden.
A Eremiascincus sp. 1 (USNM [CMD 365], SVL 66 mm, TL 185 mm) aus Maubisse, Distrikt Ainaro, B Eremiascincus sp. 2 (USNM [CMD 474], SVL 51 mm, TL 101 mm) aus Lore I, Distrikt Lautém Glatte Nachtskinke Eremiascincus Mamór kalan (Nachtskink) Glatte Nachtskinke finden sich auf Timor versteckt unter Steinen und Baumstämmen, sowohl in feuchten, als auch in trockenen Regionen. Nachgewiesen sind auf Timor bisher drei Arten von Glatten Nachtskinken, zwei davon in Westtimor. Neuere Forschungen lassen aber für Osttimor mehrere neue Arten vermuten.[20]
Eremiascincus sp. ‘Montane’[20] Dokumentiert im Hochland von Maubisse, Distrikt Ainaro (USNM [CMD 365], SVL 66 mm, TL 185 mm, auf Bild: A)[21] und um Same, Distrikt Manufahi. Die Tiere sind E. timorensis ähnlich, könnten aber auch ein neues Taxon darstellen. Sie sind etwas kleiner (Kopf-Rumpf-Länge 72 mm) und schlanker als die herkömmlichen E. timorensis, die Unterseite ist bis zur Schnauze gelb statt orange gefärbt.[20]
Eremiascincus sp. ‘Lautém’[20] Diese schlanken, kleineren Skinke (Kopf-Rumpf-Länge 51 mm) wurden im Tiefland Lautéms (unter 500 m Meereshöhe) von Lore I (USNM [CMD 474], SVL 51 mm, TL 101 mm, auf Bild: B) und Raça gefunden. Möglicherweise bilden sie mit E. sp. ‘Jaco’ eine gemeinsame Art.[21][20]
Eremiascincus sp. ‘Ermera’[20] Männchen und Weibchen dieser Skinke (Kopf-Rumpf-Länge 53 mm) haben einen gelben Bauch, doch die Färbung reicht nicht bis zur Kehle, wie bei E. sp. ‘Montane’. Auch ähnelt er im Körperbau mehr E. antoniorum, ist schlanker und länglicher als der Morphotyp von E. timorensis. Gefunden wurde er nur in der Umgebung des Flusses Meleotegi in Ermera.[20]
Eremiascincus sp. ‘Jaco’[20] Diese schlanken, kleinen Skinke wurden auf der Insel Jaco gefunden. Möglicherweise bilden sie mit E. sp. ‘Lautém’ eine gemeinsame Art (Kopf-Rumpf-Länge 39 mm), haben aber ein schwächer ausgeprägtes Fleckenmuster.[20]
Eremiascincus sp. ‘Ataúro’[20] Auf Ataúro wurden an der Küste Skinke gefunden, die sich deutlich von 'E. emigrans wetariensis der Nachbarinsel Wetar unterscheiden.[20]
 ? Eremiascincus antoniorum[21][20] Eine Skinkart, alltäglich, im Zentralgebirge des indonesischen Westtimors.[20]
 ? Eremiascincus cf. emigrans[21][20] Eine kleine Skinkart mit verkürzten Gliedmaßen und gestrecktem Körper. Bestimmung noch unsicher. Dokumentiert aus Lore I, Distrikt Lautém.[20]
 ? Eremiascincus timorensis[21][20] Eine große Skinkart, ehemals Glaphyromorphus timorensis, mit stämmigen Gliedern und kurzem Rumpf. Der Bauch ist orange gefärbt. Nachgewiesen im Zentralgebirge des indonesischen Westtimors. Am Fluss Meleotegi (Distrikt Ermera), auf einer Meereshöhe von 1180 m, registrierten Wissenschaftler Tiere, die als E. cf. timorensis eingeordnet wurden.[20] Laut Birdlife International ist er auch am Monte Mundo Perdido zu finden.[4] E. timorensis sind die größten Vertreter der Glatten Nachtskinke auf Timor (Kopf-Rumpf-Länge: 96 mm).[20]
Eutropis multifasciata nahe Lospalos Vielstreifen-Skink[20] Eutropis cf. multifasciata (Mabuya multifasciata, Euprepes Sebae)[21] Mamór loro (Sonnenskink) Alltäglicher Anblick am Tag in Regen- und Trockenwäldern, Grassland und an der Küste. Auch an Straßen und Wegesrand zu finden. Bekannt aus Atauro, Ermera (Fluss Meleotegi und Sta. Bakhita Mission), Lautém, Manatuto (Küstenwälder von Nancuro), Manufahi (Betano) und Oecusse. Die Artbezeichnung E. mulifasciata wird für Skinke von den Philippinen und Hinterindien bis Timor verwendet, es ist aber eine gründliche taxonomische Revision angebracht.[20]
Smaragdskink in Lore Elbert-Smaragdskink[21] Lamprolepis smaragdina cf. elberti (Lygosoma smaragdinum, Dasia smaragdinum) Mamór modok (Grüner Skink) Alltäglicher Anblick. Bisher nicht nachgewiesen in Aileu, Ainaro, dem Gebiet Dilis auf dem Festland Timors, Ermera und Liquiça. In Lautém fand man Smaragdskinke in Raça und Tutuala, in Manatuto in den Küstenwäldern von Nancuro, in Cova Lima im westlichen Suai und in Bobonaro in einem stark mit Gräsern bewachsenen Wald bei Fiuren. Die meisten Tiere entdeckt man in drei bis sieben Metern Höhe an Baumstämmen. Untersuchungen von 1918 ordneten die auf Timor gefundenen Smaragdskinke der Elbert-Unterart zu, die erstmals auf der Nachbarinsel Wetar beschrieben wurde. Untersuchungen im 21. Jahrhundert bestätigen große Unterschiede in Färbung und Pholidosis innerhalb des Taxons, weswegen eine Zuordnung der Smaragdskinke auf Timor zu c. s. elberti wohl wahrscheinlich am zutreffensten ist.[20]
Repräsentative Exemplare der vier mutmaßlich unbeschriebenen Arten der Sphenomorphus-Gruppe: A Sphenomorphus sp. 1 (USNM [CMD 446], SVL 58 mm, TL 150 mm) aus Lore, Distrikt Lautém, B Sphenomorphus sp. 2 (USNM [CMD 364], SVL 66 mm, TL 185 mm) aus Maubisse, Distrikt Ainaro, C Sphenomorphus sp. 3 (USNM [CMD 416], SVL 69 mm, TL 152 mm) vom Fluss Meleotegi, nahe Eraulo, Distrikt Ermera, D Sphenomorphus sp. 4 (USNM [CMD 415], SVL 42 mm, TL 92 mm) vom selben Ort, wie das Exemplar C. Nicht genau identifizierte Waldskinke[21] Sphenomorphus spp. Mamór ai laran (Waldskinke) Bekannt aus Ainaro (Maubisse), Baucau (in den japanischen Tunneln von Venilale), Ermera (Fluss Meleotegi, nahe Eraulo), Lautém (Raça, Lore, am Mainina-Ponor und Insel Jaco), Manatuto (Nancuro) und Manufahi (Feuchtgebiet bei Betano). Bei den Waldskinken Osttimors kann man möglicherweise zwischen Hochland- und Flachlandformen unterscheiden. Manche Flachlandformen, sowohl im feuchten Küstenwald von Nancuro und Betano als auch im Trockenwald Jacos, scheinen zumindest nah verwandt oder identisch mit Sphenomorphus melanopogon zu sein. Diese sind ziemlich robust und haben lange Gliedmaßen. Meist sitzen sie mit dem Kopf nach unten an Baumstämmen oder Brettwurzeln, von wo sie schnell ins Unterholz fliehen können. Diese Waldskinke scheinen hohe Reproduktionsrate und Bevölkerungsdichte zu haben, im Gegensatz zu den Hochlandbewohnern, zum Beispiel in den Kaffeewäldern am Fluss Meleotegi oder den trockenen Wäldern des Fuiloro-Plateaus von Lautém. Jungtiere sind bei ihnen seltener, dafür sind die Körper allgemein reicher gefärbt, besonders am Bauch. Eine genauere Einordnung ist ohne weitere taxonomischer Untersuchungen nicht möglich.[20]



