Jugend hackt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Teilnehmer bei Jugend hackt
Teilnehmer bei Jugend hackt

Jugend hackt ist ein Hackathon für Jugendliche im Alter von zwölf bis achtzehn Jahren zur Förderung des Programmierernachwuchses, der seit 2013 von der Open Knowledge Foundation Deutschland und dem Verein mediale pfade.org – Verein für Medienbildung veranstaltet wird.[1][2] Ziel der Veranstaltungen ist es, die Jugendlichen für Software und Hardware zu begeistern, sowie die ethischen Grundlagen im Umgang mit Informationstechnologien zu vermitteln.[3] Das Motto von Jugend hackt ist: „Mit Code die Welt verbessern“.[4]

Entstehung und Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Veranstaltung fand in Berlin im Stadtteil Prenzlauer Berg mit circa 60 Jugendlichen statt.[5] 2014 erhöhte sich die Anzahl der Teilnehmer auf circa 120.[6] 2015 fanden neben der Berliner Veranstaltung erstmals vier Regionalveranstaltungen in Hamburg, Dresden, Ulm und Köln statt.[7] 2016 wurde Jugend hackt erstmals auch in Österreich (in Linz), in der Schweiz (in Zürich) und Südkorea (in Seoul) veranstaltet.[2][8][9] Für das Jahr 2017 konnte Jugend hackt insgesamt etwa 570 Teilnehmer verzeichnen.[10] Zusätzlich hinzugekommen waren Frankfurt am Main, Halle, Hongkong, Taipeh und Tokio.

2017 fand die Veranstaltungen in Berlin, Hamburg, Frankfurt am Main, Köln, Ulm, Halle, Zürich, Linz, Tokio, Hongkong und Taipeh statt,[11] 2018 waren es Veranstaltungen in Berlin, Frankfurt am Main, Halle, Köln, Schwerin und Ulm.[12] 2019 in Indien, Sri Lanka, Köln, Schaffhausen/Schweiz, Hamburg, Frankfurt am Main, Berlin, Korea und Japan, Heidelberg, Linz/Österreich, Ulm und Halle/Saale.[12]

Eine Veranstaltung findet in der Regel über ein Wochenende hinweg statt. Zur Teilnahme wird lediglich ein wenig Hintergrundwissen und ein allgemeines Interesse am Programmieren vorausgesetzt, da jeder Teilnehmer sich sein Projekt und seine Aufgaben selbst aussucht[13] und von ehrenamtlichen Mentoren unterstützt wird. Die Jugendlichen setzen in dieser Zeit in Gruppen Hard- oder Softwareprojekte um und präsentieren ihre Ergebnisse in einer Abschlusspräsentation der Öffentlichkeit.[14] Den Jugendlichen wird die Idee von Open Source vermittelt, um den Quellcode ihrer Software unter einer freien Lizenz veröffentlichen zu können.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die folgenden Abschnitte sind eine Übersicht über bisherige und angekündigte Veranstaltungen, deren Datum und die Anzahl der Teilnehmenden (ausgenommen Veranstaltungen in Asien):

2013[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 6. – 8. September (60 Teilnehmende)

2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 12. – 14. September (120 Teilnehmende)

2015[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dresden 5. – 7. Juni (30 Teilnehmende)[15]
  • Ulm 12. – 14. Juni (48 Teilnehmende)[16]
  • Köln 11. – 13. September (40 Teilnehmende)[17]
  • Hamburg 18. – 20. September (37 Teilnehmende)[18]
  • Berlin 16. – 18. Oktober (140 Teilnehmende)[19]

2016[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 14. – 16. Oktober (120 Teilnehmende)[20]
  • Dresden 17. – 19. Juni (48 Teilnehmende)[21]
  • Hamburg 10. – 12. Juni (70 Teilnehmende)[22]
  • Köln 10. – 12. Juni (60 Teilnehmende)[7]
  • Ulm 10. – 12. Juni (60 Teilnehmende)[23]
  • Linz 4. – 6. November (35 Teilnehmende)[24]
  • Zürich 11. – 13. November (28 Teilnehmende)[24]

2017[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 24. – 26. November (120 Teilnehmende)
  • Frankfurt am Main 30. Juni – 2. Juli (29 Teilnehmende)
  • Halle 10. – 12. November (27 Teilnehmende)[25]
  • Hamburg 9. – 11. Juni (60 Teilnehmende)[26]
  • Köln 08. – 10. September (60 Teilnehmende)
  • Ulm 29. September – 1. Oktober (50 Teilnehmende)
  • Linz 17. – 19. November (30 Teilnehmende)
  • Zürich 27. – 29. Oktober (20 Teilnehmende)

