Waldershof

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Waldershof
Waldershof
Deutschlandkarte, Position der Stadt Waldershof hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 12° 4′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberpfalz
Landkreis: Tirschenreuth
Höhe: 546 m ü. NHN
Fläche: 60,37 km²
Einwohner: 4284 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 95679
Vorwahl: 09231
Kfz-Kennzeichen: TIR, KEM
Gemeindeschlüssel: 09 3 77 157
Stadtgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 1
95679 Waldershof
Webpräsenz: www.waldershof.de
Bürgermeister: Friederike Sonnemann (SPD)
Lage der Stadt Waldershof im Landkreis Tirschenreuth
Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Bayreuth Landkreis Neustadt an der Waldnaab Lenauer Forst Erbendorf Pullenreuth Kastl (bei Kemnath) Waldershof Kemnath Wiesau Waldsassen Tirschenreuth Reuth bei Erbendorf Plößberg Pechbrunn Neusorg Neualbenreuth Mitterteich Mähring Leonberg (Oberpfalz) Kulmain Krummennaab Konnersreuth Fuchsmühl Friedenfels Falkenberg (Oberpfalz) Ebnath Brand (Oberpfalz) Bärnau Immenreuth TschechienKarte
Über dieses Bild

Waldershof (bairisch: Waltershuaf) ist eine Stadt im Oberpfälzer Landkreis Tirschenreuth.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldershof liegt in der Waldershofer Senke zwischen dem Steinwald und der Kösseine im ehemaligen Stiftland.

Waldershofer Senke vom Steinwald aus gesehen, im Hintergrund die Gipfel von links nach rechts: Ochsenkopf, Schneeberg, Kösseine und Burgstein

Ausdehnung des Stadtgebiets[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nördliche Stadtgrenze bildet zugleich die Grenze zum Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge und die vom Regierungsbezirk Oberpfalz zum Regierungsbezirk Oberfranken.

Waldershof ist die sechstgrößte Stadt im Landkreis Tirschenreuth.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Waldershof ist in 27 Stadtteile eingeteilt[2]:

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind Pullenreuth, Marktredwitz, Neusorg, Ebnath, Pechbrunn, Fuchsmühl und Friedenfels.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1244 schenkte Gebhard von Leuchtenberg mit Einwilligung seiner Söhne seinen Hof in Masch dem Kloster Waldsassen. 1263 übereignet Landgraf Friedrich von Leuchtenberg die Burg "Waltershove" gemeinsam mit Wolfersreuth und Meierhof an das Kloster. Die Burg wurde schon 1061 erstmals urkundlich erwähnt. Erst 1280 konnte der leuchtenbergische Ministeriale Friedrich von Waldershof vom Kloster Waldsassen abgelöst werden. 1279 erwarb das Kloster das Dorf Pilgramsreuth durch eine Schenkung.[3] 1463 verlieh der Landesherr, Abt Nikolaus IV. vom Kloster Waldsassen, Waldershof schon stadtähnliche Privilegien. Schloss und Markt unterstanden bis zur Säkularisation 1803 der Abtei Waldsassen, die Stadt wurde aber schon 1628 Teil des Kurfürstentums Bayern, das 1806 zum Königreich erhoben wurde. Die Gründung der Porzellanfabrik Haviland 1907 war ein wichtiger Schritt in der Entwicklung zu einer industriell geprägten Gemeinde. 1963 wurde Waldershof zur Stadt erhoben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem 1. April 1971 gehören die bis dahin selbständigen Gemeinden Rodenzenreuth und Walbenreuth zu Waldershof.[4] Am 1. Juli 1976 wurden Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Lengenfeld bei Großschlattengrün eingegliedert. Am 1. Januar 1978 wurde der überwiegende Teil der Gemeinde Poppenreuth, die am 1. Juli 1972 durch den Zusammenschluss von Helmbrechts und Hohenhard entstanden ist[4], eingegliedert. Kleine Teile der Nachbargemeinde Neusorg (etwa 100 Einwohner) und der aufgelösten Gemeinde Langentheilen (weniger als 50 Einwohner) kamen am 1. Mai 1978 hinzu.[5]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat 17 Mitglieder, die seit der Kommunalwahl vom 16. März 2014 aus folgenden Parteien oder Wählergruppen stammen:

  • CSU: 6 Sitze
  • SPD: 5 Sitze
  • FW: 4 Sitze
  • Wählerbund (WB): 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Erste Bürgermeisterin: Friederike Sonnemann (SPD)
  • Zweiter Bürgermeister: Karl Busch (FW)
  • Dritte Bürgermeisterin: Gisela Kastner (FW)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Silber eine rote Zinnenmauer, über der nebeneinander drei grüne Nadelbäume aufwachsen.

Das Wappen ist seit 1463 bekannt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Waldershof

Ganerbenburg in Waldershof (Schloss)

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Waldershof erstreckt sich auf die Naturparks Steinwald und Fichtelgebirge. Ein weiter Teil des Stadtgebiets ist Teil des Landschaftsschutzgebiets innerhalb des Naturparks Fichtelgebirge bzw. Steinwalds, der ehemaligen Schutzzone der Parks.[6] Im Südwesten der Stadt bei Neumühle haben sich mehrere Dolinen gebildet, die vermutlich in einem Marmorzug entstanden, der sich von Oberwappenöst bis Arzberg, teilweise bis an die Oberfläche erstreckt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fahrradhersteller CUBE hat in Waldershof seinen Hauptsitz mit 20.000 Quadratmeter Produktionsfläche. Die Autohausgruppe Mössbauer ist eines der 100 größten Automobilunternehmen Deutschlands und Mitglied der TECHNO-Einkaufsgesellschaft.

A. Schmelzer & Sohn GmbH & Co. KG ist ein metallverarbeitende Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern in den Bereichen Anlagenbau, Rohrbau, Formentechnik, Spenglerei und Agrartechnik.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Bahnhofsgebäude

Waldershof liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Vom Haltepunkt fahren Züge nach Nürnberg, Bayreuth, Hof, Cheb und zum nächstgrößeren Bahnhof Marktredwitz. Die nächstgelegene Autobahnanschlussstelle ist Pechbrunn zur A 93.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kindergarten im Ortsteil Poppenreuth
  • Kösseinebad
  • Kindergarten Josefsheim
  • Jobst-vom-Brandt-Grundschule Waldershof

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Kuttner: Geschichte des Marktes Waldershof. Laßleben, Kallmünz 1935.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111108/164450&attr=OBJ&val=1098
  3. http://geschichte.digitale-sammlungen.de/hab/seite/bsb00007636_00078
  4. a b Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 580.
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 663.
  6. Liste der Landschaftsschutzgebiete im Landkreis Tirschenreuth

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Waldershof – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Waldershof – Reiseführer