Zum Inhalt springen

Großer Preis von Saudi-Arabien 2023

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
 Großer Preis von Saudi-Arabien 2023
Renndaten
2. von 23 Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2023
Streckenprofil
Name: Formula 1 STC Saudi Arabian Grand Prix 2023
Datum: 19. März 2023
Ort: Dschidda
Kurs: Jeddah Corniche Circuit
Länge: 308,45 km in 50 Runden à 6,174 km
Wetter: klar
Pole-Position
Fahrer: Mexiko Sergio Pérez Osterreich Red Bull Racing-Honda RBPT
Zeit: 1:28,265 min
Schnellste Runde
Fahrer: Niederlande Max Verstappen Osterreich Red Bull Racing-Honda RBPT
Zeit: 1:31,906 min (Runde 50)
Podium
Erster: Mexiko Sergio Pérez Osterreich Red Bull Racing-Honda RBPT
Zweiter: Niederlande Max Verstappen Osterreich Red Bull Racing-Honda RBPT
Dritter: Spanien Fernando Alonso Vereinigtes Konigreich Aston Martin Aramco-Mercedes
Führungsrunden

Der Große Preis von Saudi-Arabien 2023 (offiziell Formula 1 STC Saudi Arabian Grand Prix 2023) fand am 19. März auf dem Jeddah Corniche Circuit in Dschidda statt und war das zweite Rennen der Formel-1-Weltmeisterschaft 2023.

Nach dem Großen Preis von Bahrain führte Max Verstappen in der Fahrerwertung mit sieben Punkten vor Sergio Pérez und mit zehn Punkten vor Fernando Alonso. In der Konstrukteurswertung führte Red Bull mit 20 Punkten vor Aston Martin und mit 27 Punkten vor Mercedes.

Pirelli stellte den Fahrern die Reifenmischungen C2 Hard (weiß), C3 Medium (gelb) und C4 Soft (rot) sowie Cinturato Intermediates (grün) und Cinturato Full-Wets (blau) für nasse Bedingungen zur Verfügung.[1]

Pierre Gasly (zehn), Lance Stroll (acht), Alexander Albon (sieben), Alonso (sechs), Esteban Ocon (fünf), George Russell, Yuki Tsunoda, Zhou Guanyu (jeweils vier), Lando Norris, Kevin Magnussen (jeweils drei), Verstappen, Pérez (jeweils zwei) und Charles Leclerc (einer) gingen mit Strafpunkten ins Wochenende.[2]

Mit Lewis Hamilton und Verstappen (jeweils einmal) traten alle ehemaligen Sieger zu diesem Grand Prix an.

Als Rennkommissare für dieses Rennwochenende fungierten Nish Shetty (SGP), Mathieu Remmerie (BEL), Enrique Bernoldi (BRA) und Hassan Al Abdali (SAU).

Im ersten freien Training war Verstappen mit einer Zeit von 1:29,617 Minuten der Schnellste vor Pérez und Alonso.[3]

Im zweiten freien Training war Verstappen mit einer Zeit von 1:29,603 Minuten der Schnellste vor Alonso und Pérez.[4]

Das dritte freie Training entschied mit einer Zeit von 1:28,485 Minuten erneut Verstappen für sich. Auf den Plätzen zwei und drei folgten wieder Pérez und Alonso.[5]

Das Qualifying bestand aus drei Teilen mit einer Nettolaufzeit von 45 Minuten. Im ersten Qualifying-Segment (Q1) hatten die Fahrer 18 Minuten Zeit, um sich für das Rennen zu qualifizieren. Alle Fahrer, die im ersten Abschnitt eine Zeit erzielten, die maximal 107 Prozent der schnellsten Rundenzeit betrug, qualifizierten sich für den Grand Prix. Die besten 15 Fahrer erreichten den nächsten Qualifikationsabschnitt. Verstappen war Schnellster. Beide Williams-, beide AlphaTauri-Piloten und Norris schieden aus.

Der zweite Abschnitt (Q2) dauerte 15 Minuten. Die schnellsten zehn Piloten qualifizierten sich für den dritten Teil des Qualifyings. Leclerc war Schnellster. Die Alfa-Romeo-, die Haas-Piloten und Verstappen schieden aus.