Die Reptile Database gib an, dass auf Timor auch der Flores-Waldskink (Sphenomorphus florensis) zu finden sei.[28]

Sphenomorphus cf. melanopogon[20] Nachgewiesen auch in Westtimor. Flachlandformen aus Manatuto und Lautém sind möglicherweise ihm zuzuordnen, es gibt aber in Farbe und Gestalt einige Unterschiede. (Bild: A)[20]
Sphenomorphus sp. ‘Highland large’[20] Am Fluss Meleotegi und auf dem Fuiloro-Plateau (Raça, Mainina-Ponor) gefundene Exemplare. Sie zeigen alle gemeinsame morphologische Merkmale, sind aber unterschiedlich gefärbt. Ähnlichkeiten gibt es mit den Waldskinken der Insel Jaco.[20]
Sphenomorphus sp. ‘Highland small’[20] Streifen und Flecken der in den Tunneln von Venilale gefundenen Waldskinken unterscheiden sich sehr von den anderen Exemplaren auf Timor.[20]
Sphenomorphus sp. incertae sedis[20] Der zweite Typus vom Fluss Meleotegi und andere entdeckte Waldskinke können derzeit nicht klar innerhalb der Sphenomorphus zugeordnet werden.[20]
Warane (Varanidae)
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Timorwaran im Trockenwald an der Küste in Lore Timor-Waran[21] Varanus timorensis Lafaek rai-mara (Trockener Dreck-Große Eidechse/Krokodil) Der Timor-Waran ist der einzige Vertreter der Warane auf Timor. Frühere Berichte verwechselten ihn immer wieder mit Pazifikwaranen (Varanus indicus)[29] oder Bindenwaranen. Letztere finden sich nur auf Atauro, nicht aber auf Timor. Möglicherweise bilden der Timorwaran und der Auffenbergs Waran (Varanus auffenbergi) von der Insel Roti eine gemeinsame Art. Wissenschaftlich dokumentiert ist der Timor-Waran an der Nordküste Manatutos, in Baucau, Cova Lima (nordwestlich von Maubesi), Lautém, Liquiça (Maubara) und Dili (Lahane, Fatu Naba). Die Berichte aus Liquiça stammen aus dem Jahre 1898. Die Präparate der damals gefangenen Tiere gingen bei einem Feuer im Museum verloren und konnten nicht mehr mit modernen, wissenschaftlichen Methoden untersucht werden. Das Exemplar aus Maubesi weicht in Färbung, Morphologie und Lebensraum (bei 520 m Meereshöhe) von den anderen Timor-Waranen ab und gleicht mehr dem Auffenbergs Waran. Den Timor-Waran findet man in bestellten und aufgegebenen Reisfeldern, auch in Nähe menschlicher Behausungen, möglicherweise auch in ähnlichen Flachlandhabitaten.[20]
Bild ist nicht von Timor oder Atauro Bindenwaran Varanus cf. salvator Fälschlicherweise auf Timor vermutet, aber auf Atauro vorkommend.[20]

Schlangen[Bearbeiten]

Namensgeber war die Insel für die Timor-Wasserpython (Liasis mackloti) und die im Meer lebende Timor-Riffschlange (Aipysurus fuscus). Die Timor-Bronzenatter (Dendrelaphis inornatus timorensis) kommt auch auf Roti und Wetar vor. Die ungiftige Schlange ernährt sich von Fröschen und kleinen Eidechsen.[18] Die Insel-Bambusotter (Trimeresurus insularis) hat als einzige Schlange Osttimors ihre Giftzähne vorn. Sie erreicht eine Länge von bis zu einem Meter und ist im Flachland an beiden Küsten weit verbreitet.[18] Ein Vorkommen des Timorpython ist auf der Insel trotz seines Namens sehr unwahrscheinlich, denn im auf Timor über die letzten Jahrzehnte extensiv betriebenen Leder- und Lebendtierhandel tauchte keine Haut des Python auf. Es wird vermutet, dass das Tier, auf dem die Erstbeschreibung zurückgeht, nur über Timor exportiert wurde und ursprünglich von einer anderen Insel stammte.[30] Im Meer finden sich Seeschlangen.

Schlangen auf Timor
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Indische Warzenschlange in Singapur Indische Warzenschlange oder Zwerg-Warzenschlange[20] Acrochordus granulatus Samea kulit krukut (Schlange mit rauer Haut) Die Indische Warzenschlange ist mit maximal 1,6 m Länge (die meisten Exemplare werden keinen Meter lang) die kleinste der drei komplett im Wasser lebenden Warzenschlangenarten. Im Gegensatz zu den beiden anderen nur nachtaktiven Arten, ist sie tags und nachts unterwegs. Sowohl aus dem Hinterhalt, als auch aktiv jagt sie Fische, die sie mit dem Maul packt und dann mit dem Körper umwickelt. Die ungewöhnlichen Warzen auf der Haut der Schlange helfen beim Festhalten der glitschigen Beute. Die Fische werden dann mit dem Kopf zuerst verschlungen. Es wird darüber spektakuliert, dass die Tuberkel auch ein Austrocknen der Haut verhindern oder als Sensoren zum Aufspüren der Beute dienen. Warzenschlangen sind lebendgebärend. Die Indische Warzenschlange bringt ein bis zwölf Junge direkt im Wasser zur Welt. Die Art wurde bereits in 10 bis 15 km Entfernung von der Küste in 20 m Tiefe gefunden, ist aber in der Regel wohl ein Küstenbewohner. In Osttimor wurde sie im Mangrovensumpf Metinaros (Distrikt Dili) nachgewiesen. In Westtimor ist sie aus Kupang und von der Lagune von Tuakdale bekannt.[20]
Indonesische Kletternatter in Baucau Indonesische Kletternatter[21] Coelognathus subradiatus
ehemals
Elaphe subradiat
Samea laho (Rattenschlange) Nicht häufig. Wissenschaftlich nachgewiesen wurde sie nah der Orte Baucau, Viqueque, Lospalos und Muapitine, am Hafen von Dili, auf Atauro, im Süden des Distrikts Manatuto und im Distrikt Liquiça. Ein Exemplar fanden die Forscher in Westtimor überfahren an der Straße von Atambua nach Kefamenanu. Die Indonesische Kletternatter ist in der Dämmerung und nachts aktiv. In der Wahl ihres Lebensraums ist sie sehr vielfältig. Man findet sie ebenso in der Nähe menschlicher Behausungen, wie in Grassteppen, Monsunwald und Berg-Regenwäldern. Die Beute, meist kleine Nager, wird erwürgt. Auch andere kleine Säuger, Vögel, kleine Geckos, Amphibien, Fische und Insekten sollen zu ihrer Nahrung gehören. Fühlen sie sich bedroht, richten sie sich s-förmig auf, blasen ihren Nacken auf, schnellen plötzlich nach vorne und beißen, wenn möglich. Allerdings sind sie absolut ungiftig, so dass der Biss eher als Bluff anzusehen ist. Die Indonesischen Kletternattern auf Timor Roti und Semau sind schlanker und mit einer Länge von 120 bis 160 cm etwas kleiner als auf den anderen Kleinen Sundainseln.[20]
Timor-Bronzenatter in Lore Timor-Bronzenatter[21] Dendrelaphis inornatus timorensis Samea kotuk kór kafé (Braunrückenschlange) Die Schlange findet man im indonesischen Westtimor regelmäßig. In Osttimor kennt man sie aus den Distrikten Lautém (zum Beispiel auf Meereshöhe in Lore), Viqueque, Manufahi (Betano) und Dili. Möglicherweise gibt es sie auch auf Atauro und in Nancuro im Distrikt Manatuto. Die auf Timor lebende Unterart D. i. timorensis kommt auf den benachbarten Inseln Roti, Semau, Pantar, Alor und Wetar. Timor-Bronzenattern sind tagaktiv, fliehen aber schnell vor Bedrohungen. Gleichzeitig verschmilzt sie bewegungslos mit der Umgebung, so dass sie nicht einfach zu finden ist. Die Timor-Bronzenatter ist die einzige Vertreterin ihrer Gattung auf Timor.[20] Exemplare, die man am Monte Mundo Perdido hielt man fälschlicherweise für Gefleckte Bronzenatter (Dendrelaphis pictus).[4][31] Die Timor-Bronzenatter lebt in Regionen mit bewaldeten Hügeln und Gras als Bodenvegetation. Timor-Bronzenatter legen 2 bis 18 Eier.[20]
Kapuzen-Wolfszahnnatter in Same Kapuzen-Wolfszahnnatter[21] Lycodon capucinus Samea lobo (Wolfsschlange) Regelmäßig findet man die Natter auf Atauro. Wissenschaftlich dokumentiert ist sie auf Timor in Westtimor (als überfahrenes Exemplar an der Straße von Atambua nach Sacato), Manufahi (bei Same), Dili, Lautém (Malahara, Com und Raça), Bobonaro (Fiuren und an der Straße von Maliana nach Balibo Vila), Cova Lima (nahe Suai), Baucau (nahe der Stadt Baucau) und Aileu (nahe Lahae). Die Kapuzen-Wolfszahnnatter ist allgemein weit verbreitet, selten aber anzutreffen, weil sie nachtaktiv ist und sich meist versteckt. Am ehesten ist sie nachts nach schweren Regenfällen anzutreffen. Sie kommt fast überall vor. So fanden Wissenschaftler sie auf Timor von Küstennähe bis auf 1150 m Höhe, sowohl in menschlichen Siedlungen (auch in großen Städten), als auch in alten Kaffeewäldern. Prinzipiell lebt die Art am Boden, kann aber auch auf Bäume und Gebäude klettern. Meist wird die Kapuzen-Wolfszahnnatter nicht länger als 60 cm, man fand auf Timor auch schon Exemplare mit einer Gesamtlänge von 72 cm. Wird sie bedroht, beißt sie zu. Beute sind zumeist Geckos, aber auch Glattechsen, Mäuse, Frösche und Reptilieneier können ihr zu Opfer fallen. Die Kapuzen-Wolfszahnnatter selbst legt bis zu elf Eier. Früher galt sie als Unterart der Lycodon aulicus, weswegen es zu Verwirrung betreffs der Verbreitungsangaben der beiden Arten geben kann.[20]
Weißgebändete Wolfszahnnatter in Letefoho Weißgebändete Wolfszahnnatter[21] Lycodon subcinctus Samea kadali (Ringschlange) Die Weißgebändete Wolfszahnnatter ist auf Timor von der Nähe von Same (Manufahi) und aus Raça (Lautém) bekannt. Sie ist nachtaktiv und allgemein lebt versteckt in Nebelwäldern und trockenem Buschland, sowohl im Tiefland, als auch auf Höhen von bis zu 1800 m. Auch aus Plantagen, Reis- und anderen Feldern und im Umfeld menschlicher Siedlungen kennt man sie. Im Gegensatz zu anderen Arten der Wolfszahnnattern findet sich die Weißgebändete Wolfszahnnatter nicht nur auf dem Boden, sondern auch auf Bäumen. Sie erreicht Längen von 80 bis 120 cm und jagt hauptsächlich Geckos und Glattechsen. Mit ihrer Größe und ihrer Eigenart sich teilweise zu vergraben könnte die Weißgebändete Wolfszahnnatter dazu geführt haben, dass es Berichte über eine Krait auf Timor gibt. Tatsächlich hat die Weißgebändete Wolfszahnnatter Ähnlichkeiten mit den hochgiftigen Bungarus candidus und B. fasciatus. Die Weißgebändete Wolfszahnnatter unterteilt sich in drei Unterarten. Jene Nattern auf den Kleinen Sundainseln gehören zur Nominatform.[20]
Timor-Schiefernatter[20] Stegonotus st. Samea rai kór-kafé (Braune Bodenschlange) Bis vor kurzem waren keine Vertreter der ungiftigen und eierlegenden Gattung der Schiefernattern auf Timor bekannt. Die geographisch nächsten Vertreter, S. florensis, leben auf Flores und Sumba. Das erste und zwei weitere Exemplare dieser bisher unbeschriebenen Art von Timor fand man im Küstenwald von Nancuro (Manatuto), ein zweites im Feuchtgebiet von Betano (Manufahi). Die Fundorte sind Küstennebelwälder im Süden des Landes.[20]
Boulenger-Walzenschlange[20] Cylindrophis cf. boulengeri Samea ulun rua (Zweiköpfige Schlange) Der Name auf Tetum beschreibt das Verhalten der Schlange bei Bedrohung, wodurch man auf dem ersten Blick nicht erkennen kann, am welchen Ende des Tiers der Kopf sitzt. Auf Timor ist die Boulenger-Walzenschlange ursprünglich von Funden Anfang des 20. Jahrhunderts in Westtimor und 1935 fand ein Wissenschaftler mehrere Exemplare in Baguia (Baucau). 2012 waren Forscher bei Untersuchungen in Baguia erfolglos. Auch Einheimische kannten die Schlange nicht. Erst Ende 2012 fand man eine Boulenger-Walzenschlange in Lospalos (Lautém) und später in einer Bananenplantage am Zusammenfluss von Comoro und Bemos (Aileu). Walzenschlangen sind nachtaktiv, leben versteckt und vergraben sich teilweise, weswegen der Wissenschaft kaum etwas bekannt über ihre Lebensweise ist. Man vermutet, dasss die Boulenger-Walzenschlange Blindschlangen und Skinke jagt. Untersuchungen zur genauen Bestimmung der auf Timor gefundenen Exemplare dauern noch an.[20]
Nattern-Plattschwanz vor Atauro Nattern-Plattschwanz[25] oder Gelblippen-Seeschlange[20] Laticauda colubrina Samea-tasi kor kadeli (Farbige Ringe-Schlange) Bekannt ist die Schlange aus Oecusse und Dili (Subdistrikt Cristo Rei). Auch vor Atauro kommt sie vor. Sie lebt sowohl an Land als auch im Meer, ist aber im Gegensatz zu echten Seeschlangen eine eierlegende Art. Gelege enthalten 6 bis 20 Eier. Sie ist so beweglich an Land, dass sie sogar auf Klippen und Büschen un d im Landesinneren kleinerer Inseln zu finden ist. Die Beute von Nattern-Plattschwänzen sind Fische, darunter sogar jene Arten die mittels Mimikry versuchen, sich als Plattschwänze auszugeben, wie zum Beispiel der Ringelschlangenaal (Myrichthys colubrinus), den es hier reichlich gibt. Trotz ihrer Giftigkeit ist der Nattern-Plattschwanz nicht aggressiv und versucht nicht zu beißen, wenn man sie fängt. Manchmal wird der Nattern-Plattschwanz mit L. laticaudate verwechselt, dieser kommt aber so weit westlich nicht vor.[20]
Cantors Wasserschlange[20] Cantoria violacea Von der Art gibt es nur einen historischen Bericht aus dem Distrikt Dili. Neuere Untersuchungen konnten die Cantors Wasserschlange bisher nicht in Osttimor finden.
Hundskopf-Wassertrugnatter in Baucau Hundskopf-Wassertrugnatter[20] Cerberus schneiderii Samea natar (Reisfeldschlange) Früher wurden die Exemplare auf Timor zu Cerberus rynchops gezählt, doch neuere Untersuchungen zählen sie nun zu C. schneiderii Allerdings sind noch weitere Untersuchungen notwendig. Bekannt ist die Schlange aus Baucau (bei der Stadt Baucau), Dili (Bidau, Metinaro), Bobonaro (Lago Malai) und Manufahi (Betano). Auch in Westtimor soll sie vorkommen. In Osttimor fand man die Natter sowohl im Brackwasser von Mangrovensümpfen, als auch in Frischwasser in den Reisfeldern von Baucau. Sie ist giftig und soll sich ausschließlich von Fischen ernähren. Einige Wissenschaftler vermuten als Nahrung auch Krebstiere, Kaulquappen und junge Reisfrösche. Die Natter ist lebendgebärend.[20]
Krebs-Wassertrugnatter[32] Fordonia leucobalia Samea parapa kabun-mutin (Weißbauchmangrovenschlange) Aus Westtimor ist nur ein Bericht über die Schlange aus dem Jahr 1876 bekannt. Man fand sie in einen Mangrovensumpf bei Atapupu. Seit 2011 entdeckte zwei weitere Exemplare im Mangrovensumpf von Metinaro (Distrikt Dili). Außerhalb Timors kennt man sie aus dem Schlick von Flussmündungen, aber auch 850 km stromaufwärts im Frischwasser. Am Tage versteckt die Natter sich in den Höhlen von Winkerkrabben (Uca spp.) oder Maulwurfkrebsen (Thalassina anomala). Nur nachts taucht sie auf, wenn die Flut zurückkehrt. Wie der Name schon sagt, jagt sie Krebstiere, vor allem Krabben. Die Beute wird ergriffen und die Beine werden abgebrochen, danach wird der Körper verschlungen. Im hinteren Bereich des Kiefers hat die Natter Giftzähne, die lang genug sind, um die Schalen der Krebstiere zu durchbrechen. Das Gift tötet sie. Die Weibchen der Krebs-Wassertrugnatter gebären 2 bis 17 Jungen lebend.[20]
