Heribert Losert

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Heribert J. Losert (* 11. Juli 1913 in Neunkirchen (Niederösterreich); † 11. April 2002 in Wörth an der Donau) war ein deutscher Maler und Graphiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Loserts Familie siedelte 1923 nach Troppau (Schlesien) um. Mit 15 Jahren erhielt Heribert Losert den ersten Zeichenunterricht bei der Malerin Silberschütz. Von 1929 bis 1931 studierte er Kunst an der Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien bei Viktor Schufinsky. Seine künstlerische Ausbildung setzte er von 1931 bis 1935 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei Fahringer und Martin fort. 1938 heirateten Heribert Losert und Emmy Hörmandinger in Ulm. 1939 wurde der Künstler zum Kriegsdienst einberufen und als Kriegsmaler und Zeichner an den Fronten in Frankreich, Polen und Russland eingesetzt.

Nach Kriegsgefangenschaft, Vertreibung und Flucht, folgte 1945 die Ansiedlung in Rosenheim. Den Lebensunterhalt verdiente sich Heribert Losert durch eine freie Mitarbeit bei Zeitungen und Zeitschriften. Nach dem Besuch des Seminars der Freien Waldorfschulen in Stuttgart (1952/1953) zog er 1953 nach München um und nahm bis 1961 einen Lehrauftrag als Kunstpädagoge an der Rudolf-Steiner-Schule in München-Schwabing wahr. 1961 wurde er zum Leiter der Fachgruppe Bildende Kunst in der Künstlergilde Esslingen gewählt und gründete die Sommerakademie St. Johann bei Regensburg. Ab 1961 war Heribert Losert wieder freischaffender Künstler.

1965 gestaltete er die Sendereihe „Sehen und Sichtbarmachen – ein Zeichenkurs mit Spielregeln“, im Bayerischen Rundfunk (Fernseh-Studienprogramm), mit Wiederholungen im Hessischen und im Schweizer Fernsehen. Am Ende des Jahres trat Heribert Losert eine dreimonatige Reise nach Nordamerika an. Von 1965 bis 1968 war Heribert Losert Dozent für Malerei an der Freien Kunst-Studienstätte Ottersberg bei Bremen. 1971 wurde er Mitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, der Künstlergruppe der Hans-Thoma-Gesellschaft, der Association „Art et Lettres“ in Juvisy und der „Seerose“ in München. 1973 gründete Heribert Losert die Freizeitakademie Bayerwald in Hofdorf und zog von München nach Wörth um. 1974 wurde Heribert Losert zum Ersten Vorsitzenden der Künstlergilde Esslingen gewählt und 1978 als Mitglied des Ostdeutschen Kulturrats berufen. Ab 1991 führte er die Freizeitakademie als Sommerakademie im Kloster Windberg fort. Gründungsmitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste. Am 11. April 2002 starb Heribert Losert in Wörth an der Donau.

Ausstellungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ludwig Klinger (Bearb.) Die schönsten Sagen aus West- und Ostpreußen. Mit Textzeichnungen von Heribert Losert. München 1970. ISBN 3-76120-011-0
  • Heribert Losert: Spiegel und Spiegelung. München 1972. ISBN 3-92011-9088
  • Künstlergilde Esslingen (Hg.): Tauche ich in deinen Schatten. Mit Zeichnungen von Heinrich Klumbies und Heribert Losert. München 1977. ISBN 3-76890-151-3
  • Bernhard Rupprecht: Heribert Losert – eine Werksmonographie. Stuttgart 1981. ISBN 3-87838-295-2
  • Heribert Losert: Aquarelle, Malkreiden, Zeichnungen, Mischtechnik und Druckgrafik. Esslingen 1988. ISBN 3-87838-295-2
  • Hans Werner Saß (Hg.): Heribert Losert. Ein Maler der Moderne. Künstlergespräche. München 1994. ISBN 3-928167-014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sudetendeutsche-heimatpflege.de: Spiegelungen und Vertreibung (abgerufen am 21. April 2015)
  2. Bundespräsidialamt