Katholische junge Gemeinde

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Katholische junge Gemeinde
Logo der KjG
Zweck: Katholischer Jugendverband
Vorsitz: Maike Windhövel, Marc Eickelkamp (Bundesleitung), Peter Dübbert (Bundesgeschäftsführer), Rebekka Biesenbach (Geistliche Leiterin)
Gründungsdatum: 1970
Mitgliederzahl: 80.000
Sitz: Düsseldorf
Website: www.kjg.de

Die Katholische junge Gemeinde (kurz KjG) ist ein demokratisch organisierter Kinder- und Jugendverband, der sich nach den katholischen Pfarreien in den Diözesen der Bundesrepublik Deutschland strukturiert.[1] Sie hat nach eigenen Angaben deutschlandweit etwa 80.000 Mitglieder in 24 Diözesanverbänden.[2]

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pfarreiebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Pfarreiebene bieten ehrenamtliche Gruppenleiter Gruppenstunden, Ferienfreizeiten und sonstige Angebote für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene an. Die Verantwortlichen treffen sich in Leiterrunden und Arbeitskreisen. Die Koordination läuft über eine gewählte Pfarrleitung. Das aktive Wahlrecht besitzt prinzipiell jedes KjG-Mitglied in der Pfarrei, wobei teilweise (örtlich verschieden) Altersgrenzen gelten, so zum Beispiel eine Beschränkung des Wahlrechts auf Mitglieder, die mindestens 13 und höchstens 27 Jahre alt sind. Verschiedene Diözesanverbände legen Wert auf ein durchgehend gleiches Stimmrecht, unabhängig vom Alter oder der Funktion des jeweiligen Mitglieds.

Mittlere Ebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mittlere Ebene wird je nach Diözesanverband Bezirk, Dekanat, Kreis oder Region genannt. Hier werden übergemeindliche Angebote geschaffen und die einzelnen Pfarrgemeinden untereinander vernetzt. Je nach kommunaler Gliederung gehört auch die politische Interessenvertretung der KjG in regionalen Gremien, wie zum Beispiel auf BDKJ-Stadtversammlungen oder in Stadt- bzw. Kreisjugendringen, zu den Aufgaben der mittleren Ebene. Diese kann jedoch auch auf Pfarreiebene angesiedelt sein. Koordiniert wird diese Ebene von gewählten, ehrenamtlichen, paritätischen Bezirks-/Dekanats-/Kreis-/Regionalleitungen, als Austausch- und Kontrollgremium existiert in einigen mittleren Ebenen ein Ausschuss, der analog zum Diözesanausschuss auf Diözesanebene das höchste beschlussfassende Gremium zwischen den Konferenzen ist. Weiterhin können Arbeitskreise zur Planung von Aktivitäten und zur Unterstützung/Beratung der Pfarreien gewählt werden.

Diözesanebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die nächsthöhere Ebene ist die Diözesanebene, auf der die Diözesanleitung (DiL) das bistumsweite Geschehen koordiniert. Die Diözesankonferenz (DiKo), auf der Vertreter der mittleren Ebenen vertreten sind, wählt und kontrolliert die DiL. Über Anträge können durch die DiKo Arbeitsaufträge an die DiL erteilt werden. Weiter wählt die DiKo aus den Leitungen der mittleren Ebenen die Mitglieder des Diözesanausschusses, dem höchsten beratenden und beschlussfassenden Gremium zwischen zwei Diözesankonferenzen. Außerdem richtet die Diözesankonferenz Arbeitskreise (AK) ein, die die Diözesanleitung bei ihren Aufgaben unterstützen. Eine wichtige Aufgabe des Diözesanverbandes ist es ein Angebot zu schaffen, durch das die qualitative Arbeit der Pfarrebene abzusichern ist. Hier sind besonders Aus- und Fortbildungsangebote für Gruppenleiter zu nennen.

Bundesebene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesebene bildet als Zusammenschluss der Diözesanverbände die höchste Ebene der KjG. Sie soll den Kontakt und Austausch zwischen den einzelnen Diözesanverbänden fördern, Projekte für den gesamten Verband durchführen, Dienstleistungen für die Diözesanverbände anbieten und die Interessen der KjG (von Kindern und Jugendlichen) in Politik und Kirche wahrnehmen. So werden Informationsbroschüren und Mitgliedsausweise für alle Diözesanverbände erstellt, Schulungen für Diözesanleiter organisiert oder Projekte wie menschkomm! für den gesamten Verband durchgeführt. Der Vorstand der KjG besteht aus einer Bundesleiterin und einem Bundesleiter, einem geistlichen Leiter und einem Geschäftsführer, die von der jährlich stattfindenden Bundeskonferenz gewählt werden. Bis 2011 stellte der ebenfalls gewählte, ausschließlich aus amtierenden Diözesanleitern bestehende Bundesausschuss das höchste beschlussfassende Gremium zwischen den Konferenzen dar. Durch eine Satzungsänderung tritt an dessen Stelle seitdem der Bundesrat. Stimmberechtigte Mitglieder sind die Mitglieder der Bundesleitung und je eine Delegierte und ein Delegierter aus jedem Diözesanverband. Dem Bundesrat sind insbesondere folgende Aufgaben vorbehalten: die Beschlussfassung über gemeinsame Aktionen und bundesverbandliche Schwerpunkte, die Entgegennahme von Zwischenberichten der Bundesleitung und der Kommissionen und die Unterstützung der Bundesleitung bei der Planung und Vorbereitung der Bundeskonferenz, die Schlichtung und Entscheidung in Konfliktfällen zwischen Diözesanverbänden oder zwischen einem Diözesanverband und der Bundesleitung und der Sorge für die Durchführung der Beschlüsse der Bundeskonferenz[3]

Bundestreffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In unregelmäßigen Abständen lädt der Bundesverband, ggf. in Kooperation mit einem Diözesanverband, alle KjG-Mitglieder zu einem Bundestreffen ein, das letzte fand unter dem Titel „UTOPIAjetzt!“ vom 1. bis zum 4. Mai 2008 in Würzburg statt. Frühere Ereignisse dieser Art waren „Eventure 2001“ in Mannheim oder „Signale ’90“ in Neuss. UTOPIAjetzt war weitgehend als Freiluftveranstaltung konzipiert und verband vielfältige Workshop-Angebote mit kulturellen Höhepunkten, Rockmusik, Gottesdiensten, einer Kinder- und Jugenddemonstration in der Würzburger Innenstadt und einer Präsentation der regionalen Arbeitsschwerpunkte des Verbandes. Ca. 3000 Verbandsmitglieder nahmen teil. Die nächste bundesweite Großveranstaltung „DenkMal!“ findet vom 24. bis 28. Mai 2017[4] unter dem Motto „Frieden denken. Zukunft schenken.“ im Nordsternpark in Gelsenkirchen statt.

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die KjG gehört zusammen mit anderen katholischen Jugendverbänden dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend als Dachverband an. Außerdem ist die KjG international durch ihre Mitgliedschaft in der fimcap vertreten.

Grundlagen und Ziele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„In der Katholischen jungen Gemeinde (KjG) schließen sich junge Christinnen und Christen zusammen. Demokratisch und gleichberechtigt wählen Mädchen und Jungen, Frauen und Männer die Leitungen und entscheiden über die Inhalte und Arbeitsformen des Verbandes.“

– Grundlagen und Ziele der KjG, beschlossen 1993 in Altenberg

Die KjG ist auf allen Ebenen politisch aktiv und will Kindern und Jugendlichen Mut machen, sich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen, aktiv zu werden für Dinge, die sie angehen und die verändert werden müssen. Außerdem will die KjG zu gesellschaftlichem Handeln und zur Gestaltung des eigenen Alltags aus der eigenen religiösen Überzeugung heraus ermutigen.

Aufbauend auf den Grundlagen und Zielen werden verschiedene Aktionen gestartet, wie zum Beispiel ‚Enjoy the difference‘ (eine Aktion des Bundesverbandes, die sich gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus ausspricht), sowie ‚Trialog – together in difference‘ bei der sich die KjG zusammen mit dem BJSD (Bundesverband jüdischer Studenten in Deutschland) und der MJD (Muslimische Jugend in Deutschland) über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der drei Religionen bewusst wurde.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vorläuferorganisationen waren die „Katholische Jungmännergemeinschaft“ (KJG) und die „Katholische Frauenjugendgemeinschaft“ (KFG). Ein erstes gemeinsames Delegiertentreffen fand 1968 in Münster statt. Unter dem Motto „Zur Antwort bereit“ trafen sich rund 13.000 Jugendliche und Mitglieder der Vorläuferorganisationen zu einem großen Deutschlandtreffen. 1970 vereinigten sich diese zur neuen KjG.[5]

In den 1970er und 1980er Jahren prägten starke Konflikte mit der Deutschen Bischofskonferenz den Verband und das Bild des Verbandes. Der sich als demokratisch verstehende Verband kritisierte zum Beispiel starre Hierarchien in der Kirche und das offizielle katholische Frauenbild.

Lückenhaft In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen noch folgende wichtige Informationen:
Es fehlt so ziemlich alles zu Geschichte (Altenberg, Forum Aachen, Neuss, ...); statt dessen ein vergleichsweise nebensächliches Geplänkel um ein Songbuch.  @xqt 16:17, 15. Mai 2016 (CEST)
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Das Verbandsemblem der KjG nennen Verbandsmitglieder „Seelenbohrer“. Es wurde von dem im Kölner Raum ansässigen Grafiker Alfred Klever 1967 während eines Siebdruckkurses in Altenberg entworfen. Er sollte das Motto des Pfingsttreffens der KjG-Vorgängerverbände KFG und KJG 1968 in Münster symbolisieren: „Zur Antwort bereit!“[6] Auf dem Deutschlandtreffen wurde das Logo dann folgendermaßen erklärt: „Der Punkt in der Mitte bedeutet Christus, die Frohe Botschaft, das Leben. Der Balken, der sich um den Punkt bewegt, symbolisiert die Menschen, die ‚aus der Mitte heraus‘ versuchen, sich den Problemen zu stellen und Antwort zu geben, und der Pfeil deutet Dynamik an. Sich auf den Boden der Botschaft Christi zu stellen, heißt zugleich, vorwärts zu gehen, Ziele zu verfolgen.“ Eine (selbst-)ironische Interpretation lautet: „einmal um den heißen Brei herum, haarscharf am Ziel vorbei und dann schnell wieder weg!“[7]

Der Diözesanverband Rottenburg-Stuttgart hat zusätzlich zum Seelenbohrer, auch einen Drachen als Logo.[8][9]

Schutzpatron[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schutzpatron der KjG ist Thomas Morus (1477–1535). Von ihm stammt auch der Leitspruch der KjG:

„Nie hätte ich daran gedacht, einer Sache zuzustimmen, die gegen mein Gewissen gewesen wäre.“[10]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. KjG.de: Grundlagen und Ziele
  2. Homepage der KjG, Stand: Juli 2009
  3. Satzungsänderung der KjG 2011 (PDF-Datei; 134 kB)
  4. KjG Rottenburg-Stuttgart: DenkMal! Abgerufen am 2. April 2017.
  5. KjG St. Franziskus Kempten: Über die KjG
  6. Berichte von der Bundeskonferenz der KjG 2011: Freitag, 17.6.
  7. KjG.de: Der Seelenbohrer
  8. KjG.de: Logogenerator
  9. KjG Rottenburg-Stuttgart: Downloads
  10. KjG.de: Thomas Morus