Große Röder

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Große Röder
Die Große Röder (im Hintergrund) bei Würdenhain kurz vor ihrem Eintritt in die Schwarze Elster

Die Große Röder (im Hintergrund) bei Würdenhain kurz vor ihrem Eintritt in die Schwarze Elster

Daten
Gewässerkennzahl DE: 5384
Lage Sachsen, Brandenburg; Deutschland
Flusssystem Elbe
Abfluss über Schwarze Elster → Elbe → Nordsee
Quelle nahe dem Rammenauer Ortsteil Röderbrunn
51° 10′ 24″ N, 14° 6′ 5″ O
Quellhöhe 326 m ü. NN
Mündung zwischen Saathain und Würdenhain in die Schwarze ElsterKoordinaten: 51° 28′ 29″ N, 13° 27′ 59″ O
51° 28′ 29″ N, 13° 27′ 59″ O
Mündungshöhe 87 m ü. NN
Höhenunterschied 239 m
Sohlgefälle 2,3 ‰
Länge 105 km
Einzugsgebiet 935 km²
Abfluss am Pegel Kleinraschütz[1]
AEo: 679 km²
Lage: 30 km oberhalb der Mündung
NNQ (26.07.1969)
MNQ 1962/2004
MQ 1962/2004
Mq 1962/2004
MHQ 1962/2004
HHQ (14.08.2002)
280 l/s
1,04 m³/s
4,01 m³/s
5,9 l/(s km²)
26,7 m³/s
53,1 m³/s
Linke Nebenflüsse Steinbach, Schwarze Röder, Lausenbach
Rechte Nebenflüsse Kleine Röder
Kleinstädte Großröhrsdorf, Radeberg, Radeburg, Großenhain, Gröditz
Gemeinden Rammenau, Ohorn, Arnsdorf, Ottendorf-Okrilla, Ebersbach, Röderaue, Röderland

Die Große Röder ist ein linker Nebenfluss der Schwarzen Elster in Sachsen und Brandenburg. Bis zum Zusammenfluss mit der Schwarzen Röder in Radeberg wird sie auch Weiße Röder genannt.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der kleine Fluss entspringt nahe dem Rammenauer Ortsteil Röderbrunn südwestlich des Hochsteins in Sachsen in einer mit Holzpfählen gefassten Quelle in 326 Metern Höhe neben der Autobahn A 4.[2] Er entwässert das westliche Vorfeld des Nordwestlausitzer Berg- und Hügellandes. Das Gesamteinzugsgebiet umfasst 934,5 Quadratkilometer.

Die Große Röder wird in zahlreichen Teichen zur Karpfenhaltung aufgestaut, bei Röderbrunn im Karauschen- oder Karschteich (2,8 ha) und im Rohr- oder Rohrwiesenteich (2,1 ha), nach 1,5 Kilometern Lauflänge für Badezwecke im Buschmühlenteich in Ohorn und auf Bretniger Flur im Brettmühlenteich. Nahe der ehemaligen Bretniger Brauerei mündet der Hauswalder Bach in die Große Röder.

Nachdem sie Großröhrsdorf durchquert hat, fließt sie zwischen Wallroda und Radeberg durch das Hüttertal, kurz danach nimmt sie in Radeberg an der Mittelmühle das Wasser der Schwarzen Röder auf und verläuft durch den Gelbkehain, die Leithen, das Lotzdorfer und das Liegauer Rödertal. Zwischen Ortsausgang Liegau-Augustusbad und Hermsdorf bildet sie das Seifersdorfer Tal. Zwischen Ottendorf-Okrilla und Medingen mündet die bei Lichtenberg entspringende Kleine Röder ein. In Radeburg wird sie in eine durch den Damm der Autobahn A 13 begrenzte Talsperre zum Radeburger Stausee aufgestaut. Durch den südwestlichen Abfluss des Stausees fließt die Große Röder weiter nach Rödern, Kalkreuth, Großenhain und Gröditz. Nach 105 Kilometern[2] mündet sie westlich von Elsterwerda (Brandenburg) zwischen Saathain und Würdenhain in die Schwarze Elster. Ein weiterer Mündungsarm, der ebenfalls den Namen Kleine Röder trägt, fließt kurz darauf bei Zobersdorf in die Schwarze Elster.

Dem Verlauf der Großen Röder folgt der Radwanderweg Röderradroute.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Flussname leitet sich wahrscheinlich vom mittelniederdeutschen rét ab, was hochdeutsch Ried bedeutet – mit Schilf bewachsener Bach. Der Name ist vielfach gewandelt worden, 1790 wird Räder-Fluss oder kurz Die Räder verwendet,[3] was auf eine Herkunft von Rad... (ähnlich der vermuteten Namensursprünge der am Fluss gelegenen Ortschaften Radeberg und Radeburg) schließen lassen könnte.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hydrologisches Handbuch. (PDF; 115 kB) Teil 2 – Gebietskennzahlen. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 9, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  • Dietrich Hanspach, Haik Thomas Porada: Großenhainer Pflege. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme im Raum Großenhain und Radeburg. Hrsg.: Institut für Länderkunde Leipzig und der Sächsischen Akad. der Wissenschaften zu Leipzig. Böhlau Verlag, Köln/Weimar/Wien 2008, ISBN 978-3-412-09706-6, S. 301–311.
  • Dresdner Heide, Pillnitz, Radeberger Land (= Werte unserer Heimat. Band 27). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1976, S. 41.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hydrologisches Handbuch. (PDF; 637 kB) Teil 3 – Gewässerkundliche Hauptwerte. Freistaat Sachsen – Landesamt für Umwelt und Geologie, S. 49, abgerufen am 25. Dezember 2017.
  2. a b Große Röder. In: Lausitzer Bergland um Pulsnitz und Bischofswerda (= Werte unserer Heimat. Band 40). 1. Auflage. Akademie Verlag, Berlin 1983, S. 97f.
  3. Briefe über das Radeberger Bad, Dresden, gedruckt bey Carl Christian Meinhold, 1790 Online-Ressource

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Große Röder – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien