KLM Cityhopper

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
KLM Cityhopper B.V.
Logo der KLM
Embraer 190 der KLM Cityhopper
IATA-Code: WA
ICAO-Code: KLC
Rufzeichen: CITY
Gründung: 1966
Sitz: Haarlemmermeer, NiederlandeNiederlande Niederlande
Drehkreuz:

Flughafen Amsterdam Schiphol

Heimatflughafen:

Flughafen Amsterdam Schiphol

Unternehmensform: B.V.
Allianz: SkyTeam
Vielfliegerprogramm: Flying Blue
Flottenstärke: 49 (+ 15 Bestellungen)
Ziele: national und international
Website: www.klmcityhopper.nl

KLM Cityhopper (bis 1977 NLM, dann bis 1991 NLM CityHopper)[1] ist eine niederländische Regionalfluggesellschaft mit Sitz in Haarlemmermeer und Basis auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol. Sie ist eine Tochtergesellschaft der KLM Royal Dutch Airlines.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fokker F-27-200 der NLM CityHopper im Jahr 1984
Sitz der KLM Cityhopper in Haarlemmermeer

KLM Cityhopper wurde 1966 als Nederlandse Luchtvaart Maatschappij (NLM) gegründet und nahm am 29. August 1966 mit einer Fokker F-27 den Flugbetrieb innerhalb der Niederlande auf, gefolgt von den ersten internationalen Kurzstrecken im Jahr 1975. Am 3. März 1978 erhielt NLM mit einer Fokker F28 ihr erstes Strahlflugzeug.

Nach der Fusion mit NetherLines im April 1991 erhielt die Gesellschaft ihren heutigen Namen KLM Cityhopper (zeitweise wurde cityhopper klein geschrieben). Nach Ausmusterung der Fokker 70 besteht die Flotte heute nur aus Maschinen des brasilianischen Herstellers Embraer.

Im Jahr 2004 integrierte KLM Cityhopper die britische KLM uk vollständig.

Ende März 2010 verließen die letzten Fokker 50 der KLM Cityhopper die Flotte, im Herbst 2012 folgten die letzten Fokker 100.[2]

Im August 2013 begann die Modernisierung der verbleibenden Fokker 70, die eine neue Kabinenausstattung erhielten.[3] Ende Oktober 2017 wurden auch diese Flugzeuge aus der KLM-Flotte genommen, damit endete nach 97 Jahren die Ära der Fokker-Maschinen bei KLM.[4]

Flugziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

KLM Cityhopper führt für ihr Mutterunternehmen KLM Royal Dutch Airlines von ihrer Basis in Amsterdam aus zahlreiche Regional- und Zubringerflüge innerhalb Europas einschließlich zahlreicher deutschsprachiger Ziele durch.[5]

Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Embraer 175 der KLM Cityhopper
Fokker 70 der KLM Cityhopper

Aktuelle Flotte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Stand Juni 2019 besteht die Flotte der KLM Cityhopper aus 49 Flugzeugen mit einem Durchschnittsalter von 5,7 Jahren:[6]

Flugzeugtyp Anzahl bestellt[7] Anmerkungen Sitzplätze[8]
(Business/Eco+/Eco)
Embraer 175 17 88 (20/8/60)
Embraer 190 32 PH-EZX in SkyTeam-Sonderbemalung 100 (20/8/72)
Embraer 195-E2 15 + 20 Optionen[9] - offen -
Gesamt 49 15

Zuvor eingesetzte Flugzeuge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Vergangenheit setzte KLM Cityhopper unter anderem folgende Flugzeugtypen ein:[10]

Zwischenfälle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

NLM Cityhopper und KLM Cityhopper verzeichnen in ihrer Geschichte zwei Totalverluste von Flugzeugen, beide mit Todesopfern:[11][12]

  • Am 4. April 1994 stürzte eine Saab 340B (PH-KSH) beim Durchstarten auf dem Flughafen Amsterdam Schiphol ab. Die Maschine war auf dem Weg von Amsterdam nach Cardiff, als eine Kontrollleuchte des Triebwerköldrucks aufleuchtete. Noch bevor der Erste Offizier die Checkliste konsultierte, fuhr der Kapitän das rechte Triebwerk in den Leerlauf. Nach dem Durchgehen der Checkliste wurde beschlossen, den Flug fortzusetzen, der Kapitän vergaß jedoch, das heruntergefahrene Triebwerk wieder zuzuschalten. Auf einer Flughöhe von 17.000 Fuß war die Leistungsgrenze der Maschine erreicht und sie stieg nicht mehr weiter. Da sie einen Defekt vermuteten, kehrten die Piloten nach Amsterdam um. Als sich der Kapitän zu einem Durchstarten entschied, rollte die Maschine unmittelbar vor der Landebahn nach rechts und stürzte ab. Dabei kamen drei Personen ums Leben; 9 Insassen wurden verletzt. Grund war das Fehlverhalten der Piloten, welche den Propeller des vermeintlich beschädigten Triebwerks nicht in Segelstellung brachten (siehe auch KLM-Flug 433).[14]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: KLM cityhopper – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ulrich Klee, Frank Bucher et al.: jp airline-fleets international. Zürich-Airport 1973–1992.
  2. KLM plant laatste vlucht met luchtvaartnieuws.nl – Fokker 50 op 27 maart, 18. Januar 2010 (niederländisch)
  3. airliners.de – KLM: Neue Sitze und Economy Comfort Zone für Fokker-70-Flotte, 30. August 2013
  4. The Fokker 70’s final commercial flights (englisch)
  5. klmcityhopper.nl – Wie zijn wij (niederländisch), abgerufen am 20. Juni 2017
  6. planespotters.net - KLM Cityhopper (englisch), abgerufen am 30. Juni 2019
  7. planespotters.net - KLM Cityhopper abgerufen am 30. Juni 2019
  8. klm.com – Sitzpläne@1@2Vorlage:Toter Link/www.klm.com (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. abgerufen am 20. Juni 2017
  9. Luftfahrtmesse: Die Bestellungen der Paris Air Show 2019. In: aeroTELEGRAPH. 20. Juni 2019, abgerufen am 20. Juni 2019 (Schweizer Hochdeutsch).
  10. airfleets.net – KLM Cityhopper (englisch), abgerufen am 27. August 2015
  11. Unfallstatistik NLM Cityhopper, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 19. September 2019.
  12. Unfallstatistik KLM Cityhopper, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 19. September 2019.
  13. Flugunfalldaten und -bericht F28-4000 PH-CHI im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 14. Juni 2016
  14. Flugunfalldaten und -bericht Saab 340 PH-KSH im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 20. Juni 2017
  15. aerotelegraph.com – Willem-Alexander: Bei KLM sitzt auch mal der König im Cockpit, 18. Mai 2017 abgerufen am 20. Juni 2017