Mercedes AMG F1 Team

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Mercedes
Mercedes AMG Petronas F1 Logo.svg
Name Mercedes AMG Petronas Motorsport
Unternehmen Mercedes-Benz Grand Prix Ltd[1]
Unternehmenssitz Brackley,
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
Stuttgart, DeutschlandDeutschland Deutschland
Teamchef Toto Wolff
Techn. Direktor James Allison
Saison 2019
Fahrer (44) Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton
(77) FinnlandFinnland Valtteri Bottas
Testfahrer FrankreichFrankreich Esteban Ocon
BelgienBelgien Stoffel Vandoorne
MexikoMexiko Esteban Gutiérrez
Chassis F1 W10 EQ Power+
Motor TBA
Reifen Pirelli
Statistik
Erster Grand Prix Frankreich 1954
Gefahrene Rennen 189
Konstrukteurs-WM 5 (2014, 2015, 2016, 2017, 2018)
Fahrer-WM 7 (1954, 1955, 2014, 2015, 2016, 2017, 2018)
Rennsiege 87
Pole Positions 101
Schnellste Runden 66
Position 2018 1. (655 Punkte)
Punkte 4512,14
(Stand: Saisonende 2018)

Das Mercedes AMG Petronas F1 Team ist seit der Saison 2010 das Werksteam des deutschen Automobilherstellers Daimler AG in der Formel 1. Es ging aus dem britischen Rennstall Brawn GP hervor. Das Team hat seinen Sitz im britischen Brackley, tritt aber mit deutscher Lizenz an.

Die Marke Mercedes-Benz hat eine lange Tradition im Grand-Prix-Sport. Sowohl die Daimler-Motoren-Gesellschaft als auch Benz & Cie. waren 1894 noch vor ihrem Zusammenschluss Teilnehmer der ersten offiziellen Motorsportveranstaltung Paris-Rouen und Daimler gewann 1903 mit dem Gordon-Bennett-Cup erstmals ein Rundstreckenrennen. Nach der Fusion dominierte man in der zweiten Hälfte der 1930er-Jahre zusammen mit der Auto Union die internationale Motorsportszene und gewann mit Rudolf Caracciola mehrmals die Grand-Prix-Europameisterschaft, das damals bedeutendste Championat.[2]

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs engagierte sich Mercedes-Benz vorübergehend erneut im Automobilsport. 1954 und 1955 gewann das Mercedes-Werksteam mit dem argentinischen Rennfahrer Juan Manuel Fangio zwei Weltmeistertitel. Nach einer 38-jährigen Pause im Formelsport kehrte Mercedes 1993 zunächst als Motorenlieferant in die Formel 1 zurück.

Seit 2010 unterhält das Unternehmen wieder ein Werksteam. In der Formel-1-Weltmeisterschaft 2014 gewann das Team überlegen seine erste Konstrukteurs-Weltmeisterschaft und Lewis Hamilton wurde Fahrerweltmeister. 2015, 2016, 2017 und 2018 wurden jeweils beide Titel verteidigt, wobei 2016 Nico Rosberg den Fahrertitel gewann.

In diesen Jahren stellte das Team den Rekord der meisten Siege (19, 2016), meisten Pole-Positions (20, 2016), meisten Podiumsplatzierungen (33, 2016), meisten Doppelsiege (12, 2015) und meisten Punkte (765, 2016) in einer Saison auf.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Werksteam der Jahre 1954–1955[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 1954[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fangio im Mercedes W 196 beim Großen Preis von Deutschland 1954
Mercedes-Benz W196R front-left Mercedes-Benz Museum.jpg
Zum Vergleich: Ein W 196 mit frei stehenden Rädern …
Mercedes-Benz W 196.jpg
… und Stromlinienkarosserie Monza
(beide Jahrgang 1955)

Das Formel-1-Engagement der 1950er-Jahre begann im Dezember 1953 mit ersten Testfahrten auf dem Werksgelände in Stuttgart; im Frühjahr 1954 folgten weitere in Hockenheim und Monza. Die erfolgreichen Renneinsätze des 1952 vorgestellten schlichten Sportwagens 300SL (W 194) lieferten Motivation und Vertrauen für ein Werksengagement in der Formel 1. Da das Einsatzfahrzeug nicht rechtzeitig zum Saisonstart in Argentinien fertig wurde, stieg Mercedes erst ab dem vierten Saisonrennen in die Weltmeisterschaft ein. Der Argentinier Fangio, von Mercedes als Starpilot für 1954 verpflichtet, startete daher vor dem Frankreich-GP drei Rennen lang auf Maserati, um seine Chancen auf die Fahrerweltmeisterschaft zu wahren. Solche Teamwechsel während der Saison gab es damals häufiger als heute.

Der Mercedes-Benz W 196 bot einige technische Innovationen, speziell den Antrieb und die Aerodynamik betreffend. Der Motor war ein 2500 cm³ großer Reihen-Achtzylinder mit neuartiger Benzindirekteinspritzung und desmodromischer Ventilsteuerung. Somit entschied sich das Entwicklungsteam rund um Projektleiter Fritz Nallinger und Versuchsleiter Rudolf Uhlenhaut gegen das ebenfalls erlaubte Motorenkonzept eines aufgeladenen, dann maximal 750 cm³ großen, Motors. Für schnelle Strecken wurde der W 196 mit einer, in der Formel-1-Geschichte einmaligen, Stromlinienkarosserie aus einer leichten Magnesiumlegierung entwickelt, die den Luftwiderstand verringern und den Top-Speed erhöhen sollte. Da der Einstieg in die Saison für das vierte Rennen auf dem Hochgeschwindigkeitskurs von Reims geplant war, hatte die Entwicklung der Stromlinienkarosse Monza Priorität gegenüber einem klassischen Monoposto mit frei stehenden Rädern.[3]

Am 4. Juli 1954 startete Mercedes-Benz beim Großen Preis von Frankreich wie geplant erstmals mit dem W 196 in der Formel 1 und erzielte mit den Fahrern Juan Manuel Fangio und Karl Kling einen Doppelsieg. Dies war der erste Grand-Prix-Sieg eines Silberpfeils seit den 1930er-Jahren und der erste Erfolg eines deutschen Konstrukteurs in der Formel 1. Der junge deutsche Nachwuchsfahrer Hans Herrmann kämpfte sich von Rang 7 zunächst nach vorn, bevor er mit Motorschaden ausfiel.

Die Motorsportszene erwartete nach dem dominanten Comeback der Silberpfeile einen neuerlichen Sieg beim nachfolgenden britischen GP in Silverstone. Doch die Vollverkleidung stellte sich auf kurvigen Strecken, selbst auf solchen mit großen Kurvenradien wie Silverstone, als zu unübersichtlich und schwer heraus. Fangio verbeulte sich die Karosserie an den Streckenbegrenzungen und wurde lediglich Vierter, Kling Siebter.

So wurden beim Heim-GP am ebenfalls kurvenreichen Nürburgring erstmals drei W 196 mit frei stehenden Rädern im Rennen eingesetzt. Lediglich Herrmann startete mit Stromlinienkarosserie, da in der Kürze nur drei Karosserien fertig wurden. Die lediglich 3 kg schwerere Vollverkleidung stellte sich jedoch nicht als großer Nachteil heraus und Hans Herrmann startete von Rang 4. Im Rennen fiel er vorzeitig aus. Altstar Hermann Lang, der bereits vor dem Krieg für Mercedes-Benz Rennen fuhr, beendete seine Karriere mit einem Gaststart im vierten W 196. Fangio gewann am Nürburgring und in der Folge auch den Großen Preis der Schweiz mit den freistehenden Rädern, während beim Großen Preis von Italien im Highspeed-Oval von Monza letztmals in der Saison 1954 der W 196 Monza eingesetzt wurde. Beim Saisonfinale in Spanien fuhr der bereits als Weltmeister feststehende Fangio als Dritter aufs Podium. Im Kühlergitter aufgesammeltes Laub und Papier sorgte für Kühlprobleme und verhinderte ein besseres Ergebnis. Dies führte 1955 zu einer Verlegung der Luftansaugung, wodurch die charakteristische seitliche Ausformung auf der Motorhaube ab 1955 entstand.[4]

Es gingen die fünf besten Resultate in die Fahrerwertung ein, sodass Fangio mit 42 Punkten zum ersten Champion auf Mercedes-Benz und zum insgesamt zweiten Mal Weltmeister wurde. Zusammen mit den zwei Podiumsplätzen von Kling und Herrmann erzielte Mercedes insgesamt sieben Podien sowie jeweils vier Siege, Pole-Positions und schnellste Rennrunden in dieser Premierensaison. Unter Einbeziehung aller gefahrenen Grand-Prix sammelte das Team in sechs Rennen insgesamt 60,14 Punkte. Die ungewöhnliche Punktzahl kam durch das Teilen des Punktes für die schnellste Rennrunde unter mehreren Fahrern beim GP von England zustande. Den Konstrukteurspokal errang Mercedes nicht, da er erst ab der Saison 1958 vergeben wurde.

Saison 1955[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Juan Manuel Fangio führt im Niederlande-GP 1955 vor Stirling Moss
Fangio (links) und Moss nach dem Rennen in Zandvoort (1955)

Auch 1955 setzte das Mercedes-Team den von vornherein für beide Saisons entwickelten W 196 ein. Das Team entwickelte im zweiten Jahr insgesamt drei Versionen des Rennwagens: Neben der Standardversion von 1954 mit 2349 mm Radstand gab es eine mittlere (2209 mm), die bereits beim Saisonfinale 1954 erprobt wurde, sowie eine kurze Version (2148 mm). Die kürzeste Ausführung war ausschließlich für den Einsatz in Monaco vorgesehen, wurde jedoch später vereinzelt auch in Aintree, Zandvoort und Monza genutzt.[5][6] Bei dieser kürzesten Version wanderten die sonst innen liegenden Bremstrommeln an den Vorderrädern nach außen. Die Einsatzvariante mit der Vollverkleidung kam 1955 nur noch in Monza zur Verwendung, der letzten im Kalender verbliebenen Hochgeschwindigkeitsstrecke.

Weltmeister Juan Manuel Fangio blieb dem Team erhalten. Das Fahrerteam wurde vor der Saison durch den britischen Nachwuchsfahrer Stirling Moss ergänzt. Die Rennleitung seitens Mercedes-Benz, vergleichbar in etwa mit dem heutigen Motorsportdirektor, hatte wie bereits in der Vorsaison Alfred Neubauer inne.

