Schwarzenbach an der Saale

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Schwarzenbach an der Saale
Schwarzenbach an der Saale
Deutschlandkarte, Position der Stadt Schwarzenbach an der Saale hervorgehoben
Koordinaten: 50° 13′ N, 11° 56′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 508 m ü. NHN
Fläche: 59,1 km²
Einwohner: 7141 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 121 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95126,
95158 (Mittelschieda)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/PLZ enthält Text
Vorwahl: 09284
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 168
Stadtgliederung: 27 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Ludwigstr. 4
95126 Schwarzenbach a.d.Saale
Webpräsenz: www.schwarzenbach-saale.de
Bürgermeister: Hans-Peter Baumann (CSU)
Lage der Stadt Schwarzenbach an der Saale im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der Saale Zell im Fichtelgebirge Weißdorf Trogen (Oberfranken) Töpen Stammbach Sparneck Selbitz (Oberfranken) Schwarzenbach am Wald Schauenstein Rehau Regnitzlosau Oberkotzau Naila Münchberg Lichtenberg (Oberfranken) Konradsreuth Köditz Issigau Helmbrechts Geroldsgrün Gattendorf (Oberfranken) Feilitzsch Döhlau Berg (Oberfranken) Bad Steben Landkreis Kronach Hof (Saale) Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Martinlamitzer Forst-Nord Geroldsgrüner Forst Gerlaser Forst Forst Schwarzenbach a.Wald Sachsen Thüringen TschechienKarte
Über dieses Bild

Schwarzenbach an der Saale (amtlich: Schwarzenbach a.d.Saale)[2] ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Hof und liegt am Nordrand des Fichtelgebirges.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind:

Konradsreuth Oberkotzau
Münchberg Nachbargemeinden Rehau
Weißdorf Kirchenlamitz
(Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge)
Martinlamitzer Forst-Nord
(Gemeindefreies Gebiet)

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist in 27 Stadtteile (Einwohnerzahlen in Klammern) eingeteilt:[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth verlieh dem Ort 1610 die Marktrechte. Im Ort befand sich ein Rittergut. Das ehemalige Amt des seit 1792 preußischen Fürstentums Bayreuth fiel mit diesem im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zu Bayern. Die Fürsten von Schönburg-Waldenburg besaßen zu dieser Zeit das Rittergut. 1844 wurde Schwarzenbach an der Saale durch König Ludwig von Bayern zur Stadt erhoben.

Am Karfreitag 1948 wurde in der St.-Gumbertus-Kirche die Christusbruderschaft Selbitz gegründet.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1976 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Stobersreuth eingegliedert. Am 1. Juli 1976 kamen Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Hallerstein (Hallerstein, Völkenreuth, Albertsberg, Förmitz und Birkenbühl) hinzu. Benk kam zur Gemeinde Weißdorf. Von der aufgelösten Gemeinde Gottfriedsreuth erhielt Schwarzenbach am 1. Januar 1977 etwa 40 Einwohner. Förbau, Martinlamitz und Quellenreuth sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Seulbitz an der Sächsischen Saale (Seulbitz, Bärlas und Götzmannsgrün) folgten am 1. Mai 1978. Albertsreuth wurde der Gemeinde Weißdorf zugeschlagen.[4]

Ortsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsname ist belegt als Swertzenbach (1322), Swerzenpach (1399), Schwertzenbach (1421), Swarczenbach (1430), Schwarczenpach (1528), Schwarzenbach an der Saal (1573) und Schwarzenbach an der Saale (1797). 1633 wird der lateinische Name Schwartzenbachio ad („an der“) Salam genannt.[5]

Das Grundwort ist das mittelhochdeutsche bach (für Bach), Bestimmungswort ist das Adjektiv swarz (für dunkelfarbig, schwarz). Diese Farbangabe bezieht sich auf die dunkle Tönung des Flussbetts vor Ort. Die Zusatzangabe an der Saale im Ortsnamen unterscheidet von gleichnamigen Orten, insbesondere vom ebenfalls im Landkreis Hof gelegenen Schwarzenbach am Wald.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts stieg die Einwohnerzahl an, seitdem ist sie abnehmend:[1]

Jahr Bevölkerung
1840 5.433
1871 6.215
1900 6.810
1925 7.148
1939 7.261
1950 10.655
1961 9.921
1970 9.768
1987 8.174
2011 7.403
2013 7.135