Der letzte Abschnitt (Q3) ging über eine Zeit von zwölf Minuten, in denen die ersten zehn Startpositionen vergeben wurden. Pérez fuhr mit einer Rundenzeit von 1:28,265 Minuten die Bestzeit vor Leclerc und Alonso. Es war die zweite Pole-Position für Pérez in der Formel-1-Weltmeisterschaft und auch die zweite beim Großen Preis von Saudi-Arabien.[6]

Pérez verlor den Start gegen Alonso, der das Rennen somit anführte. In der ersten Runde beschädigten beide McLaren-Piloten ihre Frontflügel, weswegen beide direkt an die Box mussten, um diese zu wechseln. Oscar Piastri holte sich dabei den harten Reifen ab und fuhr das Rennen auf diesem zu Ende. Noch in der ersten Runde wurde gemeldet, dass Alonso untersucht werde, da er beim Start nicht korrekt auf seiner Startposition stand. Die Rennleitung verhängte dafür schließlich eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe. In Runde 4 holte sich Pérez die Führung zurück, indem er Alonso auf der Start-Ziel-Geraden überholte. In Runde 17 musste Alonsos Teamkollege Stroll seinen Wagen mit technischen Problemen abstellen. Da dieser zwar in Sicherheit bei den Marshals abgestellt wurde, die Rennleitung dies jedoch nicht sicher bestätigen konnte, wurde das Safety-Car auf die Strecke geschickt. Alle, die noch keinen Boxenstopp erledigt hatten, kamen jetzt an die Box, darunter auch Alonso, der beim Stopp seine Zeitstrafe absaß.

Pérez verteidigte die Führung beim Restart in Runde 21, dahinter ereigneten sich einzelne Positionswechsel. Verstappen, von Platz 15 gestartet, kam durch seinen Boxenstopp in der Safety-Car-Phase an beiden Ferrari und Hamilton vorbei und lag beim Restart schon auf dem vierten Platz, direkt hinter Russell, den er in Runde 23 überholte. Zwei Runden später überholte er auch Alonso, wodurch er nun auf dem zweiten Platz, direkt hinter seinem Teamkollegen Pérez, lag. In Runde 26 versagten die Bremsen an Albons Williams, den er an der Box schließlich abstellen musste. Verstappen klagte am Funk über „seltsame Geräusche bei hoher Geschwindigkeit“, was auf ähnliche Probleme bei der Antriebswelle hindeutete wie in der Qualifikation. Er konnte das Rennen jedoch beenden und setzte in der letzten Runde noch die schnellste Rennrunde.

Pérez gewann das Rennen somit vor Verstappen und Alonso. Es war Pérez’ fünfter Rennsieg sowie sein erster von der Pole-Position aus, zudem war dies das erste Mal seit dem Großen Preis von Deutschland 2009, dass Red Bull ein zweiter Doppelsieg in Folge gelang. Alonso gelang die 100. Podestplatzierung seiner Karriere. Die restlichen Punkteplatzierungen gingen an Russell, Hamilton, Carlos Sainz jr., Leclerc, Ocon, Gasly und Magnussen. Verstappen erhielt einen zusätzlichen Punkt für die schnellste Rennrunde.

Nach dem Rennen bekam Alonso eine Zehn-Sekunden-Zeitstrafe für das nicht korrekte Absitzen seiner Fünf-Sekunden-Zeitstrafe, da der hintere Hubmann bereits vor Ende der fünf Sekunden am Heck angesetzt hatte, was als „Arbeiten am Wagen“ gewertet wurde. Alonso fiel damit zunächst auf Platz 4 zurück und Russell erbte das Podium. Nach einem Protest von Aston Martin wurde die Strafe zurückgenommen und Alonso durfte seinen dritten Platz behalten.

In der Fahrer- und Konstrukteurswertung blieben die ersten drei Positionen unverändert.

Team Nr. Fahrer Chassis Motor Reifen
 Oracle Red Bull Racing 1  Max Verstappen Red Bull Racing RB19 Honda RBPTH001 P
11  Sergio Pérez
 Scuderia Ferrari 16  Charles Leclerc Ferrari SF-23 Ferrari 066/10 P
55  Carlos Sainz jr.
 Mercedes-AMG Petronas F1 Team 63  George Russell Mercedes-AMG F1 W14 E Performance Mercedes-AMG F1 M14 E Performance P
44  Lewis Hamilton
 BWT Alpine F1 Team 31  Esteban Ocon Alpine A523 Renault E-Tech RE23 P
10  Pierre Gasly
 McLaren F1 Team 81  Oscar Piastri McLaren MCL60 Mercedes-AMG F1 M14 E Performance P
4  Lando Norris
 Alfa Romeo F1 Team Stake 77  Valtteri Bottas Alfa Romeo C43 Ferrari 066/10 P
24  Zhou Guanyu
 Aston Martin Aramco Cognizant F1 Team 18  Lance Stroll Aston Martin AMR23 Mercedes-AMG F1 M14 E Performance P
14  Fernando Alonso
 MoneyGram Haas F1 Team 20  Kevin Magnussen Haas VF-23 Ferrari 066/10 P
27  Nico Hülkenberg
 Scuderia AlphaTauri 21  Nyck de Vries AlphaTauri AT04 Honda RBPTH001 P
22  Yuki Tsunoda
 Williams Racing 23  Alexander Albon Williams FW45 Mercedes-AMG F1 M14 E Performance P
2  Logan Sargeant