Zum Saisonauftakt siegte Fangio Mitte Januar bei seinem Heimrennen in Buenos Aires. Bei dem als „Hitzeschlacht“ in die Geschichte eingegangenen Rennen bestritt er die komplette Distanz als einziger Topfahrer alleine. Herrmann, Kling und Moss wechselten sich auf einem zweiten Chassis ab und wurden mit 2 Runden Rückstand Vierte.

Zurück in Europa erlebte das Team in Monaco mit einem Trainingsunfall von Hans Herrmann und einem technischen Ausfall aller drei gestarteten W 196 ein schwarzes Wochenende. Der Franzose André Simon ersetzte den verletzten Herrmann im Rennen. Beim Großen Preis von Belgien und dem Großen Preis der Niederlande erreichte Fangio mit zwei Siegen den vorzeitigen Gewinn seiner dritten Weltmeisterschaft. Beim britischen Grand-Prix konnte das Team erstmals in der Formel 1 einen Vierfachsieg erreichen. Moss gewann sein erstes Rennen für Mercedes knapp vor Fangio, Kling und dem nachverpflichteten Piero Taruffi. Taruffi konnte in Monza hinter Rennsieger Fangio noch einen zweiten Platz feiern, nachdem Moss und Kling ausfielen.

Mercedes-Benz dominierte die Grand-Prix- und Sportwagenrennen bis zum Ende der Saison 1955, als sich der Konzern, wie zu Beginn geplant, mit allen Teams aus dem Motorsport zurückzog um sich auf die Produktion von Serienwagen zu konzentrieren. Der verheerende Unfall in Le Mans 1955, bei dem der Mercedes-Benz 300 SLR von Pierre Levegh unverschuldet mit dem Austin-Healey von Lance Macklin kollidierte und über 80 Zuschauer getötet wurden, beschleunigte lediglich den Rückzug von den Sportwagenrennen seitens Mercedes. Die Aufgabe des Grand-Prix-Sports wurde bereits zuvor beschlossen.[7]

Als Folge des Unfalls wurden die letzten vier, der ursprünglich zehn geplanten, Rennen der Formel-1-WM 1955 abgesagt. In den übrigen sechs Rennen sammelte das Team neben den fünf Siegen von Fangio und Moss auch vier Pole-Positions und fünf schnellste Rennrunden sowie insgesamt 79 Punkte. Juan Manuel Fangio wurde mit 40 Punkten zum dritten Mal Weltmeister, Stirling Moss mit 23 Punkten Vizeweltmeister.

Vorgeschichte des heutigen Werksteams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erster Formel-1-Wagen mit Mercedes-Motor seit 1955: Sauber C13 von 1994
Weltmeister auf McLaren-Mercedes 1998 und 1999: Mika Häkkinen
Weltmeister auf Brawn-Mercedes 2009: Jenson Button

Seit 1993 ist der Name Mercedes-Benz in mehreren Funktionen wieder in der Formel 1 vertreten. Das bis heute andauernde Engagement als Motorenlieferant geht auf den britischen Motorenhersteller Ilmor zurück, über den Mercedes ab 1993 unter dem Label "Concept by Mercedes-Benz" einen 3,5-Liter V10 an den Schweizer Sauber-Rennstall lieferte, der 1993 den Sprung in die Formel 1 wagte. Mercedes gewann zusammen mit Sauber bereits die Sportwagen-Weltmeisterschaft 1989 und 1990 sowie die 24 Stunden von Le Mans 1989.[8] Mercedes-Benz übernahm das Ilmor-Werk in Brixworth von 1994 bis 2005 in mehreren Tranchen vollständig. Es entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten Motorenhersteller der Formel 1 und heißt seit 2012 Mercedes AMG High Performance Powertrains. Seit 2009 beliefert Mercedes auch mehrere Kundenteams in einer Saison mit Motoren. Dies waren beim bis 2013 verwendeten 2,4-Liter V8 McLaren, Force India und Brawn GP. Seit 2014 waren bereits McLaren, Force India, Lotus, Williams, Manor und Racing Point Kunden des 1,6-Liter V6 Turbo.

Nach zwei durchwachsenen Jahren 1993 und 1994, in denen Sauber-Mercedes nur wenige Punkteplatzierungen gelangen, begann man 1995 mit einem neu entwickelten 3,0-Liter V10 eine Partnerschaft mit McLaren. Die ersten beiden Saisons konnte die britisch-deutsche Partnerschaft keine Rennen gewinnen. 1997 folgten immerhin drei Laufsiege, bevor 1998 und 1999 mit zwei WM-Titeln von Mika Häkkinen der Durchbruch gelang. Bis zur Trennung 2014 nach 19 Jahren und 351 gefahrenen Grand Prix konnten insgesamt 78 Rennsiege und drei Fahrertitel errungen werden. Obwohl in der Öffentlichkeit im Zusammenhang mit den McLaren-Mercedes oft von den Silberpfeilen die Rede war, hielt Daimler zu keinem Zeitpunkt die Mehrheit an dem Team, sodass sämtliche Rennergebnisse in die Statistik des britischen Rennstalls übergingen.

Davon zu trennen ist das Formel-1-Engagement mit einem eigenen Mercedes-Werksteam. Das heutige Mercedes AMG F1 Team geht auf den 1960 gegründeten britischen Rennstall Tyrrell Racing Organisation zurück, der ab 1968 in der Formel 1 antrat und mit Jackie Stewart in den Jahren 1969, 1971 und 1973 die Fahrerweltmeisterschaft der Formel 1 gewann.

Im November 1997 wurde das Team von British American Tobacco aufgekauft. Als technischer Partner fungierte der britische Rennwagenkonstrukteur Reynard. Das Team trat ab 1999 unter dem Namen British American Racing (BAR) zunächst mit Supertec- und ab 2000 mit Honda-Motoren an. Nach einem erfolglosen Anfangsjahr, in dem das Team keine Weltmeisterschaftspunkte erreichte, steigerte sich BAR schrittweise, erreichte aber in sieben Jahren keinen Sieg. Am erfolgreichsten verlief die Saison 2004, in der BAR vier zweite und sieben dritte Plätze erreichte. Am Ende der Saison lag das Team auf Platz zwei der Konstrukteurswertung, und Jenson Button belegte Platz drei in der Fahrerwertung.

Nachdem BAR im folgenden Jahr auf Platz sechs der Konstrukteurswertung zurückgefallen war, übernahm Honda das Team und führte es von 2006 bis 2008 unter dem Namen Honda Racing F1 weiter. 2006 erzielte Button für Honda F1 noch einen Sieg in Ungarn, im folgenden Jahr gab es Podiumsplätze mehr zu feiern. 2008 übertrug Honda dem britischen Ingenieur Ross Brawn, der bei Benetton und Ferrari mit Michael Schumacher zusammengearbeitet hatte, die Leitung des Teams. Honda fiel in diesem Jahr auf Platz neun der Konstrukteurswertung ab.

Mit Ablauf der Saison 2008 erklärte Honda den sofortigen werksseitigen Rückzug aus der Formel 1. Da eine Liquidation des 700 Mitarbeiter zählenden Teams für Honda hohe Kosten und einen Imageschaden bedeutet hätte, konnte Ross Brawn das Team durch ein Management-buy-out für einen symbolischen Betrag übernehmen und meldete es 2009 unter der Bezeichnung Brawn GP mit Mercedes-Motoren.[9] Brawn GP gewann unter anderem durch die Entwicklung des innovativen Doppeldiffusors am BGP 001 überraschend die Konstrukteursweltmeisterschaft sowie den Fahrertitel mit Jenson Button. Das Team verzichtete aus Kosten- und Gewichtsgründen von vornherein auf das 2009 erstmals erlaubte KERS-System zur Rückgewinnung der Bremsenergie. Viele Werksteams setzten auf das komplizierte System und verloren auch deswegen den Anschluss an die aerodynamisch besser aufgestellten Brawn GP und Red Bull.

Das Werksteam seit dem Jahr 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison 2010[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das in den ersten beiden Saisons verwendete Logo
Comeback als Werksteam mit dem Mercedes MGP W01 (2010)

Am 16. November 2009 gab die Daimler AG bekannt, dass sie 45,1 % der Teamanteile von Brawn GP übernehme. Weitere 30 % wurden vom Daimler-Großaktionär Aabar Investments übernommen, 24,9 % verblieben bei Ross Brawn und vier weiteren Eigentümern. Der Rennstall änderte seinen Namen in Mercedes Grand Prix und tritt seitdem als Mercedes-Werksteam unter deutscher Flagge an. Offizieller Sitz des Teams ist die Daimler-Zentrale in Stuttgart, das Team operiert aber wie sein Vorgänger Brawn GP aus dem englischen Brackley. Ross Brawn blieb Teamchef und Norbert Haug saß als Motorsportdirektor (bis Ende 2012) von Mercedes-Benz am Kommandostand.[10] Es ist das erste Mal seit 1955, dass die Marke Mercedes-Benz nicht nur als Motorenlieferant in der Formel 1 vertreten ist.

Zunächst wurde für ein Jahr der deutsche Nico Rosberg verpflichtet, der bis dato für Williams gefahren war.[11] Im Dezember 2009 wurde der siebenfache Weltmeister Michael Schumacher, der nach dreijähriger Pause in die Formel 1 zurückkehrte, als zweiter Fahrer bekanntgegeben. Seine Verpflichtung lief bis zum Ende der Saison 2012.[12] Die Vorjahrespiloten Jenson Button und Rubens Barrichello verließen das Team in Richtung McLaren beziehungsweise Williams.

Im Zuge dieser Änderungen beendete Mercedes-Benz die Partnerschaft mit der britischen McLaren Group, an der die Daimler AG damals 40 % der Anteile hielt. Diese wurden bis 2011 zurückverkauft. Die weitere Belieferung mit Motoren lief bis einschließlich der Saison 2014, aus dem werksunterstützten Team wurde ein reines Kundenteam.[13] Am 21. Dezember 2009 wurde Petronas als neuer Hauptsponsor des Teams und Partner für Schmierstoffe bekannt gegeben. Somit trat das Team in den Jahren 2010 und 2011 offiziell unter dem Namen Mercedes GP Petronas F1 Team an.[14]

Das Farbdesign des Mercedes MGP W01 wurde am 25. Januar 2010 im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart an einem Brawn BGP 001 präsentiert. Auf der silbermatten Grundlackierung befinden sich schwarze und cyanfarbene Elemente der Sponsoren. Der Einsatzwagen für die Saison wurde eine Woche später am ersten Tag der Testfahrten in Valencia präsentiert. Der Wagen verfügte über keine nennenswerten Innovationen und stellte technisch eine Evolution des BGP 001 ohne den nun verbotenen Doppeldiffusor dar. Durch das Verbot von Tankstopps zur Saison 2010 mussten die Tanks vergrößert und das Mindestgewicht der Rennwagen auf 625 kg angepasst werden. Optisch entfielen zudem per Reglement die Radkappen und die Vorderreifen wurden schmaler. Der W01 wurde wie der Brawn von einem Mercedes-2,4-Liter-V8 ohne KERS angetrieben.

Nachdem das Team im Vorjahr beide Weltmeisterschaften gewonnen hatte, fiel es entgegen großer Erwartungen 2010 ins vordere Mittelfeld zurück. Zwar erlaubte der W01 konstante Platzierungen in den Punkten, jedoch waren Rosbergs dritte Plätze in Malaysia, China und England die besten Saisonplatzierungen. Dies lag auch daran, dass Honda nach dem 2008 beschlossenen Ausstieg nichts mehr in den Rennstall investierte und das chronisch unterfinanzierte Brawn-Team während des Weltmeisterjahres 2009 sämtliche Ressourcen in die Bewältigung der laufenden Saison steckte. Somit wurde die rechtzeitige Entwicklung des 2010er Autos während der Saison 2009 verhindert und die Infrastruktur der Fabrik lange Zeit vernachlässigt. Diese Probleme wirkten sich noch bis auf die Saison 2011 aus. Ross Brawn bezeichnete den MGP W01 später als Folge unzureichender Entwicklung als viel zu konservativ hinsichtlich Gewicht, Schwerpunkt und Aufhängung.[15] Die Aerodynamik, eine Verlängerung des Radstands und das Zusammenspiel von Auspuffabgasen und Diffusor waren weitere Baustellen an dem Rennwagen.

Schumacher erreichte in Spanien, der Türkei und Südkorea jeweils vierte Ränge als beste Ergebnisse und wurde mit 72 Punkten Gesamtneunter der Fahrerwertung. Nico Rosberg sammelte 142 Punkte und schloss das Jahr als Siebter der Fahrerwertung ab. Das Team belegte den vierten Rang der Konstrukteursmeisterschaft (214 Punkte) hinter Motorenkunde und ehemaligem Partner McLaren, die Vizeweltmeister wurden.

Mitte 2010 verließ der bisherige Testfahrer Nick Heidfeld das Team in Richtung Reifenlieferant Pirelli.[16]

Saison 2011[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nico Rosberg im Mercedes MGP W02 beim Großen Preis von Spanien 2011

Im Februar 2011 wurde bekannt, dass Daimler und Aabar die restlichen 24,9 % der Anteile der ursprünglichen Eigentümer noch vor dem Saisonstart übernehmen werden. Damit gehörte das Team zu 100 % Mercedes-Benz und seinen Partnern, wodurch sich unter anderem die Flexibilität bei anstehenden Investitionen in die Infrastruktur der Fabrik erhöhen sollte.[17]

Das Mercedes-Werksteam konnte im zweiten Jahr seines Bestehens die erhoffte Leistungssteigerung gegenüber der Vorsaison, die es als Gesamtvierter der Konstrukteure beendete, nicht erfüllen. Die Saison 2011 verlief insgesamt sogar weniger erfolgreich als das Premierenjahr, da es weder Nico Rosberg noch Michael Schumacher schaffte einen Podestplatz zu belegen. Es gelang mit dem Mercedes MGP W02 auch keine Pole-Position oder schnellste Rennrunde.

Der MGP W02 wurde der Öffentlichkeit am 1. Februar 2011 direkt vor den offiziellen Testfahrten in Valencia vorgestellt. Zwei Tage zuvor wurden bereits erste Fotos online gezeigt.[18] Optisch wurde die matte Lackierung des Vorjahres gegen ein glänzenderes, helleres Silber getauscht. Pirelli löste Bridgestone zur Saison 2011 als Reifenlieferant der Formel 1 ab und das DRS wurde eingeführt. Bedingt durch diese und weitere Regeländerungen sowie die mangelnde Performance des Vorgängers, war der W02 eine umfassende Neukonstruktion. Die Nase wurde gegenüber dem W01 angehoben, um möglichst viel Luft unter das Auto zu leiten und so den Diffusor am Heck anzuströmen. Der Radstand wurde verkürzt und die Seitenkästen verkleinert um den Luftwiderstand zu verringern. Der W02 war der erste Werks-Mercedes mit KERS in der Formel 1, da dieses System 2010 nicht erlaubt waren. Angetrieben wurde er wie das Vorjahresmodell von einem 2,4-Liter-V8 aus dem Motorenwerk in Brixworth.

Der geringe Erfolg des Wagens lag weniger an der Leistungsfähigkeit des Antriebs, sondern vielmehr an dem letztlich zu wenig innovativen und effektiven Aerodynamik-Konzept des Chassis. Vor allem den während der Saison am Red Bull RB7 perfektionierten angeblasenen Diffusor brachten die Techniker am W02 nie richtig zum Arbeiten. Entgegen der meisten Konkurrenten verkürzte Mercedes den Radstand, was jedoch nicht für die erhofften Effekte am Diffusor sorgte.[19] Die Umstellung der Hinterradaufhängung auf Zugstreben erschwerte zudem die Setup-Arbeit.

Das Team wurde in der Konstrukteursweltmeisterschaft mit 165 Punkten erneut Vierter. Nico Rosberg belegte den siebten (89 WM-Punkte) und Michael Schumacher den achten Gesamtrang (76 WM-Punkte) der Fahrerwertung. Schumacher setzte mit seiner Fahrt auf den vierten Platz beim chaotischen Regenrennen in Kanada eines der wenigen Highlights und erreichte das beste Saisonergebnis.[20] Nico Rosbergs beste Zielankünfte waren zwei fünfte Plätze bei den Großen Preisen von China und der Türkei.

Saison 2012[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Schumacher fährt mit dem F1 W03 im Qualifying von Monaco die schnellste Zeit
Michael Schumacher fuhr von 2010 bis 2012 für Mercedes in der Formel 1

Zur Saison 2012 änderte der Rennstall den offiziellen Teamnamen in Mercedes AMG Petronas F1 Team.[21] Vor der Saison nahm der Rennstall an den drei Formel-1-Testwochen teil. Das 2012er-Fahrzeug, der Mercedes F1 W03, wurde allerdings erst ab der zweiten Testwoche eingesetzt.

Das Fahrzeug wurde radikaler konstruiert als die beiden Vorgänger und besaß eine Reihe technischer Innovationen, allen voran das Doppel-DRS-System. Dieses ermöglichte bei Betätigung des DRS-Knopfes eine verbesserte Höchstgeschwindigkeit durch eine Reduzierung des Luftwiderstandes. Obwohl es vor der Saison von den Regelwächtern als legal eingestuft wurde, erwogen Red Bull Racing und das Lotus F1 Team einen Protest. Vor dem Rennen in China legte Lotus dann tatsächlich Protest ein, welcher von den technischen Delegierten der FIA jedoch zurückgewiesen wurde.[22] Mit dem neuen Auto sollte die aerodynamische Effizienz im Vergleich zum Vorgänger erhöht werden. Der Radstand wurde gegenüber dem W02 wieder verlängert um die nutzbare Diffusorfläche zu vergrößern. Die Seitenkästen wurden nochmal schlanker gebaut und früher nach innen gezogen. Im Heck wurden Hitzeabweiser an den Radträgern angebracht um die heißen Abgase von den Rädern fernzuhalten.[23]

Zunächst startete der Rennstall ähnlich erfolglos in die Saison wie die beiden Jahre zuvor, da man in zwei Rennen nur einen Punkt erfahren konnte. Beim dritten Saisonlauf, dem Großen Preis von China auf dem Shanghai International Circuit, schaffte man am 15. April 2012 jedoch mit dem ersten Sieg des 2009 gegründeten Teams den großen Durchbruch. Nico Rosberg gewann das Rennen, nachdem er am Tag zuvor bereits die Pole-Position erreicht hatte. Es war der erste Grand-Prix-Sieg eines Mercedes-Benz-Werksteams in der Formel 1 seit dem Großen Preis von Italien 1955 vor 57 Jahren.[24] Die Saison verlief für Rosberg auch nach dem Premierensieg erfolgreich, sodass er nach einem weiteren Podiumsbesuch als Zweiter in Monaco nach dem ersten Saisondrittel auf WM-Zwischenrang fünf lag.

Michael Schumacher startete schwieriger in die Saison und musste eine Reihe technischer Ausfälle hinnehmen. Zwar war er beim Großen Preis von Monaco der Schnellste im Qualifying, er musste aufgrund einer Strafversetzung jedoch von Platz 6 ins Rennen gehen.[25] Darüber hinaus gelang es ihm beim Großen Preis von Europa in Valencia als Dritter zum ersten Mal seit seinem Comeback 2010 einen Podestplatz zu belegen.

Im Verlauf der Europa-Saison konnte das Team die anfänglich guten Ergebnisse nicht mehr bestätigen und fiel gerade im Qualifying weiter hinter die Spitzenteams zurück. So holte der Rennstall vom neunten Saisonrennen in England bis zum zwölften Lauf in Belgien nur 21 Punkte und Rosberg fiel in der Weltmeisterschaft zurück. Beim Großen Preis von Singapur erreichte Rosberg mit dem fünften Platz das beste Ergebnis seit dem Monaco-GP. Podiumsplätze waren jedoch außer Reichweite. Einschließlich des nachfolgenden Großen Preises von Japan konnte das Team bei fünf Rennen in Folge keine Punkte holen und lief zwischenzeitlich Gefahr, den fünften Rang in der Konstrukteurswertung an Sauber zu verlieren. Michael Schumacher konnte diese Serie erst im letzten Rennen in Brasilien mit einem siebten Platz beenden.

Mercedes schloss die Saison mit 142 Punkten als Gesamtfünfter ab. Nico Rosberg erreichte Rang neun (93 Punkte) und Michael Schumacher Rang 13 (49) in der Fahrerwertung. Trotz des ersten Sieges seit dem Comeback, war 2012 nach den durchwachsenen Ergebnissen in der zweiten Saisonhälfte und insgesamt zehn Ausfällen die bisher schwächste Saison des Teams.

Am 28. September 2012 gab das Team bekannt, dass der zum Saisonende auslaufende Vertrag mit Michael Schumacher nicht verlängert wurde und man stattdessen Lewis Hamilton ab 2013 als Fahrer verpflichtet hat. Zudem wurde am gleichen Tag Niki Lauda zum Aufsichtsratsvorsitzenden des Teams berufen.[26] Im November 2012 kaufte Daimler den zwischenzeitlich auf 40 % erhöhten Team-Anteil von Aabar zurück, wodurch das Team zu 100 % Daimler gehörte.[27]

Am 13. Dezember 2012 wurde bekannt gegeben, dass der Vertrag mit dem Motorsport-Chef Norbert Haug in gegenseitigem Einvernehmen zum Jahresende aufgelöst werde. Haug verantwortete die Renneinsätze von Mercedes-Benz 22 Jahre lang als Motorsportdirektor.[28]

Saison 2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nico Rosberg bei den Testfahrten im neuen F1 W04 in Barcelona
Nico Rosberg war von 2010 bis 2016 Werksfahrer für Mercedes
Lewis Hamilton ist seit der Saison 2013 Werksfahrer für Mercedes

Anfang 2013 wurde der Österreicher Toto Wolff neuer Motorsportdirektor von Mercedes-Benz und trat die Nachfolge des im Dezember ausgeschiedenen Norbert Haug an. Wolff erwarb im Zuge seines Einstiegs 30 % und Niki Lauda 10 % der Anteile an dem Rennstall.[29] Wolff verfügt über persönliche Rennerfahrung in unteren Klassen und war zuvor in leitender Position bei Williams tätig, wo er noch bis März 2016 als Anteilseigner beteiligt war.[30]

Mercedes trat in der Formel-1-Saison 2013 mit Nico Rosberg und dem im September 2012 von McLaren verpflichteten Lewis Hamilton an. Hamilton war der insgesamt zehnte Grand-Prix-Fahrer von Mercedes und der zweite Brite nach Stirling Moss. Hamilton wurde 2008 bereits Weltmeister auf McLaren-Mercedes.

Der neue Mercedes F1 W04 debütierte auf dem Circuito de Jerez im Rahmen der ersten Wintertestfahrten der Formel-1-Saison 2013.[31] Obwohl der Wagen äußerlich eine Evolution des Vorjahresmodells darstellte, zeigte er sich aerodynamisch stark verbessert und war auf eine gezeitete Runde von Saisonbeginn an schnell. Die überarbeitete Luftführung über den Frontflügel und um die Seitenkästen herum ermöglichte ein verbessertes seitliches Abdichten des Diffusors zwischen den Hinterreifen. Angetrieben wurde der Wagen wie die Vorgänger von einem 2,4-Liter-V8 mit KERS.

Beim Saisonauftakt in Australien ging Hamilton vom dritten und Rosberg vom sechsten Platz ins Rennen. Rosberg fiel technisch bedingt aus, Hamilton wurde Fünfter. Beim zweiten Rennen in Malaysia erreichte Hamilton mit einem dritten Platz seinen ersten Podestplatz für Mercedes. Zusammen mit dem vierten Platz Rosbergs war es das beste Teamergebnis von Mercedes seit dem Wiedereinstieg in die Formel 1. Mercedes wies Rosberg in der Schlussphase mit einer Stallorder an, Hamilton nicht anzugreifen und das Ergebnis zu sichern.[32]

Beim folgenden Rennwochenende in China gelang es Lewis Hamilton, seine erste Pole Position für Mercedes herauszufahren, gleichzeitig war es seit 2010 die zweite für das Team überhaupt. Im Rennen wurde er lediglich Dritter, Rosberg fiel erneut technisch bedingt aus. Es zeigte sich, dass der F1 W04 die Reifen in der Qualifikation schnell ins richtige Temperaturfenster brachte, dafür aber in den Rennen unter übermäßigem Reifenverschleiß litt.

In China startete das Team eine Serie, denn auch bei den folgenden drei Grand Prix in Bahrain, Barcelona und Monaco errang Mercedes jeweils durch Nico Rosberg die Pole Position. Trotzdem waren durch den eklatant hohen Reifenverschleiß im Rennen sowohl in Bahrain als auch in Barcelona keine Platzierungen auf dem Podium möglich. So wurden die Mercedes in Spanien, von Reihe eins gestartet, ohne erkennbare taktische oder technische Fehler auf die Ränge 6 und 12 durchgereicht.

Erst beim Großen Preis von Monaco konnte das Team den ersten Startplatz in einen Sieg von Rosberg umwandeln. Für ihn war es der zweite Grand-Prix-Sieg seiner Karriere nach China 2012 und er erzielte ihn genau 30 Jahre nachdem sein Vater Keke Rosberg in Monaco gewonnen hatte.

Ab dem fünften Saisonlauf in Barcelona fuhr das Team mit einem modifizierten Farbdesign an den beiden F1 W04, welches mehr Assoziationen an die Silberpfeile der Vergangenheit wecken sollte.[33]

Am Samstag des Monaco-Wochenendes wurde öffentlich bekannt, dass Mercedes gemeinsam mit dem Reifenlieferanten Pirelli im Anschluss an das vorangegangene Rennwochenende in Barcelona einen 1000-Kilometer-Reifentest absolviert hat. In der Folge legten Red Bull Racing und die Scuderia Ferrari Protest bei den Regelkommissaren ein, da Testfahrten mit dem aktuellen Rennwagen während der Saison verboten sind. Pirelli und Mercedes vertraten die Ansicht, die Tests seien legal; außerdem seien die Testergebnisse ausschließlich für Pirelli bestimmt und bedeuteten so keinen Wettbewerbsvorteil für Mercedes. Die Untersuchung wurde von den Rennstewards des Großen Preises von Monaco an die FIA weitergeleitet. Am 20. Juni 2013 kam es zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Internationalen Tribunal in Paris, bei dem Mercedes und Pirelli von der FIA angeklagt wurden, illegale Testfahrten durchgeführt zu haben. Einen Tag später wurden Pirelli und Mercedes offiziell verwarnt und das Mercedes-Team von den im Juli in Silverstone stattfindenden Young-Driver-Tests ausgeschlossen.[34] Von weiteren Sanktionen, wie einer Geldstrafe oder Punktabzug, wurde abgesehen, da zwar ein Verstoß gegen die Testregel des sportlichen Reglements vorliege, Mercedes und Pirelli jedoch nachweisen konnten, im guten Sinne gehandelt zu haben, da der Test die Sicherheit der Reifengeneration verbessern sollte. Ein etwaiger Wettbewerbsvorteil des Teams solle durch den Ausschluss bei den Testfahrten im Juli ausgeglichen werden. Noch am selben Tag gab Mercedes bekannt, dass es auf eine Berufung gegen das Urteil verzichten werde.[35]

Nachdem Lewis Hamilton beim Großen Preis von Kanada den dritten Rang verbuchen konnte, gelang dem Team in Silverstone der zweite Saisonsieg durch Nico Rosberg, nachdem Hamilton, von der Pole gestartet, einen Reifenschaden erlitt und Vierter wurde. Hamilton gelang auch auf dem Nürburgring die Pole Position, das Rennen beendeten die Fahrer jedoch nur auf den Positionen fünf und neun.

Beim folgenden Rennen in Ungarn gelang Lewis Hamilton mit einem Start-Ziel-Sieg der erste Grand-Prix-Erfolg mit seinem neuen Team. In Führung liegend, konnte er seine Reifen trotz der hohen Streckentemperaturen erfolgreich managen. Nach der Sommerpause startete mit Lewis Hamilton in Belgien letztmals in der Saison ein Mercedes von der Pole Position. Im Rennen wurde er Dritter vor Rosberg. Bei den nachfolgenden Überseerennen konnte das Team keine Podiumsplätze mehr feiern. Ähnlich wie 2012 flachte die Leistungskurve zum Saisonende hin ab, wenn auch auf höherem Niveau.

Mit den Plätzen fünf und neun sicherte sich Mercedes beim Saisonfinale in Sao Paulo zwölf Punkte und damit die Vizeweltmeisterschaft in der Konstrukteurswertung. Am Ende standen sechs Punkte Vorsprung gegenüber Ferrari in der WM-Tabelle.

2013 gelang es Mercedes erstmals seit dem Wiedereinstieg, sich als Topteam zu etablieren und konstant um Podiumsplätze kämpfen zu können. Insgesamt fuhr das Team mit 360 Punkten fast dreimal so viele ein wie in der Vorsaison (142 Punkte; Gesamtrang fünf). Es gelangen insgesamt drei Saisonsiege, acht Pole Positions und eine schnellste Rennrunde. Lewis Hamilton belegte mit 189 Punkten und einem Saisonsieg Platz vier in der Fahrer-Weltmeisterschaft. Nico Rosberg erreichte 171 Punkte und zwei Saisonsiege, was für Gesamtrang sechs reichte.

Zum Jahresende verließ der bisherige Teamchef Ross Brawn das Werksteam. Der Anfang 2013 zum Mercedes-Benz Motorsportdirektor ernannte Toto Wolff und der im Juni von McLaren abgeworbene Techniker Paddy Lowe übernahmen die Teamführung in einer Doppelspitze, womit der klassische Posten des Teamchefs entfiel. Wolff agiert künftig als Geschäftsführer im Bereich Business, während Lowe Geschäftsführer im Bereich Technik ist.[36]

Saison 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosberg im Weltmeister-Auto 2014: Mercedes F1 W05 Hybrid
Lewis Hamilton im F1 W05 beim Großen Preis von China
Lewis Hamilton beim Großen Preis von China 2014

Zu Beginn der Saison 2014 gab es einige personelle Änderungen. Mercedes übernahm mehrere Ingenieure des Konkurrenzteams Red Bull. Zu ihnen gehörten Mark Ellis und Giles Wood.[37] Andererseits kündigte der Rennstall an, dass der technische Direktor Bob Bell seine Arbeit zum Saisonende einstellen werde; eine direkte Neubesetzung war nicht vorgesehen.[38] Die Fahrer Lewis Hamilton und Nico Rosberg blieben im Team. Pascal Wehrlein war Ersatzfahrer.

