KAS Eupen

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KAS Eupen
KAS Eupen
Voller Name Königliche Allgemeine Sportvereinigung Eupen
Ort Eupen
Gegründet 9. Juli 1945 (Fusion)
Vereinsfarben weiß-schwarz
Stadion Kehrwegstadion
Plätze 8.363
Präsident DeutschlandDeutschland Christoph Henkel (Generaldirektor)
Trainer SpanienSpanien Jordi Condom Aulí
Homepage as-eupen.be
Liga 1. Division
2015/16 2. Platz (2. Division)
Heim
Auswärts
Ehemaliges Vereinslogo (bis 2010)
Ehemaliges Vereinslogo (bis 2013)
Kehrwegstadion (Tribüne 3)

Die Königliche Allgemeine Sportvereinigung Eupen, oftmals mit KAS Eupen (vormals AS Eupen) abgekürzt, ist ein belgischer Fußballverein aus Eupen. Er spielt überwiegend in der Zweiten Belgischen Division und ist der erfolgreichste Fußballverein der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. In der Saison 2010/11 spielte die Mannschaft erstmals in der Ersten Division, stieg jedoch nach nur einer Spielzeit wieder ab. Nach vier Spielzeiten in der Zweitklassigkeit gelang dem Club drei Mal die Teilnahme an der Relegation zur Ersten Division, welche insbesondere in den letzten beiden Spielzeiten denkbar knapp verloren gegangen sind. In der Saison 2015/16 gelang ihr schließlich der Wiederaufstieg in die höchste belgische Liga.

Vereinsname[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das „AS“ im Vereinsnamen stand bei der Gründung 1945 für die französische Bezeichnung Alliance Sportive (Sportvereinigung). In den Nachkriegsjahren schien den deutschsprachigen Belgiern eine französische Benennung des Vereins geboten. Als man später eine deutschsprachige Abkürzung suchte (da Eupen deutschsprachig ist), fand man Allgemeine Sportvereinigung am passendsten. Man wollte die Initialen nicht mehr verändern. Nachdem die AS 1995 königlich wurde, wurde der Vereinsname in „Königliche Allgemeine Sportvereinigung Eupen“ (KAS Eupen) geändert.

Das Maskottchen der KAS Eupen ist ein Pandabär.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1945–1970[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Club wurde am 9. Juli 1945 als AS Eupen gegründet und entstand aus der Fusion von Jugend Eupen und dem FC Eupen 1920[1]. Die Wurzeln des Vereins reichen über seine Vorgängervereine somit bis Anfang des 20. Jahrhunderts zurück. Der Verein startete in der Saison 1945/46 aus der Provinzklasse heraus und konnte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten stetig nach oben kämpfen. In der Saison 1969/70 gelang der Aufstieg in die zweite belgische Division.

1970–2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1973/74 schaffte der Eupener Klub es in die Aufstiegsrunde für die Erste Division, musste jedoch nach umstrittenen Schiedsrichterentscheidungen zurückstecken und in der zweiten Division verbleiben. In der darauffolgenden Saison stieg die AS Eupen in die dritte Division ab. Es folgten kurz darauf ein Wiederaufstieg sowie ein erneuter Abstieg.

1979 wurde der ehemalige Bundesligaspieler und -trainer Horst Witzler neuer Trainer des Vereins. Witzler war ehemaliger Bundesligatrainer und hatte Erstdivisionserfahrung mit Sint Truiden. Er sicherte den Klassenerhalt des Vereins.

Für die Saison 1980/81 wurde Claudy Chauveheid als Spieler verpflichtet. Als Trainer bzw. Co-Trainer kamen René Lenaers und Robert Foguenne zum Verein. Nach Ausfällen zweier Torwarte belegte die Mannschaft am Ende Platz 16 der Liga. Es folgten weitere Trainerwechsel: Edy Lemaire, in der Saison 1982/83 Claude Semianov Trainer und als Assistent Pierrot Schmitz. Am 12. Dezember 1985 wurden sie von Horst Witzler abgelöst, der den Verein abermals vor dem Abstieg bewahrte.