Timor-Wasserpython[20] Liasis mackloti Fohorai-atan (Sklavenpython) Die Art kommt in Reisfeldern und bewachsenen Bächen nah der Küste Timors vor. Bekannt ist der Python aus Westtimor, Dili, Manatuto, Cova Lima und Baucau, oft aber nur als überfahrenes Exemplar am Straßenrand. Meist werden sie in der Regenzeit Opfer des Straßenverkehrs, wenn sich ihr Lebensraum vergrößert. Die Nominatform aus Timor erreicht eine Maximallänge von 160 cm, womit sie im Mittelfeld des Größenvergleichs der Unterarten liegt. In seinem Lebensraum bildet der Python vermutlich die Spitze der Nahrungskette. Die Würgeschlange kann kleine und mittlere Säuger und Wasservögel fangen. Einige Wissenschaftler zählen auch Vogeleier, Reptilien, Frösche und Fische zur Nahrung des Pythons, doch fehlen genauere Studien. Wie alle Pythons legt auch der Timor-Wasserpython Eier. In einem Gelege finden sich 8 bis 14 Stück.[20]
Bild nicht von Timor Netzpython[33] Malayopython reticulatus reticulatus Fohorai-boot (Großer Python) Wissenschaftler fanden Netzpythons in den Distriktebn Dili, Viqueque, Manatuto (Laleia), Lautém (Malahara), Manufahi (Fatukahi) und Oecusse. Auch in Westtimor bekannt. Der Netzpython ist die längste Schlange der Welt. Ein 1912 auf Sulawesi gefangenes Exemplar war 9.98 Meter lang. Der längste Netzpython, den man bisher auf Timor registrierte erreichte 3,5 m aus Becora (Dili). Ein Grund für die kleinere Form, die auch von anderen Inseln der Region bekannt ist, könnte eine Inselverzwergung sein. Netzpythons leben in Regen- und Monsunwäldern, meist nah von Wasserläufen. Junge Exemplare hängen hier an Ästen, von wo sie sich ins Wasser fallen lassen, wenn sie potentielle Beute oder Bedrohungen entdecken. Der Netzpython ist ein Lauerjäger, der seine Opfer erwürgt. Zu diesen gehören hauptsächlich Säuger, aber auch Vögel und größere Echsen. Auch aus Fledermaushöhlen ist der Netzpython bekannt, wo er in den Bewohnern ständigen Nachschub an Nahrung findet, und in Kulturland, wie zum Beispiel Plantagen. Einzelne Exemplare verirren sich auch mal in Siedlungen, selbst in größere Städte. So finden Einheimische immer wieder Netzpythons in den Außenbezirken von Dili. Von Meereshöhe bis auf 1500 m ist die Art zu finden.Netzpythons legen bis zu 100 Eier in ein Gelege.[20]
Blumentopfschlange in Same, Manufahi Blumentopfschlange[21] Indotyphlops braminus[20]
ehemals
Ramphotyphlops braminus
Samea matan delek isin lotuk (Kleiner-Körper-Blindschlange) Bekannt aus Manufahi (Same), Viqueque (Loi-Huno), Ainaro (Maubisse auf 1495 m Höhe; Möglicherweise in Blumentöpfen hierher eingeschleppt), Dili, Lautém (Com) und Manufahi (Fatukahi). Auch in Westtimor bekannt. Die Blumentopfschlange wird bis zu 18 cm lang und findet sich, wie der Name schon sagt, oft in den Wurzelballen in Blumentöpfen oder unter dem Topf. Durch den Handel mit exotischen Pflanzen und aufgrund ihrer für Schlangen einmaligen rein parthenogenen Vermehrung (bisher fand man keinen männlichen Vertreter der Spezies) ist sie die am weitesten verbreitete Schlangenart der Welt. Sie gräbt sich in die Erde ein und kommt nur bei schweren Regen zum Vorschein. In ihrem Gelege findet man ein bis acht Eier. Beute sind in erster Linie Termiten, Ameisenlarven und -eier.[20]
Blindschlangen Indotyphlops incertae sedis[20] Samea matan dele (Blindschlange) Von Atauro und anderen Orten sind Blindschlangen bekannt, die sich von der Blumentopfschlange unterscheiden. Ein längsgestreiftes Exemplar (Indotyphlops sp. ‘Tilomar’) fand man in Tilomar (Cova Lima). Eine bläuliche Blindschlange (Indotyphlops sp. ‘Mundo Perdido’) entdeckte man am Monte Mundo Perdido (Viqueque) auf 1162 m Höhe.[20]
Timor-Blindschlange[20] Sundatyphlops polygrammicus
ehemals
Ramphotyphlops polygrammicus
Samea matan delek isin baibain (Normalgroße Blindschlange) Wissenschaftler entdeckten Timor-Blindschlange an einer Sandsteinklippe nahe Same (Manufahi), Baguia (Baucau) und in Afacaimau (Baucau). Da die Schlange unter der Erde lebt und meist nur bei starkem Regen zum Vorschein kommt, ist sie nur schwer zu finden. Sie jagt weichhäutige Gliederfüßer, vor allem Larven und Eier von Termiten und Ameisen. Da sie größer als die Blumentopfschlange ist, dürfte sie auch ausgewachsene Ameisen und Termiten und auch Käferlarven jagen. Von der Timor-Blindschlange gibt mindestens fünf Unterarten, die sich auf die Kleine Sundainseln verteilen. Auf Timor lebt die Nominatform.[20]
Insel-Bambusotter in der Ebene des Ira Lalaro, Lautém Insel-Bambusotter oder Wetar-Bambusotter[21] Trimeresurus insularis
auch
Cryptelytrops insularis
Bekannt aus Baucau, Lautém, Viqueque, Dili (auch auf Atauro), Liquiça, Manufahi, Bobonaro und Westtimor.[20]
Timor-Riffschlange[34] Aipysurus fuscus
 ? Aipysurus duboisii[35] engl. Name: Reef shallows seasnake
 ? Aipysurus laevis[36] engl. Name: Olive-brown seasnake
 ? Brachyorrhos albus[37]
 ? Emydocephalus annulatus[38] engl. Name: Turtle-headed seasnake, Egg-eating Sea Snake
 ? Ramphotyphlops polygrammicus[39] engl. Name: Southern New Guinea blindsnake

Schildkröten[Bearbeiten]

Meeresschildkröte am Strand von Tutuala vor der Eiablage

2007 wurde erstmals eine Unterart der McCords Schlangenhalsschildkröte (Chelodina mccordi) im Distrikt Lautém beschrieben. Sie kommt nur im Gebiet des Sees Ira Lalaro, seiner Nebengewässer und Feuchtgebiete und möglicherweise im Fluss Irebere vor. Sie zeigt Merkmale, die sie zwischen die McCords Schlangenhalsschildkröte und die Neuguinea-Schlangenhalsschildkröte (Chelodina novaeguineae) stellen.[40] Teilweise wird sie auch als eigene Art Chelodina timorensis angesehen.[21] Auf einer osttimoresischen Briefmarke von 2010 wird sie als Timorschildkröte bezeichnet.[18] Vor allem am östlichen Ende Timors kommen Meeresschildkröten an die Strände zur Eiablage.

Schildkröten auf Timor
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Chinesische Dreikielschildkröte in Baucau Chinesische Dreikielschildkröte[21] oder Großkopf-Chinaschildkröte Mauremys reevesii eingeführt, selten
Chinesische Weichschildkröte[41] Pelodiscus sinensis
Timorschildkröte Timorschildkröte[21] Chelodina mccordi timorensis timorensis (veraltet: Chelodina mccordi|Chelodina mccordi timorlestensis) Unklar, ob Unterart der Chelodina mccordi oder eigenständige Art Chelodina timorensis, selten.
Amboina-Scharnierschildkröte (Bild nicht aus Timor) Amboina-Scharnierschildkröte Cuora amboinensis Lebt in großen Teilen Timors, aber nicht im Ira Lalaro.[40]

Krokodile[Bearbeiten]

Warnhinweis vor Krokodile in Dili

Besondere kulturelle Bedeutung hat in Osttimor das in Meer und Flüssen lebende Leistenkrokodil (siehe Das gute Krokodil). Hier kam es 2007/2008 zu drei Krokodilangriffen mit zwei Toten und zwei Verletzten.[42] Regelmäßig trifft man das Krokodil auf Timor in den ruhigeren Flüssen östlich von Dili und an der Südküste.[18]

Krokodile auf Timor
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Gefangenes Leistenkrokodil in Aileu Leistenkrokodil[21] Crocodylus porosus alltäglich

Amphibien[Bearbeiten]

Bei einer Feldstudie zwischen 2004 und 2009 konnte man nur sieben Froscharten in Osttimor einfangen. Am weitesten verbreitet sind die aus Südostasien in den letzten Jahren eingewanderte Schwarznarbenkröte, die zu den Echten Fröschen gehörenden Vertreter der Gattung Reisfrösche (Fejervarya) und von den Ruderfröschen die Art Polypedates leucomystax. Dabei sind die drei entdeckten Fejervarya-Varianten bisher nicht beschriebene Arten, die Fejervarya verruculosa von der Insel Wetar ähneln. Frühere Berichte von Fejervarya verruculosa, Fejervarya cancrivora oder Fejervarya limnocharis auf Timor werden daher von den Autoren des Forschungsberichts als fehlerhafte Identifizierungen betrachtet. Außerdem konnte man den Australischen Laubfrosch Litoria everetti und als einzige einheimische Art seiner Gattung den Timorfrosch (Limnonectes timorensis) nachweisen.[21] Der Timorfrosch hat im Gegensatz zu den anderen Vertretern seiner Gattung keine raue, mit Warzen übersäte, sondern eine sehr weiche Haut mit nur wenigen Warzen an der Körperseite. Er hat auffällig große Augen und starke Hinterbeine mit langen Zehen.[18] Ältere Forschungen berichten noch vom Riesenlaubfrosch, dem Roten Laubfrosch (Familie Hylidae), die Engmaulfroschart Kaloula baleata, Fejervarya verruculosa und Rana elberti. Verglichen mit anderen, größeren Inseln des Malaiischen Archipels ist die Amphibienfauna von Timor damit relativ artenarm. Zoogeographisch ist die geringe Vielfalt an Amphibien wohl über die relativ abseitige Lage Timors innerhalb des Indonesischen Archipels zu deuten – die Besiedlung dieses Raumes erfolgte über die Landbrücke der Malaiischen Halbinsel, von der Timor besonders weit entfernt liegt.

2008 und 2009 gab es Meldungen, dass die Aga-Kröte (Bufo marinus) aus Australien nach Osttimor eingeschleppt worden sei. Diese von der Bevölkerung als INTERFET-Frosch (Manduku Interfet) bezeichneten Exemplare wurden aber bisher als Schwarznarbenkröten (Bufo melanostictus) identifiziert.[43][44]

Auf der zu Osttimor gehörenden Insel Atauro konnte man bisher keine Amphibien nachweisen.[20]

Amphibien auf Timor
Bild[19] Deutscher Name Wissenschaftlicher Name Name auf Tetum[20] Information
Beschreibung siehe rechts Drei bisher nicht beschriebene Arten der Gattung der Reisfrösche[21] ''Fejervarya sp. Manduku natar (Reisfeldfrosch) Bisher fehlerhaft als Fejervarya cancrivora, Fejervarya verruculosa oder Fejervarya limnocharis identifiziert. Bildbeschreibung: A Fejervarya sp. 1 aus Baucau (SVL 58 mm), B Fejervarya sp. 2 aus Viqueque (SVL 46 mm), C Fejervarya sp. 3 aus Viqueque (SVL 38 mm), D Alle drei Arten, die in Osttimor leben variieren in den Grüntönen am Rücken und an der Seite. Dieses Exemplar (SVL 56 mm) aus Viqueque hat die extremste Grünfärbung der 2009 gefundenen Tiere, sowohl im puncto Ausstrahlung und gefärbter Fläche. Reisfrösche finden sich in allen Distrikten Osttimors, außer in Ainaro.[20]
Everett-Laubfrosch in Eraulo Everett-Laubfrosch[21] Litoria everetti Manduku ai Timor (Timor-Baumfrosch) Bisher nur bekannt aus dem Fluss Meleotegi im Distrikt Ermera.[20]
Timor-Ochsenfrosch[20] Kaloula sp. Manduku lakeru (Kürbisfrosch) 2011 neu entdeckte Art aus Fatukahi (Manufahi) und Nancuro (Manatuto),[20] zuvor fälschlicherweise als Javanischer Ochsenfrosch (Kaloula baleata) identifiziert.[45]
Schwarznarbenkröte in Same Schwarznarbenkröte[21] Bufo melanostictus, Duttaphyrnus melanostictus Manduku Interfet (INTERFET-Frosch) Wurde zunächst mit der Aga-Kröte verwechselt. Nachgewiesen in elf der 13 Distrikte Osttimors. Die Schwarznarbenkröte fehlt nur in Lautém und Ainaro.[20]
Timorfrosch in Eraulo (Distrikt Ermera) Timorfrosch[21] Limnonectes timorensis Manduku mota (Flussfrosch) Bisher kennt man den Timorfrosch von zwei Fundorten. Einer liegt am Fluss Meleotegi, nahe Eraulo (Distrikt Ermera), der zweite in den Reisfeldern von Afaloicai (Distrikt Baucau). Zwischen den Orten liegen 130 km.[20] Möglicherweise identisch mit dem weiter verbreiteten Rana elberti (Hylarana elberti).[46] Es wird auch allgemein über eine Zuordnung des Timorfroschs zur Ranidae diskutiert.[20] Bei einigen Arten fand man einen Befall der Beinmuskulatur mit Bandwürmern (Cestoda).[20]
Riesenlaubfrosch[47] Litoria infrafrenata
Roter Laubfrosch[48] Litoria rubella Keine Angaben über die Population auf Timor bekannt.
Verschiedene Farbformen des Weißbart-Ruderfroschs Weißbart-Ruderfrosch[21] Polypedates leucomystax Manduku ai-riskadu (Gestreifter Baumfrosch) In allen Distrikten außer Aileu.[20]

Fische und Meeresbewohner[Bearbeiten]

Gefangene Fische in Maubara

Die einzigen reinen Süßwasserfische in den Flüssen Timors sind der nur vier Zentimeter lange endemische Oryzias timorensis aus der Familie der Reisfische (Adrianichthyidae) und Craterocephalus laisapi[49] aus der Gattung der Hartköpfchen, der im osttimoresischen Fluss Irasiquero endemisch ist. Daneben gibt es noch etwa 40 weitere Arten, die aber eher im Brackwasser der Flussmündungen und Mangroven leben, unter anderem aus den Familien der Kreuzwelse (Ariidae), der Grundeln (Gobiidae), der Schützenfische (Toxotidae) und Kuhlia mugil aus der Familie der Flaggenschwänze (Kuhlia). Der Karpfen, der Raubwels Clarias gariepinus und die Zahnkärpflinge Guppy, Moskitofisch und Aplocheilus panchax wurden vom Menschen eingeführt.[50] Im Ira Lalaro leben insgesamt 21 verschiedene Fischarten.[40]

Die Gewässer um Timor gehören zum so genannten Korallendreieck, einer Region mit der größten Biodiversität an Korallen und Rifffischen in der Welt. 55.600 Hektar Meeresfläche an der Ostspitze der Insel sind Teil des Nationalparks Nino Konis Santana. Hier entdeckte man 2013 den endemischen Eviota santanai.[51] Auch die Nordküste, zum Beispiel vor Atauro, Metinaro und Liquiçá, verfügt über eine arten- und farbenreiche Meereswelt. Derzeit sind an den Küsten Osttimors 967 verschiedene Fischarten bekannt.[51]

Andere Tiere[Bearbeiten]

Troides plato
Ein Vertreter der Schildwanzen

Schmetterlinge, die auf Timor vorkommen, sind zum Beispiel Vanessa dilekta und Troides plato.

