Rehau

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Rehau
Rehau
Deutschlandkarte, Position der Stadt Rehau hervorgehoben

Koordinaten: 50° 15′ N, 12° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Hof
Höhe: 528 m ü. NHN
Fläche: 80,33 km2
Einwohner: 9424 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 117 Einwohner je km2
Postleitzahl: 95111
Vorwahlen: 09283, 09294Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: HO, MÜB, NAI, REH, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 75 162
Stadtgliederung: 29 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Martin-Luther-Str. 1
95111 Rehau
Website: www.stadt-rehau.de
Bürgermeister: Michael Abraham (CSU)
Lage der Stadt Rehau im Landkreis Hof
Schwarzenbach an der SaaleZell im FichtelgebirgeWeißdorfTrogen (Oberfranken)TöpenStammbachSparneckSelbitz (Oberfranken)Schwarzenbach am WaldSchauensteinRehauRegnitzlosauOberkotzauNailaMünchbergLichtenberg (Oberfranken)KonradsreuthKöditzIssigauHelmbrechtsGeroldsgrünGattendorf (Oberfranken)FeilitzschDöhlauBerg (Oberfranken)Bad StebenLandkreis KronachHof (Saale)Landkreis Wunsiedel im FichtelgebirgeLandkreis KulmbachLandkreis BayreuthMartinlamitzer Forst-NordGeroldsgrüner ForstGerlaser ForstForst Schwarzenbach a.WaldSachsenThüringenTschechienKarte
Über dieses Bild

Rehau ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Hof in Bayern. Sie liegt 15 Kilometer südöstlich von Hof (Saale) an der Bayerischen Porzellanstraße und gehört zum bayerischen Vogtland.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blick vom Großen Kornberg auf Rehau
Rathaus und Museum
Perlenbach

Eingebettet in die hügeligen Ausläufer des nördlichen Fichtelgebirges liegt die Stadt am Fuße des Großen Kornbergs (827 m ü. NN) im Nordosten von Oberfranken. Die Entfernung zur Grenze der Tschechischen Republik beträgt drei, zum Freistaat Sachsen neun Kilometer.

Durch Rehau fließen der Perlenbach und der Höllbach, die sich im Stadtgebiet zur Schwesnitz vereinigen.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Regnitzlosau, Hranice u Aše (Roßbach), Krásná (Schönbach b. Asch), (Asch), Selb, Schönwald, Schwarzenbach an der Saale, Oberkotzau und Döhlau.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rehau besteht aus folgenden 29 Ortsteilen:[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Namensentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trotz des sprechenden Wappens aus dem Jahr 1427 hat der Name Rehau weder mit einem Reh noch mit einer Au etwas zu tun. Rehau tauchte 1234 als „Resawe“ erstmals auf, das dürfte auf das slawische Wort rezawe zurückgehen, das einen Waldausschnitt oder eine Waldrodung bezeichnet. Im Laufe der Zeit verschwand das s, und der Name wurde zu Reh-Au umgedeutet (ein W wurde in jener Zeit häufig als U geschrieben). Auf einer bronzenen Grabtafel des ersten Rehauer Pfarrers Behr aus dem Jahr 1497 wird noch die Schreibweise Rehaw verwendet.[3]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Plan von Rehau vor dem Stadtbrand von 1817, gesüdet
Rehau nach dem Wiederaufbau ab 1824, gesüdet
Rehau, Postkarte um 1900
Wallstraße

Rehau wurde 1234 erstmals urkundlich als „Resawe“ erwähnt und erhielt 1427 die Stadtrechte. Schon vor der Erhebung zur Stadt bestand eine dem Heiligen Jobst geweihte Kapelle, die der Mutterkirche in Schwarzenbach an der Saale unterstand. Erster wehrhafter Ansitz war der Burgstall Rehau. Am 22. Mai 1470 stellte der Rat der Stadt Rehau erfolgreich den Antrag auf Gründung einer eigenen Pfarrei. Ab 1500 lag Rehau im Fränkischen Reichskreis. Aufgrund der Zugehörigkeit zum Fürstentum Kulmbach (seit 1604 Fürstentum Bayreuth), das von 1527 bis 1541 vom Ansbacher Markgrafen Georg mitregiert wurde, führte man in Rehau die Reformation und das lutherische Bekenntnis ein. Die auf dem Grund der alten Kapelle errichtete evangelische Hauptkirche trägt noch den Namen Pfarrkirche St. Jobst. Sie ist das älteste Bauwerk der Stadt. Der Kirchturm wurde 1607 aufgestockt und mit einem Gedenkstein, der diese Jahreszahl trägt, versehen. Das ist die älteste Inschrift in Rehau.