2018[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 19. – 21. Oktober (120 Teilnehmende)[27]
  • Frankfurt am Main 15. – 17. Juni (50 Teilnehmende)[28]
  • Halle 10. – 12. August (50 Teilnehmende)[29]
  • Köln 11. – 13. Mai (60 Teilnehmende)[30]
  • Ulm 23. – 25. November[31] (50 Teilnehmende)
  • Schwerin 1. – 3. Juni (30 Teilnehmende)[32]
  • Heidelberg 9. – 11. November (30 Teilnehmende)
  • Schaffhausen 10. – 12. August (35 Teilnehmende)

2019[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berlin 4. – 6. Oktober (120 Teilnehmende)
  • Frankfurt am Main 27. – 29. September (40 Teilnehmende)
  • Halle 8. – 10. November (35 Teilnehmende)
  • Hamburg 30. August – 1. September (50 Teilnehmende)
  • Köln 24. – 26. Mai (50 Teilnehmende)[33]
  • Ulm 1. – 3. November (45 Teilnehmende)
  • Rostock-Warnemünde 14. – 16. Juni (40 Teilnehmende)[34]
  • Heidelberg 18. – 20. Oktober (50 Teilnehmende)
  • Schaffhausen 30. August – 1. September (35 Teilnehmende)

2020[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alle Remote-Veranstaltungen haben angesichts der COVID-19-Pandemie als Online-Hackathon stattgefunden.

  • Halle Remote 4. – 6. September (20 Teilnehmende)
  • Hamburg Remote 18. – 20. September
  • Heidelberg 6. – 8. November (40 Teilnehmende)
  • Jugend hackt Remote 19. – 22. März (27 Teilnehmende)
  • Köln 27. – 29. November (36 Teilnehmende)
  • Linz Remote als internationale Veranstaltung auf Englisch 29. August
  • „Mädchen vernetzen“ in Jülich 7. – 9. Februar (17 Teilnehmende)

2022[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dresden 22.–24. April
  • Frankfurt am Main 17.–19. Mai (48 Teilnehmende)
  • Rhein-Neckar 15.–17. Juli (22 Teilnehmende)
  • Hamburg 2.–4. September
  • Berlin 7.–9. Oktober
  • Linz 28.–30. Oktober
  • Köln 4.–6. November

Teilnehmeranzahl[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gesamtanzahl Teilnehmer[10]
2013 60
2014 120
2015 310
2016 445
2017 ~ 570
2018 ~ 425
2019 ~ 465

Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Hard- oder Softwareprojekte, die im Rahmen von Jugend hackt entstehen, werden auf hackdash.org gesammelt, der Quellcode der Projekte wird meist unter einer freien Lizenz auf GitHub unter github.com/jugendhackt oder GitLab unter gitlab.com/jugendhackt veröffentlicht. Die Projekte befassen sich mit alltäglichen Problemen der Jugendlichen bis hin zu komplexen gesellschaftlichen Problemen, beispielsweise entwickelten einige der Jugendlichen 2014 das Projekt awearness, welches mittels eines 3D-gedruckten Armbands vor Überwachungskameras warnen soll.[35][36] 2017 entstand das Projekt ShitHub, welches Programmcode kollaborativ auf Sicherheitslücken und andere Probleme überprüfen möchte.[37][38] Letzteres Projekt wird – wie einige andere Jugend hackt-Projekte ebenfalls – auch nach Ende des Hackathons noch weiter entwickelt.

hello world[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

hello world ist ein 2017 gestartetes Programm für Einsteiger ab 10 Jahren. Die hello world Workshops sind im Vergleich zu den Events meist ohne Übernachtung und die Teilnehmer werden von den Pädagogen und Mentoren mehr geführt. 2017 fanden durch eine Förderung des Landes NRW 40 Workshops in Nordrhein-Westfalen statt, 2018 gab es in Linz und NRW regelmäßige Workshops. Seit Anfang 2019 tritt hello world als eigenständiges Projekt auf, wobei Jugend hackt weiterhin Netzwerkpartner ist und gemeinsame Veranstaltungen mit beiden Programmen stattfinden.[39]

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Jugend Hackt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Was ist…? In: jugendhackt.org. Abgerufen am 7. November 2016.
  2. a b Kerstin Trüdinger: Einmal Hacker, immer Hacker. In: didacta. Das Magazin für lebenslanges Lernen, Nr. 01/17, S. 48–51, hier S. 50.
  3. Fridtjof Küchemann: Bildungsprojekt „Jugend hackt“: Was haben sie jetzt wieder ausgeheckt? In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 18. Oktober 2016, ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 7. November 2016]).
  4. Jugend hackt. Mit Code die Welt verbessern. Abgerufen am 28. Januar 2017.
  5. SPIEGEL ONLINE, Hamburg Germany: „Jugend hackt“ in Berlin: Bananen verdrahten und Codezeilen schreiben. In: SPIEGEL ONLINE. Abgerufen am 8. November 2016.
  6. Jugend hackt – ein Wochenende lang Hacken, Basteln und Programmieren | netzpolitik.org. In: netzpolitik.org. Abgerufen am 8. November 2016.
  7. a b Das waren Jugend hackt Nord, Süd und West. Abgerufen am 11. März 2017.
  8. Méline Sieber: «Jugend hackt»: Zurück zu den Wurzeln der Hackathons. In: Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). 14. November 2016, abgerufen am 14. November 2016.
  9. Jugend hackt. (tagesspiegel.de [abgerufen am 18. Februar 2017]).
  10. a b Jugend hackt FFM on Twitter. In: Twitter. (twitter.com [abgerufen am 7. Juni 2018]).
  11. Events. 7. Oktober 2017, abgerufen am 23. April 2018.
  12. a b Events. Abgerufen am 23. April 2018.
  13. Mitmachen. Abgerufen am 26. November 2017.
  14. Projekte. Abgerufen am 28. Januar 2017.
  15. SLUB Dresden: „Jugend hackt“ präsentiert Ergebnisse, die begeistern. (slub-dresden.de [abgerufen am 29. Dezember 2017]).
  16. Im “Spiel des Lebens” wird soziale Ungleichheit verdeutlicht und durch “Paketmagie” entsteht ein dezentrales, umweltfreundliches Logistiksystem – die Jugend im Süden hat gehackt! 17. Juni 2015, abgerufen am 28. Oktober 2019.
  17. Jugend hackt West war ein voller Erfolg. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  18. Der Norden wurde erfolgreich gehackt! 25. September 2015, abgerufen am 28. Oktober 2019.
  19. Das war Jugend hackt 2015 in Berlin. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  20. Jugend hackt Berlin – 2016. In: Flickr. (flickr.com [abgerufen am 23. Dezember 2017]).
  21. Selbstsortierende Mülleimer und QR-Codes statt Kassenzettel. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  22. Offene Daten, Offene Räume, Offene Köpfe – Wir haben den Norden gehackt! Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  23. Annika Bingmann: Jugend hackt an der Uni Ulm Wie 60 Nachwuchsprogrammierer die Welt verbessern. 13. Juni 2016, abgerufen am 16. Januar 2018.
  24. a b Jugend hackt goes international – ein Rückblick. Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  25. Das erste Jugend hackt in Halle: Endlich war es soweit! Abgerufen am 23. Dezember 2017.
  26. Jugend hackt in Hamburg – zehn tolle Projekte zum Jahresmotto „Echt oder falsch?“ Abgerufen am 30. November 2017.
  27. Jugend hackt in Berlin 2018. Abgerufen am 30. Mai 2018.
  28. Anmeldung für Jugend hackt in Frankfurt am Main. Archiviert vom Original am 9. April 2019; abgerufen am 9. März 2018.
  29. Anmeldung für Jugend hackt in Halle. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 9. April 2019; abgerufen am 30. Mai 2018.
  30. Jugend hackt in Köln geht in die vierte Runde – fjmk NRW. In: fjmk NRW. 14. Februar 2018 (jugendmedienkultur-nrw.de [abgerufen am 18. Februar 2018]).
  31. Jugend hackt in Ulm. Abgerufen am 30. Mai 2018.
  32. Jugend hackt in Schwerin 2018. Abgerufen am 9. März 2018.
  33. Jugend hackt Saison 2019 – Das war der Auftakt in Köln \o/. 13. Juni 2019, abgerufen am 25. Juni 2019.
  34. So war es bei Jugend hackt in Rostock. 25. Juni 2019, abgerufen am 25. Juni 2019.
  35. Was ist…? Abgerufen am 15. April 2018.
  36. awearness by awearness. Abgerufen am 15. April 2018.
  37. ShitHub. (Nicht mehr online verfügbar.) Archiviert vom Original am 16. April 2018; abgerufen am 15. April 2018.
  38. Jugendhackt/ShitHub. Abgerufen am 15. April 2018 (englisch).
  39. hello world: About. Abgerufen am 29. August 2020 (englisch).
  40. Jugend hackt – Mit Code die Welt verbessern. Dieter Baacke Preis, abgerufen am 8. März 2022.
  41. Preisverleihung 2016. Deutscher Engagementpreis 2016 an sechs beeindruckende Initiativen und Projekte verliehen. In: Deutscher Engagementpreis. Abgerufen am 18. Februar 2017.
  42. Die Preisträger 2017. Respekt! Die Stiftung zur Förderung von jugendkultureller Vielfalt und Toleranz, Forschung und Bildung, 2. September 2017, abgerufen am 6. August 2018.
  43. BKM-Preis Kulturelle Bildung 2018 verliehen. Grütters: Schlüssel zu gesellschaftlichem Zusammenhalt. In: bundesregierung.de. Presse- und Informationsamt der Bundesregierung, 30. Juni 2018, abgerufen am 12. Juli 2018.