Kabinett Duchač

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Das erste Kabinett des Landes Thüringen am 8. November 1990 (v. l.: Jentsch, Böck, Sieckmann, Fickel, Axthelm, Zeh, Lieberknecht, Sklenar, Schultz, Lengemann, Duchač)

Das Kabinett Duchač bildete von 1990 bis 1992 die erste Landesregierung des wieder errichteten Landes Thüringen. In Folge der Landtagswahl vom 14. Oktober 1990 wurde der CDU-Spitzenkandidat Josef Duchač am 8. November 1990 vom Thüringer Landtag zum Ministerpräsidenten einer Koalitionsregierung aus CDU und FDP gewählt,[1] die über 53 der 89 Mandate im Landesparlament verfügte.

Am 23. Januar 1992 erklärte Duchač seinen Amtsverzicht,[2] nachdem unmittelbar zuvor ihrerseits drei Regierungsmitglieder – die „Ost-Reformer“ Christine Lieberknecht und Klaus Zeh sowie der „West-Zugang“ Jochen Lengemann[3] – ihre Rücktritte eingereicht hatten.[4] Im Anschluss an die Wahl des neuen Ministerpräsidenten Bernhard Vogel (CDU) am 5. Februar 1992 traten auch die übrigen Minister von ihren Ämtern zurück.[5] Bis zur Amtsübernahme der neuen Thüringer Landesregierung am 11. Februar 1992 blieben alle Minister geschäftsführend im Amt.

Kabinett Duchač – 8. November 1990 bis 11. Februar 1992
Amt[6] Name Partei
Ministerpräsident Josef Duchač (bis 5. Februar 1992) CDU
Stellvertreter des Ministerpräsidenten Ulrich Fickel FDP
Innenminister Willibald Böck CDU
Kultusministerin Christine Lieberknecht CDU
Justizminister; ab 18. Juni 1991: Minister für Justiz, Bundes- und Europaangelegenheiten[7] Hans-Joachim Jentsch CDU
Finanzminister Klaus Zeh CDU
Minister für Wirtschaft und Technik Hans-Jürgen Schultz (bis 1. November 1991)

Jürgen Bohn (ab 7. November 1991)[8]

FDP
Minister für Soziales und Gesundheit Hans-Henning Axthelm CDU
Minister für Landwirtschaft und Forsten Volker Sklenar CDU
Umweltminister Hartmut Sieckmann FDP
Minister für Wissenschaft und Kunst Ulrich Fickel FDP
Minister für besondere Aufgaben Jochen Lengemann CDU

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Wahl des Ministerpräsidenten; Vereidigung des Ministerpräsidenten; Bekanntgabe der durch den Ministerpräsidenten ernannten Minister; Bestätigung der Landesregierung; Vereidigung der Minister. In: Plenarprotokoll 1/4. Thüringer Landtag, 8. November 1990, S. 56–60, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 233 KB).
  2. Unterrichtung durch den Präsidenten des Landtags: Rücktrittserklärung des Ministerpräsidenten. In: Drucksache 1/1053. Thüringer Landtag, 24. Januar 1992, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 14 KB).
  3. Schwarzer Container. In: Der Spiegel Nr. 14/1992. 30. März 1992, S. 20–21, abgerufen am 16. April 2017.
  4. Unterrichtung durch den Präsidenten des Landtags: Rücktrittserklärungen von Mitgliedern der Landesregierung gemäß § 12 Abs. 1 Satz 1 der Vorläufigen Landessatzung. In: Drucksache 1/1063. Thüringer Landtag, 29. Januar 1992, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 14 KB).
  5. Unterrichtung durch den Präsidenten des Landtags: Rücktrittserklärungen von Mitgliedern der Landesregierung gemäß § 12 Abs. 1 Satz 1 der Vorläufigen Landessatzung. In: Drucksache 1/1083. Thüringer Landtag, 6. Februar 1992, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 15 KB).
  6. Beschluß der Thüringer Landesregierung vom 4. Dezember 1990: Zuständigkeit der einzelnen Minister nach § 13 Abs. 1 der Vorläufigen Landessatzung für das Land Thüringen. In: Verordnungsblatt für das Land Thüringen. 27. Dezember 1990, S. 1–10, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 94 KB).
  7. Zuständigkeit der einzelnen Minister nach § 13 Abs. 1 der Vorläufigen Landessatzung für das Land Thüringen vom 28. Mai 1991. In: Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Thüringen. 17. Juni 1991, S. 109, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 28 KB).
  8. Bekanntgabe des durch den Ministerpräsidenten ernannten neuen Ministers für Wirtschaft und Technik; Zustimmung des Landtags; Vereidigung des Ministers. In: Plenarprotokoll 1/34. Thüringer Landtag, 7. November 1991, S. 2173–2174, abgerufen am 16. April 2017 (PDF; 6,4 MB).