Im Jahre 1622 war in Rehau eine Kippermünzstätte in Betrieb. 1647 fand im Stadtteil Pilgramsreuth, damals noch ein selbständiges Dorf, der erste feldmäßige Kartoffelanbau in Deutschland statt, zwei Jahre vor dem ersten Anbau in Preußen.

Im Jahre 1791 kam Rehau mit dem Markgraftum Bayreuth zu Preußen. Von 1806 an war die Stadt vier Jahre lang unter französischer Verwaltung. Am 30. Juni 1810 übergab die französische Armee das ehemalige Fürstentum an das mittlerweile zum Königreich aufgestiegene Bayern, das es für 15 Millionen Francs von Napoleon Bonaparte gekauft hatte.[4]

Typisch für den Rehauer Wiederaufbau des 19. Jahrhunderts sind die klassizistischen Portale aus heimischem Granit

In den Jahren 1512, 1763 und 1817 verwüsteten verheerende Brände fast die ganze Stadt. Der schachbrettartige Wiederaufbau nach dem Brand von 1817, bei dem 168 Wohnhäuser mit Nebengebäuden, 300 Scheunen sowie die soeben eingefahrene Ernte, das Pfarrhaus, das Brauhaus, das Rathaus, das Landgericht, die Hammermühle und die Kirche niederbrannten, erfolgte unter der Leitung von Johann Wilhelm Baumann und dauerte bis 1824.[5] Dieser Wiederaufbau gilt als Beispiel einer klassizistischen Städteplanung und sollte als Vorbild für alle weiteren bayerischen Städte dienen, die durch derartige Katastrophen zerstört worden waren („Modellstadt Rehau“).

Im Frühjahr 1945 führte der zweite Todesmarsch von Helmbrechts durch das heutige Rehauer Stadtgebiet. 1175 weibliche Häftlinge wurden aus dem KZ-Außenlager Helmbrechts evakuiert und sollten über Franzensbad ins böhmische Wallern gebracht werden. Zwischen 200 und 500 Frauen starben unterwegs an Erschöpfung oder wurden ermordet (siehe auch Gedenkstätte Langer Gang). In einem Sammelgrab auf dem kommunalen Friedhof von Rehau sind vier dieser KZ-Opfer bestattet.

Zwischen Juli 1946 und Frühjahr 1948 gab es in Rehau ein Lager für jüdische Displaced Persons (DP), in dem 1946 250 und 1947 87 Überlebende der nationalsozialistischen Judenverfolgung untergebracht waren.

Bis 1972 war Rehau Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises. Das moderne Rathaus der Stadt beherbergte bis zur Landkreisreform das Landratsamt. Im Rahmen der Gebietsreform 1978 wurde die Kommune um fünf vormals selbständige Gemeinden erweitert.

Im Sommer 2002 fand vor der Stadt das Bundeslager des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) unter dem Motto Jurtown – It’s Yourtown statt. An dem Lager nahmen etwa 4100 Kinder und Jugendliche im Alter von 10 bis 18 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet sowie viele internationale Gäste aus Thailand, Finnland, Israel usw. teil.

Am 1. April 2007 übernahm Michael Abraham das Amt des Ersten Bürgermeisters der Stadt Rehau.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Mai 1978 wurden die ehemaligen Gemeinden Faßmannsreuth, Fohrenreuth, Neuhausen, Pilgramsreuth und Wurlitz sowie der Ortsteil Kühschwitz der ehemaligen Gemeinde Kautendorf in die Stadt Rehau eingegliedert.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1960 11.689
1970 12.268
1980 10.760
1990 10.322
1995 10.526
2000 10.301
Jahr Einwohner
2005 9.930
2007 9.815
2008 9.631
2009 9.476
2010 9.427
2011 9.412
Jahr Einwohner
2012 9.374
2013 9.364
2014 9.303
2015 9.335
2016 9.352
2017 9.445
Jahr Einwohner
2018 9.424
2019 9.444

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung bis 2000[7], ab 2002[8], danach Stadt Rehau.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Abraham (1. Bürgermeister)

Stadtrat und Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat 20 Mitglieder (Wahlperiode 2014/20):

  • CSU 10 Sitze
  • SPD 5 Sitze
  • Freie Unabhängige Wählerschaft (FUWR) 5 Sitze

Hauptamtlicher Erster Bürgermeister ist Michael Abraham (CSU) seit 2007.

Patenschaft/Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1954 wurde zusammen mit der Stadt Selb die Patenschaft für die vertriebenen Sudetendeutschen aus der Nachbarstadt Asch übernommen.
  • Seit 1963 besteht eine Städtefreundschaft mit Bourgoin-Jallieu in Frankreich im Département Isère (zwischen Lyon und Grenoble). Ausgangspunkt hierfür waren die sogenannten Franzosengräber zweier napoleonischer Soldaten aus dem Jahre 1813 im Rehauer Wald. Beim Rückzug von Napoleons Armee waren sie zurückgelassen worden, Bauern im Rehauer Ortsteil Faßmannsreuth übernahmen ihre Versorgung. Nach dem Tod wurden sie im Wald beigesetzt. Seitdem wurden die Gräber über alle Zeiten hinweg immer von der Bevölkerung gepflegt. Als eine französische Besuchergruppe darauf aufmerksam wurde, fand deren Bericht in Frankreich große Resonanz und so wurde der Grundstein für die Städtefreundschaft zwischen Rehau und Bourgoin-Jallieu gelegt. Dies war eine der ersten Partnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich nach dem Zweiten Weltkrieg.
  • Seit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft mit der Stadt Oelsnitz im Vogtland.
  • Seit 2004 besteht eine Städtepartnerschaft mit der polnischen Stadt Oborniki Śląskie (Obernigk in Niederschlesien) nördlich von Breslau.

Die Stadt war maßgeblich an der Gründung der tschechisch-deutschen Vereinigung Freunde im Herzen Europas beteiligt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Silber steht auf grünem Boden zwischen zwei grünen Nadelbäumen ein springendes rotes Reh, dessen linkes Vorderblatt mit einem von Silber und Schwarz gevierten Schildchen belegt ist (sog. Zollern-Schild).[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarrkirche St. Jobst

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maxplatz – rechts im Bild das Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs

Das Museumszentrum am Maxplatz zeigt Exponate zur Stadtgeschichte. Neben der stadtgeschichtlichen Sammlung befinden sich auch eine original eingerichtete Drogerie und eine historische Schmiede. Mit der Ascher Sammlung und der Roßbacher Weberstube wird das kulturelle Erbe der Sudetendeutschen dokumentiert. Ergänzt wird dies mit der Schlesischen Sammlung.

Die Stadtgeschichte und vor allem das Stadtbild von Rehau ist geprägt von drei Stadtbränden. Im Museumszentrum werden anhand von zwei Stadtmodellen nicht nur die gravierenden Unterschiede vor und nach dem Brand von 1817 deutlich, sondern auch wie Rehau zur "Modellstadt Bayerns" wurde. Rehau wurde auf Betreiben des bayrischen Königs Max I. nach brandschutztechnischen Erkenntnissen vollständig neu aufgebaut.

Die Mechanische Werkstatt im Angergäßchen ist ein Zeugnis der Anfangszeit der Industrialisierung in Rehau und besticht durch die erhaltene Originaleinrichtung. In ihr lernte Hans Vogt, der Miterfinder des Tonfilms.

Dem im Rehauer Ortsteil Wurlitz geborenen Hans Vogt, der zusammen mit zwei Kollegen die Filmgeschichte revolutionierte, ist eine Ausstellung zur Erfindung des Tonfilms gewidmet. Nach über 150 Patenten hatten sie 1922 das Lichttonverfahren und somit den Tonfilm erfunden.

Im Kunsthaus ist das Institut für Konstruktive Kunst und Konkrete Poesie (IKKP) untergebracht. Es beinhaltet die Sammlungen und das Archiv von Eugen Gomringer, dem Erfinder der Konkreten Poesie. Im Skulpturengarten um das Kunsthaus sind Kunstobjekte verschiedener Künstler ausgestellt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Heimat- und Wiesenfest findet alle zwei Jahre abwechselnd mit dem Rehauer Stadtfest statt.

Deutschlands einziger Lebkuchenmarkt findet immer am 1. Adventswochenende in Rehau statt. Der Markt ist deshalb so einzigartig und könnte sich zu Recht als "Erster Deutscher Lebkuchenmarkt" bezeichnen, weil es ihn so nirgendwo sonst gibt. Eine Vielzahl von allen namhaften regionalen Lebkuchenbäckereien bieten ihre Produkte alle gemeinsam nur auf dem Lebkuchenmarkt in Rehau an.

Medien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Frankenpost versorgt seit über 110 Jahren Rehau und sein Umland täglich mit Nachrichten.

Die Stadt Rehau gibt mit dem REHport ein monatliches Mitteilungsblatt mit aktuellen Nachrichten, Informationen und Veranstaltungshinweisen heraus.

Preise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1998 verleiht die Stadt Rehau den Preis der Goldenen Kartoffel, der an die Pioniertat Pilgramsreuther Bauern im Kartoffelanbau erinnern soll. Preisträger waren Edmund Stoiber, der Heimatforscher Max Wirsing, der den frühen Kartoffelanbau nachgewiesen hat, der bayerische Minister Josef Miller, der Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner, Landtagspräsident Alois Glück, der Koch Alfons Schuhbeck, der Kabarettist Richard Rogler und der damalige Bundesminister der Verteidigung Karl-Theodor zu Guttenberg.[10][11]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Fachschule für Kunststofftechnik des Landkreises Hof in Rehau
  • Forschungs- und Innovationscenter e. V. (KeKuTex)
  • Staatliche Berufsschule Hof, Schulort Rehau
  • Gutenbergschule Rehau
  • Pestalozzischule Rehau
  • Markgraf-Friedrich-Schule, Staatliche Realschule Rehau

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fichte ist der dominierende Baum in den Wäldern um Rehau

Die Industrialisierung der Stadt wurde über hundert Jahre durch zwei inzwischen geschlossene Porzellanfabriken wesentlich mitbestimmt: Zeh, Scherzer & Co. (1880–1992) sowie Hertel-Jacob (1907–1970). Die Stadt Rehau besitzt die höchste Industriedichte Bayerns.

Der Wirtschaftsstandort Kunststoffstadt Rehau ist heute vor allem durch seine Kunststoff-, Keramik-, Leder- und Metallindustrie geprägt. Die erfolgreiche und breit aufgestellte Wirtschaft ist das Ergebnis des erfolgreichen Wandels von einer Porzellanstadt über die Hochburg der bayerischen Lederverarbeitung bis hin zum Zentrum der kunststoffverarbeitenden Industrie.

Dutzende kleiner und mittelständischer Unternehmen sowie auch ein Weltunternehmen aus dem Bereich der Kunststoffverarbeitung – die Firma REHAU AG + Co., die am Ort ihren Stammsitz hat und hier über 2.500 Menschen beschäftigt – fördern kontinuierlich die positive Weiterentwicklung der Stadt und bieten eine Vielzahl an hochqualifizierten Arbeitsplätzen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bahnhof Rehau mit Triebzug des Typs LINT 41 der Oberpfalzbahn

Die Stadt Rehau ist mit zwei Anschlussstellen an die A 93 angebunden. Die B 289 verbindet Rehau mit der A 9.

Die Bahnstrecke Cheb–Oberkotzau verläuft durch Rehau. Im Ortsteil Wurlitz liegt ein Haltepunkt, in Rehau ein Bahnhof. Seit 2011 wird die Strecke von Agilis bedient, seit 2015 besteht weiterhin eine Verbindung der Oberpfalzbahn, die über Aš und Cheb bis nach Marktredwitz führt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben oder noch wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maxplatz: Gedicht von Eugen Gomringer am Museum

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Schriftsteller Karl May setzte Rehau ein literarisches Denkmal in seinem 1897 erschienenen Roman Weihnacht. Zu Beginn des Romans trifft der aus Sachsen stammende Ich-Erzähler (Old Shatterhand) in Rehau eine arme Familie, die sich ohne Geld bis nach Bremen durchbetteln will, um von dort nach Amerika zu einem Verwandten zu reisen. Der Ich-Erzähler ringt sich dazu durch, der hoffnungslosen Familie seine Reisekasse zu überlassen. Etliche Jahre später, der Ich-Erzähler ist längst als Old Shatterhand bekannt, will er sich mit Winnetou in der Stadt Weston in Amerika treffen. Dort trifft Old Shatterhand aus Zufall mit der Familie aus Rehau zusammen, die ihn darum bittet, nach einem vermissten Verwandten von ihnen zu suchen, der in den Rocky Mountains verschwunden ist. Zusammen mit Winnetou macht er sich auf den Weg.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Rehau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Rehau – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Bayerische Landesbibliothek - online, eingesehen am 15. November 2010
  3. Ernst Zeh: Heimatkunde der Stadt Rehau. S. 14.
  4. Karl Müssel: Bayreuth in acht Jahrhunderten. 1. Auflage. Gondrom, Bindlach 1993, ISBN 3-8112-0809-8, S. 139.
  5. http://www.modellstadt-bayerns.de/, abgerufen am 10. Februar 2013
  6. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 688.
  7. Statistik. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  8. Statistik ab 2002. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung. Abgerufen am 4. Oktober 2019.
  9. Haus der Bayerischen Geschichte: Wappenbeschreibung (Memento des Originals vom 25. August 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.hdbg.de, 10. Mai 2009
  10. Über den Preis und seine Begründung, abgerufen am 10. Juni 2019
  11. Bisherige Preisträger der Goldenen Kartoffel, abgerufen am 10. Juni 2019