Mudau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mudau
Mudau
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mudau hervorgehoben

Koordinaten: 49° 32′ N, 9° 12′ O

Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Karlsruhe
Landkreis: Neckar-Odenwald-Kreis
Höhe: 456 m ü. NHN
Fläche: 107,55 km2
Einwohner: 4921 (31. Dez. 2020)[1]
Bevölkerungsdichte: 46 Einwohner je km2
Postleitzahl: 69427
Vorwahl: 06284
Kfz-Kennzeichen: MOS, BCH
Gemeindeschlüssel: 08 2 25 060
Gemeindegliederung: 9 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Schloßauer Str. 2
69427 Mudau
Website: www.mudau.de
Bürgermeister: Norbert Rippberger (CDU)
Lage der Gemeinde Mudau im Neckar-Odenwald-Kreis
HessenBayernHohenlohekreisLandkreis HeilbronnMain-Tauber-KreisRhein-Neckar-KreisRhein-Neckar-KreisAdelsheimAglasterhausenBilligheimBinauBuchen (Odenwald)Elztal (Odenwald)FahrenbachHardheimHaßmersheimHöpfingenHüffenhardtLimbach (Baden)MosbachMudauNeckargerachNeckarzimmernNeunkirchen (Baden)Obrigheim (Baden)OsterburkenRavensteinRosenberg (Baden)SchefflenzSchwarzach (Odenwald)SeckachWaldbrunn (Odenwald)WalldürnZwingenberg (Baden)Karte
Über dieses Bild

Mudau ist eine zum Neckar-Odenwald-Kreis gehörende Gemeinde in Baden-Württemberg. Sie gehört zur europäischen Metropolregion Rhein-Neckar.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt im südöstlichen Odenwald zwischen Neckar und Main in der nördlichen Ecke des Neckar-Odenwald-Kreises an der Landesgrenze zu Hessen und Bayern (Dreiländereck). Das von ausgedehnten Wäldern bedeckte Gemarkungsgebiet liegt auf der sanft in Richtung Südosten zum Bauland hin abfallenden Buntsandstein[2]-Hochfläche zwischen 240 m (Reisenbacher Grund) und 580 Höhe. Die höchsten Erhebungen befinden sich mit der Hart und dem Salzlackenkopf westlich von Reisenbach.

Viele Bäche entspringen hier auf der Wasserscheide zwischen Neckar und Main, darunter die Mud, die dem Marktflecken auch den Namen gegeben hat. In ihrem Unterlauf haben sie sich teils bis zu 200 m tief in den Buntsandstein eingegraben. Der Gabelbach, die Mud und das Steinbächlein fließen zum Main, der Reisenbach, der Trienzbach und die Elz zum Neckar.

Die Gemeinde hat ein eigenes Wasserversorgungssystem. Das Frischwasser wird aus vier Tiefbrunnen gefördert, mechanisch entsäuert und ohne sonstige Aufbereitung direkt an den Verbraucher weitergegeben. Der Ortsteil Mudau ist seit 1996 ein staatlich anerkannter Erholungsort im Naturpark Neckartal-Odenwald. Im Regionalplan ist Mudau als Kleinzentrum ausgewiesen.

Die nächstgelegenen Großstädte sind im Norden Frankfurt am Main, im Osten Würzburg, im Süden Heilbronn und im Westen Heidelberg und Mannheim. Mittelzentren wie Mosbach, die Kreisstadt des Neckar-Odenwald-Kreises, befinden sich etwa 20 km südlich, Eberbach gut 20 km westlich, Buchen rund 10 km östlich und Amorbach ungefähr 13 km nördlich entfernt.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Mudau besteht aus den neun Ortsteilen Donebach (), Langenelz (), Mörschenhardt (), Mudau (), Reisenbach (), Rumpfen (), Scheidental (), Schloßau () und Steinbach ().

Zum Ortsteil Donebach gehören das Dorf Ünglert () und die Hofreite Ünglert, die zum Teil auch im Ortsteil Steinbach liegt. Zu den Ortsteilen Langenelz und Rumpfen gehören jeweils nur die gleichnamigen Dörfer. Zum Ortsteil Mörschenhardt gehören das Dorf Mörschenhardt, der Weiler Ernsttal () und das Schloss Waldleiningen. Zum Ortsteil Mudau gehören das Dorf Mudau und der aufgegangene Weiler Untermudau sowie die Siedlung „Neue Heimat“. Zum Ortsteil Reisenbach gehören das Dorf Reisenbach, der Weiler Reisenbacher Grund () und ein Teil der Wüstung Unterferdinandsdorf. Zum Ortsteil Scheidental gehören die Dörfer Oberscheidental und Unterscheidental. Zum Ortsteil Schloßau gehören die Dörfer Schloßau und Waldauerbach (historisch auch Auerbach, ). Zum Ortsteil Steinbach gehören das Dorf Steinbach und ein Teil des Weilers Ünglert.

