Fleetmark

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Fleetmark
Koordinaten: 52° 47′ 40″ N, 11° 23′ 23″ O
Höhe: 34 m ü. NHN
Fläche: 29,04 km²
Einwohner: 509 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 18 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039034

Fleetmark ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Kirchdorf Fleetmark liegt etwa 17 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel am Rademiner Fleetgraben. Der nordwestliche Teil des Dorfes war früher das Dorf Kallehne, der südöstliche Teil war das Dorf Velgau.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft gehören folgende Ortsteile und Wohnplätze:[1][2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Fleetmark entstand am 1. April 1939 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Kallehne und Velgau im Landkreis Osterburg.[3] Gleichzeitig entstand der Wohnplatz (das Dorf) Fleetmark - die Namen der Wohnplätze der beiden ehemaligen Gemeinden wurden nicht mehr verwendet.

Im Jahre 1324, als Hans und Heinecke von Kröcher das Schloss Kalbe mit den zugehörigen Dörfern an Albrecht von Alvensleben verkaufen,[4] wurde Molitz als Molyz und Störpke als Storbeke erstmals urkundlich erwähnt. Der Eintrag Calcouene in der Urkunde könnte als Kallehne interpretiert werden. Lüge wurde 1363 erstmals erwähnt. Im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 wurde Velgau als Vellgove und Velegove erwähnt, Kallehne als Colene und Calene.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurde die Gemeinde Fleetmark vom Landkreis Osterburg in den Kreis Salzwedel umgegliedert. Am gleichen Tag erfolgte die Auflösung der Gemeinde Störpke durch Eingemeindung in die Gemeinde Lüge.[5]

Am 1. Januar 1973 erfolgte die Eingemeindung der Gemeinde Molitz in die Gemeinde Fleetmark.[5]

Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Fleetmark in die Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet[6] und als Ortschaft errichtet. Ortsteile der ehemaligen Gemeinde Fleetmark und heutigen Ortschaft sind Lüge, Molitz und Störpke.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1939 549
1946 882
2009 812
Jahr Einwohner
2011 541
2012 546
2013 549
Jahr Einwohner
2014 540
2015 527
2016 514
Jahr Einwohner
2017 509

Ab 2009 Stand 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Fleetmark wird ein Windpark betrieben. Fleetmark hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Stendal–Uelzen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feldsteinkirche Fleetmark (früher Kallehne) ist ein Bau aus dem späten 12. Jahrhundert.[7]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Fleetmark und Pfarrei Fleetmark gehören zum Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 99.
  • Regierung der Deutschen Demokratischen Republik, Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Systematisches und alphabetisches Verzeichnis der Gemeinden der Deutschen Demokratischen Republik (Gebietsstand 1. Januar 1952). Berlin 1952, S. 29.
  • Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 2. September 2014, § 1 (4), S. 1 (stadt-arendsee.eu [PDF; 45 kB; abgerufen am 3. Februar 2017]).
  2. Ortsteilverzeichnis Land Sachsen-Anhalt (Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile), Gebietsstand Januar 2014, Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Halle (Saale), 2016
  3. Regierungsbezirk Magdeburg (Hrsg.): Amtsblatt der Regierung zu Magdeburg. 1939, ZDB-ID 3766-7, S. 11, 49 f.
  4. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Hrsg.: Berlin. Band 17, 1859, S. 378 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000995_00386~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 362.
  6. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2011
  7. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 135.