Jürgen Höller

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Jürgen Höller (* 19. Oktober 1963 in Schweinfurt) ist ein Motivationstrainer aus Deutschland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höller veranstaltet Motivations-Seminare. Er bietet seinem Publikum eine Mischung verschiedener, vorgeblich das Unterbewusstsein positiv beeinflussender Techniken, namentlich Positives Denken, NLP, Hypnose und Mentaltraining.

Einem breiten Publikum wurde Höller bekannt, indem er 1999 als nach Eigenangaben „erster Mentaltrainer der Fußball-Bundesliga“ die Fußball-Bundesligamannschaft Bayer 04 Leverkusen unter der Ägide des Trainers Christoph Daum barfuß über Glasscherben laufen ließ.

2001 wollte Höller mit der von ihm gegründeten Weiterbildungsfirma Inline AG an den Neuen Markt und mit den Börsengeldern zum „weltweit größten Konzern im Bereich Weiterbildung“ werden. Der geplante Börsengang fiel jedoch aus und Inline musste am 21. Dezember 2001 Insolvenz anmelden.

2003 wurde Höller vom Landgericht Würzburg wegen Untreue und vorsätzlichen Bankrotts zu drei Jahren Haft verurteilt.[1]

Wegen guter Führung wurde er nach teilweiser Verbüßung der Haftstrafe im Mai 2004 entlassen und startete sein Comeback. Sein Unternehmen „Jürgen Höller Academy“ erzielte im Zeitraum 2011 bis 2015 ein starkes Wachstum.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Uwe Kanning: Wie Sie garantiert nicht erfolgreich werden! Dem Phänomen der Erfolgsgurus auf der Spur. Pabst, Lengerich 2007, ISBN 978-3899673883.

Verfilmung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf den 51. Internationalen Hofer Filmtagen 2017 hatte der 75-minütige Dokumentarfilm „Der Motivationstrainer“ Premiere. Eineinhalb Jahre lang begleiteten die Filmemacher Martin Rieck und Julian Amershi Jürgen Höller und dessen Co-Trainer Mike Dierssen durch ihre "Power-Days". „Es ist einer der interessantesten aktuellen Filme über dieses Land“, schrieb Bert Rebhandl in der FAZ. „Früher beteten die Menschen zu Gott, nun versuchen sie, sich so zu positionieren, dass sich das Universum vor allem ihnen zuspricht - in Form von Ideen, Schwingungen oder am besten gleich direkt Geld.“[3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Drei Jahre ins Gefängnis. Manager Magazin, 8. April 2003
  2. Meldung auf den Seiten der Jürgen Höller Academy, abgerufen am 27. Dezember 2015
  3. Bert Rebhandl: Motivation ist Handelsware. In: FAZ. Nr. 253. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt 1. November 2017, S. 12.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]