Rademin

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Rademin
Koordinaten: 52° 47′ 52″ N, 11° 20′ 7″ O
Höhe: 38 m ü. NHN
Fläche: 14,12 km²
Einwohner: 117 (31. Dez. 2017)
Bevölkerungsdichte: 8 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 39619
Vorwahl: 039034
Rademin (Sachsen-Anhalt)
Rademin
Rademin
Lage von Rademin in Sachsen-Anhalt

Rademin ist eine Ortschaft und ein Ortsteil der Stadt Arendsee (Altmark) im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das altmärkische Kirchdorf Rademin liegt 14 Kilometer südwestlich von Arendsee (Altmark) und 14 Kilometer südöstlich der Kreisstadt Salzwedel. Der Ort ist kreuzförmig angelegt. Im Südosten fließt der Rademiner Graben.

Ortschaftsgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Ortschaft Rademin gehören der Ortsteil Rademin mit dem Wohnplatz Ortwinkel und der Ortsteil Ladekath.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rademin liegt südlich der Bahnstrecke Stendal–Uelzen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rademin wurde am 1. November 1285 erstmals urkundlich als villa Rademin erwähnt, als die Markgrafen Otto und Otto Grundbesitzungen zu einem Altar in Salzwedel vereignen.[2] Die Gebrüder von Visne hatten hier Lehngüter. 1345 erwarb das Kloster Krevese das Patronsrecht vom Markgrafen Ludwig. 1536 hatten die von der Schulenburg und die Propstei Salzwedel hier Einkünfte.

Links des Weges nach Klein Garz im Norden des Dorfes stand eine Windmühle.[3] Sie wurde 1502 erstmals erwähnt.[4] Nördlich der Windmühle stand die Ziegelei Rademin.

Die der heutige Wohnplatz Ortwinkel wurde um 1844 erstmals erwähnt.[4] Im Jahre 1871 lebten in der Kolonie Ortwinkel 39 Einwohner.[5]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Ladekath aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Rademin eingemeindet.[6]

Am 1. Januar 2011 wurde die Gemeinde Rademin in die Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark) eingemeindet.[7] Somit wurde Rademin zur Ortschaft mit den Ortsteilen Rademin und Ladekath.

Bevölkerung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1801 139
1818 120
1840 171
Jahr Einwohner
1885 248
1892 235
1900 213
Jahr Einwohner
1910 282
1925 273
1939 249
Jahr Einwohner
1946 586
2011 148
2012 137
Jahr Einwohner
2013 130
2014 130
2015 126
Jahr Einwohner
2016 126
2017 117

Ab 2011 Stand 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Feldsteinkirche Rademin wurde im 13. Jahrhundert errichtet.[8] Sie ist eine Filialkirche der Kirche von Klein Garz.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die evangelische Kirchengemeinde Rademin gehörte bis 1811 zur Pfarrei Ladekath und war im 16. Jahrhundert eine selbständige Pfarrei. Seit 1821 gehörte die Kirchengemeinde zur Pfarrei Klein Garz.[9] Heute gehört die Kirchengemeinde Rademin zum Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze des Kirchenkreises Salzwedel im Propstsprengel Stendal-Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.[10]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wilhelm Zahn: Heimatkunde der Altmark. Nach Hinterlassenschaften des Verfassers bearbeitet von Martin Ehlies. 2. Auflage. Verlag Salzwedeler Wochenblatt, Graphische Anstalt, G.m.b.H., Salzwedel 1928, S. 142.
  • J. A. F. Hermes, M. J. Weigelt: Historisch-geographisch-statistisch-topographisches Handbuch vom Regierungsbezirke Magdeburg. Topographischer Teil. Hrsg.: Verlag Heinrichshofen. Band 2, 1842, S. 343 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3DHB4_AAAAcAAJ%26pg%3DPA343~IA%3D~MDZ%3D%0A~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  • Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich. In: Statistisches Reichsamt (Hrsg.): Statistik des Deutschen Reichs. 2. Auflage. Band 550. Verlag für Sozialpolitik, Wirtschaft und Statistik, Paul Schmidt, 1941, ZDB-ID 223601-1, S. 99.
  • Regierung der Deutschen Demokratischen Republik, Statistisches Zentralamt (Hrsg.): Systematisches und alphabetisches Verzeichnis der Gemeinden der Deutschen Demokratischen Republik (Gebietsstand 1. Januar 1952). Berlin 1952, S. 30.
  • Einheitsgemeinde Stadt Arendsee (Altmark): Einwohnerdaten der Jahre 2011 bis 2017. 12. Januar 2018.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hauptsatzung der Stadt Arendsee (Altmark). 2. September 2014, § 1 (4), S. 1 (stadt-arendsee.eu [PDF; 45 kB; abgerufen am 3. Februar 2017]).
  2. Adolph Friedrich Riedel: Codex diplomaticus Brandenburgensis: Sammlung der Urkunden, Chroniken und sonstigen Quellschriften. Hauptteil 1. Hrsg.: Berlin. Band 14, 1857, S. 32 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A10000992_00040~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  3. Karte des Deutschen Reiches, 1:100 000, Teil II/IV: Blatt 240: Wittenberge. Preußisches Statistisches Landesamt, 1906, abgerufen am 13. Januar 2018.
  4. a b Stadt Arendsee - die Perle der Altmark. Rademin Ladekath Ortwinkel. Abgerufen am 7. Januar 2018.
  5. Preußisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihrer Bevölkerung. Band VI, Provinz Sachsen. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. Berlin 1873, S. 14 (Digitalisathttp://vorlage_digitalisat.test/1%3D~GB%3D~IA%3D~MDZ%3D%0A11157796_00024~SZ%3D~doppelseitig%3D~LT%3D~PUR%3D).
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7, S. 362.
  7. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2011
  8. Thomas Hartwig: Alle Altmarkkirchen von A bis Z. Elbe-Havel Verlag, Havelberg 2012, ISBN 978-3-9814039-5-4, S. 383.
  9. Verein für Pfarrerinnen und Pfarrer in der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen e. V. (Hrsg.): Pfarrerbuch der Kirchenprovinz Sachsen. Series Pastorum. Band 10. Evangelische Verlagsanstalt, Leipzig 2009, ISBN 978-3-374-02142-0, S. 368, 401.
  10. Pfarrbereich Fleetmark-Jeetze. Abgerufen am 13. Januar 2018.