G. K. Butterfield

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
G. K. Butterfield (2019)

George Kenneth „G. K.“ Butterfield (* 27. April 1947 in Wilson, North Carolina) ist ein amerikanischer Politiker der Demokratischen Partei. Der Jurist vertritt seit 2004 den Nordosten North Carolinas im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten.

Familie, Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

George Kenneth Butterfield stammt aus einer Familie, in der die Rassenproblematik in den Vereinigten Staaten deutlich wird. Eine seiner Urgroßmütter war eine afroamerikanische Sklavin, der Urgroßväter ein Weißer, der möglicherweise Sklavenhalter gewesen war. Ihr Sohn, Butterfields Großvater mütterlicherseits, wurde Baptistenpriester in Wilson, seine Mutter Addie Lourine Davis war eine Lehrerin, die in der Zeit der Rassentrennung keine reguläre High School besuchen konnte und deshalb an einem Internat der Shaw University in Raleigh (North Carolina) ausgebildet wurde. Butterfield wuchs in der Heimatstadt seiner Mutter Wilson auf, als dort noch Rassentrennung herrschte. Sein Vater George Kenneth Butterfield, Sr. war mit sechzehn Jahren aus Bermuda nach North Carolina eingewandert, hatte sich dort als Zahnarzt niedergelassen und die lokale Sektion der National Association for the Advancement of Colored People 1947 mitgegründet.[1]

Er besuchte die Charles H. Darden High School in seiner Geburtsstadt Wilson und studierte bis 1971 an der North Carolina Central University in Durham, die er mit Bachelorgraden in Soziologie und politischer Wissenschaft abschloss. Dazwischen diente er in den Jahren 1968 bis 1970 in der US Army als Specialist. Nach einem Jurastudium an derselben Universität, das er 1974 mit dem Juris Doctor beendete, und seiner im selben Jahr erfolgten Zulassung begann er als Rechtsanwalt zu arbeiten. Von 1975 bis 1988 war er Partner der Kanzlei Fitch, Butterfield and Wynn. Zwischen 1988 und 2004 bekleidete er in seinem Heimatstaat North Carolina verschiedene Richterstellen, von 2001 bis 2002 am North Carolina Supreme Court. Seit 2003 ist er Vizepräsident der Anwaltskammer North Carolinas.

Der Baptist Butterfield ist geschieden und hat drei Kinder. Er lebt in Wilson.[2]

Politische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Rücktritt des Kongressabgeordneten Frank Ballance wurde er bei der fälligen Nachwahl für den ersten Sitz von North Carolina als dessen Nachfolger in das US-Repräsentantenhaus in Washington, D.C. gewählt, wo er am 20. Juli 2004 sein neues Mandat antrat. Dieser Wahlkreis umfasst den Nordosten des Bundesstaates und ist stark demokratisch geneigt. Bei allen folgenden Wahlen wurde Butterfield mit klaren Mehrheiten bestätigt; nur bei der Halbzeitwahl 2010, als die Republikaner auf dem Höhepunkt der Tea-Party-Bewegung die Mehrheit im Repräsentantenhaus gewannen, blieb er knapp unter 60 Prozent der Stimmen.[3] Butterfield ist bzw. war Mitglied im Energie- und Handelsausschuss und in zwei von dessen Unterausschüssen. Vormals gehörte er auch dem Ethikausschuss, dem Streitkräfteausschuss und dem Landwirtschaftsausschuss an. Für die Zeit des 114. Kongresses 2015 bis 2017 war er Vorsitzender des Congressional Black Caucus, der Vereinigung von Afroamerikanern im Kongress. Als einer der acht Chief Deputy Whips der Demokraten unter Jim Clyburn seit 2007 gilt Butterfield in seiner Fraktion als einflussreich im Hintergrund.[4]

Positionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

G. K. Butterfield unterstützte Obamacare, die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama. Er setzt sich für höhere Steuern für besser Verdienende und Steuersenkungen für Menschen mit durchschnittlichen und niedrigen Einkommen ein. Einer seiner Schwerpunkte ist eine Ausweitung des Wahlrechts. So setzte er sich für eine Verbesserung des Voting Rights Act von 1965 ein, der die Rechte von Minderheiten schützt, nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs 2013 aber teilweise aufgehoben worden war.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: G. K. Butterfield – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Belege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Renee Schoof: Rep. G.K. Butterfield will lead black caucus. In: The News & Observer, 19. November 2014; Congressman G. K. Butterfield. In: Crossing the Tracks: An Oral History of East and West Wilson, North Carolina, Barton College.
  2. G.K. Butterfield, Jr.s Biography. In: Vote Smart.
  3. Butterfield, George Kenneth “G. K.” In: Our Campaigns.
  4. Renee Schoof: Rep. G.K. Butterfield will lead black caucus. In: The News & Observer, 19. November 2014.
  5. Renee Schoof: Rep. G.K. Butterfield will lead black caucus. In: The News & Observer, 19. November 2014.