Groton (Vermont)

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Groton
Groton Post Office
Groton Post Office
Lage in Vermont
Groton (Vermont)
Groton
Groton
Basisdaten
Gründung: 20. Oktober 1789
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Vermont
County: Caledonia County
Koordinaten: 44° 14′ N, 72° 14′ WKoordinaten: 44° 14′ N, 72° 14′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 1.022 (Stand: 2010)
Bevölkerungsdichte: 7,3 Einwohner je km2
Fläche: 142,4 km2 (ca. 55 mi2)
davon 139,2 km2 (ca. 54 mi2) Land
Höhe: 438 m
Postleitzahl: 05046
Vorwahl: +1 802
FIPS: 50-30550
GNIS-ID: 1462110
Website: www.grotonvt.comVorlage:Infobox Ort in den Vereinigten Staaten/Wartung/FormatierteWebsite

Groton[1] ist eine Town im Caledonia County des Bundesstaates Vermont in den Vereinigten Staaten mit 1022 Einwohnern (laut Volkszählung des Jahres 2010).[2]

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groton liegt im Südwesten des Caledonia Countys und grenzt im Westen ans Washington County und im Süden ans Orange County, im Nordosten der Green Mountains. Der Wells River mit seinen Zuflüssen fließt in südöstlicher Richtung durch die Town. Er mündet im Connecticut River. Es gibt mehrere Seen auf dem Gebiet der Town, der Größte ist der Lake Groton und etwas südlich von ihm der Ricker Pond. Die Oberfläche der Town ist hügelig, die höchste Erhebung ist der 1022 m hohe Signal Mountain.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Entfernungen sind als Luftlinien zwischen den offiziellen Koordinaten der Orte aus der Volkszählung 2010 angegeben.[4]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Durchschnittstemperatur in Groton liegt zwischen -9,44°C (15° Fahrenheit) im Januar und 20,0°C (68° Fahrenheit) im Juli. Damit ist der Ort gegenüber dem langjährigen Mittel der USA um etwa 9 Grad kühler. Die Schneefälle zwischen Mitte Oktober und Mitte Mai liegen mit mehr als zwei Metern etwa doppelt so hoch wie die mittlere Schneehöhe in den USA. Die tägliche Sonnenscheindauer liegt am unteren Rand des Wertespektrums der USA, zwischen September und Mitte Dezember sogar deutlich darunter.[5]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Highway 232 durch Groton

Der Grant für Groton wurde am 7. November 1780 ausgerufen und am 20. Oktober 1789 wurde er an Thomas Butterfield und weiteren vergeben. Er umfasste ein Gebiet von 28.000 Acre (11.331 Hektar). Die Besiedlung startete 1787. Die konstituierende Versammlung der Town fand am 28. März 1797 statt.[6]

Es ist nicht klar, ob Groton nach Groton, Massachusetts oder Groton, Connecticut benannt wurde. Diese Towns wurden jedoch beide nach Groton, Suffolk benannt, der Heimat des ersten Gouverneurs von Massachusetts und zwei Gouverneuren von Connecticut.[7]

Groton lag an der Bahnstrecke Montpelier–Wells River. Am 15. September 1873 wurde der Abschnitt zwischen Wells River und Groton in Betrieb genommen und am 1. November die komplette Strecke. Stillgelegt wurde sie 1956.

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Groton wird von den Gemeinden der baptistischen und der methodistischen Kirche geprägt.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Volkszählungsergebnisse[8] – Town of Groton
Jahr 1700 1710 1720 1730 1740 1750 1760 1770 1780 1790
Einwohner 45
Jahr 1800 1810 1820 1830 1840 1850 1860 1870 1880 1890
Einwohner 248 449 595 836 928 895 939 811 1014 1040
Jahr 1900 1910 1920 1930 1940 1950 1960 1970 1980 1990
Einwohner 1059 915 902 803 764 712 631 666 667 862
Jahr 2000 2010 2020 2030 2040 2050 2060 2070 2080 2090
Einwohner 876 1022

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Groton State Forest erstreckt sich über mehr als 26.000 Acre (10.520 Hektar). Damit ist er das zweitgrößte Gebiet, welches vom Department of Forests, Parks and Recreation verwaltet wird. Angelegt wurde er ab dem Jahr 1919. Im Groton State Forest gibt es sieben State Parks, das Groton Nature Center und acht Seen. Das Civilian Conservation Corps erschloss das Gebiet mit Straßen, Wegen, Brandwachtürmen und Picknick-Gebieten.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch den Südosten verläuft der U.S. Highway 302, er verbindet Groton mit Montpelier und Barre im Westen und Wells River im Osten. Von ihm zweigt in nördlicher Richtung die Vermont State Route 232 nach Marschfield ab.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt in Groton kein Krankenhaus. Das nächstgelegene ist das Central Vermont Medical Center in Berlin.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alice Lord Goodine House

Groton gehört mit Ryegate und Wells River zum Blue Mountain Union School District.[9]

In Groton gibt es keine eigene Schule. Schulkinder besuchen die Blue Mountain Union School in Wells River. Sie bietet Klassen von Pre-Kindergarten bis zum Abschluss der High School im zwölften Schuljahr.[10]

Die Groton Free Public Library befindet sich am Scotts Highway in Groton im historischen Alice Lord Goodine House.[11]

Um die Bewahrung der Geschichte kümmert sich die in den frühen 1930er Jahren gegründete Groton Historical Society.[12]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Scott (1839–1862), Soldat, bekannt als The Sleeping Sentinel

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Bartlett (1808–1876), Politiker und Abgeordneter im Repräsentantenhaus

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zadock Thompson: History of Vermont, natural, civil and statistical, in three parts. Band III. Chauncey Goodrich, Burlington 1842, S. 78 f. (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  • Abby Maria Hemenway: The Vermont historical Gazetteer, Band 1. Burlington 1867, S. 854 ff.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Groton, Vermont – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Groton im Geographic Names Information System des United States Geological Survey, abgerufen am 15. Juni 2017
  2. Einwohnerdaten aus dem US-Census von 2010 im American Factfinder
  3. Signal Mountain auf Peakery.com, abgerufen am 15. Juni 2017
  4. Koordinaten der Orte der Census-Behörde 2010
  5. Groton auf dem Portal City Daty, abgerufen am 15. Juni 2017
  6. History of Vermont, Natural, Civil, and Statistical. For the author, by C. Goodrich, 1842 (books.google.de).
  7. Groton, Vermont, New England, USA. In: virtualvermont.com. Abgerufen am 15. Juni 2017.
  8. Einwohnerzahl 1790–2010 laut Volkszählungsergebnissen
  9. Blue Mountain Union School District, abgerufen am 15. Juni 2017
  10. Blue Mountain Union School, abgerufen am 15. Juni 2017
  11. Groton Free Public Library, abgerufen am 15. Juni 2017
  12. Groton Historical Society, abgerufen am 15. Juni 2017