Francis Banecki

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Francis Banecki
Francis Banecki.jpg
Francis Banecki (2005)
Spielerinformationen
Geburtstag 17. Juli 1985
Geburtsort BerlinDeutschland
Größe 192 cm
Position Defensiv- und Offensiv-Allrounder
Junioren
Jahre Station
SC Tegel
Reinickendorfer Füchse
bis 2003 Hertha BSC
2003–2004 Tennis Borussia Berlin
2004 SV Werder Bremen
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2004–2007 SV Werder Bremen 2 0(0)
2004–2008 SV Werder Bremen II 52 0(4)
2006–2007 Eintracht Braunschweig (Leihe) 9 0(0)
2008–2009 Hertha BSC II 8 0(0)
2009 BSV Kickers Emden 13 0(2)
2010 FC Oberneuland 6 0(1)
2010–2011 SV Meppen 34 (15)
2011–2014 BSV Rehden 58 (20)
2014–2017 VSG Altglienicke 44 0(9)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
2004 Deutschland U-19 2 0(0)
2005 Deutschland U-20 6 0(1)
Stationen als Trainer
Jahre Station
2014–2015 VSG Altglienicke (A-Junioren)
2017– SV Glienicke/Nordbahn
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2015/16

Francis Banecki (* 17. Juli 1985 in Berlin) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger Fußballtrainer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Francis Banecki wurde als Sohn eines deutschen Vaters und einer kamerunischen Mutter in Berlin geboren.[1] Seine beiden zweieiigen Zwillingsschwestern, Sylvie und Nicole, spielen ebenfalls Fußball. Sylvie für den FC Bayern München, Nicole, die ebenfalls für den FC Bayern München spielte, für den SC Freiburg; beide für Bundesliga-Vereine.[2]

In seiner Jugend spielte Francis Banecki bei den Reinickendorfer Füchsen, Hertha BSC und Tennis Borussia Berlin und wechselte zur Saison 2003/04 in die Jugendmannschaft von SV Werder Bremen. Ein Jahr später stieg er in die Amateurmannschaft der Bremer auf und startete dort seine Karriere im Profisport.[1]

Bei einem späteren Engagement 2011 beim BSV Rehden startete Banecki parallel eine Berufsausbildung zum Automobilkaufmann, welche er 2014 erfolgreich abgeschlossen hat.[3]

Gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitspieler Adrian Schedlinski und zunächst in Kooperation mit dem Nordberliner SC gründete Francis Banecki 2015 eine Kinderfußballschule in Berlin.[4] Mit seinem Trainerjob beim SV Glienicke kooperierte Banecki mit seiner Fußballschule auch mit diesem Verein.[5]

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Bremen spielte Banecki Regionalliga Nord trainierte jedoch zunehmend mit den Profis. Er gehörte durch große Verletzungssorgen der Bremer und guter Leistungen öfters zum Bundesliga-Kader. Am 20. Oktober 2004 debütierte Francis Banecki im Champions-League-Vorrundenspiel gegen den RSC Anderlecht für die Profis. Drei Tage später feierte er sein Debüt in der Fußball-Bundesliga beim 4:1-Sieg der Bremer gegen den 1. FC Nürnberg.[1][3] Aufgrund vieler guter Leistungen erhielt Banecki zum Saisonende einen Profivertrag im Team von Thomas Schaaf.

Nach der Saison 2005/06 wurde sein Vertrag bis 2008 verlängert; für die Saison 2006/07 wurde er jedoch an den Zweitligisten Eintracht Braunschweig ausgeliehen. Banecki konnte dort lediglich neun Spiele bestreiten. Eine Knieverletzung setzte ihn die gesamte Rückrunde außer Gefecht. Nach seiner Rückkehr aus Braunschweig gehörte Banecki bei Werder dem Kader der zweiten Mannschaft an. Die Folgen seiner Knieverletzung sorgten aber dafür, dass er in der Spielzeit 2007/08 zu keinem Pflichtspieleinsatz mehr kam.[1]

Zur Saison 2008/09 unterschrieb Francid Banecki einen Vertrag bei der zweiten Mannschaft von Hertha BSC. Dort war er anfangs Stammspieler, seine Knieverletzung kam jedoch erneut zum Vorschein, sodass Banecki in der Rückrunde verletzungsbedingt nicht mehr zum Einsatz kam. Nach der Saison wurde, in Absprache mit Cheftrainer Lucien Favre ein Umbruch im Kader von Hertha BSC II vollzogen. Viele Spieler wurden abgegeben, unter ihnen auch Francis Banecki.[6]

Zu Beginn der Saison 2009/10 war Banecki beim Oberligisten BSV Kickers Emden aktiv. Der Verein spielte in der Vorsaison noch in der 3. Liga, stieg aber wegen Lizenzproblemen ab. Bei seinem Debüt am ersten Spieltag für die Emder erzielte Banecki beide Tore beim 2:1-Sieg gegen den SV Meppen. In der Winterpause wechselte Banecki, der in Emden seinen Rhythmus wiedergefunden hatte, zum Regionalligisten FC Oberneuland, für den er einen bis Saisonende gültigen Vertrag unterschrieb. In seinem ersten Spiel für die Oberneuländer gelang ihm erneut ein sofortiger Torerfolg.

Der bereits Anfang Juli 2010 aufgelöste Vertrag machte den vorgesehenen Wechsel zum Oberligisten VfB Oldenburg zunichte, sodass Banecki zur Saison 2010/11 beim Ligakonkurrenten SV Meppen einen Vertrag unterzeichnete. Bei den Emsländern spielte er auf der gewohnten Innenverteidigerposition, wurde jedoch auch häufiger im Sturm aufgestellt. Aufgrund dieses Positionswechsels gelangen ihm in der Premierensaison für den SV Meppen gleich 15 Saisontore. Er war damit der erfolgreichste Torschütze und trug wesentlich zum Platz 1 in der Spielzeit bei, der den Aufstieg in die Regionalliga Nord bedeutete.

Da Banecki sich mit dem Verein nicht auf eine Vertragsverlängerung verständigen konnte, wechselte er daraufhin im Sommer 2011 zum Oberligisten BSV Rehden.[3] Mit dem BSV erreichte Francis Banecki mit einem vierten Platz in der Saison 2011/12 den Aufstieg in die Regionalliga Nord. In der ersten Regionalliga-Saison konnte Rehden einen sicheren Platz im Tabellenmittelfeld erreichen. Weiterhin qualifizierte sich der Verein durch den Einzug in das Finale des Niedersachsenpokals für die erste Runde des DFB-Pokals. Dort traf man auf den FC Bayern München. Banecki konnte aber wegen einer Verletzung nicht mitspielen.

In der Saison 2013/14 erreichte man das Finale des Niedersachsenpokals und konnte sich dort mit 2:1 gegen die FT Braunschweig durchsetzen. Nach Abschluss der Saison verließ Banecki aus persönlichen Gründen den BSV Rehden und kehrte in seine Heimat Berlin zurück. Bei der VSG Altglienicke spielte er in der Berlin-Liga und war zudem in der Saison 2014/15 Trainer der A-Junioren. Mit den Altglienickern wurden Banecki in der Saison 2015/16 Berliner Meister und stieg in die Oberliga auf.[7]

In der Oberliga Nordost konnte der VSG Glienicke in der Saison 2016/2017 erneut den ersten Platz belegen und stieg direkt in die Regionalliga Nordost auf. Banecki kam in dieser Spielzeit jedoch nur im Berliner Pokal zum Einsatz. Anschließend verließ Francis Banecki Altglienicke nach drei Jahren und beendete seine spielerische Karriere.[8]

Bereits im Februar 2017 absolvierte Banecki erfolgreich den DFB-Trainer Jugend-Elite-Lizenz Lehrgang beim DFB.[9]

Seit Sommer 2017 ist Francis Banecki Trainer beim SV Glienicke/Nordbahn in der Kreisklasse Ost/Oberhavel.[10]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben zwei Einsätzen für die deutsche U19-Nationalmannschaft nahm Banecki nach seinem Bundesligadebüt außerdem an der U-20-Weltmeisterschaft 2005 in den Niederlanden für die U-20-Nationalmannschaft teil. Im Verlaufe dieses Turniers traf Banecki u. a. auf Lionel Messi.[2][3]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Pascal Jochem: 165-Euro-Kraft statt Nationalspieler. In: Spox. 3. März 2010; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  2. a b Oliver Jensen: Banecki: Einst gegen Messi, heute fünfte Liga. In: Fussball.de. 25. Juni 2016; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  3. a b c d Alex Heinen: Ich war einfach zu verletzungsanfällig. In: Fussball-Woche. 17. August 2014; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  4. Marius Böttcher: FC Kremmen: Fußballschule in den Osterferien - Torsten Mattuschka zu Gast. In: MOZ. 27. März 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  5. Knut Hagedorn: Nachwuchsfußball: Neues Talentförderprogramm beim SV Glienicke. In: MOZ. 20. Juni 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  6. Roberto Lamprecht: Favre mistet 20 Spieler aus. In: Bild. 2. Juni 2009; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  7. Bernd Karkossa: Berliner Meister mit Ansage. In: Fussball-Woche. 25. Juni 2016; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  8. Julian Graeber: Der Aufstieg zwingt die VSG Altglienicke zum Umzug. In: Tagesspiegel. 8. Juni 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  9. Elite-Jugend-Lizenz für Ridha Kitar. In: Eintracht.com. 8. Februar 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017.
  10. Stefan Zwahr: Ex-Profi trainiert Fußball-Kreisligist SV Glienicke. In: MOZ.de. 2. Juni 2017; abgerufen am 26. Oktober 2017.