Jasmin Kosubek

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Jasmin Kosubek (* wahrscheinlich 1987[1] in Reutlingen[2]) ist eine deutsche TV-Moderatorin. Bei RT Deutsch moderiert sie seit November 2014 die Sendung Der Fehlende Part.[3][4][5]

Herkunft und Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jasmin Kosubek ist die Tochter eines Deutschen und einer Brasilianerin.[2] Sie ging in Graz zur Schule.[6] Von 2007 bis 2011 studierte sie Betriebswirtschaftslehre und Marketingkommunikation an der Hochschule Pforzheim und schloss mit einem Bachelor of Science ab. Ab 2011 folgte ein Studium der International Business and Economics mit dem Schwerpunkt International Management, Economics und Umweltmanagement an der Universität Hohenheim, welches sie 2014 mit einem Master of Science beendete.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit November 2014 ist sie bei RT Deutsch in Berlin tätig, dem deutschsprachigen Internet-Ableger des regierungsnahen und staatlich finanzierten russischen TV-Netzwerkes RT.

Mediale Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund ihrer Tätigkeit für RT Deutsch geriet Kosubek zum Start ihrer Sendung Der Fehlende Part im November 2014 in den Fokus der Medienöffentlichkeit, wobei nicht zuletzt ihr Aussehen thematisiert wurde. So ist sie im Münchner Merkur als „Putins schönes Gesicht für Deutschland“[3] und in der Tageszeitung Die Welt als das „optisch auffälligste Merkmal dieser publizistischen Offensive aus Moskau“[7] betitelt worden. Auch in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erschienen seinerzeit Artikel über Kosubeks Arbeit[8][9], ebenso in der Augsburger Allgemeine[4] und in Die Zeit[5].

Im Zusammenhang mit der teils von Polemik geprägten Darstellung von RT Deutsch in den sogenannten unabhängigen deutschen Medien findet sich ihr Name überdies in einer wissenschaftlichen Publikation.[10]

Medienresonanz erzeugte auch das von Kosubek geführte Interview, das Sigmar Gabriel als amtierender Bundesaußenminister RT Deutsch in der Endphase des Bundstagswahlkampfs 2017 gewährte,[11] wenngleich es dabei eher um die journalistische Integrität des „Putin-Senders“ oder um Gabriels Verbalattacken gegen die AfD ging und Kosubek oft gar nicht namentlich genannt wurde.[12][13][14][15]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Jasmin Kosubek – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nach eigener Aussage während eines Interviews anlässlich des einjährigen Jubiläums der Erstausstrahlung ihrer Sendung am 13. November 2015 war sie zu diesem Zeitpunkt 28 Jahre alt, siehe „Russenpropaganda“? – Einjähriges Jubiläum von Der Fehlende Part. Aufzeichnung der Sendung auf YouTube, Timecode 9:40 ff.
  2. a b Nach eigener Aussage in einem von ihrer Urlaubsvertretung geführten Interview im Rahmen eines Der-Fehlende-Part-Sommerspecials: „Ich bin in Deutschland geboren, in Reutlingen […]. Mein Vater ist Deutscher, meine Mutter ist Brasilianerin.Druschba – Deutsch-russische Freundschaft in Zeiten der Krise Aufzeichnung der Sendung vom 19. August 2016 auf YouTube, Timecode 3:15 ff.
  3. a b Franz Rohleder: Sie ist Putins schönes Gesicht für Deutschland. Münchner Merkur (merkur.de), 14. November 2014.
  4. a b Michael Stifter: "Russia Today" auf Deutsch: kurze Röcke, "unabhängige Journalisten". Augsburger Allgemeine (augsburger-allgemeine.de), 19. November 2014.
  5. a b Carsten Luther: Das hat uns gerade noch gefehlt. Die Zeit (zeit.de), 19. November 2014.
  6. Zwischen Macht und Ohnmacht: Wie das System sich selbst am Leben erhält, ab Minute 0:16. Abgerufen am 18. Februar 2018.
  7. Reinhard Mohr: Putins deutsche Stimme. Die Welt (welt.de), 28. Dezember 2014
  8. Michael Hanfeld: „RT deutsch“: Mit dem kunterbunten Holzhammer Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz.net), 18. November 2014
  9. Olaf Sundermeyer: Mein Auftritt bei Putins Propagandasender. Frankfurter Allgemeine Zeitung (faz.net), 20. November 2014
  10. Danny Schmidt: Das Bild Russlands in den deutschen Leitmedien. Die Berichterstattung über Russland und Wladimir Putin im Rahmen der Ukrainekrise (= Internationale und interkulturelle Kommunikation. Band 12). Frank & Timme, Berlin 2016, ISBN 978-3-7329-0204-0, S. 87.
  11. RT Im Gespräch: Sigmar Gabriel. RT Deutsch, Aufzeichnung der Sendung vom 20. September 2017
  12. Annett Meiritz: Der entgrenzte Wahlkampf. Spiegel Online, 16. September 2017
  13. Tobias Schulze: Propaganda? Welche Propaganda? taz, 22. September 2017
  14. Tobias Lorenz: Umstrittenes Interview mit Putin-Sender: Gabriel erneuert AfD-Nazi-Vergleich. Münchner Merkur (merkur.de), 20. September 2017.
  15. Ulli Tückmantel : Wie Gabriel sich dem Desinformations-Pack andient. Westdeutsche Zeitung (wz.de), 22. September 2017