Einsatzfahrzeug war der Mercedes F1 W05, der ab dem fünften Saisonrennen unter der Bezeichnung F1 W05 Hybrid gemeldet wurde. Als Antrieb diente der Mercedes-Benz PU106A Hybrid, ein 1,6 Liter großer V6-Turbomotor mit Energie-Rückgewinnungssystem (ERS). Besondere Designmerkmale des Autos waren eine im Vergleich zum Vorgängermodell tiefer gezogene Nase sowie ein schmalerer Frontflügel. Der Beam-Wing war weggefallen.[39] Das Auto wurde im Rahmen der ersten offiziellen Testfahrten auf dem Circuito de Jerez in Spanien öffentlich präsentiert.

Das Team nahm zur Saisonvorbereitung an insgesamt drei offiziellen Testfahrten teil. Nach dem ersten Test Ende Januar in Jerez folgten zwei weitere im Februar in Bahrain. Dabei erreichte Mercedes an den letzten beiden Testtagen des ersten Bahrain-Testes und dem letzten Testtag jeweils Tagesbestzeiten. Zusammen mit den Kundenteams McLaren, Force India und Williams legte Mercedes an den zwölf Testtagen die meisten Kilometer zurück.[40]

Bei den ersten vier Großen Preisen des Jahres 2014 war Mercedes das leistungsstärkste Team. Alle Rennsiege, alle Pole-Positions, alle schnellsten Rennrunden sowie sämtliche Führungsrunden gingen an Fahrer des Mercedes-Werksteams.[41] Dabei gewann Rosberg den Großen Preis von Australien, während Hamilton die folgenden drei Rennen in Malaysia, Bahrain und China für sich entschied. Die Dominanz setzte sich bei den ersten europäischen Saisonrennen fort. Hamilton gewann in Spanien und Rosberg wie im Vorjahr in Monaco. In Monaco konnte Mercedes darüber hinaus mit dem fünften Doppelsieg in Folge den 1952 von Ferrari aufgestellten und 2002 bestätigten Rekord einstellen. In Kanada erlitt das Team erstmals in der Saison technische Defekte. Hamilton fiel nach einem Defekt der Hinterradbremse nach dem Ausfall des ERS-K aus, Rosberg, dessen Antrieb ebenfalls vom Ausfall des ERS-K betroffen war, wurde noch Zweiter.[42] Die drei folgenden Rennen gewannen Rosberg und Hamilton. Beim Großen Preis von Ungarn verhinderte ein technischer Defekt bei Hamilton im Qualifying und eine aus seiner Sicht unglückliche Safety-Car-Phase bei Rosberg im Rennen ein besseres Teamergebnis. Eine missachtete Stallorder von Hamilton sorgte für Unruhe im Team, die beim Großen Preis von Belgien weiter eskalierte. Rosberg holte die Pole vor Hamilton, nachdem dieser jedoch beim Start die Führung übernahm, kollidierten beide in Runde zwei bei einem Überholversuch Rosbergs. Hamilton fiel mit Reifenschaden weit zurück und stellte schließlich ab, Rosberg musste den Flügel tauschen und wurde Zweiter. In der folgenden Woche übernahm Rosberg offiziell die Verantwortung für den Zwischenfall. In Italien kam es erneut zu einem Doppelsieg der Mercedes-Fahrer. Zum Ende der Europa-Saison führt Rosberg mit 22 Punkten Vorsprung auf Hamilton in der Fahrerwertung und Mercedes in der Konstrukteurswertung mit 182 Punkten vor Red Bull.

In Singapur übernahm Hamilton die WM-Führung mit drei Punkten vor Rosberg, da dieser technisch bedingt ausfiel. Beim verregneten fünfzehnten Saisonlauf in Suzuka gelang dem Team der achte Doppelsieg des Jahres mit Hamilton vor Rosberg, obwohl letzterer von der Pole startete aber auf der Strecke zur Rennmitte überholt wurde. In Sotschi gewann Hamilton erneut vor Rosberg, der nach dem Start bereits in Führung lag sich aber beim Anbremsen von Kurve eins einen Bremsplatten einhandelte. Trotz eines einzigen Reifenwechsels bereits in Runde zwei und dem damit verbundenen zeitweisen letzten Platz wurde er noch Zweiter. Dies war der neunte Doppelsieg des Jahres, anbei gewann das Team seine erste Konstrukteurs-Weltmeisterschaft mit bis dahin 565 Punkten vorzeitig. In Austin gewann wiederum Hamilton vor Rosberg. Rosberg, von Pole gestartet, wurde auf der Strecke überholt, als er einen falschen Knopf drückte und somit Hamilton das Manöver ermöglichte, der kontinuierlich aufholen konnte. Nach diesem Rennen konnte rechnerisch nur noch ein Mercedes-Fahrer Weltmeister werden. Beim Rennen in Interlagos unterlag Hamilton seinem Teamkollegen auch wegen eines groben Fahrfehlers. Somit konnte Rosberg einen Start-Ziel-Sieg einfahren.

Beim Saisonfinale auf der Yas-Insel gewann Hamilton als erster Brite mit einem Mercedes seine insgesamt zweite Fahrerweltmeisterschaft durch einen ungefährdeten Sieg, da der von Pole startende Rosberg bereits den Start verlor und sich nach Verlust des ERS ohne Zusatzpower durch das Rennen kämpfen musste, es aber auf eigenen Wunsch hin trotzdem beendete. Letztlich kam er auf Rang 14 ins Ziel.

Hamilton wurde mit 384 Punkten Fahrerweltmeister vor Nico Rosberg mit 317. Das Finale war jedoch knapper, als es das durch die doppelten Punkte beim Saisonfinale verzerrte Ergebnis vermuten lässt. Das Team sammelte insgesamt 701 Zähler, somit knapp doppelt so viele wie in der vorigen Saison. Es war der erste deutsche Konstrukteurstitel der Formel-1-Geschichte. Mercedes fuhr zudem 2014 insgesamt elf Doppelsiege ein und stellte damit einen neuen Rekord auf. Nico Rosberg gewann mit 11 ersten Startplätzen die zur Saison neu eingeführte Pole-Trophy.

Saison 2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosberg im neuen F1 W06 bei Tests vor der Saison 2015
Hamilton mit veränderter Nase während der Saison
Die Siegerehrung nach dem Monaco-GP

Das Einsatzfahrzeug der Formel-1-Weltmeisterschaft 2015, der Mercedes F1 W06 Hybrid, wurde am Morgen des 1. Februar 2015 im Rahmen der ersten offiziellen Testfahrten in Jerez präsentiert. Zuvor waren jedoch bereits am 29. Januar erste Fotos des Rollouts in Silverstone öffentlich geworden. Die verwendete Power Unit stellt eine Weiterentwicklung des 1,6 Liter V6 Turbos der Vorsaison dar, genannt Mercedes-Benz PU106B Hybrid.

Das Team bestritt auch die Saison 2015 mit den Stammfahrern Lewis Hamilton und Nico Rosberg, sowie dem Testfahrer Pascal Wehrlein.

Mercedes startete in Melbourne mit einem Doppelsieg in die Saison, wobei Hamilton gewann. Der W06 Hybrid stellte sich zu Saisonstart als bestes Fahrzeug heraus. Beim zweiten Saisonrennen in Malaysia verlor das Team jedoch gegen Sebastian Vettel auf Ferrari den Sieg.

Dieses Rennen stellte sich als Ausnahme heraus. So erreichten bis einschließlich des Großen Preises von Großbritannien beide Fahrer bei neun Rennen in Folge Podiumsplatzierungen. Von neun Rennen gewannen Hamilton und Rosberg acht Rennen. Hamilton war die erste Saisonhälfte überwiegend schneller als Rosberg, er erzielte neun Pole-Positions und fünf Siege. Dabei brachte der Monaco-GP eine Kontroverse mit sich, da Rosberg den Sieg in der Schlussphase durch einen strategisch überflüssigen Reifenwechsel Hamiltons auf Anweisung des Teams erbte.

Beim Großen Preis von Ungarn fielen beide Piloten wie schon in Silverstone beim Start zurück. Mit den Rängen sechs und acht erzielte das Team das schlechteste Ergebnis seit Saisonbeginn 2014. Vor allem auffallend viele Kollisionen und Ausrutscher beendeten eine inzwischen 28 Rennen lange Serie von Podiumsplätzen. Trotzdem führte Mercedes zur Sommerpause in der Konstrukteurswertung mit 383 Punkten souverän.

Nach der Sommerpause, gelang in Belgien erneut ein Doppelsieg. In Monza erzielte Hamilton einen Start-Ziel-Sieg, während Rosberg in der vorletzten Runde wegen eines Motorschadens ausfiel.

In Singapur waren die Piloten erstmals in der Saison nicht in der Lage, um den Rennsieg zu kämpfen. Rosberg belegte Rang vier, Hamilton schied aus. Die überraschend schlechte Performance (in der Qualifikation 1,5 Sekunden hinter dem Pole-Setter) erklärte sich das Team in der Folge durch eine unvorteilhafte Kombination aus Streckencharakteristik, Reifenwahl und Setup-Arbeit.

In Suzuka gelang ein weiterer Doppelsieg angeführt von Hamilton, obwohl Rosberg zum ersten Mal seit Spanien die Pole erreichte. In Russland schied Rosberg nach wenigen Runden in Führung liegend aus, so dass Hamilton gewann und kurz vor dem Titel stand. Damit wurde Mercedes vorzeitig erneuter Konstrukteurs-Weltmeister 2015.

In Austin startete Rosberg wieder von Pole, nachdem die Führung mehrmals wechselte, gewann Hamilton das Rennen durch einen Fahrfehler seines Teamkollegen wenige Runden vor dem Ziel. Damit stand er mit 80 Punkten Vorsprung drei Rennen vor Saisonende als dreimaliger Champion fest. Bei den letzten drei Saisonrennen baute Rosberg seine Pole-Serie auf sechs aus und gewann auch jeweils vor Hamilton.

Hamilton wurde mit 381 Punkten Fahrerweltmeister vor Nico Rosberg mit 322. Das Team sammelte insgesamt 703 Zähler, die vorigen Saison wurde knapp überboten. Mercedes fuhr zudem 2015 insgesamt zwölf Doppelsiege ein und verbesserte seinen eigenen Rekord. Lewis Hamilton entschied die Saison nicht nur nach Punkten für sich, er holte auch 10:6 Siege und 11:7 Pole Positions.

