Jürgen Höller

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Jürgen Höller (* 19. Oktober 1963 in Schweinfurt) ist ein deutscher Motivationstrainer und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höller gründete mit 19 Jahren seine ersten Unternehmen und durchlebte mehrere Pleiten, bis er schließlich ein Fitnessstudio aufbaute und in den Beratungsmarkt einstieg. Seit 1988 war Höller auch als Redner, Trainer und Autor tätig.[1] Seit den frühen 1990er Jahren veranstaltet er Motivationsseminare, in denen er eine Mischung verschiedener, vorgeblich das Unterbewusstsein positiv beeinflussender Techniken, namentlich Positives Denken, NLP, Hypnose und Mentaltraining anbietet.

2001 wollte Höller mit der von ihm gegründeten Weiterbildungsfirma Inline AG an den Neuen Markt und mit den Börsengeldern zum „weltweit größten Konzern im Bereich Weiterbildung“ werden. Der geplante Börsengang fiel jedoch aus und Inline musste am 21. Dezember 2001 Insolvenz anmelden.[2]

Im April 2003 wurde Höller vom Landgericht Würzburg wegen Untreue und vorsätzlichen Bankrotts zu drei Jahren Haft verurteilt.[3][4] Wegen guter Führung wurde er nach teilweiser Verbüßung der Haftstrafe im Mai 2004 entlassen und gründete die Jürgen Höller KG.[5][6][7]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sekundärliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verfilmungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Filmemacherin Doris Metz veröffentlichte 2002 ihren Film Ich werde reich und glücklich über Jürgen Höller.[8]

Auf den 51. Internationalen Hofer Filmtagen 2017 hatte der 75-minütige Dokumentarfilm Der Motivationstrainer Premiere. Eineinhalb Jahre lang begleiteten die Filmemacher Martin Rieck und Julian Amershi Jürgen Höller und dessen Co-Trainer Mike Dierssen durch ihre „Power-Days“. „Es ist einer der interessantesten aktuellen Filme über dieses Land“, schrieb Bert Rebhandl in der FAZ. „Früher beteten die Menschen zu Gott, nun versuchen sie, sich so zu positionieren, dass sich das Universum vor allem ihnen zuspricht – in Form von Ideen, Schwingungen oder am besten gleich direkt Geld.“[9] Der Film wurde am 4. September 2018 in Das Erste erstausgestrahlt.[10]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Jürgen Höller Story, abgerufen am 26. Februar 2019
  2. Buch aus dem Knast: Märchenstunde mit Jürgen Höller - DER SPIEGEL - Job & Karriere. Abgerufen am 2. August 2020.
  3. Drei Jahre ins Gefängnis. Manager Magazin, 8. April 2003
  4. Jürgen Höller: Gezähmt und geläutert aus der Haft entlassen. Abgerufen am 2. August 2020.
  5. Jürgen Höller: Gezähmt und geläutert aus der Haft entlassen. Abgerufen am 2. August 2020.
  6. Motivationscoaching im Beruf: Jürgen Höller – das Auf und Ab eines Gurus. Abgerufen am 2. August 2020.
  7. Jürgen Höller – das Auf und Ab eines Gurus, Handelsblatt, 2. Februar 2015
  8. CINEMA online: Ich werde reich und glücklich (2002) - Film | cinema.de. Abgerufen am 25. Februar 2020.
  9. Bert Rebhandl: Motivation ist Handelsware. In: FAZ. Nr. 253. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt 1. November 2017, S. 12.
  10. Christoph Twickel: Wie Kapitalismus zur Religion wird, Spiegel Online vom 4. September 2018; abgerufen am 5. September 2018

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]