Einwohner und Gemeindegröße[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anzahl der Einwohner beträgt 4.915, was einer Einwohnerdichte von 47,6 EW/km² entspricht. Die Gemeindegröße ist 10.756 ha. (Stand 04/2019). Damit ist Mudau flächenmäßig die zweitgrößte Gemeinde im Neckar-Odenwald-Kreis und eine der am dünnsten besiedelten Gemeinden von Baden-Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Römische Vergangenheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zur Zeit der Römerherrschaft (etwa 98 bis 260) lag das Gemeindegebiet in der Provinz Obergermanien. Überreste des Neckar-Odenwald-Limes sind heute bei Schloßau und Scheidental zu sehen.

Die römische Herrschaft währte bis zum Eindringen der Alamannen (um das Jahr 260), die in der Folgezeit das Land zwischen Main und Neckar besiedelten und beherrschten, jedoch zu Beginn des 6. Jahrhunderts ihrerseits unter die Herrschaft der Merowinger und später des Fränkischen Reichs gerieten.

Mittelalter und Frühe Neuzeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um das Jahr 1050 erwarb das Benediktiner-Kloster Amorbach ein Gebiet im Gau Wingarteiba im östlichen Odenwald, die „silva Otinwalt“ und ließ Rodungssiedlungen im Waldgebiet südlich von Amorbach anlegen.[3] Die Ortschaften fanden hierdurch ihren Ursprung, unterstanden ab dem 12. Jahrhundert der Vogtei der Herren von Dürn und waren der nahe gelegenen Burg Wildenberg zugeordnet.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Mudau am 19. Mai 1271 anlässlich des Verkaufs der Burg Wildenberg mit den zugehörigen Dörfern Kirchzell, Buch, Preunschen, Donebach, Mörschenhardt, Schloßau und Mudau durch Ulrich von Dürn[4] und seine Gemahlin Adelheid an das Erzstift Mainz.[5][6] Dazu gehörten auch der Atzhof (ein Fronhof) und der Gutshof Neuhof, der inzwischen abgegangen ist .[7]

Mudau wurde Mittelpunkt des oberen Zent mit eigenem Verwaltungs- und Gerichtsbezirk, während Amorbach Sitz des unteren Zent war. Der obere Zent umfasste 27 Dörfer an dessen Spitze der Zentgraf stand, bei Gericht standen ihm 14 Schöffen aus den einzelnen Zentorten zur Seite. Im Jahre 1426 wurde Mudau von der Mutterpfarrei Hollerbach abgetrennt und eigenständiger kirchlicher Mittelpunkt mit 13 Filialen. Im Bauernkrieg von 1525 wurde das nahe gelegene Kloster Amorbach vom hellen Haufen um Götz von Berlichingen geplündert und die unverteidigte Burg Wildenberg zerstört. Im Dreißigjährigen Krieg marschierten Soldaten des Schwedenkönigs durch Mudau, nahmen hier Quartier und verursachten von 1632 bis 1634 große Schäden, infolgedessen viele Mudauer an Hunger starben. Die Bevölkerung ging bis zum Ende des Krieges um gut zwei Drittel zurück.

19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Säkularisation gelangte Mudau 1803 durch den Reichsdeputationshauptschluss kurzzeitig an das Fürstentum Leiningen und war bis 1805 hochfürstliches leiningisches Amt, wurde jedoch 1805 mit seiner Zent dem Rentamt Buchen zugeschlagen. Dadurch verlor Mudau seine bis dahin bedeutende Stellung als Amtsort. Nach der Mediatisierung 1806 und dem Vertrag zur Rheinbundakte wurde Mudau ab 1807 formal Bestandteil des vergrößerten Großherzogtums Baden. In den nächsten Jahren trafen drei große Agrarkrisen die Region hart, von denen zwei Hungersnöte auslösten. Durch den Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien kam es zum Jahr ohne Sommer das 1816 und 1817 zu großen Hungersnöten. Erst ab 1818 besserte sich die Situation wieder und führte bis 1821 zu sehr guten Ernteerträgen. Die Überproduktion von Nahrungsmitteln ließ die Marktpreise in der Zeitspanne von 1820 bis 1830 rapide sinken. Die zweite große Hungersnot fiel in die Jahre 1846 und 1847 und hatte ihren Grund im Auftreten der Kartoffelfäule und wetterbedingter Missernten.[8] In der Märzrevolution von 1848 wurden das leiningische Hofgut Marienhöhe bei Buchen und das Rentamt in Ernsttal in Brand gesteckt. Die Rathäuser wurden gestürmt. 1849 wurden durch einen Großbrand – ausgehend von der Hauptstraße – 109 Gebäude zerstört, zwei Drittel von Mudau standen nicht mehr und 800 Einwohner waren obdachlos geworden. Die Bevölkerung war inzwischen stark angewachsen, und die begrenzten landwirtschaftlichen Anbauflächen konnten viele Einwohner kaum noch ernähren. Eine Vielzahl von Mudauer Familien wollte der Verelendung oder Hoffnungslosigkeit entkommen und suchte ihr Glück in der Fremde (Heidelberg, Mannheim oder Frankfurt) oder durch Auswanderung nach Afrika, Brasilien und Nordamerika.[9] Der preußisch-österreichische Krieg von 1866 brachte nach gut 50-jähriger Pause wieder Soldaten in die Gemarkung, ehe 1870/71 gut vier Dutzend Männer aus Mudau am deutsch-französischen Krieg teilnahmen.

20. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dann kam der 1. Weltkrieg (1914–1918) bei dem alle wehrfähigen Männer der Gesamtgemeinde unter Waffen standen, von denen 236[10] starben oder für vermisst erklärt wurden (die Ehrentafel in den Ortschaften zeugt noch heute davon). Die verbliebenen Einwohner mussten sich arg einschränken, Lebens- und Genussmittel wurden rationiert und die Hungerjahre 1917/18 folgten. Nach dem Krieg war nichts mehr wie zuvor. Dem Frieden mit dem Diktat von Versailles folgten Repressalien die in den Staatsbankrott von 1923 mündeten und eine Geldentwertung und Hyperinflation zur Folge hatte. Die Einwohner kämpften wieder ums Überleben. Die Mudauer ließen sich jedoch nicht unterkriegen, was das große Heimatfest im Jahre 1927 bewies. Mit der Machtergreifung 1933 wurde am Rathaus die Hakenkreuzfahne gehisst. Es folgte die Auflösung sämtlicher Parteien, Verbände und Vereine. Der Bürgermeister wurde von oben her „bestimmt“ und kurzerhand die Ortschaften Donebach und Langenelz nach Mudau eingemeindet. Dazu wurde Unter- und Oberscheidental zur Einheitsgemeinde Scheidental vereinigt; Schloßau, Waldauerbach und Mörschenhardt zur Einheitsgemeinde Schloßau. Der Schrecken des 2. Weltkrieges begann 1939 und endete erst am 30. März 1945 mit der Eroberung Mudaus durch die Amerikaner, bei der ein Artillerietreffer der SS den Turm der Pfarrkirche traf. 329 Soldaten[10] aus der Gesamtgemeinde ließen im Kampf oder in der Gefangenschaft ihr Leben. Bis zum September 1945 waren amerikanische Truppen in Mudau, bestellten einen neuen Bürgermeister und begannen mit der sogenannten Entnazifizierung der Einwohner. Das zerstörte Schulhaus musste wieder aufgebaut werden, Flüchtlinge aus den Ostgebieten aufgenommen und integriert werden. Eine enorme Kraftanstrengung war vonnöten, die Siedlung „Neue Heimat“ entstand. Der Wirtschaftsaufschwung in den 50er Jahren folgte und ließ die Gemeinde neu erblühen. Im Jahre 1959 wurde die Odenwaldhalle gebaut und dient noch heute als Veranstaltungs- und Turnhalle. Der Neubau der Grund- und Hauptschule in Mudau (1967) mit Erweiterungsbau (1979) sowie der Grundschule in Schloßau (1965) mit Turnhalle und Schwimmbecken (1973) folgten. Einzelne Wirtschaftsbetriebe siedelten sich an, und das Vereinsleben ist rege.

21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im neuen Jahrtausend folgten neue Baugebietserschließungen (weitere Bauabschnitte im Brückengut in Mudau, am Rumpfener Buckel, das Burggewann in Schloßau oder im Neuhof in Donebach), Ortskernsanierungen und Umgehungsstraßen. Seit 2005 ist im Mudauer Rathaus eine Außenstelle des UNESCO-Geoparks untergebracht und seit 2010 gibt es drei Windkraftanlagen auf der ,,Steinbacher Höhe" zur alternativen Energiegewinnung.

Die Märkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Märkte waren schon früh ein wichtiges wirtschaftliches Rückgrat von Mudau. Im Jurisdiktionalbuch von 1668 wird von zwei privilegierten Jahrmärkten auf den Laurentiustag und den Dreikönigstag berichtet. Auch Viehhandel wurde betrieben. Im 17. Jahrhundert wurde Mudau wichtiger Marktort mit mehreren Jahr- und Viehmärkten. Durchgeführt wurden die Märkte auf dem Platz vor dem alten Rathaus, am Strohmarkt (beim "Lamm"), später auf dem großzügeren Platz vor der ehemaligen Gaststätte, dem „Deutschen Haus“. 1780 gab es drei Jahrmärkte und sechs Viehmärkte, um 1790 wuchs die Zahl der Viehmärkte auf 16. Im Jahre 1804 musste sogar eine „Viehmarkts Ordnung für den Hochfürstlichen Leiningischen Marktflecken Mudau“ erlassen werden. Im Jahr 1817 hatte Mudau 16 Viehmärkte, drei Krämermärkte (19. März Josef, 10. August Laurentius, 19. September Michaeli) und einen Leinwandmarkt am 22. Juli. Ob der Märke in Beerfelden, Adelsheim, Mosbach und Eberbach wurde die Anzahl der Viehmärkte 1838 auf 20 erhöht. Im Jahre 1856 waren es dann wieder 16 Viehmärkte, bei denen auch erste Produkte des ab den 1850er Jahren neu eingeführten Gewerbes der Strohflechterei angeboten wurden. Der 1. Weltkrieg und die besser werdenden wirtschaftlichen Verhältnisse mit besseren Transportmöglichkeiten haben die Viehmärkte zum Erliegen gebracht. Mitte des 20. Jahrhunderts hatte Mudau noch zwei Krämermärkte, den Josefsmarkt am 19. März und den Martinimarkt Mitte November.