Witzler sollte Trainer bleiben, man wurde sich aber nicht einig und so kam Guy Raskin und der stieg mit der AS 1987/88 ab in die Promotion. Peter Haag übernahm das Training in 1988/89, trat aber nach vier Wochen zurück, sein Assistent Georges Pirnay übernahm die Geschicke und wurde am 22. Oktober 1988 durch den Jugoslawen Jovan Ćurčić ersetzt[2]. Der blieb bis zum 6. April 1989, vier Wochen vor Meisterschaftsende. Dann sprang Hubert Vandormael ein und die AS rettete sich am vorletzten Spieltag. 1989/90 leitete Patrice Broeders die Mannschaft.

Die Saison 90/91 bescherte der Mannschaft André Heymann als Trainer und Hubert Vandormael als seinen Berater. Nach 19 Spielen stand die erste Mannschaft mit 14 Punkten auf einem Abstiegsplatz, sodass ein neuer Trainer gesucht wurde. Die Wahl fiel am 28. Januar 1991 auf Frank Neumann. Am Ende erreichte die AS Platz 12 mit 27 Punkten. Als Assistent von Neumann kam 1992/93 Manfred Theissen. 1994/95 ergriff Toni Fagot als Trainer das Ruder und führte die Schwarz-Weißen in die 3. Division.

Ab 2000[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einer erneuten Talfahrt schaffte der Verein im Jahre 2002 schließlich erneut den Aufstieg in Belgiens zweithöchste Spielklasse. Im darauffolgenden Jahr konnte er wiederum um den Aufstieg spielen, musste sich jedoch knapp geschlagen geben. Auch in der Saison 2009/10 befand sich die AS Eupen weiterhin in der zweiten Division. Es war das erste Mal in der Vereinsgeschichte, dass der Verein eine siebte Saison in Folge in der zweithöchsten Spielklasse in Angriff nehmen konnte. Eupen beendete die Saison auf dem vierten Platz und qualifizierte sich damit für die Endrunde um den Aufstieg in die erste Liga. Am 23. Mai 2010, im vorletzten Spiel der Aufstiegsrunde, sicherte sich die KAS Eupen mit einem 2:1-Sieg gegen RAEC Mons den Aufstieg in die Erste Division. Damit wurde Eupen der erste Verein des deutschsprachigen Belgiens, der in der höchsten Spielklasse vertreten war.

In die erste Saison in der Ersten Division startete die KAS Eupen katastrophal, sie verlor neun der ersten zehn Spiele und konnte nur einen Punkt holen. Am 16. Oktober 2010 gelang der erste Sieg in der ersten Liga, die VV St. Truiden wurde im neu umgebauten Kehrwegstadion mit 6:0 besiegt.[3] Am Ende der Saison belegte der Verein mit 23 Punkten aus dreißig Spielen den vorletzten Platz in der Ligatabelle und musste somit in die Relegation gegen den Tabellenletzten Sporting Charleroi. In der auf maximal fünf Spieltage angesetzten Serie setzte sich Eupen nach zwei Siegen und einem Unentschieden bei einer Niederlage in vier Spielen durch und nahm somit zusammen mit den Zweit- bis Viertplatzierten der zweiten Liga an der Endrunde zur Qualifikation für die erste Liga teil. Dort blieb die KAS Eupen in sechs Spielen punktlos und stieg somit nach nur einem Jahr wieder in die zweite Division ab.

Ende der Saison 2010/11 war Danny Ost Trainer der KAS Eupen. Dieser hatte den Verein zu Ende der Saison 2009–2010 in die erste Liga geführt. Wegen mangelhafter Resultate wurde Ost jedoch Ende August 2010 für ein Spiel durch Italiener Ezio Capuano und ab dem 25. September 2010 durch den Franzosen Albert Cartier ersetzt.[4] Am 3. April 2011 gab die Vereinsführung überraschend und inmitten der Play-off 3-Phase die Kündigung von Cartier und die Wiedereinstellung von Ost für den Rest der laufenden Saison bekannt.[5] Trainer der KAS Eupen war in der Saison 2011/12 Wolfgang Frank.[6][7] [8]

Im Juni 2012 wurde bekannt, dass die Aspire Zone Foundation aus Katar die KAS Eupen gekauft hat.[9] Mit dem Einstieg der Investoren veränderte sich Eupens Mannschaft: Nachdem der Stamm der Mannschaft bisher von Belgiern und Deutschen aus dem nahen Nachbarland bestimmt wurde, wird er zunehmend von Spielern aus verschiedenen Ländern Afrika dominiert, beispielsweise aus Senegal oder Nigeria. Ab der Saison 2014/15 fanden sich auch mehrere Spieler aus Katar im Kader von Eupen.

