Fritz von Weizsäcker

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Fritz Eckhart Freiherr von Weizsäcker (* 20. Juli 1960 in Essen) ist ein deutscher Mediziner (Internist) und seit 2005 Chefarzt für den Bereich Innere Medizin I der Berliner Schlosspark-Klinik.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fritz von Weizsäcker entstammt dem pfälzisch-württembergischen Geschlecht Weizsäcker. Er ist der Sohn des Alt-Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker und dessen Ehefrau Marianne geb. von Kretschmann. Seine Kindheit verbrachte er in Ingelheim am Rhein und Bonn, wo er sein Abitur machte. Er studierte Medizin an den Universitäten Bonn und Heidelberg und wurde mit der Arbeit Temperatursensitive Mutanten der Onkogene v-mil und v-myc, ein Beitrag zur Pathogenität des Hühnerleukämievirus MH 2 und der Note „summa cum laudepromoviert. Die Habilitation folgte 1997 mit der Arbeit Molekulare antivirale Strategien: Therapie der Hepatitis B Virus Infektion mit Antisense Oligodesoxyribonukleotiden, Ribozymen und dominant negativen Proteinen an der Universität Freiburg. Weizsäcker ist seit dem 1. Juli 2005 Chefarzt der Inneren Abteilung der Schlosspark-Klinik Berlin.[1] Er ist Mitglied der Freien Demokratischen Partei.[2]

Beruflicher Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1979 bis 1987 absolvierte v. Weizsäcker ein Studium der Humanmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Er nahm 1983 an der Sommerakademie am Weizmann-Institut für Wissenschaften in Rechovot, Israel, teil. Ein Praktisches Jahr in den USA führte ihn 1987 an die Mayo Medical School in Rochester (Minnesota), an das MD Anderson Hospital in Houston, Texas, an das Boston City Hospital (Boston University, Boston) und an das Brigham and Women’s Hospital (Harvard Medical School, Boston). Von 1983 bis 1986 nahm er am Ph.D.-Programm am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie in Heidelberg teil. Er promovierte 1987 und bestand das Dritte Staatsexamen in Heidelberg mit der Approbation als Arzt. 1998 wurde v. Weizsäcker Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Gastroenterologie und habilitierte sich für das Fach „Innere Medizin“. 2003 wurde er Professor für Innere Medizin an der Universität Freiburg.

Berufliche Tätigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 1987 bis 1990 arbeitete Weizsäcker als Assistenzarzt im Universitätsklinikum Freiburg. Danach war er bis 1992 Post-Doktorand im Massachusetts General Hospital und in der Harvard Medical School, Boston (USA), und bekleidete anschließend bis 1994 eine Stelle als Assistenzarzt am Universitätsspital Zürich. Von 1994 bis 1998 arbeitete er als Assistenzarzt an der Medizinischen Universitätsklinik Freiburg. Anschließend war er bis 2003 dort Klinischer Oberarzt, danach, bis 2005, Leitender Oberarzt und Stellvertretender Ärztlicher Direktor. 2005 wurde er zum Chefarzt der Abteilung Innere Medizin I an der Berliner Schlosspark-Klinik berufen.

Fritz von Weizsäcker ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Gastroenterologie und Hepatologie in Berlin und Brandenburg e. V., des Vereins Gesundheitsstadt Berlin e. V. und der Victor von Weizsäcker Gesellschaft. Er erhielt 2008 ein Ehrendoktorat der Universität Woronesch.

Fachgebiete[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Weizsäckers Fachgebiete sind Innere Medizin und Gastroenterologie.[3] In seinen Veröffentlichungen widmet er sich insbesondere der Behandlung von Hepatitis B und C.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • F. E. v. Weizsäcker, Michael Roggendorf (Hrsg.): Models of viral hepatitis, Reihe Monographs in virology, Volume 25. Karger, Basel 2005, ISBN 3-8055-7809-1.
  • F. v. Weizsäcker, Wolf-Bernhard Offensperger: Molecular diagnosis and gene therapy, im Rahmen des Falk Symposiums 88, 1995, Freiburg 1996, ISBN 3-929713-34-9

Darüber hinaus veröffentlichte er zahlreiche Fachaufsätze.[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Chefarzt der inneren Medizin I
  2. Fundraising-Dinner in Bonn – von Weizsäcker jetzt FDP-Mitglied (Memento vom 17. Februar 2010 im Internet Archive), FDP-Bürgerfonds.
  3. Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender, 2009, Band IV, S. 4526
  4. Liste von Veröffentlichungen in Zeitschriften (Stand: 2008) (PDF-Datei; 56 kB)