Joram Aridor

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Joram Aridor (* 24. Oktober 1933 in Tel Aviv) ist ein israelischer Politiker und ehemaliger Minister.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Schulausbildung an der Tel Aviv High School absolvierte er ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, Politikwissenschaften und Rechtswissenschaften an der Hebräischen Universität Jerusalem. Anschließend war er als Rechtsanwalt tätig.

Seine politische Laufbahn begann er mit seiner Wahl zum Abgeordneten der Knesset am 17. November 1969, wo er bis zum 21. November 1988 die Interessen der Cherut und dann ab 1974 des Likud vertrat. Von Januar 1974 bis Juni 1977 war er nicht nur Vorsitzender des Ausschusses für Innere Angelegenheiten und Umwelt, sondern auch Vorsitzender des Unterausschusses für Grundrechte. Zeitweise war er auch Vorsitzender der Fraktionen der Cherut und des Likud sowie Vorsitzender des Sekretariats der Cherut.

Am 4. Juni 1977 wurde er als Vizeminister im Amt des Premierministers Menachem Begin ins Kabinett berufen. Am 5. Januar 1981 wurde er dann von Begin zum Kommunikationsminister ernannt und am 21. Januar 1981 zugleich Finanzminister.[1][2][3] Dieses Amt behielt er auch in der nachfolgenden Regierung von Jitzchak Schamir bis zu seinem Rücktritt wegen der Kosten der Invasion in den Libanon[4], seinem Scheitern beim Versuch der Dollarisierung aufgrund des schwachen Wechselkurses des Schekel, des Staatsdefizits und der wachsenden Inflation am 15. Oktober 1983.[5][6][7][8][9][10][11]

Zwischen 1990 und 1992 war er Botschafter bei den Vereinten Nationen (UN).[12][13] 2002 wurde er von Kommunikationsminister Reuven Rivlin zum Vorstandsvorsitzenden des staatlichen Kommunikationsunternehmens Bezeq ernannt. Schließlich wurde er im Februar Vorsitzender der sogenannten Aridor-Kommission, einer Staatlichen Kommission zur Unterstützung öffentlicher Institutionen.[14]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Minister of Finance, Past Finance Ministers (Memento des Originals vom 9. Dezember 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mof.gov.il
  2. Michael Wolffsohn: Israel: Geschichte, Politik, Gesellschaft, Wirtschaft. Springer-Verlag, 2007, ISBN 978-3-531-15654-5, S. 401 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  3. „Familiar Field“, TIME-MAGAZINE 20. April 1981
  4. Geschönte Rechnung. In: Der Spiegel. Nr. 33, 1982 (online16. August 1982).
  5. „Der Rückzug wird teuer“, Die Zeit 12. Februar 1982
  6. „Wie eine Änderung der Nationalhymne - Der Plan, über den Joram Aridor stürzte“, HAMBURGER ABENDBLATT 14. Oktober 1983 (Memento vom 28. Juli 2014 im Internet Archive)
  7. „Schock für Israelis - Shamir in der Krise“, HAMBURGER ABENDBLATT 14. Oktober 1983 (Memento vom 28. Juli 2014 im Internet Archive)
  8. Ins Ungewisse. In: Der Spiegel. Nr. 42, 1982 (online17. Oktober 1983).
  9. Ralf Balke: Israel. C.H.Beck, 2007, ISBN 978-3-406-55836-8, S. 165 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  10. HISTORY LESSON-ISRAEL'S ECONOMY 1948–1992
  11. Haim Barkai, Nissan Liviatan: The Bank of Israel: Volume 2: Selected Topics in Israel's Monetary Policy. 2007, ISBN 0-19-530073-4, S. 110.
  12. Israel’s UN Ambassadors
  13. „Israel Approves Ex-Minister As Envoy to United Nations“, THE NEW YORK TIMES 17. September 1990
  14. „Baby, it's cold outside“, HA'ARETZ 29. September 2005