Saison 2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2013 bis 2016 vier Jahre lang Teamkollegen: Hamilton und Rosberg
Der spätere Champion Nico Rosberg im F1 W07 beim regnerischen Monaco-GP

Das Einsatzfahrzeug der Formel-1-Weltmeisterschaft 2016, der Mercedes F1 W07 Hybrid, wurde am Morgen des 22. Februar 2016 im Rahmen der ersten Testfahrten in Barcelona offiziell präsentiert und stellt aufgrund des stabilen Reglements eine Evolution des Vorgängermodells W06 Hybrid dar. Angetrieben wird der Wagen vom Mercedes-Benz PU106C Hybrid, der 2016er Ausbaustufe des seit 2014 verwendeten Mercedes-V6-Turbomotors.

Die Stammpiloten sind weiterhin der amtierende Weltmeister Lewis Hamilton sowie Nico Rosberg. Pascal Wehrlein bleibt trotz seines festen Cockpits 2016 bei Manor Racing Angestellter des Mercedes-Teams.

Der F1 W07 Hybrid stellte sich auch zu Beginn der 2016er Saison als das schnellste Auto heraus. So startete das Team mit einem Doppelsieg beim Großen Preis von Australien 2016. Rosberg gewann insgesamt die ersten vier Rennen der Saison, auch weil Hamilton problematische Rennen mit technischen Defekten erlebte. Beim Europaauftakt, dem Großen Preis von Spanien, startete Hamilton von der Pole und Rosberg direkt dahinter. Nach harten Duellen in den ersten beiden Kurven nach dem Start, kollidierten die Teamkollegen in Kurve 3, womit das Rennen für beide beendet war. Somit führte Rosberg vor dem Monaco-GP mit 43 Punkten in der WM vor Hamilton.

Die folgenden Rennen in Monaco und Kanada gewann Hamilton, bei der Premiere des Europa-GP in Baku hingegen Rosberg. Beim neunten Saisonlauf in Österreich startete Hamilton von Pole, Rosberg übernahm zur Rennmitte die Führung und Hamilton schloss in den letzten Runde aufgrund verschiedener Strategien wieder auf. Rosberg verteidigte sich entschlossen, sodass es in der letzten Runde zur erneuten Kollision der beiden kam. Hamilton konnte weiterfahren und gewann, Rosberg wurde nur Vierter, führte in der WM aber noch mit 11 Punkten. Die wiederholten Unfallszenen führten zu harscher Kritik seitens der Teamleitung an den eigenen Fahrern[43].

Die letzten drei Rennen vor der Sommerpause gewann Hamilton, womit er in Ungarn die WM-Führung übernahm und diese beim Deutschland-GP auf 19 Zähler ausbaute. Das Team führte in der Teamwertung nach zwölf Rennen mit 159 Punkten Vorsprung auf Red Bull Racing. Zudem stellte das Duo Hamilton/Rosberg in Ungarn mit 25 Doppelsiegen einen neuen Rekord auf; Schumacher/Barrichello fuhren für Ferrari 24 ein.

Rosberg kam stärker aus der Sommerpause zurück und gewann in Belgien, Italien und Singapur drei Rennen in Folge, womit er Hamilton in der WM wieder überholte. Den GP von Malaysia konnte Mercedes nicht gewinnen. Bei dem Red Bull Doppelsieg fiel Rosberg nach einer Startkollision zunächst ans Ende des Feldes, machte im Ziel als Dritter aber trotzdem Punkte auf Hamilton gut, der im letzten Renndrittel in Führung liegend mit technischem Defekt ausschied. Nach einem weiteren Sieg in Suzuka hatte Rosberg vier Rennen vor Schluss 33 Punkte Vorsprung, wodurch Hamilton nicht mehr von alleine Weltmeister werden konnte.

Hamilton gewann die abschließenden vier Rennen in Austin, Mexiko Stadt, Sao Paulo und Abu Dhabi. Rosberg erreichte durch taktische und defensive Fahrweise jedoch jeweils zweite Plätze und sicherte sich dadurch als dritter deutscher Fahrer seine erste Weltmeisterschaft. Er ist nach Fangio und Hamilton der dritte Champion auf Mercedes-Benz in der Formel 1.

Rosberg wurde mit 385 Punkten Fahrerweltmeister vor Hamilton mit 380 Punkten. Das Team sammelte 765 Punkte, was ebenso einen neuen Rekord bedeutete, wie die 19 Rennsiege und 20 Pole Positions. Rosberg entschied die Saison zwar nach Punkten, Hamilton holte jedoch 10:9 Siege und 12:8 Pole Positions.

Am 2. Dezember 2016 gab Nico Rosberg auf der FIA-Pressekonferenz anlässlich seines Titelgewinns seinen Rücktritt als Formel-1-Fahrer bekannt.[44]

Saison 2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Finne Valtteri Bottas als Nachfolger von Rosberg
Bottas mit seiner Startnummer 77 im F1 W08 beim Malaysia-GP 2017

Am 16. Januar 2017 gab Mercedes öffentlich bekannt, dass der Finne Valtteri Bottas aus seinem Williams-Vertrag gekauft wurde und die Nachfolge von Rosberg antritt.[45] Er ist der vierte Werksfahrer von Mercedes-Benz in der modernen Ära und der elfte insgesamt. Bottas wurde dem Mercedes Nachwuchsfahrer Wehrlein vorgezogen, der 2017 für Sauber fährt.

Seit Saisonbeginn 2017 tritt das Team offiziell unter dem Namen Mercedes AMG Petronas Motorsport an.[46]

Der neue Einsatzwagen für die Saison 2017 wurde am 23. Februar 2017 in Silverstone im Rahmen eines Filmtages vorgestellt. Das Team änderte für das neue Auto leicht die Nomenklatur, er heißt Mercedes F1 W08 EQ Power+.[47] Er unterscheidet sich bedingt durch die radikalen Änderungen des Reglements deutlich vom Vorgänger. Das Fahrzeug ist nun zwei Meter breit, mit angepfeiltem Frontflügel, tieferem Heckflügel und deutlich längerem Radstand.

Ein Ferrari-Erfolg beim Saisonauftakt in Melbourne bestätigte den Eindruck der Vorsaisontests, dass die neuen Aerodynamikregeln zum Ende der deutlichen Überlegenheit des Mercedes-Teams aus den vergangenen Jahren führten. Ferrari stellte sich die gesamte Saison über als konkurrenzfähig heraus, Red Bull Racing konnte im Herbst ebenfalls zwei Rennen gewinnen. Im ersten Saisondrittel deutete sich das WM-Duell zwischen Vettel und Hamilton an. Neben weiteren Duellen erreichte vor allem eine Szene beim Stadtrennen in Baku Aufmerksamkeit. Während einer Safetycar-Phase fuhr der zweitplatzierte Vettel dem führenden Hamilton ins Heck. Er dachte, Hamilton habe bewusst verlangsamt, setzte sich neben ihn und rammte Hamilton erneut. Beide konnten weiterfahren, das Rennen jedoch nicht gewinnen; Vettel bekam eine Zeitstrafe und Hamilton musste aufgrund eines losen Nackenschutzes zusätzlich an die Box. Nach dem Großen Preis von Ungarn führte Vettel mit 14 Punkten Vorsprung die Fahrerwertung an; beide Fahrer hatten vier Rennen gewonnen. Den Grundstein für seinen erneuten WM-Titel legte Hamilton erst nach der Sommerpause, als er fünf der nächsten sechs Rennen gewann und Vettel dabei in Singapur und Japan einen Nuller anschrieb.

Lewis Hamilton gewann seine vierte Weltmeisterschaft mit 363 Punkten und neun Siegen zum Schluss deutlich. Mit seiner schnellsten Runde im Qualifying in Monza löste er zudem Michael Schumacher als Fahrer mit den meisten Pole Positions ab. Valtteri Bottas konnte drei Laufsiege erringen (Russland, Österreich und Abu Dhabi) und beendete die Saison mit 305 Punkten auf dem dritten Gesamtrang. Bottas ist der fünfte Grand-Prix-Sieger auf Mercedes-Benz. Das Team gewann die vierte Konstrukteursmeisterschaft in Folge mit insgesamt 668 Punkten.

Saison 2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lewis Hamilton im F1 W09 beim Österreich-GP 2018

Das Einsatzfahrzeug der Saison 2018 war der insgesamt zehnte von Mercedes-Benz konstruierte Rennwagen, der im Rahmen der Formel-1-Weltmeisterschaft eingesetzt wurde. Der Mercedes-AMG F1 W09 EQ Power+ wurde am 22. Februar 2018 in Silverstone präsentiert.[48] Der Wagen stellt gegenüber seinem Vorgänger größtenteils eine Weiterentwicklung dar, da das technische Reglement im Vergleich zum vergangenen Winter stabil blieb. Lediglich das vorgeschriebene Halo-System führte zu einem Anstieg des Mindestgewichts auf 733 kg und die auffällige Finne an der Motorabdeckung, die das Vorgängermodell hatte, fehlt wegen einer Änderung des technischen Reglements.

Als Fahrer blieben der amtierende Weltmeister Lewis Hamilton und der zu Saisonstart dreimalige Grand-Prix-Sieger Valtteri Bottas an Bord.

In der ersten Saisonhälfte konnte das Team die Dominanz der Vorjahre nicht mehr aufrecht erhalten. Ferrari startete mit zwei Siegen durch Sebastian Vettel in die Saison und hatte bis zur Sommerpause ein konstant schnelles Auto mit gutem Reifenmanagement und überlegenem Topspeed. Auch technisch schien der Mercedes 2018 verwundbar. So fielen beim Österreich-GP erstmals seit der Startkollision in Barcelona 2016 wieder beide Mercedes aus. Trotzdem konnten mit Hamilton bis zum Großen Preis von Belgien fünf Rennen gewonnen werden. Nach der Sommerpause konnte Mercedes den F1 W09 entscheidend weiterentwickeln, während Ferrari durch technische, taktische und fahrerische Fehler Punkte abgab. Als sich in den letzten Saisonrennen auch Red Bull siegfähig präsentierte, standen die Entscheidungen in der Weltmeisterschaft bereits fest. Sowohl Hamilton als auch das Team konnten ihre Titel aus dem Vorjahr verteidigen.

Lewis Hamilton wurde mit 408 Punkten Weltmeister, Valtteri Bottas mit 247 Punkten Gesamtfünfter. Mercedes hatte mit 655 Punkten 84 Zähler Vorsprung auf den Zweiten Ferrari. Es gelangen 2018 nach insgesamt 13 Pole-Positions noch elf Grand-Prix-Siege und zehn schnellste Rennrunden. Dabei startete Bottas zweimal von der Pole Position, blieb jedoch ohne Sieg.

Saison 2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Einsatzfahrzeug für die zehnte Saison seit dem Wiedereinstieg als Werksteam, der Mercedes-AMG F1 W10 EQ Power+, wurde am 13. Februar 2019 bei einem ersten Roll-out in Silverstone vorgestellt.[49] Der F1 W10 stellt neben den, vom Reglement vorgeschriebenen, breiteren und dafür simpler konstruierten Front- und Heckflügeln eine Weiterentwicklung des Vorgängers da.

Zahlen und Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Statistik in der Formel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Saisonende 2018

Saison Teamname Chassis Motor Reifen Grand Prix Siege Zweiter Dritter Poles schn. Runden Punkte[A 1] WM-Rang
1954 Daimler-Benz W 196 Mercedes-Benz 2.5 L8 C 6 4 1 2 4 4 60,14 [A 2]
1955 Daimler-Benz W 196 Mercedes-Benz 2.5 L8 C 6 5 4 1 4 5 79
2010 Mercedes GP Petronas F1 Team MGP W01 Mercedes-Benz 2.4 V8 B 19 3 214 4.
2011 Mercedes GP Petronas F1 Team MGP W02 Mercedes-Benz 2.4 V8 P 19 165 4.
2012 Mercedes AMG Petronas F1 Team F1 W03 Mercedes-Benz 2.4 V8 P 20 1 1 1 1 3 142 5.
2013 Mercedes AMG Petronas F1 Team F1 W04 Mercedes-Benz 2.4 V8 P 19 3 1 5 8 1 360 2.
2014 Mercedes AMG Petronas F1 Team F1 W05 Hybrid Mercedes-Benz 1.6 V6 Turbo
(PU106A Hybrid)
P 19 16 13 2 18 12 701 1.
2015 Mercedes AMG Petronas F1 Team F1 W06 Hybrid Mercedes-Benz 1.6 V6 Turbo
(PU106B Hybrid)
P 19 16 13 3 18 13 703 1.
2016 Mercedes AMG Petronas F1 Team F1 W07 Hybrid Mercedes-Benz 1.6 V6 Turbo
(PU106C Hybrid)
P 21 19 8 6 20 9 765 1.
2017 Mercedes AMG Petronas Motorsport F1 W08 EQ Power+ Mercedes-Benz 1.6 V6 Turbo
(F1 M08 EQ Power+)
P 20 12 10 4 15 9 668 1.
2018 Mercedes AMG Petronas Motorsport F1 W09 EQ Power+ Mercedes-Benz 1.6 V6 Turbo
(F1 M09 EQ Power+)
P 21 11 10 4 13 10 655 1.
Gesamt 189 87 61 31 101 66 4512,14

  1. Vergleichbarkeit zwischen den Epochen aufgrund unterschiedlicher Punktesysteme eingeschränkt.
  2. Die Konstrukteursweltmeisterschaft wurde erst 1958 eingeführt.

Alle Fahrer von Mercedes in der Formel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand: Saisonende 2018; aktuelle Mercedes-Fahrer sind gelb dargestellt.

Nico Rosberg fuhr bisher die meisten GP für Mercedes
Name Jahre Grand Prix Punkte[B 1] Siege Zweiter Dritter Poles schn. Runden beste WM-Pos.
DeutschlandDeutschland Nico Rosberg 2010–2016 136 1519 23 24 8 30 18 1. (2016)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton 2013– 119 2105 52 19 14 57 29 1. (2014, 2015, 2017, 2018)
DeutschlandDeutschland Michael Schumacher 2010–2012 58 197 1 1 8. (2011)
FinnlandFinnland Valtteri Bottas 2017– 41 552 3 13 5 6 9 3. (2017)
ArgentinienArgentinien Juan Manuel Fangio 1954, 1955 12 81,14[B 2] 8 1 1 7 5 1. (1954, 1955)
DeutschlandDeutschland Karl Kling 1954, 1955 11 17[B 3] 1 1 1 5. (1954)
DeutschlandDeutschland Hans Herrmann 1954, 1955 6 9 1 1 7. (1954)
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Stirling Moss 1955 6 23 1 2 1 2 2. (1955)
ItalienItalien Piero Taruffi 1955 2 9 1 6. (1955)
DeutschlandDeutschland Hermann Lang 1954 1 57. (1954)
FrankreichFrankreich André Simon 1955 1 60. (1955)

  1. Vergleichbarkeit zwischen den Epochen aufgrund unterschiedlicher Punktesysteme eingeschränkt.
  2. Fangio bekam 0,14 für die schnellste Rennrunde beim Großbritannien-GP 1954, da sieben Fahrer zeitgleich waren.
  3. Kling, Herrmann und Moss bekamen je einen der drei Punkte für den vierten Platz beim Argentinien-GP 1955, da sie sich ein Chassis teilten.

Ergebnisse in der Formel 1[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Chassis Fahrer Nr.
[C 1]
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 Punkte Rang
1954 W 196 Flag of Argentina.svg Flag of the United States (1912-1959).svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of France.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Switzerland within 2to3.svg Flag of Italy.svg Flag of Spain (1945–1977).svg                        
ArgentinienArgentinien J. Fangio       1 4 1 1 1 3                        
DeutschlandDeutschland K. Kling       2 7 4 DNF DNF 5                        
DeutschlandDeutschland H. Herrmann       DNF   DNF 3 4 DNF                        
DeutschlandDeutschland H. Lang 9[C 2]           DNF                              
1955 W 196 Flag of Argentina.svg Flag of Monaco.svg Flag of the United States (1912-1959).svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of the Netherlands.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Italy.svg                          
ArgentinienArgentinien J. Fangio 1 DNF   1 1 2 1                          
DeutschlandDeutschland H. Herrmann 4 DNQ                                      
DeutschlandDeutschland K. Kling 4     DNF DNF 3 DNF                            
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich S. Moss 4 9   2 2 1 DNF                            
FrankreichFrankreich A. Simon 10[C 3]   DNF                                      
ItalienItalien P. Taruffi           4 2                            
2010 MGP W01 Flag of Bahrain.svg Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Turkey.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg     214 4.
DeutschlandDeutschland M. Schumacher 03 6 10 DNF 10 4 12 4 11 15 9 9 11 7 9 13 6 4 7 DNF    
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 04 5 5 3 3 13 7 5 6 10 3 8 DNF 6 5 5 *17* DNF 6 4    
2011 MGP W02 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Turkey.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of Brazil.svg     165 4.
DeutschlandDeutschland M. Schumacher 07 DNF 9 8 12 6 DNF 4 17 9 8 DNF 5 5 DNF 6 DNF 5 7 15    
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 08 DNF 12 5 5 7 11 11 7 6 7 9 6 DNF 7 10 8 6 6 7    
2012 F1 W03 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of South Korea.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg   142 5.
DeutschlandDeutschland M. Schumacher 07 DNF 10 DNF 10 DNF DNF DNF 3 7 7 DNF 7 6 DNF 11 13 *22* 11 16 7  
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 08 12 13 1 5 7 2 6 6 15 10 10 11 7 5 DNF DNF 11 DNF 13 15  
2013 F1 W04 Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of South Korea.svg Flag of Japan.svg Flag of India.svg Flag of the United Arab Emirates.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg     360 2.
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 09 DNF 4 DNF 9 6 1 5 1 9 19* 4 6 4 7 8 2 3 9 5  
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 10 5 3 3 5 12 4 3 4 5 1 3 9 5 5 DNF 6 7 4 9  
2014 F1 W05
Hybrid
Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg     701 1.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 44 DNF 1 1 1 1 2 DNF 2 1 3 3 DNF 1 1 1 1 1 2 1  
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 06 1 2 2 2 2 1 2 1 DNF 1 4 2 2 DNF 2 2 2 1 14    
2015 F1 W06
Hybrid
Flag of Australia.svg Flag of Malaysia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Japan.svg Flag of Russia.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg   703 1.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 44 1 2 1 1 2 3 1 2 1 6 1 1 DNF 1 1 1 2 2 2    
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 06 2 3 2 3 1 1 2 1 2 8 2 17* 4 2 DNF 2 1 1 1    
2016 F1 W07
Hybrid
Flag of Australia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Russia.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Europe.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Germany.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Japan.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg 765 1.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 44 2 3 7 2 DNF 1 1 5 1 1 1 1 3 2 3 DNF 3 1 1 1 1
DeutschlandDeutschland N. Rosberg 06 1 1 1 1 DNF 7 5 1 4 3 2 4 1 1 1 3 1 2 2 2 2
2017 F1 W08
EQ Power+
Flag of Australia.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Bahrain.svg Flag of Russia.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of Azerbaijan.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Malaysia.svg Flag of Japan.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg   668 1.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 44 2 1 2 4 1 7 1 5 4 1 4 1 1 1 2 1 1 9 4 2  
FinnlandFinnland V. Bottas 77 3 6 3 1 DNF 4 2 2 1 2 3 5 2 3 5 4 5 2 2 1  
2018 F1 W09
EQ Power+
Flag of Australia.svg Flag of Bahrain.svg Flag of the People's Republic of China.svg Flag of Azerbaijan.svg Flag of Spain.svg Flag of Monaco.svg Flag of Canada.svg Flag of France.svg Flag of Austria.svg Flag of the United Kingdom.svg Flag of Germany.svg Flag of Hungary.svg Flag of Belgium (civil).svg Flag of Italy.svg Flag of Singapore.svg Flag of Russia.svg Flag of Japan.svg Flag of the United States.svg Flag of Mexico.svg Flag of Brazil.svg Flag of the United Arab Emirates.svg 655 1.
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich L. Hamilton 44 2 3 4 1 1 3 5 1 DNF 2 1 1 2 1 1 1 1 3 4 1 1
FinnlandFinnland V. Bottas 77 8 2 2 14* 2 5 2 7 DNF 4 2 5 4 3 4 2 2 5 5 5 5