Im Jahr 1989 ließ der Bund der Selbständigen (BdS) die Tradition des Laurentiusmarktes (3. Wochenende im September) wieder aufleben. Seit 2006 gibt es auch wieder einen Bauernmarkt.

Die Mundart[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mundart ist ostfränkisch mit starken Einflüssen des Pfälzischen. Ein Beispiel, wie man hier sprach und zum Teil noch spricht, ist im Bezirksmuseum Buchen archiviert:

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. September 1971 wurde Mörschenhardt eingemeindet. Am 1. Januar 1973 folgte Rumpfen, am 1. Januar 1974 Scheidental und Langenelz und am 1. März 1974 Donebach. Am 1. Januar 1975 war die Gemeindereform mit dem Zusammenschluss von Mudau, Reisenbach, Schlossau und Waldauerbach und zur neugebildeten Gemeinde Mudau abgeschlossen. Am selben Tag kam Steinbach hinzu.[11]

Wappen der Ortsteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Zugehörigkeit zu Kurmainz war die Bevölkerung früher fast ausschließlich römisch-katholisch. Heute sind ungefähr 90 % römisch-katholisch und 6 % evangelisch. Es gibt zwei römisch-katholische und eine evangelische Gemeinde in Mudau. Zudem gibt es mit der Christian Community International Mudau eine freikirchliche Gemeinde. Von 1899 bis 1981 gab es in Mudau ein Schwesternhaus der Barmherzigen Schwestern des hl. Dominikus (Neusatzeck), in der der ambulante Krankendienst, die Kinderschule und ein Altersheim untergebracht war. In den Ortschaften Donebach, Langenelz, Mudau, Scheidental, Schlossau, Steinbach und Reisenbach gibt es Friedhöfe.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das neue Rathaus in Mudau
Die Odenwaldhalle Mudau

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die namentlich überlieferten Schultheißen (Bürgermeister) von Mudau seit 1650 waren:1650: Johann Escheid, 1728: Peter Link, 1776: Valentin Münch, 1779: Joh. Val. Leyer, 1786: Johann Joseph Pfaff.

Die Bürgermeister von Mudau seit dem Übergang an Baden:

  1. 1806–1812: Johann Joseph Pfaff
  2. 1812–1833: Johann Hauck
  3. 1833–1840: Pankraz Link
  4. 1841–1856: Franz Grimm
  5. 1856–1856: Andreas Knapp
  6. 1857–1869: Karl Oeden
  7. 1870–1884: Wilhelm Schäfer
  8. 1884–1905: Isidor Linz
  9. 1905–1919: August Burkhardt
  10. 1919–1933: Otto Link
  11. 1933–1945: Melchior Kinzig
  12. 1945–1948: Karl Breunig
  13. 1948–1979: Erich Bucher
  14. 1980–2004: Wilhelm Schwender
  15. 2004–heute: Norbert Rippberger

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat normalerweise 17 ehrenamtliche Mitglieder, die für fünf Jahre gewählt werden. Die Zahl der Mitglieder kann sich durch Ausgleichssitze erhöhen (gesamt 2019: 17 Sitze; 2014: 18). Hinzu kommt der Bürgermeister als stimmberechtigter Gemeinderatsvorsitzender.

Dabei garantiert die Unechte Teilortswahl den Ortsteilen eine festgelegte Anzahl von Sitzen: Aus Mudau kommen mindestens sechs, aus Schloßau/Waldauerbach mindestens drei, aus Scheidenthal mindestens zwei, sowie aus Donebach/Ünglert, Langenelz, Mörschenhardt/Ernsttal, Reisenbach, Rumpfen und Steinbach jeweils mindestens ein Gemeinderat.

Die Kommunalwahl 2019 führte zu folgendem Ergebnis (in Klammern: Unterschied zu 2014):[12]

Gemeinderat 2019
Partei / Liste Stimmenanteil Sitze
CDU/BL 53,5 % (−13,4) 9 (−3)
Freie Unabhängige Bürger (FUB) 46,5 % (+13,4) 8 (+2)
Wahlbeteiligung: 67,5 % (+10)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Rot ein silberner (weißer) Wellenschrägbalken, begleitet von je einem sechsspeichigen silbernen (weißen) Rad. Der Wellenbalken symbolisiert die Lage der Gemeinde im Quellbereich des Mudbaches. Die Räder und die Tingierung weisen auf das Wappen des Erzstiftes Mainz hin.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alter Bahnhof mit Dampflok 99 7202
Grundschule in Mudau
Grundschule in Schloßau

Zugverbindung

Mudau war von 1905 bis 1973 Endpunkt einer heute abgebauten Schmalspurbahn, des Odenwaldexpresses, die von Mosbach ausging. Auf der ehemaligen Bahntrasse wurde am 8. Juni 1980 eine Rad-Wanderbahn eingeweiht. Heute ist der Ort über eine Buslinie an den Bahnhof der S-Bahn RheinNeckar in Eberbach angebunden.

Straßen

Die durch die Gemeinde führenden Landstraßen L523, L524, L585 und L615 verbinden die Ortschaften mit den umliegenden Mittelzentren.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In früheren Jahren gab es in Mudau überwiegend Landwirte, die im Nebenbetrieb meist noch einem Handwerk nachgingen. Heute befinden sich in der Gemeinde mehrere Betriebe der Metall- und Holzverarbeitung.

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Kernort in Mudau sowie im Ortsteil in Schloßau gibt es je eine Grundschule. Die bis 2018 bestehende Grund- und Hauptschule (mit Werkrealschule) in Mudau fiel dem demographischen Wandel zum Opfer. Zudem gibt es zwei Kindergärten (in Mudau und Schloßau).

Gesundheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Mudau gibt es zwei Hausärzte, zwei Zahnärzte und eine Apotheke. Altenpflegeheime befinden sich in Mudau und Steinbach sowie eine Fachklinik für Psychosomatische und psychovegetative Erkrankungen in Waldleiningen. Dazu besteht in Mudau noch eine Tierarztpraxis.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freizeitanlage Weller

In der Freizeitanlage Weller steht ein Minigolf-Parcour, Kneipp-Becken und Boulebahnen für familienfreundliche Erholung.

Golfplatz

Eingebettet in Wald und Wiesen entstand 1993 die Golfanlage in Mudau mit 92 ha Größe. Sie bietet neben einem 18-Loch-Platz einen Kurzplatz, überdachte Driving Range, Putting-Grün, Übungsbunker sowie ein Clubhaus mit Bewirtung.

Hochseilgarten

Der Hochseilgarten in dem Waldgelände in Steinbach (Eventure Park) ist eine Kombination von Naturseilgarten, bei dem die Übungen zwischen lebenden Bäumen angebracht werden, und frei gebauter Anlage.

Laufzentrum „Der Neuhof Dreier“

Für Nordic-Walking und Joggingbegeisterte wird im Ortsteil Mudau ein beschildertes Laufzentrum mit dem Namen „Der Neuhof Dreier“ angeboten.

Radwanderwege

Durch Mudau führen folgende Radwanderwege:

  • Der 225 km lange 3-Länder-Radweg führt als Rundweg durch das Dreiländereck von Hessen, Baden-Württemberg und Bayern. Entlang von Mümling, Neckar und Main erkundet die Route den Odenwald.
  • Der Burgenstraßen-Radweg verläuft über ca. 1.200 Kilometer parallel zur Touristenroute Burgenstraße zwischen Mannheim und Prag.
  • Der Odenwald-Madonnen-Radweg führt über 135–160 Kilometer durch den Odenwald, das Neckartal und die Rheinebene.
  • Der Radweg auf der Wanderbahn (auf der ehemaligen Bahnstrecke) führt über 27 km von Mosbach nach Mudau. 300 Höhenmeter sind zu überwinden.[13]

Schwimmbad

Das Schwimmbad im Ortsteil Schloßau ist mittwochs und samstags für die Öffentlichkeit geöffnet.

Ski-Langlaufroute

Freunde des Langlaufsports können im Winter in Reisenbach auf extra gespurten Loipen Ski fahren (aktuelle Wetterlage beachten).

„Smart Pfad“

Der „Trimm-dich-smart-Pfad“ ist eine 15 km lange Erkundungstour mit 8 Stationen und 45 Exponaten aus dem MINT-Bereich von Mudau bis nach Amorbach. Es ist der erste Pfad dieser Art in Deutschland, auf dem technische und naturwissenschaftliche Phänomene auf spielerische Weise erlebbar gemacht werden.[14]

Tennisplatz

In Mudau gibt es eine kleine Tennisanlage und einen Tennisverein, den TC Rot-Weiß Mudau e.V.

Wanderwege

Rund um Mudau laden über 240 km an ausgeschilderten Wanderwegen ein, die frische Odenwälder Luft zu genießen und viel Interessantes in und rund um Mudau zu entdecken.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Limeswanderpfad in Schloßau mit zahlreichen Überresten des Neckar-Odenwald-Limes. Der Neckar-Odenwald-Limes führte von Bad Wimpfen am Neckar nach Norden über Neckarburken, Scheidental, Schloßau nach Wörth am Main.
  • Liste der Kulturdenkmale in der Gemeinde Mudau
  • „Kulturhistorischer Rundweg“ mit 19 Stationen in Mudau. Texttafeln informieren in Kurzform über die Sehenswürdigkeiten; bei der Gemeindeverwaltung ist eine Informationsbroschüre erhältlich.
  • Naturschutzgebiet Klingheumatte in Schloßau. Es ist eines der wenigen Naturschutzgebiete des Sandstein-Odenwaldes, das nicht durch Wege erschlossen ist und nicht betreten werden darf.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mariensäule Mudau
Galgen Mudau

Ehemalige Bauwerke

  • Alter Bahnhof, an der Bahnstrecke Mosbach-Mudau, von 1905 bis 1973
  • Brauerei in Ernsttal, bis 1923[15]
  • Grillplatz[16] im Neuhof in Mudau, bis 2017
  • Langwellensender Donebach mit einer Höhe von 360 Metern waren dies die höchsten Sendetürme Westeuropas, von 1967 bis 2018
  • Leiningenscher Wildpark mit Jagdhaus im Dreiländereck, bis 2002
  • Skipiste im Ünglert, in den 1970er und 80er Jahren
  • Ziegelhütte im Neuhof in Mudau, bis Anfang des 20. Jahrhunderts

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Badische Landesbühne gastiert mehrmals im Jahr in der Odenwaldhalle.
  • Die Kolpingsfamilie Mudau führt alljährlich um den Dreikönigstag ein Laientheaterstück auf, das „Knopfeck-Theater“ Donebach folgt im März, die „Bühneborzler Reischeboch“ im Oktober und das „Strouhbischel“-Theater in Schloßau im Dezember.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Deutscher Mühlentag mit Beteiligung der Riesenmühle im Ünglert
  • Konzertabende im Schlosshof Waldleiningen
  • Laurentiusmarkt in Mudau
  • Mudau Aktiv: An ausgewählten Sonntagen mit geführten Wanderungen, Sportangeboten und kulturellen Höhepunkten zu historischen Stätten
  • Odenwälder Herbstlauf in Mudau
  • Schlittenhundewagenrennen in Reisenbach
  • Weihnachtsmärkte in Mudau und Steinbach

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehrenbürger der Gemeinde Mudau

  • 1976: Ernst Becksmann, Geologe und Paläontologe, * 28. Februar 1906; † 11. Mai 1986
  • 1979: Erich Bucher, Bürgermeister a. D., * 9. August 1915; † 24. Februar 1994
  • 1990: Joachim Schulz, Geschäftsführer, * 26. Juni 1920; † 24. Januar 2010
  • 2011: Susanne Everth-Schulz, Ehefrau des Ehrenbürgers Joachim Schulz, * 7. Juli 1920, † 13. August 2015

Ehrenbürger von Donebach

  • 1933: Wilhelm Stelz, Lehrer[17]

Ehrenbürger von Langenelz

Ehrenbürger von Mudau

  • Philipp Josef Rottermann, Kaufmannsschneider und Auswanderer, * 13. Juli 1856; † 7. Oktober 1940
  • 1927: Karl Pfeiffenberger, Oberlehrer, * 4. Mai 1847; † 27. Oktober 1928
  • 1932/33: Peter Paul Albert, Historiker, * 29. Januar 1862; † 27. November 1956
  • 1934: Arthur Grimm, Maler, * 11. Februar 1883; † 23. Februar 1948
  • 1943: Herrmann Paßmann, Unternehmer * 21. Dezember 1873; † 9. Januar 1954
  • 1947: Franz Bingler, Erfinder der Chirurgie- und Orthopädiemechanik, * 2. Dezember 1862; † 10. Januar 1951
  • 1959: Theodor Humpert, Gymnasialprofessor, Heimatforscher, * 29. Juni 1889; † 17. März 1968

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1722, 10. September: Nikolaus Hooff; † 8. Mai 1785, Maler und Bildhauer
  • 1757, 1. Februar: Ignatz Englert; † 16. April 1811, Steinbildhauer
  • 1784, 5. September: Lorenz Magnus von Hauck; † 29. Juli 1861, Ministerialrat im Adelsstand
  • 1795, 26. September: Franz Baier; † 3. März 1861, Möbelmaler
  • 1827, 15. August: Leopold Feigenbutz; † 13. August 1904, Lehrer und Heimatforscher
  • 1837, 23. Juni: Adolf Pfeiffer; † 5. Oktober 1902, Musiker, Komponist und Musikdirektor[18]
  • 1855, 8. Mai: Hermann Breunig; † 5. November 1899. Schulprofessor und Mundartforscher[19]
  • 1880, 23. Januar, Wilhelm Langer; † 15. Februar 1970, Fußballspieler
  • 1892, 20. Januar: Theodor Schöllig; † Juli 1980, Odenwaldmaler
  • 1907, 26. Oktober: Wilhelm Trunk; † 1996; Landwirt und Heimatdichter[20][21]
  • 1911, 30. September: Karl Juch; † 1994, Lehrer und Maler
  • 1920, 6. Oktober: Theodor Bingler; † 2. Mai 2004, Priester und Professor der kath. Theologie und Religionspädagogik[22]
  • 1930, 18. Juli: Heinrich Reichold; † 2. Oktober 1979, Gewerkschafter und Politiker (CSU), Mitglied des deutschen Bundestages
  • 1937: Bruno Trunk; † 13. August 2013, Lehrer und Altertumsforscher[23][24]
  • 1951, 12. November; Martin Schäfer, Politiker (SPD), Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft
  • 1951, Erwin Schwing, Bauingenieur und emeritierter Hochschulprofessor
  • 1965, 17. März: Siegfried Brenneis; Bäcker, Buchautor, Kapitän der Bäckernationalmannschaft und Back-Weltmeister[25]
  • 1984, 5. Juli: Eva Rösken, geb. Friedel; Europa- und Weltmeisterin im Sportschießen, Olympiateilnehmerin

Persönlichkeiten, die in der Gemeinde wirken oder gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anton Spies, Pfarrvikar, wirkte 1938 als Kaplan in Mudau, starb 1945 den Märtyrertod im Konzentrationslager in Dachau[26]
  • Emich zu Leiningen, 5. Fürst zu Leiningen, verstarb in Schloßau
  • Feodora zu Leiningen, geb. zu Hohenlohe-Langenburg, Ehefrau des 5. Fürsten zu Leiningen, verstarb auf Schloss Waldleiningen
  • Franz Wallischeck, Maler, war mit den Ausmalungen 1897/98 in der Pfarrkirche St. Pankratius in Mudau betraut
  • Hans Slama, Ingenieur, Heimatforscher und Träger der Heimatmedaille des Landes Baden-Württemberg (2011)
  • Hans von Gochsheim, im 15. Jahrhundert vermutlich Zentgraf zu Mudau, Schreiber und Illustrator einer Geschichte zu einen Braunschweiger Herzog
  • Heinrich Köhler, ehemaliger Reichsfinanzminister, lebte von 1943 bis 1945 in Mudau[27]
  • Isolde Hauser, Physikerin, lebte 1945 in Mudau und arbeite in der dortigen Außenstelle des Kaiser-Wilhelm-/Max-Planck-Instituts[28]
  • Jakob Josef Hoffmann, Lehrer und Volkskundler, lebte von 1877 bis 1883 in Reisenbach[29]
  • Karl Schumacher, Prähistoriker und Archäologe, leitete um 1900 die Grabungen am Kastell Schloßau[30]
  • Karl zu Leiningen, Politiker, 3. Fürst zu Leiningen und Halbbruder der britischen Königin Victoria, verstarb auf Schloss Waldleiningen
  • Marie Amalie von Baden, Ehefrau des 4. Fürsten zu Leiningen Ernst zu Leiningen, verstarb auf Schloss Waldleiningen[31]
  • Peter Baumbusch, Lehrer und Träger des Ludwig-Marum-Preises (1994), verstarb in Steinbach[32]
  • Walther Ludwig, Sänger, Mediziner, Professor, wirkte ab 1972 als Arzt in der Klinik für Psychosomatik im Schloss Waldleiningen[33]

Besonderes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Aus dem „Pfarrbuch zu Mudauw“ von Pfarrer Honorius Schmiech geht hervor, dass im Jahre 1730 erstmals die Kartoffel in Mudau angepflanzt wurde.
  • In Heinrich Hansjakobs „Sommerfahrten“ von 1910 berichtet der Autor von einem kurzen Aufenthalt in Mudau und seinen Begegnungen.
  • In den 1960er- und 1970er-Jahren gab es Planungen die Bundesautobahn 45 als „Odenwald-Neckar-Alb-Autobahn“ (ONAA) südlich über die A 3 hinaus über Schloßau und Reisenbach bis zur A 8 bei Holzmaden zu verlängern[34], was jedoch im Jahr 1979 durch die baden-württembergische Landesregierung aus ökologischen Gründen offiziell wieder aufgegeben wurde.
  • Die Gemeinde Mudau wird von der gemeinnützigen Joachim & Susanne Schulz Stiftung unterstützt. Das primäre Ziel der im Jahr 2010 gegründeten Stiftung ist die Stärkung des Gemeinwesens in der Region Amorbach und Mudau. Des Weiteren gibt es seit 2003 die Bürgerstiftung Mudau, Zweck dieser Stiftung ist es, das Gemeinwesen der Gemeinde Mudau zu stärken, gemeinsame bürgerschaftliche Verantwortung zu fördern und Kräfte der Innovation zu mobilisieren.[35]
  • Nachdem im Jahre 1866 der letzte Wolf im Odenwald im Eberbacher Stadtwald erlegt wurde[36], wurde Ende 2020 die Rückkehr des Wolfes in Mudau nachgewiesen.[37] Im März 2021 wurde belegt, dass es sich dabei um den Wolfsrüden GW1832m handelt, der aus der Alpenpopulation oder italienischen Population zugewandert ist.[38] Zum Schutz von Schafen, Ziegen und Gehegewild hat das Umweltministerium Baden-Württemberg das zweite Fördergebiet Wolfsprävention des Landes im Naturraum Odenwald ausgewiesen.[39]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Paul Albert: Steinbach bei Mudau, Geschichte eines fränkischen Dorfes. 1899.
  • Theodor Humpert: Mudau im badischen Odenwald, Ein Heimatbuch. 1926.
  • Theodor Humpert: Mudau im Odenwald, Wesen und Werden einer Odenwaldgemeinde. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. 1954.
  • Bruno Trunk: Mein Heimatdorf Schloßau in Vergangenheit und Gegenwart. Zulassungsarbeit (zum Volksschullehrer) PH Heidelberg, 1963.
  • Axel Priebs: Vom Odenwaldexpress zur Wanderbahn. 1980, ISBN 3-88260-017-9.
  • Wolfgang Kromer: „Ich wollt´auch einmal in die Stadt“- Zuwanderungen nach Mannheim vor dem Zweiten Weltkrieg, illustriert an Wanderungsbiographien aus dem badischen Odenwald. Heidelberger Verlagsanstalt, Heidelberg, 1986. (Abschnitt 3 des Buches befasst sich mit dem Dorf Schlossau).
  • Hans Slama: Langenelz und der Mudauer Odenwald. 1989.
  • Hans Slama: 900 Jahre Mudauer Odenwald, Vom Fronhofsverband zur Gemeinde Mudau. 2002, ISBN 3-929295-88-1.
  • Bruno Trunk: Römerspuren in Schloßau und Umgebung. Odenwälder, Buchen, 2007, ISBN 978-3-936866-17-9.
  • Rainer Türk: Wanderungen am Limes. Mit Informationen zum Leben der Römer im Odenwald. 2008, ISBN 978-3-9811444-1-3.
  • Bruno Trunk: Schloßau – Ein Höhendorf im Odenwald. Verein Örtliche Geschichte e.V., 2012, ISBN 978-3-9815232-0-1.
  • Dietmar Kluge: 720 Jahre Reisenbach im Odenwald. 2012.
  • Bürgerstiftung Mudau: Mudau – natürlich im Odenwald, Einblicke und Ausblicke. Bildband. 2017.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mudau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Mudau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2020 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Sandstein-Odenwald - LEO-BW. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  3. Roland und Ute Wielen: Die frühmittelalterliche Siedlung Moresdal im südlichen Odenwald. Verlag der Universitätsbibliothek Heidelberg. 2020. S. 54-62, 65, 66.
  4. Zu Ulrich III. von Dürn siehe Dürn, Adelsfamilie in Historisches Lexikon Bayerns
  5. Fränkische Nachrichten, 20. Mai 2019, Mudau, Urkunde übergeben – Heimat- und Verkehrsverein war im Staatsarchiv in Würzburg, Verkauf der Burg Wildenberg besiegelt. online.
  6. Staatsarchiv Würzburg, MU (Mainzer Urkunde) 3381, 19. Mai 1271.
  7. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Bandnbsp;V: Regierungsbezirk Karlsruhe Kohlhammer, Stuttgart 1976, ISBN 3-17-002542-2, S. 301–304.
  8. Roland Wielen, Ute Wielen: "Verdächtige Feuersbrünste" um 1825 im südlichen Odenwald. Mit Ferdinandsdorf als Beispiel für eine betroffene Siedlung. Universitätsbibliothek, Heidelberg 2020 (uni-heidelberg.de [abgerufen am 28. März 2021]).
  9. Auswanderer aus Mudau - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 28. Januar 2021.
  10. a b Baden-Württemberg - Onlineprojekt Gefallenendenkmäler. Abgerufen am 24. Januar 2021.
  11. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 474 f. und 485.
  12. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Gemeinderatswahlen 2019, Mudau; Gemeinde Mudau, Amtsblatt KW22 2019, S. 2–4: Gemeinderatswahl 2019 (PDF); Rhein-Neckar-Zeitung, 27. Mai 2019: Das ist der neue Gemeinderat in Mudau; abgerufen 30. Juni 2019.
  13. Mosbach - Von der Bahnlinie zur Freizeitroute. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  14. Smart Pfad. Abgerufen am 19. Dezember 2020 (deutsch).
  15. VÖG: Die Ernstthaler Brauerei. 2015, abgerufen am 21. Januar 2021.
  16. Gemeinde Mudau: Grillplatz. In: Webseite von Mudau. Gemeinde Mudau, 2004, abgerufen am 22. Dezember 2020.
  17. Mudau: Warum Donebach nicht mehr Dumbach heißt. Abgerufen am 24. Januar 2021.
  18. Pfeiffer Adolf - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  19. Breunig Hermann - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  20. Trunk Wilhelm - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  21. VÖG Schlossau/Waldauerbach: Wilhelm Trunk. VÖG, 2020, abgerufen am 10. Januar 2021.
  22. Freiburg: Freiburger Diözesanarchiv. In: Archiv. Diözesanarchiv Freiburg, 2007, abgerufen am 8. Januar 2021.
  23. Verein für örtliche Geschichte Schlossau/Waldauerbach: Bruno Trunk. VÖG, 2015, abgerufen am 10. Januar 2021.
  24. Gemeinde Mudau: Bruno Trunk. Abgerufen am 29. April 2021.
  25. Brenneis Siegfried - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 8. Januar 2021.
  26. Heckfeld. Abgerufen am 23. Januar 2021.
  27. Köhler Heinrich - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 21. Dezember 2020.
  28. Hausser Isolde - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  29. Hoffmann Jakob Josef - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  30. Schumacher Karl Emil Martin Stephan - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  31. Baden Marie Amalie; Prinzessin von - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  32. Baumbusch Peter - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  33. Ludwig Walther - Detailseite - LEO-BW. Abgerufen am 10. Januar 2021.
  34. Bundesminister für Verkehr Abt. Straßenbau, abgerufen am 9. Mai 2013 (Kartenausschnitt).: Struktur und Nummerierung der Bundesautobahnen. Vorgesehenes Gesamtnetz. Stand 15. Juni 1974. Abgerufen am 23. Januar 2021.
  35. Buergerstiftung Mudau. Abgerufen am 12. Januar 2021.
  36. Freundeskreis freilebender Wölfe e.V. Abgerufen am 9. Januar 2021.
  37. Weitere Wolfsnachweise bei Mudau. Abgerufen am 9. Januar 2021.
  38. Sicherer Wolfsnachweis in Mudau » NOKZEIT. Abgerufen am 10. März 2021.
  39. Neues Fördergebiet Wolfsprävention im Odenwald ausgewiesen. Abgerufen am 26. März 2021.