Höhenhaus

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Wappen von Köln
Höhenhaus
Stadtteil 906 von Köln
Lage des Stadtteils Höhenhaus im Stadtbezirk Köln-Mülheim
Koordinaten 50° 59′ 1″ N, 7° 2′ 7″ OKoordinaten: 50° 59′ 1″ N, 7° 2′ 7″ O
Fläche 5,077 km²
Einwohner 15.668 (31. Dez. 2019)
Bevölkerungsdichte 3086 Einwohner/km²
Eingemeindung 1. Apr. 1914
Postleitzahl 51061
Vorwahl 0221
Stadtbezirk Mülheim (9)
Verkehrsanbindung
Bundesstraße B51
Stadtbahnlinie 4
Buslinien 155 157 154 189 260 434
Quelle: Einwohner 2019. (PDF) Kölner Stadtteilinformationen

Höhenhaus ist ein rechtsrheinischer Stadtteil von Köln im Bezirk Mülheim.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höhenhaus grenzt im Osten an die Stadtteile Dünnwald und Dellbrück, im Süden an Holweide, im Westen an Mülheim und an Stammheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Höhenhaus, im Sinne von "Haus auf der Höhe", wurde 1843 erstmals erwähnt.[1] Es wurde einige Jahrzehnte später namensgebend für den darum entstehenden Ortsteil.

Der heutige Stadtteil Köln-Höhenhaus entstand 1934 aus der Zusammenlegung der Ortsteile Höhenhaus und Höhenfeld unter Einbeziehung von Randbereichen von Mülheim. Höhenhaus war Ortsteil von Dünnwald, bis beide Orte am 1. April 1914 nach Köln eingemeindet wurden.

Seit 1891 gab es in Höhenhaus die Bergische Löwen-Brauerei, die später eine Dependance der Gilden-Kölsch wurde. An der Ecke Berliner Straße / Flachsroster Weg verfügte sie über eine Betriebsfläche von 37.500 m²; der Standort wurde 1956 im Zuge einer Produktionsverlagerung zum Stammsitz nach Mülheim stillgelegt. Bis 1977 braute man u. a. das untergärige Höhenhaus Pilsener, das mit dem Slogan „Willst du morgens frisch heraus, / trinke abends Höhenhaus“ beworben wurde. Dieses Bier fand im Rheinland weite Verbreitung.[2]

Im November 2017 meldete der Kölner Stadt-Anzeiger, dass sich ein Arbeitskreis aus drei in ihrer Freizeit tätigen Ortshistorikern (Christopher Ernestus, Marc Jan Eumann und Reimund Haas) gebildet habe, um die Geschichte von Höhenhaus aufzuarbeiten und eine Schrift anlässlich des 175-jährigen Jubiläums der Ersterwähnung zu erstellen. Hierbei wurde auch nach Fotos und Dokumenten sowie Erinnerungen von Zeitzeugen gefragt[3]. Im gleichen Jahr hatte ein Teil der Genannten bereits einen Historischen Rundgang zur Geschichte von Höhenhaus veranstaltet[4]. Der Arbeitskreis hat nach eigenen Angaben zahlreiche Archivbestände durchgearbeitet sowie Auskünfte und umfangreiches Material von Zeitzeugen erhalten und arbeitet, nachdem sich ein Erscheinen zum Jubiläum nicht realisieren ließ, weiter an der Vorbereitung einer Buchveröffentlichung, die (Stand Januar 2021) noch im Jahr 2021 erscheinen soll.[5]

Bevölkerungsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Struktur der Bevölkerung von Köln-Höhenhaus (2019)[6]:

  • Durchschnittsalter der Bevölkerung: 43,5 Jahre (Kölner Durchschnitt: 42,0 Jahre)
  • Ausländeranteil: 16,1 % (Kölner Durchschnitt: 19,4 %)
  • Arbeitslosenquote: 8,6 % (Kölner Durchschnitt: 7,6 %)

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirche „Zur Heiligen Familie“ (Am Rosenmaar 1)
  • Kirche „St. Hedwig“ (Von-Ketteler-Straße 2): Die Kirche stammt von dem Architekten Emil Steffann, die Grundsteinlegung erfolgte 1966. Innerhalb einer Wandkonsole befinden sich Reliquien der Hl. Hedwig, zur Ausstattung gehören ein Kreuz von Jochem Pechau, ein Relief von Josef Welling.
  • Kirche „St. Johann Baptist“ (Honschaftsstraße 339a): Die Kirche wurde 1955 von Paul Krücken errichtet (Konsekration 17. Juli 1955). Das Hängekreuz über dem Altar und der Tabernakel sind Werke der Fuldaer Benediktinerin Lioba Munz. Der Osterleuchter stammt von Egino Weinert (Köln), die Fenster entwarf Ernst Jansen-Winkeln. Im Kirchenschatz befindet sich eine Monstranz von Gabriel Hermeling.

Evangelische Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Johannesschule in der Honschaftsstraße 312 ist eine Gemeinschaftsgrundschule mit Katholischem Bekenntniszweig.[7]
  • Gemeinschaftsgrundschule Von-Bodelschwingh-Straße
  • Rosenmaarschule, vormals Peter-Petersen-Schule, überregional wirksame Grundschule mit integrativem, reformpädagogischem Konzept, Am Rosenmaar[8]
  • Willy-Brandt-Gesamtschule[9]
  • Städtische Förderschule Lernen am Thymianweg[10]
  • Nebenstelle Von-Bodelschwingh-Straße 24 des Berufskollegs Ulrepforte[11]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Kemp: Köln-Höhenhaus zwischen damals und gestern. Cramer, Köln 1996, Neuauflage 2007 – herausgegeben von der KAJUJA (= Katholische Jugend in Höhenhaus) Sankt Johann Baptist.

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Köln-Höhenhaus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jubiläum: Bilder vom alten Höhenhaus gesucht. In: Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe Köln-Ost, vom 14. November 2017.
  2. Verband Wohneigentum, Gemeinschaft Carlswerk: Geschichtliches zur Siedlung Carlsberg; Kölner Brauerei Verband e.V.: Bergische Löwen-Brauerei GmbH & Co. KG (Gilden Kölsch).
  3. Jubiläum: Bilder vom alten Höhenhaus gesucht. In: Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe Köln-Ost, vom 14. November 2017
  4. Veedelsgeschichte: Rundgang durch Höhenhaus. In: Kölner Stadt-Anzeiger, Ausgabe Köln-Ost, vom 22. September 2017
  5. Höhenhaus (Köln)#Historische Bibliografie auf GenWiki (abgerufen 1. Januar 2021)
  6. Kölner Stadtteilinformationen. Abgerufen am 2. März 2021.
  7. Internetseite der GGS Honschaftsstraße
  8. Internetseite der Rosenmaarschule
  9. Homepage der Willy-Brandt-Gesamtschule abgerufen am 4. Februar 2015
  10. Internetseite der Förderschule
  11. Internetseite des Berufskollegs Ulrepforte