Bei einer wissenschaftlichen Expedition wurden 111 Ameisenarten aus 32 Gattungen auf Timor identifiziert, 64 (aus 25 Gattungen) davon allein im Distrikt Lautém, wo systematisch gesucht wurde. 76 % der einheimischen Ameisenarten der Region sind südostasiatischem Ursprung, während bei 18 % (vor allem Iridomyrmex, Rhytidoponera und die am Boden nistende Untergattung Polyrhachis) schwache Merkmale australischer Ameisen aufweisen. 8 % sind weit verbreitet in der Indo-Australischen Region. Bei den in Lautém gefundenen Gattungen handelte es sich unter anderem um Camponotus (10 Arten), Polyrhachis (10 Arten), Tetramorium (7 Arten) und Paratrechina (5 Arten). Die artenreichsten Unterfamilien in Lautém waren Formicinae (32 Arten), Myrmicinae (19 Arten) und Dolichoderinae (8 Arten).[52]

Zweimal im Jahr werden an bestimmten Stellen an der Ostspitze Timors Meci-Würmer beim Mechi-Fest gesammelt. Die Ernte dieser maritimen Ringelwürmer markiert den Beginn eines neuen Jahreszyklus für die Landwirtschaft und wird von den Fataluku festlich begangen.[53]

Des Weiteren findet man auf Timor auch Skorpione und bis zu 15 cm lange Tausendfüssler.[54]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Allgemein[Bearbeiten]

 Commons: Tierbilder aus Osttimor – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Commons: Meerestiere Osttimors – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelne Bereiche[Bearbeiten]

Historisch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Eintrag zu Coryphomys buehleri auf der Roten Liste
  2. K. P. Aplin, K. M. Helgen: Quaternary Murid Rodents of Timor. Part I: New Material of Coryphomys buehleri Schaub, 1937, and Description of a Second Species of the Genus. In: Bulletin of the American Museum of Natural History. 341, 2010, S. 1–80, doi:10.1206/692.1
  3. a b c d e f g Report of Findings on the Proposed Iralalaro Hydro-ElectricPower Scheme, Timor-Leste (pdf; 3,2 MB) Haburas Foundation and the Australian Conservation Foundation. Abgerufen am 9. August 2013.
  4. a b c Bird life International: A lost world in Timor-Leste. Mount Mundo Perdido. A profile of its biodiversity and conservation (PDF-Datei; 737 kB)
  5. John Norman Miksic, Geok Yian Goh, Sue O Connor: Rethinking Cultural Resource Management in Southeast Asia: Preservation, Development, and Neglect. 2011, ISBN 978-0-85728-389-4, S. 43–55.
  6. ABC, 18. Dezember 2007, NT helping E Timor establish first marine park
  7. Timor a Global Hotspot for Whales and Dolphins (PDF-Datei; 48 kB)
  8. WWF – Timor and Wetar deciduous forests
  9. Mammal Species of the World
  10. Eintrag auf der Roten Liste für Papagomys armandvillei
  11. a b c d Colin R. Trainor und Thomas Soares: Birds of Atauro Island, Timor-Leste (East Timor) In: Forktail. 20 (2004), S. 41–48.
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  13. a b Bird life International, 27. Oktober 2009, Endemics thrive on Timor-Leste’s „Lost World“ mountain
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  16. Birdlife International IBAs in Timor-Leste (PDF-Datei; 1,9 MB)
  17. IBC: Olive-shouldered Parrot (Aprosmictus jonquillaceus)
  18. a b c d e f Government of Timor-Leste, 28. November 2010, Prime Minister officially launches the new stamp models for Timor-Leste
  19. a b c d e f g h Hinweis: Die Bilder zeigen, sofern nicht anders in der Beschreibung angegeben, Exemplare auf Timor
  20. a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z aa ab ac ad ae af ag ah ai aj ak al am an ao ap aq ar as at au av aw ax ay az ba bb bc bd be bf bg bh bi bj bk bl bm bn bo bp bq br bs bt bu bv bw bx by bz ca cb cc cd ce cf cg ch ci cj ck cl cm cn co cp cq cr cs ct cu cv cw cx cy cz da db dc dd de df dg Mark O’Shea u. a.: Herpetological Diversity of Timor-Leste Updates and a Review of species distributions. In: Asian Herpetological Research. 2015, 6(2): S. 73–131., abgerufen am 17. Juli 2015.
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  26. Reptile Database: Carlia leucotaenia
  27. Reptile Database: Cryptoblepharus schlegelianus
  28. Reptile Database: Sphenomorphus florensis
  29. Reptile Database: Varanus indicus
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  31. Reptile Database: Dendrelaphis inornatus
  32. Reptile Database: Fordonia leucobalia
  33. reticulatus&species=reticulatus Reptile Database: Malayopython reticulatus
  34. Reptile Database: Aipysurus fuscus
  35. Reptile Database:Aipysurus duboisii
  36. Reptile Database: Aipysurus laevis
  37. Reptile Database: Brachyorrhos albus
  38. Reptile Database: Emydocephalus annulatus
  39. Reptile Database: Ramphotyphlops polygrammicus
  40. a b c Gerald Kuchling, Anders G. J. Rhodin, Bonggi R. Ibarrondo, Colin R. Trainor: A New Subspecies of the Snakeneck Turtle Chelodina mccordi from Timor-Leste (East Timor) (Testudines: Chelidae). In: Chelonian Conservation and Biology 6(2):213-222. 2007 doi:10.2744/1071-8443(2007)6[213:ANSOTS]2.0.CO;2.
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  42. United Nations Integrated Mission in Timor-Leste, 17. September 2008, Crocodile threat in Timor-Leste
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  50. Fishbase: List of Freshwater Fishes for East Timor
  51. a b Country’s First New Species of Fish Discovered, 11. Dezember 2013, abgerufen am 13. Dezember 2013
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  54. Bildungsministerium Osttimors, SIDA, UNICEF: Vida Selvagem de Timor-Leste, Timor Flipchart Ecology (portugiesisch, tetum), abgerufen am 31. Mai 2015.