In der Saison 2015/16 belegte die KAS sportlich den zweiten Platz in der 2. Division. Da der Meister, Royal White Star Bruxelles, jedoch keine Lizenz für die erste Liga erhielt, stieg Eupen als zweitplatzierte Mannschaft auf.[10] Erstmals seit der Saison 2010/11 ist Eupen wieder in der höchsten Liga Belgiens vertreten.

Stadion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit Jahrzehnten spielt die KAS Eupen im Kehrwegstadion, dem größten Stadion Ostbelgiens. Es fasst nach seiner Renovierung für die erste belgische Liga im Jahr 2010 8.363 Zuschauer.

Kader der Saison 2016/17[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

(Stand: 5. August 2016)[11]

Nr. Position Name
1 BelgienBelgien TW Hendrik Van Crombrugge
2 MaliMali AB Ibrahim Diallo
3 KatarKatar AB Fahad Al-Abdulrahman
5 SenegalSenegal AB Diawandou Diagne
6 KamerunKamerun AB Raoul Kenne
8 ElfenbeinküsteElfenbeinküste MF Jean Thierry Lazare
9 VenezuelaVenezuela ST Jeffrén
10 SpanienSpanien ST Luis García (C)Kapitän der Mannschaft
11 NigeriaNigeria MF Anthony Bassey
13 BelgienBelgien ST Damien Mouchamps
17 SudafrikaSüdafrika MF Phakamani Mngadi
18 BelgienBelgien MF Guy Dufour
19 FrankreichFrankreich ST Florian Taulemesse
Nr. Position Name
20 SenegalSenegal ST Mamadou Sylla
21 NigeriaNigeria ST Henry Onyekuru
22 BelgienBelgien AB Siebe Blondelle
23 MaliMali MF Abdoulaye Sanogo
25 NigeriaNigeria MF George Jamabo
27 SudafrikaSüdafrika AB Ntuthuko Radebe
28 GhanaGhana ST Eric Ocansey
30 SenegalSenegal TW Babacar Niasse
42 DeutschlandDeutschland AB Peter Hackenberg
77 BelgienBelgien TW Joseph Biersard
91 SpanienSpanien ST José Maria Cases
92 BelgienBelgien AB Nicolas Timmermans

Ehemalige Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.as-eupen.be/verein/historie/
  2. http://www.mondedufoot.fr/fiche_du_joueur/jovan-curcic/
  3. Grenzecho.net: Traumhafte Premiere: ein halbes Dutzend für die Vereinschronik. Abgerufen am 18. Oktober 2010.
  4. Trainerwechsel. In: as-eupen.be, 24. September 2010. Abgerufen am 26. September 2010.  (deutsch)
  5. Danny Ost ist zurück. In: as-eupen.be, 13. April 2011.  (deutsch)
  6. Wolfgang Frank als neuer AS-Trainer vorgestellt. In: www.grenzecho.net, 1. Juli 2011.  (deutsch)
  7. Pressemitteilung auf kicker.de
  8. Márquez López trainiert AS Eupen. In: www.transfermarkt.de, 7. Juli 2012. Abgerufen am 21. August 2016.  (deutsch)
  9. Die Kataris kommen: Aspire Zone Foundation kauft AS Eupen. In: www.brf.be, 4. Juni 2012. Abgerufen am 6. Juni 2012.  (deutsch)
  10. AS Eupen vor Aufstieg: Ausgelassene Feier im "Penalty" [Fotogalerie - Ostbelgien Direkt.] In: Ostbelgien Direkt. 6. Mai 2016, abgerufen am 7. Mai 2016 (de-de).
  11. as-eupen.be – Kader