Franz Buchrieser

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Franz Buchrieser (* 26. Dezember 1937 in Graz) ist ein österreichischer Schauspieler. Bekannt wurde er durch die Hauptrolle in der österreichischen Fernsehserie Kottan ermittelt.

Der Autodidakt nahm seine erste größere Rolle in der Alpensaga unter der Regie von Dieter Berner erst mit 39 Jahren an. Bis dahin war er als "zum Umfeld der Grazer Gruppe zählender" Autor hauptsächlich fürs Theater tätig, wobei er sich oft auf seinen Bauernhof in der Steiermark zurückzog, den er auch als Landwirt bewirtschaftete.

Von 1977 bis 1979 spielte Buchrieser unter der Regie von Peter Patzak in drei Folgen von Kottan ermittelt die Figur des Major Adolf Kottan. Sein Vorgänger in dieser Rolle war Peter Vogel, 1980 wurde Lukas Resetarits Buchriesers Nachfolger. Buchrieser war allerdings noch ein viertes Mal als Kottan zu sehen, nämlich in dem Spielfilm Den Tüchtigen gehört die Welt (1980/81; Buch: Helmut Zenker, Regie: Patzak).

Außerdem wirkte Buchrieser als Gottfried Meck in Rainer Werner Fassbinders Döblin-Verfilmung Berlin Alexanderplatz mit sowie in Roland Emmerichs Das Arche-Noah-Prinzip, in Die Fernsehsaga – Eine steirische Fernsehgeschichte von Julian Pölsler, in Wanted von und mit Alfred Dorfer sowie in Der Bulle und das Mädchen und in Der Skipper, beide mit Jürgen Prochnow. Er spielte auch eine Hauptrolle im österreichischen Film Rosen aus Jericho (1994) über Krebs. In der deutschen Fernsehserie Auf Achse trat er in mehreren Folgen als österreichischer Trucker und Hasardeur Max Kottan auf. Er war weiters in den österreichischen Serien Julia – Eine ungewöhnliche Frau (ab 1999 – mit Christiane Hörbiger) und Das Glück dieser Erde (2011) zu sehen.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans. Stück. Sessler, Wien s.a.[1]
  • Hanserl. Stück in einem Akt. S. Fischer, Frankfurt am Main (1959).[2][3] [Anm. 1]
  • Promotion. S. Fischer, Frankfurt am Main (1959 ?).[4][3]
  • —, Erhard Göttlicher (Bilder): Der schöne grosse Alexander. Eine wahre Geschichte. Jugend und Volk, Wien/München 1975, ISBN 3-7141-1704-0, ISBN 3-8113-1704-0.[5]
  • Das Produkt. Ein dramatisch aufgelöster Monolog. S. Fischer, Frankfurt am Main 1976[6]
  • —, Erhard Göttlicher: Olivia kann fliegen. Bertelsmann, München 1976, ISBN 3-570-05145-5
  • —, Harald Müller: Der Zögling. Aus dem Hörspiel-Repertoire. 1 Tonband (AEG-Kern, 60 min, 19 cm/s, stereo, Halbspur, lp.). ORF Ö1, s.l. 1977[7]
  • Die Wassermannsage[8]
  • Der Wandertag[8]

Auszeichnungen, Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Literaturstipendium des Landes Steiermark (1975)[9]
  • Literaturförderungspreis der Stadt Graz (1976)[10]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Signatur 553746 III, Landesbibliothek Steiermark
  2. Permalink Deutsche Nationalbibliothek.
  3. a b Der junge Grazer Autor Franz Buchrieser (…). In: Arbeiter-Zeitung. Wien 16. Dezember 1970, S. 12, Mitte links.
  4. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
  5. Katalogzettel Österreichische Nationalbibliothek
  6. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund
  7. Permalink Österreichischer Bibliothekenverbund.
  8. a b Buchrieser gegen Schauspielhaus (Graz). (…) Textpassagen ohne Absprache „entliehen“. In: steiermark.orf.at, 11. Dezember 2006, abgerufen am 9. November 2010
  9. Literaturstipendium des Landes Steiermark (…) 1975. In: verwaltung.steiermark.at, pdf online, abgerufen am 5. Oktober 2015
  10. Literaturförderungspreis der Stadt Graz (…) Die bisherigen PreisträgerInnen (…) 1976. In: kultur.graz.at, abgerufen am 9. November 2010

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. österreichische Erstaufführung (mit Alexander Grill in der Titelrolle) am 14. März 1971 am Akademietheater. – siehe: Grazer Schauspieler als „Hanserl“. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 30. Jänner 1971, S. 6, Mitte rechts.