Heinkel Lerche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Heinkel Lerche
Hubschraubermuseum Bückeburg 2010 0978.JPG
Modell der „Lerche II“
Typ Jagdflugzeug
Entwurfsland

Deutsches Reich NS Deutsches Reich

Hersteller Heinkel
Erstflug nicht erfolgt
Stückzahl 0

Heinkel Lerche war der Name einer Projektstudie der Heinkel-Werke aus den Jahren 1944/45 für ein revolutionäres Senkrechtstarter-(VTOL)-Programm zur Entwicklung eines Abfangjägers. Es existierten zwei Ausführungen: die als leichter Jäger mit einem Triebwerk ausgerüstete Lerche I und die schwere Nachtjagdvariante Lerche II mit zwei Motoren.

Konstruktion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bemerkenswert neben den auch anderswo entwickelten Merkmalen eines Senkrechtstarters wie der mit der Nase nach oben stehenden Startposition (Heckstarter) waren die ungewöhnliche Anordnung der Rotoren, die liegende Position des Piloten und die Flügelkonstruktion, die keine konventionelle Tragfläche, sondern einen Ring um die gegeneinander rotierenden Propeller vorsah (Ringflügler).

Die Projektstudien waren im März 1945 abgeschlossen, aber die katastrophale Materialversorgung am Kriegsende stoppte das Projekt. Die futuristische Konstruktion ist theoretisch flugfähig, aber unerprobt. Ob das Projekt die Praxistests überstanden hätte, bleibt offen.

Das Schwesterprojekt war die Heinkel Wespe, eine etwas kleinere Ausführung, die anstelle zweier Rotoren mit einem Turboprop-Antrieb DB 021 ausgerüstet werden sollte.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kenngröße Daten (Heinkel Lerche I, 25. Februar 1945) Daten (Heinkel Lerche II, 25. Februar 1945)
Besatzung 1
Länge 7,15 m 10 m
Spannweite 4,00 m 4,55 m
Flügelfläche 12,00 m²
Leermasse 3.500 kg
Startmasse 5.562 kg bis zu 5.600 kg
Antrieb 1 × DB 603E mit 1.750 PS (1.287 kW) 2 × Daimler-Benz DB 605 oder DB 603E mit zusammen ca. 4.000–4.800 PS
Höchstgeschwindigkeit 780 km/h in 6.000 m Höhe 750–800 km/h in 6.000 m Höhe
Marschgeschwindigkeit 670 km/h
Landegeschwindigkeit ≥ 10 km/h
Dienstgipfelhöhe 12.500 m
Reichweite 650 km
Bewaffnung 2 × 30-mm-Kanone MK 108

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Manfred Griehl: Heinkel. Flugzeuge seit 1922. Motorbuch, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-613-03424-2.
  • Luftwaffe Secret Projects – Ground Attack & Special Purpose Aircraft, D. Herwig & H. Rode, ISBN 1-85780-150-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Heinkel Lerche – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien