Hippolyte Girardot

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Hippolyte Girardot (* 10. Oktober 1955 in Boulogne-Billancourt, Hauts-de-Seine, Île-de-France; eigentlich Frédéric Girardot) ist ein französischer Schauspieler und Regisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hippolyte Girardot wurde 1955 in Boulogne-Billancourt als Frédéric Girardot geboren. Zunächst wollte er Szenenbildner beim Film werden. Nach seinem Diplom an der École nationale supérieure des arts décoratifs in Paris wandte er sich dem Theater zu und wechselte ins Schauspielfach. Seine Mutter war eine Bekannte des Regisseurs Yannick Bellon, in dessen Film Befreiung aus der Ehe (La femme de Jean) Girardot 1974 erstmals vor der Kamera stand. Doch erst ab 1980 war er regelmäßig auf der Leinwand zu sehen. Im Jahr 1985 erhielt er für seine Leistung in Le bon Plaisir – Eine politische Liebesaffäre (Le bon plaisir) an der Seite von Catherine Deneuve und Jean-Louis Trintignant seine erste Nominierung für den César als Bester Nachwuchsdarsteller.

In Claude Berris Film Manons Rache (Manon des sources, 1986) war er neben Emmanuelle Béart, Yves Montand und Daniel Auteuil zu sehen. Im Jahr 1994 spielte Girardot eine Hauptrolle in Das Parfum von Yvonne (Le parfum d’Yvonne) unter der Regie von Patrice Leconte. Über die Jahre wirkte er auch in mehreren Fernsehproduktionen mit, wie in dem mystischen Fernsehmehrteiler Dolmen – Das Sakrileg der Steine (Dolmen, 2005). Im Jahr 2006 gehörte er zur Starbesetzung des Episodenfilms Paris, je t’aime. Noch im selben Jahr folgte die preisgekrönte Literaturverfilmung Lady Chatterley, in der er den behinderten Ehemann der Titelheldin spielte. Zusammen mit dem japanischen Filmemacher Nobuhiro Suwa lieferte er 2009 sein Regiedebüt unter dem Titel Yuki & Nina.

Mit Annie Girardot ist er nicht verwandt. Seine Tochter Ana Girardot, die aus einer Beziehung mit der Schauspielerin Isabel Otero hervorging, trat in die Fußstapfen ihrer Eltern und ist ebenfalls als Schauspielerin tätig.[1] Mit seiner Ehefrau hat er drei weitere Kinder: Lillah, Isaac und Sven.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1985: Nominierung für den César als Bester Nachwuchsdarsteller für Le bon plaisir – Eine politische Liebesaffäre
  • 1990: Nominierung für den César als Bester Hauptdarsteller für Eine Welt ohne Mitleid
  • 1992: Nominierung für den César als Bester Hauptdarsteller für Hors la vie

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Françoise-Marie Santucci: Ana Girardot, tout premier pas. In Libération, 21. Mai 2010.
  2. vgl. lexpress.fr