Ingo Pohlmann

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Ingo Pohlmann (2016)

Ingo Pohlmann (* 18. Mai 1972 in Rheda-Wiedenbrück) ist ein deutscher Sänger, der unter dem Künstlernamen Pohlmann. auftritt.

Sein erstes Album Zwischen Heimweh und Fernsucht veröffentlichte er 2006 bei EMI Music Germany,[1] mittlerweile steht er bei Four Music unter Vertrag. Pohlmann spielt live mit einer festen Band in wechselnder Besetzung. Zu dieser gehören unter anderem Lars Cölln und Alex Grube (Bass), Hagen Kuhr (Cello), sowie Reiner Hubert (Schlagzeug).[2]

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pohlmann wurde 1972 in Rheda-Wiedenbrück geboren. Er besuchte die Hauptschule, absolvierte eine Lehre zum Maurer und leistete Zivildienst in Münster. Anschließend absolvierte Pohlmann das Fachabitur in Münster, später zog er nach Hamburg.[3]

Seine musikalische Karriere begann in der Band Goldjunge gemeinsam mit Erik Essig, Florian Siegmund und Matze Böhme.[4] Die Gruppe spielt ab 1999 einen nach eigener Aussage „sanften“ Rock und trat unter anderem im Vorprogramm von Nena, den Cranberries und Laith Al-Deen auf. Es folgten eine eigene Tour und diverse Gastauftritte, unter anderem in der Fernsehserie Unter uns auf RTL.[5]

Ein nachhaltiger Erfolg des Quartetts blieb aus, weshalb sich die Band später wieder auflöste. Ingo Pohlmann kellnerte anschließend in einer Hamburger Bar und sang dort regelmäßig, jeden letzten Donnerstag konnten unbekannte Künstler einfach vorbeikommen und spielen. Dort wurde er von Henning Wehland entdeckt, dem Frontmann der Rockband H-Blockx.[6] Gemeinsam mit Wehland sowie Jan Löchel und Christian Neander produzierte Pohlmann sein erstes Album Zwischen Heimweh und Fernsucht, das am 24. Februar 2006 im Handel erschien.[7] Die darin enthaltene Single Wenn jetzt Sommer wär erreichte Platz 52 in den Media-Control-Charts.[8]

Im Frühjahr 2007 vertrat Pohlmann das Bundesland Nordrhein-Westfalen beim Bundesvision Song Contest mit dem Titel Mädchen und Rabauken. Er erreichte den fünften Platz und arbeitete fortan an seinem zweiten Album.[9] Dieses wurde erneut zusammen mit Christian Neander produziert, am 21. September 2007 unter der Bezeichnung Fliegende Fische veröffentlicht und wurde von Kritikern als erwachsener bewertet.[10][11] In den Media-Control-Charts lag die Single Wenn es scheint, dass nichts gelingt auf dem 92. Platz.[12]

Es folgten eine Kneipentour durch Norddeutschland sowie eine reguläre Tour durch Deutschland im November 2010, die mit einem Konzert in der Fabrik abgeschlossen wurden.[13] Nach Veröffentlichung der Single Für Dich, die den 93. Platz in den Charts erreichte,[14] wurde am 17. September 2010 das dritte Album König der Straßen vorgestellt. Diesmal arbeitete Pohlmann mit dem Produzenten Ralf Mayer zusammen.[15] Inhaltlich waren einige Gemeinsamkeiten des Albums König der Straßen mit Stücken von Philipp Poisel zu erkennen, es wurde von den Kritikern jedoch mehrheitlich positiv aufgenommen.[16] Die gleichnamige Tour König der Straßen wurde im März und April 2011 durchgeführt.[17][18]

Ende April 2013 stellte Pohlmann sein viertes Album Nix ohne Grund vor, das die Single StarWars beinhaltet und von Four Music vertrieben wird.[19] Die entsprechende Tour begann im September 2013 und gastierte unter anderem in Bremen, Berlin, Köln und Stuttgart.[20]

Am 26. September 2013 vertrat Pohlmann Nordrhein-Westfalen beim Bundesvision Song Contest 2013 mit dem Titel Atmen. Mit dem 12. Platz konnte er jedoch nicht an seine erste Teilnahme anknüpfen.

Seit 2009 spielt Pohlmann regelmäßig im Team der FC St. Pauli Hamburg Allstars im Rahmen des seit 2008 jährlich im Stadion Hoheluft in Hamburg stattfindenden Benefiz-Spiels Kicken mit Herz gegen die Ärztemannschaft des UKE, die Placebo Kickers Hamburg.[21] Mit dieser Veranstaltung wird die Kinder-Herz-Station der Uniklinik Hamburg Eppendorf unterstützt.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ingo Pohlmann – Diskografie
Veröffentlichungen
Studioalben 5
EPs 1
Singles 9

Das musikalische Werk ist einer Schnittmenge der Genres Pop, Rock und Folk zuzuordnen. Pohlmann singt deutschsprachige Texte,[22] deren Inhalt nach einhelliger Interpretation durch seine Herkunft und sein soziales Umfeld geprägt wurden.[23]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH
2006 Zwischen Heimweh und Fernsucht Erstveröffentlichung: 24. Februar 2006
2007 Fliegende Fische 40
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 21. September 2007
2010 König der Straßen 23
(4 Wo.)
Erstveröffentlichung: 17. September 2010
2013 Nix ohne Grund 26
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Mai 2013
2017 Weggefährten 46
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. März 2017

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH
2011 Wenn sie lächelt Erstveröffentlichung: 3. Juni 2011

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Chartplatzierungen Anmerkungen
DE AT CH
2006 Wenn jetzt Sommer wär
Zwischen Heimweh und Fernsucht
52
(9 Wo.)
75
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 23. Juni 2006
Der Junge ist verliebt
Zwischen Heimweh und Fernsucht
Erstveröffentlichung: 6. Oktober 2006
2007 Mädchen und Rabauken
Fliegende Fische
Erstveröffentlichung: 2. Februar 2007
Wenn es scheint, dass nichts gelingt
Fliegende Fische
92
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 7. September 2007
2008 Fliegende Fische
Fliegende Fische
Erstveröffentlichung: 2. Juni 2008
2010 Für Dich
König der Straßen
93
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. September 2010
2011 König der Straßen
König der Straßen
Erstveröffentlichung: 28. Januar 2011
2013 StarWars
Nix ohne Grund
Erstveröffentlichung: 3. Mai 2013

Compilations[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kollaborationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Gastauftritt bei So sehr dabei – Live in Köln von Clueso mit Der Junge ist verliebt, zusammen mit Clueso und dessen Band.[24]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ingo Pohlmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Marcel Schuler: Pohlmann: „Zwischen Heimweh und Fernsucht“. Südwestrundfunk, abgerufen am 7. Mai 2013 (Musik-Check).
  2. Pohlmann. Besetzung. In: Rockpalast. Westdeutscher Rundfunk, abgerufen am 7. Mai 2013 (Stand: August 2007).
  3. Profil von Ingo Pohlmann. In: Laut. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  4. Profil von Goldjunge. In: Laut. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  5. Claus Hornung: Vier "Goldjungen" im Frauenknast. In: Welt am Sonntag. 24. November 2002, abgerufen am 7. Mai 2013.
  6. Bundesvision Song Contest: Ingo Pohlmann. In: Westdeutsche Zeitung. 7. Februar 2007, abgerufen am 7. Mai 2013: „Er sang Cover-Versionen von Tracy Chapman, Bob Marley oder Cat Stevens, aber auch seine selbst komponierten Songs. An einem dieser Abende wird die Freundin von Henning Wehland, dem Kopf der Münsteraner Crossover-Formation H-Blockx, auf ihn aufmerksam.“
  7. Christian Preußler: Kumpelwirtschaft. In: Plattentests. Abgerufen am 7. Mai 2013 (Rezension).
  8. Wenn jetzt Sommer wär. Media Control, abgerufen am 7. Mai 2013.
  9. „Zum Komponieren gehe ich aufs Klo“. In: Hamburger Morgenport. 26. Februar 2007, abgerufen am 7. Mai 2013: „Sein zweites Album ist derweil in der Mache.“
  10. Ingo Pohlmann klingt auf neuem Album reifer. In: Die Welt. 20. Juni 2008, abgerufen am 7. Mai 2013.
  11. Julia Köhler: Pohlmann - Fliegende Fische. In: stimme.de. 21. September 2007, abgerufen am 25. Februar 2016: „Es gibt Alben, die halten für den Hörer keinerlei Überraschungen parat. "Fliegende Fische" von Ingo Pohlmann muss zu dieser Sorte gezählt werden.“
  12. Wenn es scheint, dass nichts gelingt. Media Control, abgerufen am 7. Mai 2013.
  13. Zwischen Heimweh und Fernsucht passt noch ein Lied. In: Hamburger Abendblatt. 19. November 2010, abgerufen am 7. Mai 2013: „Ingo Pohlmann und seine Band schlossen ihre Tournee in der ausverkauften Fabrik ab. Und am 9. März wird es ein Zusatzkonzert geben.“
  14. Für dich. Media Control, abgerufen am 7. Mai 2013.
  15. Pamela Haridi: Pohlmann ist der König der Straßen! In: Kölner News Journal. 27. Juli 2010, abgerufen am 7. Mai 2013.
  16. Pohlmann „König der Straßen“. (Memento vom 16. Juli 2013 im Webarchiv archive.is)
  17. Neues vom „König der Straßen“ Ingo Pohlmann. (Memento vom 25. Juni 2011 im Internet Archive)
  18. Melanie Prunzel: Pohlmann begeistert beim zweiten Teil seiner "König der Straßen"-Tour. In: Regionactive. 4. April 2011, abgerufen am 7. Mai 2013.
  19. Pohlmann: Neues Album "Nix ohne Grund" via Four Music. In: Musikmarkt. 11. März 2013, abgerufen am 7. Mai 2013.
  20. Pohlmann auf "Nix ohne Grund" Tour 2013. In: Giga Music. Abgerufen am 7. Mai 2013.
  21. kickenmitherz.de
  22. Pohlmann. Amazon, abgerufen am 7. Mai 2013 (Übersicht und Biografie).
  23. Ingo Pohlmann: Vom Maurer zum Musiker (Memento vom 21. Februar 2011 im Internet Archive)
  24. Clueso & Pohlmann Der Junge ist verliebt 27.12.08 Köln Palladium. In: YouTube. 3. Januar 2009, abgerufen am 7. Mai 2013 (6:03 Minuten, Video).