Julija Andrejewna Jefimowa

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Julija Jefimowa Schwimmen
Julia Efimova in Budapest.jpg
Persönliche Informationen
Name: Julija Andrejewna Jefimowa
Nation: RusslandRussland Russland
Schwimmstil(e): Brust
Verein: Wolgodonsk Swim Club
Geburtstag: 3. April 1992
Geburtsort: Grosny
Größe: 1,73 m
Gewicht: 62 kg
Medaillenspiegel

Julija Andrejewna Jefimowa (russisch Юлия Андреевна Ефимова, wiss. Transliteration Julija Andreevna Efimova; * 3. April 1992 in Grosny) ist eine russische Brustschwimmerin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jefimowa lebt in Taganrog und trainiert dort beim Wolgodonsk Swim Club mit Irina Wjatschanina.

Das erste Mal trat sie bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2007 in Debrecen ins internationale Rampenlicht, als sie überlegen alle Brustdistanzen für sich entscheiden konnte. Über 100 m und 200 m konnte sie Kurzbahn-Europarekorde schwimmen, wobei sie beim 100 m Rekord, als erste Frau unter 01:05,00 Minuten blieb.

Wenige Monate später bei den Europameisterschaften 2008 in Eindhoven triumphierte sie über die 200 m Brust, und holte über die 50 m Brust Silber. Auf der 100 m-Distanz enttäuschte sie allerdings, als sie den Finaleinzug verpasste. Bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking wurde sie über die beiden Bruststrecken Vierte und Fünfte.

Bei Olympia 2012 in London gewann sie über 200 m Brust die Bronzemedaille. Im Jahr 2013 wurde sie in Barcelona Weltmeisterin über 200 m und Zweite über 100 m.

Dopingmissbrauch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine „A-Probe“ der Sportlerin ergab im Oktober 2013 ein positives Ergebnis auf das verbotene Steroid Dehydroepiandrosteron (DHEA).[1] Im Mai 2014 wurde sie vom Schwimm-Weltverband FINA für 16 Monate gesperrt. Alle Ergebnisse seit der Kontrolle am 31. Oktober 2013, darunter vier Titelgewinne bei den Kurzbahneuropameisterschaften 2013, sowie ihre in dieser Zeit aufgestellten Weltrekorde wurden annulliert.[2] Laut dem Urteil habe es sich um keinen gewollten Dopingmissbrauch gehandelt. Sie habe sich beim Kauf eines Nahrungsergänzungsmittels auf die Angaben eines Verkäufers verlassen.

Im März 2016 wurde bekannt, dass sie erneut des Dopings überführt wurde. Sie soll die seit dem 1. Januar 2016 verbotene Substanz Meldonium genommen haben. Vom Weltverband wurde sie deshalb provisorisch gesperrt und als Wiederholungstäterin droht ihr eine lebenslange Sperre.[3]

Im Juli 2016 wurde Jefimowa von der FINA im Zusammenhang mit den Erkenntnissen über jahrelanges systematisches Doping in Russland bzw. wegen ihres früheren Dopingvergehens von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro ausgeschlossen.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weltmeisterin Efimova: Wirbel um positiven Dopingtest
  2. 16 Monate Sperre für Doppel-Weltmeisterin Julia Efimova Swim, 13. Mai 2014, abgerufen am 29. Oktober 2014.
  3. Schwimm-Weltmeisterin Jefimowa positiv getestet. In: sportschau.de. 17. März 2016, abgerufen am 17. März 2016.
  4. Olympia in Rio: Sieben russische Schwimmer gesperrt bei nzz.ch, 25. Juli 2016 (abgerufen 25. Juli 2016).