Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle

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Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle
Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle
Daten
Ort Erfurt, Deutschland
Koordinaten 50° 57′ 43″ N, 11° 2′ 9″ OKoordinaten: 50° 57′ 43″ N, 11° 2′ 9″ O
Baubeginn Mai 2000
Eröffnung 21. Dezember 2001
Kapazität 4000
Erweiterungen 30×60 Meter Eisfeld,
30×60 Meter Inlinefeld
Website www.gunda-niemann-
stirnemann-halle.de
speziell
Konstruktion Halle (temperiert)
Oberfläche Kunsteis
Bahnlänge 400 Meter
Höhenlage 200 Meter
Kurvenradien 25/29[1] Meter
Gesamtpunkte 375,217 Punkte
Verein(e)

ESC Erfurt

Eissportzentrum Erfurt
Nordwestansicht
Eissportzentrum: die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle

Die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle ist eine Eissporthalle in der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt. Sie wurde nach der erfolgreichen Erfurter Eisschnellläuferin Gunda Niemann-Stirnemann benannt. In der 2001 eröffneten Halle haben 4.000 Zuschauer Platz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 29. Dezember 1957 wurde die Kunsteisbahn an der Arnstädter Straße in Erfurt eröffnet, die sowohl für Eisschnelllauf, als auch für Eishockey genutzt wurde. 1982 wurden die Bauarbeiten für eine 333-m-Eisbahn abgeschlossen. Aufgrund der großen Erfolge der Erfurter Eisschnellläuferinnen wie Gunda Niemann-Stirnemann, Franziska Schenk, Sabine Völker und Daniela Anschütz-Thoms musste die Eisbahn vergrößert werden. Die 333-m-Bahn konnte internationalen Standards nicht mehr genügen und wurde durch eine 400 m lange Eisbahn ersetzt, die nach einjähriger Bauzeit im Jahr 1997 eröffnet wurde. Im Mai 2000 begann schließlich der Bau einer kompletten Überdachung der Eissportanlagen. Am 21. Dezember 2001 wurde die nach der erfolgreichsten Erfurter Eisschnellläuferin benannte Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle feierlich eröffnet.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2001, 2003 und 2006 fanden die Deutschen Meisterschaften im Eisschnelllauf in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle statt. Außerdem war die Halle 2002 Austragungsort für die Europameisterschaft, sowie für mehrere Weltcuprennen.

Neben der Nutzung für den Spitzensport ist die Halle für jedermann geöffnet. Neben den klassischen Eissportarten war die Halle auch schon mehrmals Schauplatz für Eisspeedway-Veranstaltungen.

Internationale Wettkämpfe
Mehrkampfweltmeisterschaft Junioren-WM 2006
Mehrkampfeuropameisterschaft 2002
Weltcup 2002/03, 2003/04, 2004/05, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2009/10, 2012/13

Bahnrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle zählt zu den schnellsten Eisschnelllaufbahnen der Welt.

Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
0100 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 0 10,22 15. Dezember 2007 Weltcup 2007/08
0500 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 0 37,58 30. Januar 2009 Weltcup 2008/09
1000 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brittany Bowe 1.14,61 22. März 2015 Weltcup 2014/15
1500 m NiederlandeNiederlande Ireen Wüst 1.55,61 2. März 2013 Weltcup 2012/13
3000 m DeutschlandDeutschland Daniela Anschütz 4.02,88 30. Januar 2010 Int.ernational Race 2010
5000 m TschechienTschechien Martina Sáblíková 6.50,39 18. Februar 2007 Weltcup 2006/07
Team
Pursuit
(6 Runden)
NiederlandeNiederlande Niederlande
Diane Valkenburg
Ireen Wüst
Marrit Leenstra
3.02,83 3. März 2013 Weltcup 2012/13
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
2 × 500 m DeutschlandDeutschland Jenny Wolf 075,880 15. – 16. Dezember 2007 Weltcup 2007/08
Sprint-MK DeutschlandDeutschland Anni Friesinger 153,165 15. – 16. Dezember 2007 Weltcup 2007/08
Mini-MK KanadaKanada Cindy Klassen 157,950 15. – 17. November 2002 Weltcup 2002/03
Kleiner MK DeutschlandDeutschland Anni Friesinger 164,220 4. – 6. Januar 2002 Mehrkampf-EM 2002

Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strecke Athlet Zeit Datum Wettkampf
00100 m China VolksrepublikVolksrepublik China Fengtong Yu 000 9,56 12. Februar 2005
00500 m RusslandRussland Pawel Kulischnikow 00 34,71 21. März 2015 Weltcup 2014/15
01000 m Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Shani Davis 01.08,40 1. Februar 2009 Weltcup 2008/09
01500 m KanadaKanada Denny Morrison 01.45,32 31. Januar 2009 Weltcup 2008/09
03000 m NiederlandeNiederlande Sven Kramer 03.42,62 23. Oktober 2009 Überprüfungswettkampf NL 2010
05000 m NiederlandeNiederlande Sven Kramer 06.16,02 30. Januar 2009 Weltcup 2008/09
10000 m NiederlandeNiederlande Sven Kramer 12.53,17 17. Februar 2007 Weltcup 2006/07
Team
Pursuit
(8 Runden)
NiederlandeNiederlande Niederlande
Jorrit Bergsma
Koen Verweij
Sven Kramer
3.45,21 2. März 2013 Weltcup 2012/13
Mehrkampf Athlet Punkte Datum Wettkampf
Sprint-MK Korea SudSüdkorea Joon Moon 140,515 15. – 16. Dezember 2007 Weltcup 2007/08
Mini-MK NiederlandeNiederlande Thomas Krol 151,700 5. – 6. Dezember 2009 Junioren Länderkampf 2010
Kleiner MK NorwegenNorwegen Håvard Bøkko 150,041 10. – 12. März 2006 Junioren-WM 2006
Großer MK NiederlandeNiederlande Jochem Uytdehaage 155,466 4. – 6. Januar 2002 Mehrkampf-EM 2002

Nicht oder nicht mehr im internationalen Wettkampf ausgetragen.

Aufgestellte Weltrekorde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Liste der in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle aufgestellten Weltrekorde im Eisschnelllauf.
Nr. Disziplin Zeit / Punkte Athlet Datum
1 100 Meter 10,22 Jenny Wolf 16. Dezember 2007

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. isu.sportcentric.net (Memento des Originals vom 21. September 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/isu.sportcentric.net, Communication No. 1807 (29. Juli 2013)
  2. a b speedskatingnews.info Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle