Großbothen

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Koordinaten: 51° 11′ 15″ N, 12° 44′ 47″ O

Großbothen
Große Kreisstadt Grimma
Höhe: 144 m
Eingemeindung: 1. Januar 2011
Postleitzahl: 04668
Vorwahl: 034384
Kirche in Großbothen

Großbothen ist seit 2011 ein Ortsteil der Stadt Grimma im Süden des Landkreises Leipzig in Sachsen.

Geographie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Großbothen um 1910
Blick auf Großbothen

Großbothen liegt im Muldental und deren umliegenden, vor allem westlichen Höhenrücken, am Ostrand der Colditzer Heide. Die umliegenden Städte sind Colditz (10 Kilometer entfernt) und die ehemalige Kreisstadt Grimma (7,5 Kilometer). Durch das ehemalige Gemeindegebiet führen die B 107 und die Bahnstrecke Borsdorf–Coswig. Mit der stillgelegten Bahnstrecke Glauchau–Wurzen („Muldentalbahn“) bildete letztere einen kleinen Bahnknoten, der 1936 bis 1947 noch die „Querbahn“ Borna–Großbothen aufnahm. Die A 14 verläuft nördlich der ehemaligen Gemeinde und ist über den Anschluss Grimma (rund 10 Kilometer entfernt) zu erreichen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Großbothen wurde als Ort Batin erstmals im Jahre 1181 urkundlich erwähnt. Es wurde als Straßendorf im Zuge der Ostkolonisation von deutschen Siedlern gegründet. Es gehörte bis zur Reformation im 16. Jahrhundert zum Kloster Nimbschen. Im Jahr 1867 erhielt der Ort einen Eisenbahnanschluss.

Großbothen war bis zum 31. Dezember 2010 eine verwaltungsgemeinschaftsfreie Gemeinde. Diese endete zum 1. Januar 2011 mit der Eingliederung der fünf nördlichen Ortsteile – Großbothen, Kleinbothen, Schaddel, Kössern und Förstgen – in die Große Kreisstadt Grimma.[1] Die verbliebenen vier südlichen Ortsteile – Leisenau, Sermuth, Zschetzsch und Schönbach – bilden mit den Nachbargemeinden Colditz und Zschadraß die neue Einheitsgemeinde Colditz.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Großbothen (ab 2000; Stichtag 31. Dezember):

Jahr Einwohner
1990 3.942 *
2000 3.796
2005 3.573
2006 3.568
2007 3.532
2010 3.396

* 3. Oktober

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schaddelmühle
  • Ein Besuchsziel in Großbothen ist die Wilhelm-Ostwald-Gedenkstätte.[3]
  • Die Schaddelmühle gibt es mindestens seit 1525. Seit 1991 ist sie Sitz des Kulturfördervereins Schaddelmühle.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grab von Wilhelm Ostwald

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Cornelius Gurlitt: Grossbothen. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 19. Heft: Amtshauptmannschaft Grimma (1. Hälfte). C. C. Meinhold, Dresden 1897, S. 125.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vereinbarung über die Eingliederung, Stand 13.09.2010 (Großbothen, Grimma), abgerufen am 22. Dezember 2010
  2. Vereinbarung (Entwurf), Stand: 13.09.2010 (PDF; 85 kB), abgerufen am 22. Dezember 2010
  3. siehe http://wilhelm-ostwald-park.de/, letzter Zugriff am 8. September 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Großbothen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien