Charles Leclerc

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Charles Leclerc in Spa-Francorchamps in der europäischen Formel-3-Meisterschaft 2015

Charles Leclerc (* 16. Oktober 1997) ist ein monegassischer Automobilrennfahrer. Er gewann 2016 die GP3-Serie und 2017 die FIA-Formel-2-Meisterschaft.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leclerc begann seine Motorsportkarriere 2005 im Kartsport, in dem er bis 2013 aktiv blieb.[1] 2009 wurde er der bis dahin jüngste Sieger der französischen Kartmeisterschaft in der Cadet-Klasse. 2010 gewann er als bis dahin jüngster Fahrer die KF3-Klasse des Monaco-Kart-Cups. 2011 erzielte Leclerc Gesamtsiege im CIK-FIA-Weltcup der KF3 sowie in der CIK-FIA-Kart-Akademie-Trophäe. 2012 gewann er die KF2-Kategorie der WSK Euro Series und er wurde Zweiter in der KF2-Klasse der CIK-FIA-Karteuropameisterschaft sowie in der U18-CIK-FIA-Kartweltmeisterschaft. 2013 fuhr Leclerc unter anderem in der KZ-Klasse der Europa- und Weltmeisterschaft. Während er in der Europameisterschaft den sechsten Platz erreichte, wurde er hinter Max Verstappen Zweiter in der Weltmeisterschaft.

2014 wechselte Leclerc in den Formelsport zu Fortec Motorsports in die alpine Formel Renault. Er gewann zwei Rennen und erreichte insgesamt neun Podest-Platzierungen. Mit 199 zu 300 Punkten beendete er die Saison auf dem zweiten Platz hinter Nyck de Vries. Darüber hinaus absolvierte Leclerc mit Fortec sechs Gaststarts im Formel Renault 2.0 Eurocup. Dabei kam er dreimal auf dem zweiten Platz ins Ziel. 2015 erhielt Leclerc bei Van Amersfoort Racing ein Cockpit in der europäischen Formel-3-Meisterschaft.[2] Bereits beim ersten Rennwochenende in Silverstone gelang ihm sein erster Sieg. In Hockenheim, Spa-Francorchamps und Nürnberg gewann er ebenfalls. Als bester Fahrer seines Teams erreichte er den vierten Platz in der Fahrerwertung.

2016 wechselte Leclerc zu ART Grand Prix in die GP3-Serie. Er gewann den Saisonauftakt in Barcelona sowie die Hauptrennen in Spielberg und Spa-Francorchamps. Bei insgesamt acht Rennen stand er auf dem Podium. Mit 202 zu 177 Punkten setzte er sich gegen seinen Teamkollegen Alexander Albon durch und entschied die Meisterschaft für sich. Darüber hinaus wurde Leclerc 2016 ins Förderprogramm der Scuderia Ferrari aufgenommen. In dieser Funktion absolvierte er Formel-1-Testfahrten für Ferrari und Haas.[3][4]

2017 erhielt Leclerc bei Prema Racing ein Cockpit in der FIA-Formel-2-Meisterschaft.[5] Er gewann je ein Rennen in as-Sachir, Barcelona, Baku, Spielberg und Silverstone. Mit einem weiteren Sieg beim Hauptrennen in Jerez entschied er die Meisterschaft bereits beim vorletzten Rennwochenende für sich. Zudem blieb er Formel-1-Testfahrer und absolvierte Testfahrten für Ferrari und Sauber.

Statistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karrierestationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2017: Formel 1 (Testfahrer)

Einzelergebnisse in der europäischen Formel-3-Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team Motor 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 Punkte Rang
2015 Van Amersfoort Racing Volkswagen Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich SIL DeutschlandDeutschland HO1 FrankreichFrankreich PAU ItalienItalien MNZ BelgienBelgien SPA DeutschlandDeutschland NOR NiederlandeNiederlande ZAN OsterreichÖsterreich SPI PortugalPortugal POR DeutschlandDeutschland NÜR DeutschlandDeutschland HO2 363,5 4.
12 2 1 3 2 1 3 2 3 5 DNF 3 1 6 2 1 3 4 5 DNF 10 6 4 6 6 7 7 4 5 5 8 10 21

Einzelergebnisse in der GP3-Serie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 Punkte Rang
2016 ART Grand Prix SpanienSpanien ESP OsterreichÖsterreich AUT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR UngarnUngarn HUN DeutschlandDeutschland GER BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA MalaysiaMalaysia MAS Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 202 1.
1 9 1 DNF 2 3 6 3 5 3 1 6 4 DNF 3 5 DNF 9

Einzelergebnisse in der FIA-Formel-2-Meisterschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Team 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 Punkte Rang
2017 Prema Racing BahrainBahrain BRN SpanienSpanien ESP MonacoMonaco MON AserbaidschanAserbaidschan AZE OsterreichÖsterreich AUT Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR UngarnUngarn HUN BelgienBelgien BEL ItalienItalien ITA SpanienSpanien ESP Vereinigte Arabische EmirateVereinigte Arabische Emirate UAE 249 1.
3 1 1 4 DNF DNF 1 2 1 DNF 1 5 4 4 DSQ 5 17 9 1 7

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Charles Leclerc. allroadmanagement.com, abgerufen am 8. März 2015 (englisch).
  2. Gruz David: Monegasque prodigy Leclerc secures FIA F3 seat with Van Amersfoort. paddockscout.com, 14. Januar 2015, abgerufen am 7. März 2015 (englisch).
  3. Valentin Khorounzhiy: Leclerc gets Ferrari and Haas development role. motorsport.com, , abgerufen am 18. Februar 2017 (englisch).
  4. Lawrence Barretto: Charles Leclerc gets Ferrari F1 test chance after impressing Haas. autosport.com, 10. Juli 2016, abgerufen am 18. Februar 2017 (englisch).
  5. Mitchell Adam: Ferrari F1 juniors Leclerc and Fuoco to Prema in GP2 for 2017. autosport.com, 28. November 2016, abgerufen am 25. Februar 2017 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]