Heinkel He 118

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Heinkel He 118
Heinkel He 118
Typ: Sturzkampfflugzeug
Entwurfsland: Deutsches Reich NSDeutsches Reich (NS-Zeit) Deutsches Reich
Hersteller:

Heinkel

Erstflug: 14. Februar 1936[1]
Stückzahl: 5

Die Heinkel He 118 war ein deutscher Sturzkampfbomber, der von den Ernst Heinkel Flugzeugwerken in den späten 1930er-Jahren entwickelt wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Maschine ging aus einem 1936 vom Technischen Amt im Reichsluftfahrtministerium, nach Anregung von Ernst Udet, ausgeschriebenen Konstruktionswettbewerb für ein Sturzkampfflugzeug hervor. Am Vergleichsfliegen beteiligt waren neben der He 118 noch die Arado Ar 81 sowie die Junkers Ju 87, die die Ausschreibung gewann. Im Gegensatz zu ihren Konkurrenten besaß die He 118 bereits ein Einziehfahrwerk sowie eine aerodynamisch optimierte Form. Das Flugzeug war als freitragender Tiefdecker in Ganzmetall-Schalenbauweise ausgelegt. Die beiden Besatzungsmitglieder saßen hintereinander unter einer geschlossenen Schiebehaube.

Die ersten beiden Prototypen erhielten englische Rolls-Royce Kestrel-V-Triebwerke mit je 695 PS. Der dritte Prototyp – die He 118 V3 – erhielt einen Daimler-Benz DB 600 V mit 910 PS. Dieses Flugzeug trat Ende 1936 beim Vergleichsfliegen an, konnte im Gegensatz zu allen anderen Flugzeugen aber keinen Sturzflug absolvieren, da das Flugzeug noch nicht fertig entwickelt worden war. Dieser Umstand sowie der Absturz der V3 war das Aus für das Projekt. Der letzte Prototyp erhielt 1937 den Daimler-Benz-DB-601-A-Motor mit 1070 PS.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die He 118 wurde für den Export nach Japan freigegeben. Die V4 (D-OMOL, Werk-Nr. 1296) wurde Februar 1938 zerlegt und nach Japan verschifft, im Marinefliegerarsenal Yokosuka wieder aufgerüstet und von mehreren Piloten geflogen. Die Typenbezeichnung war DXHel. Sie sollte bei Hitachi Seisakusho in Serie gefertigt werden, stürzte jedoch ab und der Serienbau wurde aufgegeben. Monate später erhielten auch die Heeresflieger ihre He 118 (V5, Werk-Nr 1850). Auch hier kam es zu keinem Serienbau. Dennoch dienten die Erfahrungen als Grundlage für die Konstruktion der Yokosuka D4Y.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

He 118 V1
Kenngröße Daten He 118 V1[2]
Spannweite 15,00 m
Länge 11,80 m
Höhe in Fluglage 3,10 m
Flügelfläche 56,2 m²
Leermasse 2450 kg
Höchstgeschwindigkeit 395 km/h
Landegeschwindigkeit 115 km/h
Dienstgipfelhöhe 8500 m
Reichweite 1650 km
Brennstoff 475 kg
Triebwerk ein Daimler Benz DB 600 C mit 800 PS Leistung
Bewaffnung zwei MG 17 nach vorn schießend

ein MG 15 für den Bordschützen
eine 250-kg-Bombe

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Redemann: Flug Revue. Mai 1971
  • Volker Koos: Ernst Heinkel Flugzeugwerke 1933–1945. Heel Verlag, Königswinter 2003.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Heinkel He 118 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Volker Koos: Ernst Heinkel Flugzeugwerke 1933–1945. Heel Verlag, Königswinter 2003, S. 79.
  2. EHF-Datenblatt Nr. 1090a vom 20. April 1937