Fredric Brown

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Fredric William Brown (* 29. Oktober 1906 in Cincinnati, Ohio; † 11. März 1972 in Tucson, Arizona; Schreibweise auch: Frederic oder Frederick Brown) war ein US-amerikanischer Science-Fiction- und Krimi-Autor.

Biografie[Bearbeiten]

Nach seinem Studium in Cincinnati und Indiana, das er ohne Abschluss beendete, arbeitete er zuerst als Büroangestellter und war dann Redakteur beim Milwaukee Journal.

Nebenher schrieb er ab 1936 humorvolle Kurzgeschichten und später Krimis für Zeitschriften und Pulp-Magazine. 1941 wurde seine erste Science-Fiction-Geschichte Not Yet the End im Magazin Captain Future veröffentlicht.

Seine Geschichten waren oft grotesk, satirisch und skurril und hatten oft die Länge eines erweiterten Witzes. So beschreibt z. B. Das Ende einen Professor, der eine Zeitmaschine für Reisen in die Vergangenheit erfunden hat. Die Geschichte geht bis zu dem Punkt, an dem der Professor den Knopf der Maschine drückt, worauf die ganze Geschichte noch einmal Wort für Wort rückwärts bis zum Anfang wiederholt wird.

Etwa 300 Kurzgeschichten hat er in dieser Zeit veröffentlicht und insbesondere durch seine SF-Geschichten seine Bekanntheit sehr gesteigert.

Sein erster langer Kriminalroman Hunters erste Jagd wurde 1948 als bestes Krimi-Debüt mit einem Edgar Award ausgezeichnet. Darin sucht der junge Ed Hunter mit Hilfe seines Onkels Ambrose den Mörder seines Vaters. Das Buch war der Auftakt einer Reihe von Romanen und Geschichten um die Hunters aus Chicago.

Nach seinem ersten Romanerfolg wurde Fredric Brown zum Vollzeit-Schriftsteller. Neben der Hunter-Reihe und anderen Krimis schrieb er hauptsächlich Science-Fiction-Literatur. Des Weiteren schrieb er auch Drehbücher für Alfred Hitchcocks TV-Serie.

Einige seiner Geschichten wurden verfilmt, so z. B. Die schwarze Statue oder die Kurzgeschichte Arena, die die Grundlage der gleichnamigen Star-Trek-Episode bildete.

Fredric Browns kürzeste SF-Kurzgeschichte[Bearbeiten]

The last man on earth sat alone in a room. There was a knock on the door ...

„Der letzte Mensch auf Erden saß allein in einem Zimmer. Da klopfte es an der Tür ...“

Bibliografie[Bearbeiten]

Kriminalromane[Bearbeiten]

mit Ed und Ambrose Hunter
  • Hunters erste Jagd (The Fabulous Clipjoint, 1947, Edgar Award)
  • In den Straßen von Chicago (a. Zwerge sterben halb so schwer; The Dead Ringer, 1948)
  • The Bloody Moonlight (1949, nicht auf Deutsch erschienen)
  • Die Detektive von Chicago (Compliments of a Fiend, 1950)
  • Der Tod in Chicago (Death Has Many Doors, 1951)
  • The Late Lamented (1959, nicht auf Deutsch erschienen)
  • Der schwarze Engel von Chicago (Mrs. Murphy's Underpants, 1963)
weitere
  • Madman's Holiday (a. The Crack-Up, 1943)
  • Die schwarze Statue (a. Der Ripper von Chicago; The Screaming Mimi, 1949); verfilmt
  • Wir haben unsere Oma umgebracht (We All Killed Grandma, 1952)
  • Darius der Letzte (His Name Was Death, 1954)
  • Der Steckbrief im Safe (One for the Road, 1958)
  • Klopfzeichen 3–1–2 (Knock Three - One - Two, 1959)
  • Venus in schwarz (The Murderers, 1961)
  • Menü nach Killer-Art (The Shaggy Dog and Other Murders, 1963)

Science-Fiction[Bearbeiten]

  • Arena (Arena, 1944, Kurzgeschichte)
(wurde von den Science Fiction Writers of America in die „Science Fiction Hall of Fame“ (Anthologie) gewählt)
  • Das andere Universum (1970, Heyne SF 3215; engl. What Mad Universe, 1949)
  • Sehnsucht nach der grünen Erde (Space on My Hands, 1951)
  • Sternfieber (1972, a. Lockende Sterne; engl. The Lights in the Sky Are Stars, 1953)
  • Die grünen Teufel vom Mars (1959; engl. Martians, Go Home, 1954)
  • Einzelgänger des Alls (1963; engl. Rogue in Space, 1957)
  • Das Ende (The End, 1961)
  • Der Unheimliche aus dem All (1965 Heyne SF 3050; engl. The Mind Thing, 1961)

Kurzgeschichtensammlungen in deutscher Sprache[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jack Seabrook: Martians and Misplaced Clues: The Life & Work of Fredric Brown. Bowling Green State Univ. Popular Press, Bowling Green, Ohio 1993, ISBN 0-87972-590-7.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Fredric Brown: Alpträume. Utopisch-phantastische Stories. Heyne, München 1965, Deckblatt

Weblinks[Bearbeiten]