Klassifikationen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Pos. Fahrer Konstrukteur Q1 Q2 Q3 Start
1  Sergio Pérez  Red Bull Racing-Honda RBPT 1:29,244 1:28,635 1:28,265 1
2  Charles Leclerc[# 1]  Ferrari 1:29,376 1:28,903 1:28,420 12
3  Fernando Alonso  Aston Martin Aramco-Mercedes 1:29,298 1:28,757 1.28,730 2
4  George Russell  Mercedes 1:29,592 1:29,132 1:28,857 3
5  Carlos Sainz jr.  Ferrari 1:29,411 1:28,957 1:28,931 4
6  Lance Stroll  Aston Martin Aramco-Mercedes 1:29,335 1:28,962 1:28,945 5
7  Esteban Ocon  Alpine-Renault 1:29,707 1:29,255 1:29,078 6
8  Lewis Hamilton  Mercedes 1:29,689 1:29,374 1:29,223 7
9  Oscar Piastri  McLaren-Mercedes 1:29,706 1:29,378 1:29,243 8
10  Pierre Gasly  Alpine-Renault 1:29,890 1:29,411 1:29,357 9
11  Nico Hülkenberg  Haas-Ferrari 1:29,547 1:29,451 10
12  Zhou Guanyu  Alfa Romeo-Ferrari 1:29,654 1:29,461 11
13  Kevin Magnussen  Haas-Ferrari 1:29,744 1:29,634 13
14  Valtteri Bottas  Alfa Romeo-Ferrari 1:29,929 1:29,668 14
15  Max Verstappen  Red Bull Racing-Honda RBPT 1:28,761 1:49,953 15
16  Yuki Tsunoda  AlphaTauri-Honda RBPT 1:29,939 16
17  Alexander Albon  Williams-Mercedes 1:29,994 17
18  Nyck de Vries  AlphaTauri-Honda RBPT 1:30,244 19
19  Lando Norris  McLaren-Mercedes 1:30,447 18
107-Prozent-Zeit: 1:34,974 min (bezogen auf Q1-Bestzeit von 1:28,761 min)
20  Logan Sargeant[# 2]  Williams-Mercedes 2:08,510 20

Anmerkungen

  1. Leclerc wurde aufgrund eines Getriebewechsels um zehn Startplätze nach hinten versetzt.
  2. Sargeant verpasste die 107-Prozent-Zeit, ihm wurde allerdings erlaubt zu starten, da er im freien Training ausreichend schnell gefahren war.
Pos. Fahrer Konstrukteur Runden Stopps Zeit Start Schnellste Runde
1  Sergio Pérez  Red Bull Racing-Honda RBPT 50 1 1:21:14,894 1 1:32,188 (38.)
2  Max Verstappen  Red Bull Racing-Honda RBPT 50 1 + 5,355 15 1:31,906 (50.)
3  Fernando Alonso  Aston Martin Aramco-Mercedes 50 1 + 20,728 2 1:32,240 (50.)
4  George Russell  Mercedes 50 1 + 25,866 3 1:32,433 (50.)
5  Lewis Hamilton  Mercedes 50 1 + 31,065 7 1:32,941 (47.)
6  Carlos Sainz jr.  Ferrari 50 1 + 35,876 4 1:32,822 (50.)
7  Charles Leclerc  Ferrari 50 1 + 43,162 12 1:33,056 (47.)
8  Esteban Ocon  Alpine-Renault 50 1 + 52,832 6 1:33,222 (49.)
9  Pierre Gasly  Alpine-Renault 50 1 + 54,747 9 1:33,392 (50.)
10  Kevin Magnussen  Haas-Ferrari 50 1 + 1:04,826 13 1:33,374 (44.)
11  Yuki Tsunoda  AlphaTauri-Honda RBPT 50 1 + 1:07,494 16 1:33,931 (49.)
12  Nico Hülkenberg  Haas-Ferrari 50 1 + 1:10,588 10 1:33,780 (50.)
13  Zhou Guanyu  Alfa Romeo-Ferrari 50 1 + 1:16,060 11 1:33,894 (49.)
14  Nyck de Vries  AlphaTauri-Honda RBPT 50 1 + 1:17,478 18 1:33,609 (49.)
15  Oscar Piastri  McLaren-Mercedes 50 1 + 1:25,021 8 1:34,287 (48.)
16  Logan Sargeant  Williams-Mercedes 50 1 + 1:26,293 20 1:34,469 (49.)
17  Lando Norris  McLaren-Mercedes 50 2 + 1:26,445 19 1:34,122 (49.)
18  Valtteri Bottas  Alfa Romeo-Ferrari 49 3 + 1 Runde 14 1:34,384 (49.)
 Alexander Albon  Williams-Mercedes 27 1 DNF 17 1:35,140 (7.)
 Lance Stroll  Aston Martin Aramco-Mercedes 16 1 DNF 5 1:35,567 (24.)
Fahrer des Tages:  Max Verstappen (26,3 % der abgegebenen Stimmen)

WM-Stände nach dem Rennen

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten zehn des Rennens bekamen 25, 18, 15, 12, 10, 8, 6, 4, 2 bzw. 1 Punkt(e). Zusätzlich wurde ein Punkt für die schnellste Rennrunde vergeben, da der betreffende Fahrer unter den ersten Zehn ins Ziel kam.

Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
1  Max Verstappen Red Bull Racing-Honda RBPT 44
2  Sergio Pérez Red Bull Racing-Honda RBPT 43
3  Fernando Alonso Aston Martin Aramco-Mercedes 30
4  Carlos Sainz jr. Ferrari 20
5  Lewis Hamilton Mercedes 20
6  George Russell Mercedes 18
7  Lance Stroll Aston Martin Aramco-Mercedes 8
8  Charles Leclerc Ferrari 6
9  Valtteri Bottas Alfa Romeo-Ferrari 4
10  Esteban Ocon Alpine-Renault 4
Pos. Fahrer Konstrukteur Punkte
11  Pierre Gasly Alpine-Renault 4
12  Alexander Albon Williams-Mercedes 1
13  Kevin Magnussen Haas-Ferrari 1
14  Yuki Tsunoda AlphaTauri-Honda RBPT 0
15  Nico Hülkenberg Haas-Ferrari 0
16  Logan Sargeant Williams-Mercedes 0
17  Zhou Guanyu Alfa Romeo-Ferrari 0
18  Nyck de Vries AlphaTauri-Honda RBPT 0
19  Oscar Piastri McLaren-Mercedes 0
20  Lando Norris McLaren-Mercedes 0

Konstrukteurswertung

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Pos. Konstrukteur Punkte
1  Red Bull Racing-Honda RBPT 87
2  Aston Martin Aramco-Mercedes 38
3  Mercedes 38
4  Ferrari 26
5  Alpine-Renault 8
Pos. Konstrukteur Punkte
6  Alfa Romeo-Ferrari 4
7  Haas-Ferrari 1
8  Williams-Mercedes 1
9  AlphaTauri-Honda RBPT 0
10  McLaren-Mercedes 0

Einzelnachweise

[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
  1. Markus Steinrisser: F1-Reifenwahl: Extraweiche Pirellis für Las Vegas und Abu Dhabi. 1. November 2023, abgerufen am 6. Januar 2025.
  2. Formel-1-Strafpunkte 2023: Die aktuelle Übersicht der Strafen. de.motorsport.com, abgerufen am 10. Januar 2023.
  3. Motorsport-Magazin.com: Formel 1 Saudi-Arabien GP 2023 - 1. Training - Ergebnis. Abgerufen am 19. März 2023.
  4. Motorsport-Magazin.com: Formel 1 Saudi-Arabien GP 2023 - 2. Training - Ergebnis. Abgerufen am 19. März 2023.
  5. Motorsport-Magazin.com: Formel 1 Saudi-Arabien GP 2023 - 3. Training - Ergebnis. Abgerufen am 19. März 2023.
  6. Solides Qualifying von Alfa - Perez holt Pole Position – Verstappen im Pech. 18. März 2023, abgerufen am 19. März 2023.