Frank Göhre

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Frank Göhre (2008)

Frank Göhre (* 16. Dezember 1943 in Tetschen-Bodenbach) ist ein deutscher Schriftsteller.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frank Göhre wuchs in Bochum auf und besuchte dort das Gymnasium bis zur Untertertia. Von 1959 bis 1962 absolvierte er eine kaufmännische Lehre und von 1962 bis 1964 eine Lehre als Buchhändler. Anschließend übte er diesen Beruf in Köln, Bochum und Essen aus. Von 1970 bis 1973 war er als Bibliotheksangestellter in Wattenscheid tätig. Ab 1973 lebte er als freier Schriftsteller in Neuenkirchen/Lüneburger Heide; ab 1977 war er Teilhaber und Lektor des Weismann-Verlages in München. Seit 1981 lebt er als freier Schriftsteller in Hamburg. Seit 1996 ist er Dozent an der Filmakademie in Ludwigsburg und Leiter von Drehbuch-Workshops.

Frank Göhre ist Verfasser von Romanen, Erzählungen, Drehbüchern und Hörspielen. Nachdem er sich anfangs vorwiegend Themen aus dem Leben Jugendlicher gewidmet hatte, wandte er sich später dem Kriminalroman zu; daneben wirkte er an Drehbüchern zu Fernsehserien wie Tatort und Großstadtrevier sowie Spielfilmen (unter anderem Abwärts) mit. Für das Drehbuch zu Sönke Wortmanns Film St. Pauli Nacht wurde er mit dem Deutschen Drehbuchpreis ausgezeichnet. Ferner gab er in den 1980er Jahren die Kriminalromane Friedrich Glausers neu heraus.

Frank Göhre ist Mitglied des Verbandes Deutscher Schriftsteller und des Werkkreises „Literatur der Arbeitswelt“.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Autograph
  • Costa Brava im Revier, Recklinghausen 1971
  • Gekündigt, Starnberg 1974
  • So läuft das nicht, München 1976
  • Wenn Atze kommt, Leverkusen 1976
  • Schnelles Geld, München 1979
  • Außen vor, München 1982
  • Im Palast der Träume, Reinbek bei Hamburg 1983
  • Abwärts, München 1984 (zusammen mit Carl Schenkel)
  • Der Schrei des Schmetterlings, Reinbek bei Hamburg 1986
  • Zeitgenosse Glauser, Zürich 1988
  • Einzelhaft, Hamburg 1988
  • Peter Strohm – Agent für Sonderfälle, München 1989
  • Tiefe Spuren, München 1989 (zusammen mit Astrid Schumacher und Bert Schumacher)
  • Der Tod des Samurai, Reinbek bei Hamburg 1989
  • Letzte Station vor Einbruch der Dunkelheit, Reinbek bei Hamburg 1990
  • Frühstück mit Marlowe, Reinbek bei Hamburg 1991
  • Der Tanz des Skorpions, Reinbek bei Hamburg 1991
  • St.-Pauli-Nacht, Reinbek bei Hamburg 1993
  • Ritterspiele, Reinbek bei Hamburg 1996
  • Rentner in Rot, Hamburg 1998
  • Finale am Rothenbaum, Augsburg 1999
  • Grüne Hölle Hagenbeck, Hamburg 1999
  • Goldene Meile, Hamburg 2000
  • Endstation Reinbek, Hamburg 2001
  • Hauptbahnhof Mord, Hamburg 2002
  • Die toten Augen vom Elbstrand, Hamburg 2003
  • Der letzte Freier, Hamburg 2006
  • Zappas letzter Hit, Bielefeld 2006
  • An einem heißen Sommertag, Bielefeld 2008
  • Mo, Bielefeld 2008
  • Der Auserwählte, Pendragon, Bielefeld 2010 ISBN 978-3-86532-202-9
  • mit Alf Mayer: Cops in the City. Ed McBain und das 87. Polizeirevier. Ein Report; mit einem Vorwort von Thomas Wörtche. E-Book bei CulturBooks, Longplayer, Hamburg 2015, ISBN 978-3-944818-94-8.

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Lesebuch, Bottrop 1972
  • Verhör eines Karatekämpfers und andere Aussagen zur Person, Köln 1977 (herausgegeben zusammen mit Güdny Schneider-Mombaur)
  • Kaum bin ich allein ..., Reinbek bei Hamburg 1985 (herausgegeben zusammen mit Jutta Lieck)
  • Don Juan, Reinbek bei Hamburg 1986 (herausgegeben zusammen mit Birgit Heiderich)
  • Friedrich Glauser: Wachtmeister Studers erste Fälle, Zürich 1986
  • Friedrich Glauser: Mensch im Zwielicht, Darmstadt 1988
  • Kreuzverhöre, Hildesheim 1999 (herausgegeben zusammen mit Jürgen Alberts)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]