Hesseneck

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Hesseneck
Hesseneck
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Hesseneck hervorgehoben
Koordinaten: 49° 34′ N, 9° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Odenwaldkreis
Höhe: 285 m ü. NHN
Fläche: 29,98 km²
Einwohner: 631 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 21 Einwohner je km²
Postleitzahl: 64754
Vorwahl: 06276
Kfz-Kennzeichen: ERB
Gemeindeschlüssel: 06 4 37 008
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Untere Siegfriedstraße 6
64754 Hesseneck
Webpräsenz: www.hesseneck-odenwald.de
Bürgermeister: Thomas Ihrig (SPD)
Lage der Gemeinde Hesseneck im Odenwaldkreis
Breuberg Höchst im Odenwald Lützelbach Bad König Brensbach Brombachtal Fränkisch-Crumbach Reichelsheim (Odenwald) Mossautal Michelstadt Erbach (Odenwald) Hesseneck Beerfelden Sensbachtal Rothenberg Landkreis Darmstadt-Dieburg Bayern Baden-Württemberg Baden-Württemberg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Kreis BergstraßeKarte
Über dieses Bild

Hesseneck ist eine Gemeinde im Odenwaldkreis in Hessen (Deutschland). Mit nur rund 630 Einwohnern ist Hesseneck die kleinste eigenständige Gemeinde Hessens. Der Ort liegt am Dreiländereck Hessens mit Bayern und Baden-Württemberg.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hesseneck ist die südöstlichste Gemeinde des Odenwaldkreises und liegt im Buntsandsteingebiet des Odenwaldes an den Quellbächen und dem Mittellauf der Itter, die bei Eberbach in den Neckar mündet. Zwischen Hesseneck und dem Kerngebiet des Odenwaldkreises im Mümlingtal erhebt sich der Krähberg (554,9 m ü. NN) mit der Passhöhe Reußenkreuz (515 m ü. NN). Die höchste Erhebung im Gemeindegebiet ist die Hohe Langhälde (548,3 m ü. NN) östlich des Ortsteils Hesselbach an der badischen Landesgrenze. Die am tiefsten gelegene Stelle ist die Einmündung des Rindengrundes in die Itter mit etwa 205 m ü. NN.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hesseneck grenzt im Norden an die Städte Beerfelden und Erbach (beide im Odenwaldkreis) sowie den Markt Kirchzell (Landkreis Miltenberg in Bayern), im Osten an die Gemeinde Mudau (Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg), im Süden an die Stadt Eberbach (Rhein-Neckar-Kreis in Baden-Württemberg) sowie im Westen an die Gemeinde Sensbachtal (Odenwaldkreis).

Beerfelden Erbach Kirchzell
Sensbachtal Nachbargemeinden Mudau
Sensbachtal Eberbach Mudau

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde besteht aus folgenden Ortsteilen :

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Vorfeld der Gebietsreform in Hessen schlossen sich am 1. Oktober 1971 die bisher selbständigen Gemeinden Hesselbach, Kailbach und Schöllenbach zur neuen Gemeinde Hesseneck zusammen.[2]

Zur Zeit diskutiert man aus wirtschaftlichen Gründen in den Gemeinden Hesseneck, Beerfelden, Rothenberg und Sensbachtal die Möglichkeiten einer Fusion, über die die Bürger der vier Gemeinden am 6. März 2016 abstimmen konnten. Bei einer Abstimmungsbeteiligung von 77,4 % votierte eine Mehrheit von 88,7 % der abstimmenden Bürger Hessenecks für einen Zusammenschluss zu Oberzent.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 6. März 2016 lieferte folgendes Ergebnis, in Vergleich gesetzt zu früheren Kommunalwahlen:

Sitzverteilung in der Gemeindevertretung 2016
  
Von 11 Sitzen entfallen auf:
Parteien und Wählergemeinschaften %
2016
[4]
Sitze
2016
%
2011
[5]
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 70,0 8 74,7 8 57,3 6 67,2 10
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 30,0 3 25,3 3 33,1 4 32,8 5
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,6 1
Gesamt 100,0 11 100,0 11 100,0 11 100,0 15
Wahlbeteiligung in % 77,4 76,2 71,2 77,2

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister Thomas Ihrig (SPD) wurde im ersten Wahlgang am 12. Juni 2005 mit 71,7 % der Stimmen wiedergewählt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rathaus in Schöllenbach
Quell- und Wallfahrtskirche Schöllenbach

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sehenswert ist der Verlauf des Limes durch den Ortsteil Hesselbach mit dem gleichnamigen Kastell und Wachtturm-Fundamenten sowie die Quellkirche zu Schöllenbach (erbaut 1465).
  • Bei Kailbach befindet sich der Haintalviadukt der Odenwaldbahn. Er besteht bei einer Länge von 173 Metern und einer Höhe von 30 Metern aus neun Bögen mit je 15 Meter Spannweite.
  • Siehe auch den separaten Artikel Liste der Kulturdenkmäler in Hesseneck.

Natur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eutersee

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Bundesstraße 45 (HanauEberbach), die nach ca. 9 km in Beerfelden OT Hetzbach erreicht wird, ist Hesseneck an das Verkehrsnetz angeschlossen. Die Odenwaldbahn erschließt die Gemeinde mit Haltepunkten in Kailbach und Schöllenbach.

Wanderwege[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Ortsteile Schöllenbach und Hesselbach verläuft der Nibelungensteig, ein 124 Kilometer langer, mit dem Gütesiegel „Wanderbares Deutschland“ zertifizierter Fernwanderweg.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 358.
  3. Bürgerentscheid am 06.03.2016 in Hesseneck. In: www.statistik-hessen.de. Abgerufen am 6. März 2016.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Ergebnis der Gemeindewahl am 6. März 2016
  5. Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hesseneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien