Ingo Schultz

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Ingo Schultz
Medaillenspiegel
Beim ISTAF 2007
Beim ISTAF 2007

Sprinter
Langsprinter

DeutschlandDeutschland Deutschland
Weltmeisterschaften
0Silber0 2001 Edmonton 400 Meter
Europameisterschaften
0Gold0 2002 München 400 Meter

Ingo Schultz (* 26. Juli 1975 in Lingen (Ems)) ist ein ehemaliger deutscher Sprinter.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Leichtathletik begann Schultz erst 1997 im Alter von 22 Jahren, sein erstes Rennen in seiner späteren Spezialdisziplin, dem 400-Meter-Lauf, bestritt er 1998. Bereits bei den Weltmeisterschaften 2001 in Edmonton stand er im Finale, nachdem er im Halbfinale mit 44,66 s die schnellste Zeit seiner Karriere gelaufen war. Im Endlauf lief er 44,87 s und gewann die Silbermedaille hinter dem Bahamaer Avard Moncur. Erst bei den Weltmeisterschaften 2015 gab es mit Bronze für Gesa Felicitas Krause wieder eine Einzel-Medaille für einen deutschen Läufer.[1] Bei den Europameisterschaften 2002 in München wurde er Sieger im 400-Meter-Lauf (45,14 s) und eroberte so die einzige Goldmedaille in Einzelwettkämpfen für den DLV.

2003 erkrankte er an Pfeifferschen Drüsenfieber und hätte fast seine Karriere beenden müssen. Zu den Olympischen Spielen 2004 in Athen trat er wieder an, schied aber im 400-Meter-Halbfinale mit einem siebten Platz aus. Nachdem Schultz 2000 und 2001 Deutscher Vizemeister hinter Lars Figura geworden war, siegte er von 2002 bis 2004 bei den Deutschen Meisterschaften.

Nach langwierigen Verletzungsproblemen gab Schultz am 21. Oktober 2008 das Ende seiner Leistungssportkarriere bekannt.[2][3]

Der 2,01 m große und 96 kg schwere Athlet startete von 1997 bis 2000 für TSG Bergedorf, von 2001 bis 2002 für die LG Olympia Dortmund, anschließend zwei weitere Jahre für TSG Bergedorf, seitdem für TSV Bayer 04 Leverkusen. Er trainierte 1997 bis zu seinem Weggang aus Hamburg 2004 bei Jürgen Krempin,[4] danach bei Thomas Kremer.

Nach der Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis 2007 gehörte er der Bundeswehr an, zuletzt im Rang eines Hauptmanns. Seitdem arbeitet der Diplom-Ingenieur bei einem Energieerzeugungsunternehmen, widmet sich aber nach wie vor dem Sport.[5] Ingo Schultz ist verheiratet.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2001 bis 2002 war er mit der Schwimmsportlerin Antje Buschschulte liiert. Kurz nach seinem Sieg bei der Europameisterschaft trennte er sich.[6][7]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004 wurde er am Munich Olympic Walk of Stars verewigt. 2010 erhielt Ingo Schultz vom Deutschen Leichtathletik-Verband den Rudolf-Harbig-Gedächtnispreis und 2011 vom Hamburger Leichtathletikverband den Hermann-Seiffart-Gedächtnispreis.[8]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ingo Schultz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. sportschau.de: Bronze! Krause erfüllt sich ihren Traum Abgerufen am 26. August 2015.
  2. Schultz verkündet Karriereende. sport1.de. 21. Oktober 2008. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  3. 400-m-Läufer Schultz hängt Spikes an den Nagel. Focus Online. 21. Oktober 2008. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  4. Keine Zukunft in Hamburg - Ingo Schultz verlässt Trainer Krempin. rp-online.de. 21. Oktober 2004. Abgerufen am 21. Oktober 2008.@1@2Vorlage:Toter Link/www.rp-online.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  5. Was macht eigentlich... Ingo Schultz?. sportschau.de. 7. Juli 2009. Abgerufen am 29. Juni 2014.
  6. Antje Buschschulte geschockt - Romanze ist beendet. RP Online. 9. August 2002. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  7. Ingo Schultz - Aus dem Nichts zu WM-Silber. NDR.de. 12. April 2010. Abgerufen am 25. Juni 2014.
  8. Leichtathletik: Käther siegt und springt EM-Norm in Glasgow ++ Müller-Kallweit bleibt Präsident des HLV. Welt Online. 31. Januar 2011. Abgerufen am 25. Juni 2014.