Harth (Ruppichteroth)

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Harth
Gemeinde Ruppichteroth
Koordinaten: 50° 50′ 21″ N, 7° 28′ 4″ O
Höhe: 180–190 m ü. NHN
Einwohner: 175 (31. Mrz. 2016)[1]
Postleitzahl: 53809
Vorwahl: 02295
Ortseingang
Ortseingang

Harth ist ein Ortsteil der Gemeinde Ruppichteroth im nordrhein-westfälischen Rhein-Sieg-Kreis.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Harth liegt auf einer Höhe von ca. 190 m ü. NHN etwa einen Kilometer westlich des Ruppichterother Ortskerns. Nachbarorte sind Ahe im Westen und Ruppichteroth im Osten. Südlich des Ortes verläuft die Bundesstraße 478.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Dorf Harth taucht erstmals in einer Karte des Kirchspiels Ruppichteroth aus dem Jahr 1646 auf. Das Wort „hart“ stammt aus dem althochdeutschen und bedeutet „Wald“. Der Ort liegt an einer Erhebung mit dem Namen „Heilige Harth“, der Ortsname geht auf diese Flurbezeichnung zurück.[2] Damals gab es in Harth zwei Freigüter, diese hatten im Bedarfsfall zwei bzw. ein Pferde zu stellen und mussten jeweils einen Fuder Hafer abliefern.[3]

1809 hatte Harth 60 katholische und 26 lutherische Einwohner.[4]

1901 hatte das Dorf 93 Einwohner. Die Haushalte waren Ackerin Wwe. Peter Blum, Ackerer Philipp Gassen, Ackerer Heinrich Hermann, Zimmerer H. W. Heimann, Ackerin Wwe. Franz Josef Heismann, Maurer Joh. Heismann, Ackerer Wilhelm Löbach, Bäcker Wilhelm Manz, Ackerin Wwe. Wilhelm Müller, Schuster Josef Ottersbach, Näherin Augusta Rödder, Ackerer Heinrich Rödder, Ackerer Wilhelm Schiefen, Ackerer Wilhelm Schmitz sen., Ackerer Wwe. Heinrich Söhn und Hebamme Wwe. Josef Söntgerath.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ort ist eine restaurierte historische „Lambach-Pumpe“ ausgestellt. Durch eine solche Pumpe konnten die Dorfbewohner ab 1909 ihr Trinkwasser aus dem Tal in den höhergelegenen Ort pumpen. Vorher musste das Wasser aus einem Brunnen geholt werden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Harth (Ruppichteroth) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wolfgang Eilmes: Bilderbuch Ruppichteroth. Ruppichteroth 2016, S. 139.
  2. Friedrich Koch: Unsere Orts- und Flurnamen. In: Harry Hendriks (Hrsg.): Ruppichteroth im Spiegel der Zeit. Ruppichteroth 1988, S. 390.
  3. Franz J. Burghardt: Adelssitze und freie Güter im Raum Ruppichteroth-Winterscheid. In: Ruppichteroth im Spiegel der Zeit. Bd. II, 1978, S. 12.
  4. Karl Schröder: Die Zivilgemeinde Ruppichteroth 1808–2006. Ruppichteroth – Schönenberg – Winterscheid. 100 Jahre Rathaus in Schönenberg. Hrsg.: Gemeinde Ruppichteroth. Franz Schmitt, Siegburg 2006, ISBN 3-87710-329-4, S. 17.
  5. Einwohner-Adressbuch 1901