  1. Erst ab der Formel-1-Saison 1974 gab es feste Startnummern. Zuvor variierten die Nummern zwischen den einzelnen Rennen und Trainings.
  2. Startnummer 9 beim Rennen zum Großen Preis von Deutschland 1954
  3. Startnummer 10 beim Rennen zum Großen Preis von Monaco 1955
Legende
Farbe Abkürzung Bedeutung
Gold Sieg
Silber 2. Platz
Bronze 3. Platz
Grün Platzierung in den Punkten
Blau Klassifiziert außerhalb der Punkteränge
Violett DNF Rennen nicht beendet (did not finish)
NC nicht klassifiziert (not classified)
Rot DNQ nicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQ in Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
Schwarz DSQ disqualifiziert (disqualified)
Weiß DNS nicht am Start (did not start)
WD zurückgezogen (withdrawn)
Hellblau PO nur am Training teilgenommen (practiced only)
TD Freitags-Testfahrer (test driver)
ohne DNP nicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJ verletzt oder krank (injured)
EX ausgeschlossen (excluded)
DNA nicht erschienen (did not arrive)
C Rennen abgesagt (cancelled)
  keine WM-Teilnahme
sonstige P/fett Pole-Position
SR/kursiv Schnellste Rennrunde
* nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
() Streichresultate
unterstrichen Führender in der Gesamtwertung

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2015 bekam Mercedes als erstes Team überhaupt die Lorenzo Bandini Trophäe für besondere Leistungen im Motorsport verliehen. Die Auszeichnung bezog sich auf den Gewinn der Fahrer- und Konstrukteursweltmeisterschaft 2014.[50]

Das Mercedes AMG Petronas F1 Team gewann im Frühjahr 2018 den Laureus World Sports Award als Mannschaft des Jahres für den Gewinn des vierten Konstrukteurstitels in Folge in der Saison 2017.[51]

Übersicht des aktuellen Personals[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Toto Wolff ist seit 2013 Motorsportdirektor von Mercedes-Benz
Aufgabenbereich Name
Stammfahrer Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Lewis Hamilton
FinnlandFinnland Valtteri Bottas
Simulator- und Ersatzfahrer FrankreichFrankreich Esteban Ocon
BelgienBelgien Stoffel Vandoorne
MexikoMexiko Esteban Gutiérrez
Motorsportdirektor Mercedes-Benz/Geschäftsführer Bereich Business OsterreichÖsterreich Toto Wolff
Vorsitzender des Aufsichtsrats OsterreichÖsterreich Niki Lauda
Teammanager Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Ron Meadows
Technischer Direktor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich James Allison
Chefingenieur Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Phil Prew
Chefdesigner/Technologiedirektor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Geoffrey Willis
Ingenieurdirektor ItalienItalien Aldo Costa
Chefaerodynamiker Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mike Elliott[52]
Performance Director Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Mark Ellis
Chefingenieur für Simulation und Entwicklung Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Giles Wood
Chefrenningenieur Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Andrew Shovlin
Renningenieur Hamilton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Peter Bonnington
Renningenieur Bottas Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Tony Ross
Berater Bereich Business Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Nick Fry[53]
Betriebsdirektor Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Rob Thomas
Vorstand Daimler AG DeutschlandDeutschland Dieter Zetsche

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Günter Engelen: Mercedes-Benz Renn- und Sportwagen; seit 1894, 1. Auflage. Motorbuch Verlag, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03206-4.
  • Trevor Legate: Faszination Mercedes-Benz. Parragon Books Ltd., Bath, UK 2009, ISBN 978-1-4075-5933-9.
  • Rainer W. Schlegelmilch, Hartmut Lehbrink: Mercedes Sport. Tandem Verlag GmbH, Potsdam, ISBN 978-3-8427-0266-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mercedes Grand Prix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Auszug aus dem britischen Handelsregister.
  2. Jörg Walz: Geschichte des Motorsports, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3275-5, S. 22, S. 28, S. 60-69.
  3. Trevor Legate: Faszination Mercedes-Benz, Bath, UK 2009, ISBN 9783-1-4075-5933-9, S. 115-116.
  4. Günter Engelen: Mercedes-Benz Renn- und Sportwagen, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03206-4, S. 362-377.
  5. Mike Lawrence: Grand Prix Cars 1945-65, S. 220.
  6. Günter Engelen: Mercedes-Benz Renn- und Sportwagen, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03206-4, S. 377.
  7. Günter Engelen: Mercedes-Benz Renn- und Sportwagen, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03206-4, S. 348.
  8. Schlegelmilch/Lehbrink: Mercedes Sport, Potsdam, ISBN 978-3-8427-0266-0, S. 148-149.
  9. Jörg Walz: Geschichte des Motorsports, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-3275-5, S. 184-185.
  10. Christian Nimmervoll: Das steckt hinter dem neuen Mercedes-Werksteam. Motorsport-Total.com, 16. November 2009, abgerufen am 16. November 2009.
  11. Christian Nimmervoll: Offiziell: Mercedes steigt beim Weltmeisterteam ein! Motorsport-Total.com, 16. November 2009, abgerufen am 16. November 2009.
  12. Christian Nimmervoll: Rücktritt vom Rücktritt: "Schumi" ist zurück! Motorsport-Total.com, 23. Dezember 2009, abgerufen am 23. Dezember 2009.
  13. Stephan Heublein: Silbernes Werksteam - Mercedes übernimmt Brawn GP. Motorsport-Magazin.com, 16. November 2009, abgerufen am 16. November 2009.
  14. „Petronas macht bei Mercedes mit“ ( Kicker Online am 21. Dezember 2009).
  15. Schlegelmilch/Lehbrink: Mercedes Sport, Potsdam, ISBN 978-3-8427-0266-0, S. 214.
  16. „Offiziell: Mercedes lässt Heidfeld zu Pirelli wechseln“ (Motorsport-Total.com am 17. August 2010).
  17. auto-motor-und-sport.de: Mercedes übernimmt F1-Team zu 100 Prozent, abgerufen am 2. Februar 2011.
  18. Das erste Bild des neuen Silberpfeils. Motorsport-Total.com, 31. Januar 2011, abgerufen am 16. Februar 2019.
  19. Günter Engelen: Mercedes-Benz Renn- und Sportwagen, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-613-03206-4, S. 655-657.
  20. Dominik Sharaf: 2011: Ein Kanada-Grand-Prix für die Ewigkeit. Motorsport-Total.com, 2. Juni 2015, abgerufen am 16. Februar 2019.
  21. „Silberpfeile starten 2012 als Mercedes AMG“ (Motorsport-Total.com am 5. Dezember 2011).
  22. Tobias Grüner: FIA schmettert Lotus-Protest ab. auto-motor-und-sport.de, 12. April 2012, abgerufen am 16. Februar 2019.
  23. Markus Lüttgens: Spätstarter Mercedes enthüllt neuen Silberpfeil. motorsport-total.com, 21. Februar 2012, abgerufen am 16. Februar 2019.
  24. Sternstunde für Rosberg. autobild.de, 16. April 2012, abgerufen am 16. Februar 2019.
  25. Schumacher muss Pole Position an Webber abgeben. welt.de, 26. Mai 2012, abgerufen am 16. Februar 2019.
  26. Lauda wird Mercedes-Aufsichtsrat Handelsblatt-Online, 28. September 2012.
  27. Daimler übernimmt Mercedes-Team komplett. Spox.com, 19. November 2012. Abgerufen am 5. Januar 2014.
  28. Mercedes trennt sich von Motorsportchef Haug. spiegel.de, 13. Dezember 2012, abgerufen am 16. Februar 2019.
  29. Christian Nimmervoll: Wolff und Lauda kaufen Mercedes-Anteile. motorsport-total.com, 21. Januar 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  30. Toto Wolff verkauft letzte Williams-Anteile. motorsport-magazin.com, 9. März 2016, abgerufen am 16. Februar 2019.
  31. Olaf Mehlhose: Jungfernfahrt in Jerez - Die 1. Runde des F1 W04. motorsport-magazin.com, 4. Februar 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  32. Kerstin Hasenbichler: Herzschlagduell am Limit - Red Bull-Doppelsieg in Malaysia. motorsport-magazin.com, 24. März 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  33. Mercedes nun in silber und mit Stern. weser-kurier.de, 10. Mai 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  34. Robert Seiwert: Vom Test zum Urteil: So lief die Test-Gate-Affäre. motorsport-magazin.com, 21. Juni 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  35. Kerstin Hasenbichler: Kapitel abgeschlossen - Mercedes akzeptiert Strafe: Keine Berufung. motorsport-magazin.com, 21. Juni 2013, abgerufen am 16. Februar 2019.
  36. Petra Wiesmayer: Formel 1: Offiziell: Ross Brawn verlässt Mercedes. In: Speedweek. 28. November 2013, abgerufen am 26. Dezember 2013.
  37. [1] (mercedesf1.com am 19. Dezember 2013).
  38. [2] (www.speedweek.com am 14. April 2014).
  39. [3] (www.motorsport-magazin.com am 28. Januar 2014).
  40. [4] (www.motorsport-total.com vom 2. März 2014).
  41. Tobias Grüner: Crazy Stats GP China 2014: Mercedes hält Verfolger konstant auf Distanz. In: auto motor und sport. 22. April 2014, abgerufen am 28. April 2014.
  42. [5] ()http://www.motorsport-total.com/ vom 9. Juni 2014.
  43. "Hirnlos": Toto Wolff findet klare Worte nach Mercedes-Crash. Abgerufen am 8. August 2016.
  44. Nico Rosberg beendet Formel-1-Karriere. Spiegel Online, 2. Dezember 2016, abgerufen am 2. Dezember 2016.
  45. Rosberg-Nachfolger fix: Mercedes holt Valtteri Bottas! Motorsport-Total, 16. Januar 2017, abgerufen am 18. März 2017.
  46. F1 - 2017 UPDATED ENTRY LIST. FIA, 29. September 2017, abgerufen am 16. Februar 2019.
  47. Mercedes zeigt den F1 W08: Das Auto, das es zu schlagen gilt. Motorsport-Total, 23. Februar 2017, abgerufen am 18. März 2017.
  48. Sven Haidinger: Titelverteidiger Mercedes präsentiert neuen Boliden für 2018. Motorsport-Total.com, 22. Februar 2018, abgerufen am 22. Februar 2018.
  49. Christian Nimmervoll: Präsentation Mercedes F1 W10: Angriff auf Titel Nummer sechs. Motorsport-Total.com, 13. Februar 2019, abgerufen am 13. Februar 2019.
  50. Gerald Dirnbeck: Auszeichnung für 2014: Bandini-Trophäe für Mercedes. formel1.de, 19. August 2015, abgerufen am 12. Februar 2019.
  51. Dominik Sharaf: Laureus-Award: Mercedes als Team des Jahres ausgezeichnet. motorsport-total.com, 7. März 2018, abgerufen am 12. Februar 2019.
  52. „Mercedes reshuffle key members of technical team“ (yallaf1.com am 31. Juli 2012).
  53. [6] (www.focus.de am 22. März 2013).