Bernd Storck

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Bernd Storck
Bernd Storck.jpg
Bernd Storck (2009)
Personalia
Geburtstag 25. Januar 1963
Geburtsort HerneDeutschland
Größe 182 cm
Position Verteidigung
Junioren
Jahre Station
1977 SV Boele-Kabel v. 1882
1977–1981 VfL Bochum
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
1981–1983 VfL Bochum 24 (1)
1983–1989 Borussia Dortmund 146 (7)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)
1983 Deutschland U-21 7 (0)
Stationen als Trainer
Jahre Station
1996–2002 Hertha BSC (Co-Trainer)
2003–2004 VfL Wolfsburg (Co-Trainer)
2005–2006 Partizan Belgrad (Co-Trainer)
2006–2007 Borussia Dortmund (Co-Trainer)
2008 FK Almaty
2008 Kasachstan U-21
2008–2010 Kasachstan
2011 Kasachstan U-19
2012–2014 Olympiakos Piräus (U-21)
2015 Ungarn U-20
2015–2017 Ungarn
2018–2019 Royal Excel Mouscron
2019–2020 Cercle Brügge
1 Angegeben sind nur Ligaspiele.

Bernd Storck (* 25. Januar 1963 in Herne) ist ein deutscher Fußballtrainer und ehemaliger Fußballspieler. Zwischen 2015 und 2017 trainierte er die ungarische Nationalmannschaft.

Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karriere als Spieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Storcks Karriere als aktiver Fußballer begann bei der Sportvereinigung Boele-Kabel von 1882, einem Verein aus Hagen. Über Westfalia Herne kam er zum VfL Bochum, bei dem er in der Saison 1981/82 sein Debüt in der Fußball-Bundesliga gab. Im Sommer 1983 wechselte er zu Borussia Dortmund und blieb dort für sechs Jahre. Sein größter Erfolg als Profi war der Gewinn des DFB-Pokals 1989. Insgesamt erzielte er in 171 Bundesligaspielen acht Tore.

Karriere als Trainer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Ende seiner Spielerkarriere absolvierte er eine Trainerausbildung und war zunächst Co-Trainer von Jürgen Röber bei dessen Engagements bei dem VfB Stuttgart, Hertha BSC, dem VfL Wolfsburg, Partizan Belgrad und Borussia Dortmund.

Ab Juli 2008 war er Cheftrainer der kasachischen U-21-Nationalmannschaft und Trainer des Klubs FK Almaty. Von Januar 2009 bis zum 15. Oktober 2010 war Storck auch Nationaltrainer von Kasachstan, nachdem er zuvor bereits als Interimstrainer dort tätig gewesen war.[1] Drei Tage nach einer 0:3-Niederlage gegen die deutsche Nationalmannschaft in der Qualifikation für die EM 2012 wurde er entlassen.

Rund zwei Jahre danach wurde Storck von Olympiakos Piräus engagiert, um die Nachwuchsabteilung zu leiten.[2] Anfang März 2015 wurde er Sportdirektor beim ungarischen Fußballverband[3] und ist seit 20. Juli 2015 auch Trainer der ungarischen Fußballnationalmannschaft.[4] Als Co-Trainer engagierte er den Deutschen Andreas Möller und den Ungarn Zoltán Szélesi. Unter Storck qualifizierte sich Ungarn erstmals nach 44 Jahren wieder für eine EM-Endrunde.[5] Im März 2016 verlängerte der ungarische Fußballverband Storcks Vertragslaufzeit vorzeitig bis nach der Weltmeisterschaft 2018 in Russland.[6]

Im ersten Spiel der von Storck trainierten Mannschaft bei der Europameisterschaft 2016 gewann Ungarn mit 2:0 gegen Österreich, es folgte ein 1:1 gegen Island, sowie ein 3:3 gegen Portugal, womit sich Ungarn überraschend den Gruppensieg vor Island und Portugal sicherte. Nach der gescheiterten Qualifikation zur Weltmeisterschaft 2018 trat Storck am 17. Oktober 2017 vom Posten des Cheftrainers und Sportdirektors beim ungarischen Fußballverband zurück.[7]

Am 2. September 2018 ging er beim belgischen Erstdivisionär Royal Excel Mouscron eine Verpflichtung als Trainer für ein Jahr, mit der Option der Verlängerung ein. Mouscron hatte zu diesem Zeitpunkt nach sechs Spielen null Punkte.[8] Storck gelang es, den Verein vor dem Abstieg zu retten. Am 8. Mai 2019, als Mouscron über die Play-off 2 keine Europacup-Qualifikation mehr erreichen konnte, teilte er dem Verein mit, dass er seinen Vertrag nicht verlängert.[9]

Am 12. Oktober 2019 übernahm er wieder eine Trainertätigkeit bei einem belgischem Verein, Cercle Brügge, der zu diesem Zeitpunkt auf dem letzten Platz der Tabelle stand.[10] Durch Erfolge im Februar 2020 gelang es ihm, dass der Verein den Abstiegsplatz verließ. Bei Unterbrechung der Saison infolge der COVID-19-Pandemie nach dem vorletzten Spieltag der Hauptrunde war Cercle Brügge vor dem Abstieg gerettet. Am 22. April 2020 teilte Storck dem Verein mit, dass er für eine Vertragsverlängerung über den 30. Juni 2020 hinaus nicht zur Verfügung stehe.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. „Keine leichte Aufgabe“: Storck Nationaltrainer in Kasachstan. kicker.de, 30. Januar 2009, abgerufen am 16. November 2015.
  2. Storck nach Griechenland. transfermarkt.de, 9. Mai 2012, abgerufen am 16. November 2015.
  3. Német sportigazgatót igazolt az MLSZ. Magyar Labdarúgó Szövetség, 3. März 2015, abgerufen am 5. März 2015 (ungarisch).
  4. Bernd Storck veszi át a Dárdai-csapatot. Magyar Labdarúgó Szövetség, 20. Juli 2015, abgerufen am 20. Juli 2015 (ungarisch).
  5. Storck bleibt Trainer in Ungarn. (Memento vom 17. November 2015 im Internet Archive) SID-Meldung auf fifa.com, 16. November 2015.
  6. Storck verlängert bis WM 2018. fussball-wm.pro, 21. März 2016.
  7. Válogatott: közös megegyezéssel távozik Bernd Storck – hivatalos. Nemzeti Sport, 17. Oktober 2017, abgerufen am 17. Oktober 2017 (ungarisch).
  8. Trainer Storck soll Mouscron aus der Krise führen. Rheinische Post, 2. September 2018, abgerufen am 8. Mai 2019.
  9. Bernd Storck ne sera plus l’entraîneur de l’Excel la saison prochaine. Royal Excel Mouscron, 8. Mai 2019, abgerufen am 8. Mai 2019 (französisch).
  10. Bernd Storck wird neuer Trainer bei Cercle. Belgischer Rundfunk, 12. Oktober 2019, abgerufen am 12. Oktober 2019.
  11. officiele mededeling: Bernd Storck verlaat Cercle Brugge. Cercle Brügge, 22. April 2020, abgerufen am 22. April 2020 (niederländisch).