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1872–1875 Peter Eckhardt
  • 1876–1881 Heinrich Gottfried Raeithel
  • 1882–1887 Wilhelm Kynast
  • 1888–1896 Heinrich Gottfried Raeithel
  • 1896–1902 Wilhelm Kummer
  • 1902–1909 Johann Georg Wolf
  • 1909–1911 Ernst Raeithel
  • 1912–1919 Heinrich Kilian
  • 1919–31. Januar 1925 Erhard Raithel
  • 1. Februar 1925–30. September 1933 Otto Lucas
  • 1. Oktober 1933–31. März 1945 Benno Kuhr, NSDAP
  • 1. April 1945–16. April 1945 Siegmund Köppel
  • 16. April 1945–27. April 1945 Georg Hoffmann
  • 27. April 1945–31. Januar 1946 Hans Kropf, KPD
  • 1. Februar 1946–30. April 1966 Otto Popp, SPD
  • 1. Mai 1966–30. April 1990 Peter Schneider, SPD
  • 1. Mai 1990–30. April 2002 Walter Baumann, CSU
  • 1. Mai 2002–30. April 2014 Alexander Eberl, SPD
  • seit 1. Mai 2014 Hans-Peter Baumann, CSU

Stellvertreter des Landrates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Folgende Bürgermeister der Stadt Schwarzenbach an der Saale waren gleichzeitig als Stellvertreter des Landrates des Landkreises Hof im Amt:

  • 1946–1972 Otto Popp (Stellvertreter von Heinz Schulze)
  • 1975–1984 Walter Baumann (Stellvertreter, 1975–1978 weiterer Stellvertreter von Heinz Schulze und Ewald Zuber)
  • 1984–1990 Peter Schneider (Stellvertreter von Ewald Zuber)
  • 2008–2014 Alexander Eberl (weiterer Stellvertreter von Bernd Hering)
  • seit 2014 Hans-Peter Baumann (weiterer Stellvertreter von Oliver Bär)

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahl 2014[6][7]
Wahlbeteiligung: 66,2 % (2008: 65,7 %)
 %
50
40
30
20
10
0
44,0 %
34,3 %
7,5 %
14,2 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2008
 %p
   4
   2
   0
  -2
  -4
+3,5 %p
-2,3 %p
+0,4 %p
-1,6 %p
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Die letzten Kommunalwahlen führten zu den folgenden Sitzverteilungen im Stadtrat:[6][7]

Parteien und Wählergruppen 2002 2008 2014
CSU 8 8 9
SPD 8 8 7
Grüne 1 1 1
Überparteiliche Wählergemeinschaft (ÜWG)/Freie Wähler (FW) 3 3 3
Summe 20 20 20

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In oben blauem, unten grünem Schild ein silberner Wellenbalken, der mit einem waagrechten roten Fisch belegt ist“.[8]

Geschichte: Das Wappen wurde am 25. April 1610 zusammen mit dem Marktrecht durch Markgraf Christian von Brandenburg-Bayreuth verliehen.[8] 1818 unter Maximilian I. und 1837 durch Ludwig I. wurde das Wappen bestätigt, aber vorübergehend der Wellenbalken durch einen geraden, mit Wellenlinien versehenen Balken dargestellt.[9]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wasserschütterin von Margarete Wiggen (2014)

Geotope[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Einzugsbereich der Stadt befinden sich insgesamt sechs Geotope, darunter der Blaue Fels bei Götzmannsgrün, der Bahneinschnitt bei Schwingen und der Steinbruch bei Posterlitz. Innerhalb des Stadtgebietes selbst liegt bei der St.-Gumbertus-Kirche der Kirchfelsen, sowie als Härtlinge der Frosch- und Mausfelsen[10] und ein ehemaliger Serpentinit-Steinbruch.[11] Eine Besonderheit mehrerer der Geotope ist das metamorphe Gestein.

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fischereiverein Schwarzenbach mit den Gewässern Förmitzstausee, Schiedateich, sächsische Saale, Schübelslache, Goldbachsteich
  • 1. FC Schwarzenbach/Saale (Fußball)
  • BRK Wasserwacht OG Schwarzenbach an der Saale mit Wachstation am Förmitzspeicher
  • TC Schwarzenbach (Tennis)
  • TS 1851 Schwarzenbach (Breitensport)
  • SG 1818/1899 Schwarzenbach an der Saale (Schießsport)
  • RKV Solidarität Schwarzenbach an der Saale (Rad- und Motorsport)
  • CVJM Schwarzenbach/Saale
  • Landjugend Schwarzenbach/Saale
  • Donald-Duck-Förderverein (für das Museum Erika-Fuchs-Haus)
  • Kulturverein
  • Förderverein des Handballsports Schwarzenbach an der Saale (seit 2004)
  • Fichtelgebirgsverein Ortsgruppe Schwarzenbach/Saale
  • Contra 66 (Skat)
  • Wanderfreunde Schwarzenbach
  • Border U-Turn Back (in Martinlamitz, Western Square Dance)
  • Obst und Gartenbauverein Schwarzenbach
  • FSG Flugsportgruppe Schwarzenbach/Saale

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hauptindustriezweige waren früher Porzellan, Textil, Eisenguss, Maschinenbau, Schuhe, Hefe. Bekannt ist Porzellanfabrik Winterling. Es gab in Schwarzenbach zudem viele Handelsbetriebe und Speditionen.

Die Strukturen haben sich nach der politischen Wende 1989/90 stark verändert, insbesondere in der Porzellanindustrie. Es gibt noch einige kleinere Manufakturen, eine davon stellt in Handarbeit Keramik/Porzellan her, drei andere kleine Betriebe beschäftigen sich hauptsächlich mit der Weiterverarbeitung, der Veredelung. Von 1931 bis 1984 bestand mit der Firma Summa Feuerungen eine Fabrik für moderne Öfen.

Von den ehemals vielen Handwerksbetrieben sind nur wenige übriggeblieben, von den vielen Maschinenfabriken existieren seit April 2011 nur noch zwei. An großen Industriebetrieben gibt es einen Textil-, bzw. Fließstoffhersteller (Sandler AG), ein Eisengießwerk, eine Schuhfabrik und zwei Schleifmittelhersteller. Seit der Reform der Handwerksordnung gibt es viele kleine Gewerbebetriebe.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 5,199 Millionen Euro, davon waren 2,05 Millionen Euro (netto) Gewerbesteuereinnahmen.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit dem Schwarzenbacher Amtsblatt existiert seit 1903 eine wöchentlich erscheinende Zeitung.[12]

Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben der Stützpunktfeuerwehr der Stadt Schwarzenbach gibt es noch acht Ortsteilwehren. Diese bestehen noch aus der Zeit vor der Gebietsreform und haben nach dem Bayerischen Feuerwehrgesetz einen Bestandsschutz. Neben der Sicherstellung des flächendeckenden Brandschutzes haben die Feuerwehrvereine vor allem in den Dörfern einen nicht unerheblichen gesellschaftlichen Stellenwert. Freiwillige Feuerwehren gibt es in folgenden Stadtteilen:

  • Albertsreuth-Götzmannsgrün
  • Fletschenreuth
  • Förbau
  • Förmitz
  • Hallerstein
  • Quellenreuth
  • Martinlamitz
  • Schwarzenbach an der Saale
  • Seulbitz

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eisenbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

BR 614 in Schwarzenbach a.d.Saale (1986)

Der Bahnhof Schwarzenbach (Saale) befindet sich an der Bahnstrecke Bamberg–Hof. Weitere Haltepunkte gibt es in den Stadtteilen Förbau und Seulbitz. Der Haltepunkt des Stadtteils Martinlamitz liegt an der Bahnstrecke Regensburg–Oberkotzau.

Straßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schwarzenbach liegt in der Mitte zwischen den Autobahnen A 9 im Westen mit der Verkehrsanbindung über Münchberg und der Autobahn A 93 im Osten mit einer Anschlussstelle über Rehau, ca. zwölf Kilometer südlich von Hof.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort wirken oder gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Schwarzenbach an der Saale – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. St Schwarzenbach a.d.Saale. Gemeindeverzeichnis Online, 16. Oktober 2014, abgerufen am 8. September 2015.
  3. Schwarzenbach a.d.Saale, St. Bayerische Landesbibliothek Online, abgerufen am 8. September 2015.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 687 und 688.
  5. a b Reitzenstein, S. 204
  6. a b Stadtratswahl 2008. schwarzenbach-saale.de, abgerufen am 8. September 2015.
  7. a b 8. Wahl der Stadt- bzw. Gemeinderäte am 16. März 2014. Bayerisches Landesamt für Statistik, Juli 2015, abgerufen am 9. September 2015.
  8. a b Stadtwappen der Stadt Schwarzenbach a.d.Saale. www.schwarzenbach-saale.de, 28. April 2015, abgerufen am 8. September 2015.
  9. Robert Klupp: Fischerei in Oberfranken - Darstellung der gesamten oberfränkischen Fischerei, Bayreuth 1985, S. 303
  10. Geotopkataster Bayern: Frosch- und Mausfelsen N von Schwarzenbach a.d. Saale (PDF; 2,40 MB)
  11. Stadt Schwarzenbach a.d. Saale: Flächennutzungsplan mit Landschaftsplan (PDF; 5,13 MB)
  12. Bürgermeister Eberl würdigt Schwarzenbacher Amtsblatt. www.schwarzenbach-saale.de, 20. Januar 2004, abgerufen am 8. September 2015.